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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Friso Gentsch

Impfungen gegen das Coronavirus gelten als ein Weg aus der Pandemie. Noch in dieser Woche sollen Betriebsärzte im Rahmen eines Modellprojekts in zehn bayerischen Unternehmen die Mitarbeitenden impfen.

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Corona: In diesen zehn bayerischen Betrieben wird jetzt geimpft

Impfungen gegen das Coronavirus gelten als ein Weg aus der Pandemie. Noch in dieser Woche sollen Betriebsärzte im Rahmen eines Modellprojekts in zehn bayerischen Unternehmen die Mitarbeitenden impfen. Das sind die auserwählten Firmen.

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Von
  • Manuel Mehlhorn
  • Lorenz Storch

50.000 Impfdosen stellt die bayerische Staatsregierung zehn bayerischen Unternehmen zur Verfügung, deren Betriebsärzte ihre Mitarbeiter schon jetzt impfen dürfen. Das haben Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittag bei einer Pressekonferenz erklärt. Die Impfungen in den Betrieben der Modellunternehmen sollen noch in dieser Woche starten.

Jeder Regierungsbezirk mindestens einmal vertreten

Beim Modellprojekt der Betriebsimpfungen ist aus jedem Regierungsbezirk mindestens ein größeres Unternehmen dabei. Konkret sind es die folgenden Unternehmen: Arvena Hotel in Nürnberg, BayWa in Münchberg, Brückner Maschinenbau in Siegsdorf, die Fränkischen Rohrwerke in Königsberg, Jopp Automotive in Bad Neustadt, Magnet-Schultz in Memmingen, Mann + Hummel in Marklkofen, Novartis Pharma in Nürnberg, Siemens-Werk in Cham und Wacker Chemie in Burghausen.

Mit dem Modellprojekt "Impfallianz" wollen die Bayerische Staatsregierung und die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) vor allem den Mitarbeitern ein Impfangebot machen, die in Präsenz am Arbeitsplatz arbeiten müssen. "Die Bereitschaft und der Wille der Firmen in Bayern, ihre Belegschaften zu impfen, ist extrem groß", erklärte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Jetzt brauche die bayerische Wirtschaft vor allem mehr Impfstoff aus Berlin, fordert er.

Söder will mehr Impfstoff an Hausärzte verteilen

"Es ist wichtig, die Betriebsärzte rasch in die Impfkonzepte zu integrieren", so Ministerpräsident Söder. Er will beim Impfstoff "das Verhältnis zwischen Ärzten und Impfzentren neu balancieren". Heißt konkret: Weil Haus- und Betriebsärzte schneller und unbürokratischer impfen können, sollen die in Zukunft mehr Impfstoff zur Verfügung gestellt bekommen als bisher. Bislang ging der Großteil des Impfstoffs an die Impfzentren.

Impfzentren impfen Mitarbeiter kleinerer Betriebe

Die Impfzentren bleiben aber bestehen. Kleinere Betriebe, die keinen eigenen Betriebsarzt haben, sollen ihre Mitarbeitenden in Zukunft im Impfzentrum impfen können. "Die Betriebsärzte stehen Gewehr bei Fuß, sehr schnell und sehr breit zu impfen. Wenn die Priorisierungen im Mai aufgehoben werden, kann das weiter an Fahrt aufnehmen", erklärte der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU).

Das jetzige Modellprojekt mit zehn Unternehmen soll laut Holetschek in einer zweiten Phase im Mai um zusätzliche Betriebe erweitert werden. Spätestens im Mai sollen dann möglichst alle bayerischen Unternehmen ihre Mitarbeiter impfen dürfen, so der Gesundheitsminister.

Landkreis Hof startet heute schon Betriebsimpfungen

In der von Corona besonders gebeutelten Region Hof impfen die 20 größten Betriebe schon seit heute. Möglich ist das durch ein Sonderkontingent an Impfstoffen, das der Freistaat der Region zugeteilt hat. Seit Monaten rangieren Stadt und Landkreis Hof unter den am schlimmsten mit Corona belasteten Gebieten ganz Deutschlands. Und immer wieder gibt es auch Fälle in den Betrieben. Deshalb impfen seit heute mobile Teams mit Ärzten der Bundeswehr rund 100 Menschen pro Betrieb am Tag. Wer die Spritze kriegt, entscheiden die Firmen selbst. In der Regel haben Mitarbeiter in der Produktion Priorität, für die Homeoffice keine Option ist.

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