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Corona: Bayerns Wirtschaft fordert klaren Exit-Plan | BR24

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Bayerns Wirtschaft fordert klaren Exit-Plan

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Corona: Bayerns Wirtschaft fordert klaren Exit-Plan

Diese Entscheidung gibt etwas Hoffnung: Zusammen mit den Ministerpräsidenten hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel auf eine schrittweise Öffnung kleinerer Geschäfte verständigt. Doch Bayerns Wirtschaft fordert mehr Klartext von der Staatsregierung.

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Von
  • Johannes Lenz

Der ersehnte klare Exit-Fahrplan bleibt aus. Stattdessen: Nur eine schrittweise Öffnung von Geschäften mit maximal 800 Quadratmetern – so der Vorschlag der Bund-Länder-Konferenz. Die bayerische Wirtschaft hat sich da wohl mehr erwartet und reagiert wenig optimistisch.

Industrie- und Handelskammertag fordert Unterstützung

Der Präsident des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags Eberhard Sasse unterstützt diesen Vorschlag. Auch, wenn Bayern vorerst wohl nur kleineren Geschäften die Öffnung erlauben wird. Dies sei ein erster wichtiger Schritt hin zu einer Normalisierung des öffentlichen- und wirtschaftlichen Lebens in Deutschland. Die zeitnahe Wiedereröffnung einiger Bereiche des Einzelhandels ist gut und wichtig, so Eberhard Sasse.

Doch für die vielen Betriebe in der Hotellerie und Gastronomie, im Event- und Cateringbereich, im Messe- und Veranstaltungsgeschäft würde es dagegen schwer, noch weitere Wochen ohne Geschäftstätigkeit zu überstehen. Hier müssten dringend zusätzliche Maßnahmen überlegt und getroffen werden, um diese Unternehmen über die Zeit zu retten.

Neben Soforthilfe klare Exit-Strategie wichtig

Der Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Handwerkstages Frank Hüpers schließt sich der Forderung nach mehr Unterstützung an. Die Soforthilfe und haftungsfreigestellte Kredite seien zwar großzügig, doch es brauche auch mehr Klartext von der Staatsregierung:

"Was wir jetzt brauchen ist eine möglichst klar und eindeutig formulierte Exit-Strategie. Wir brauchen ein Licht am Ende des Tunnels, also einen Fahrplan und verlässliche Eckpunkte für einen Wiederanlauf der Handwerkswirtschaft." Frank Hüpers, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Handwerkstages

Frank Hüpers fordert eine schnellere öffentliche Auftragsvergabe für kleine und mittlere Handwerksbetriebe, um diese speziell zu unterstützen. Deren Klagen über die Auswirkungen der Coronakrise nehmen jeden Tag weiter zu, so Frank Hüpers. Lange hielten es die Unternehmen nicht mehr durch.

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