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Corona: Bayerische Exporte brechen dramatisch ein | BR24

© BR / Leonie Thim

Der Lockdown im Zuge der Corona-Pandemie hat den bayerischen Außenhandel im April stark einbrechen lassen. Das berichtet das Bayerische Landesamt für Statistik. Die Aussichten sind laut Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft nicht gut.

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Corona: Bayerische Exporte brechen dramatisch ein

Der Lockdown im Zuge der Corona-Pandemie hat die bayerischen Exporte im April um über 40 Prozent einbrechen lassen. Das berichtet das Bayerische Landesamt für Statistik. Die Aussichten sind laut der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft nicht gut.

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Von
  • Leonie Thim

Der April war der erste Monat, der komplett in die Zeit der Corona-Pandemie fiel. Vier Wochen blieben Betriebe geschlossen, Produktionsbänder standen still, der Schiffsverkehr war eingestellt. Damit war zu erwarten, dass die bayerische Industrie in diesem ersten vollständigen Lockdown-Monat leiden würde. Laut der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) hat der bayerischen Außenhandel im April "ein dramatisches Niveau" erreicht. Im Vergleich zum Vorjahresmonat nahmen die Exporte um 41 Prozent und die Importe um 32 Prozent ab, meldet das Bayerische Landesamt für Statistik.

Bayerische Exporte besonders stark eingebrochen

Damit brachen die Exporte in Bayern noch deutlicher ein als die bundesweiten. Für ganz Deutschland sanken die Exporte im April um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Am stärksten traf es die bayerische Automobilindustrie. Es wurden 95,5 Prozent weniger PKW und Wohnmobile verkauft als im Vergleichsmonat 2019. Besonders hohe Rückgänge gab es in vielen Exportländern, die für Bayern wichtig sind. Die Exporte nach Italien fielen um fast 49 Prozent, nach Österreich um 39,1 Prozent, in die USA um knapp 47 Prozent sowie nach China um 21,1 Prozent.

vbw: Keine guten Aussichten

Für den Monat Mai befürchtet die vbw "ähnlich schlechte Zahlen". "Der Umfang des Konjunkturpakets der Bundesregierung ist nicht zu knapp bemessen. Jetzt gilt es, zügig und nachhaltig unsere Unternehmen zu stärken, zum Beispiel mit deutlichem Bürokratieabbau, niedrigeren Energiepreisen, einem Belastungsmoratorium sowie Steuerentlastungen“, sagte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw.

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