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Conti-Aus in Roding: Aiwanger hält an Rundem Tisch fest | BR24

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Trotz der vom Continental-Aufsichtsrat gebilligten Pläne, das Werk in Roding bis 2024 zu schließen, will Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger weiter mit dem Konzern sprechen. Dabei soll es um Perspektiven für Mitarbeiter gehen.

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Conti-Aus in Roding: Aiwanger hält an Rundem Tisch fest

Trotz der vom Continental-Aufsichtsrat gebilligten Pläne, das Werk in Roding im Kreis Cham bis 2024 zu schließen, will Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger weiter mit dem Konzern sprechen. Dabei soll es um Perspektiven für die Mitarbeiter gehen.

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Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) will trotz der endgültig im Conti-Aufsichtsrat beschlossenen Werksschließung in Roding an dem geplanten Runden Tisch mit Continental festhalten, der für März 2020 vereinbart worden ist.

Aiwanger sprach in einer Pressemitteilung seines Ministeriums aber "von einer neuen Gefechtslage". Jetzt gehe es darum, wie man den Standort vernünftig weiternutzen und den Beschäftigten eine neue Perspektive geben könne. Der Minister will darauf drängen, dass Continental alternative Beschäftigungsmöglichkeiten entwickelt, Qualifizierungsmaßnahmen anbietet und den Stellenabbau möglichst sozialverträglich organisiert.

Aiwanger-Appell an Arbeitgeber der Region um Roding

Die Werksschließung sei "ein schwerer Schlag" für die Mitarbeiter, die Familien und die gesamte Region. "Ich bin enttäuscht von dieser Entscheidung, nachdem wir für Frühjahr 2020 weitere Gespräche zur Standortsicherung vereinbart hatten", so Aiwanger, der aber auch Hoffnung äußerte: "Ich setze auch auf die Aufnahmefähigkeit des regionalen Arbeitsmarktes für über 500 Arbeitskräfte und die Solidarität der Arbeitgeber vor Ort, diese Menschen zu übernehmen."

Ähnlich äußerte sich der Chamer Landrat Franz Löffler (CSU). Dem Bayerischen Rundfunk sagte er, dass auch er vorerst am Gespräch mit dem Konzern im März festhalten und dabei Möglichkeiten erörtern wolle, wie in Roding neue Produkte entwickelt und gebaut werden können. Gleichzeitig, so Löffler, "sind wir aufgefordert, den Wirtschaftsstandort Roding insgesamt weiter zu stärken und zu stabilisieren". Man müsse "zweigleisig fahren".

Proteste der Conti-Mitarbeiter

Der Aufsichtsrat des Automobilzuliefer-Konzerns Continental hatte in Hannover entschieden, das Conti-Werk in Roding bis 2024 zu schließen, weil die Produktion von Diesel- und Benzinpumpen aufgrund der in den nächsten Jahren sinkenden Nachfrage für diese Produkte eingestellt werden soll. 540 Arbeitsplätze sind in Roding betroffen. Ein Teil der Beschäftigten soll Angebote auf Versetzung an andere Conti-Standorte bekommen.

Vor der Aufsichtsratssitzung hatten in Hannover rund 900 Beschäftigte aus mehreren deutschen Conti-Standorten gegen die Strukturreformen des Konzerns protestiert, von denen deutschlandweit insgesamt rund 7.000 Arbeitsplätze betroffen sind.