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Heute berät der Aufsichtsrat der Commerzbank über das Sanierungsprogramm für das Kreditinstitut. Geplant ist ein großer Stellenabbau.

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    Commerzbank: Großaktionär Bund steht hinter Personalabbau

    Commerzbankchef Manfred Knof will sich den Abbau von 10.000 Stellen und die Schließung vieler Filialen heute vom Aufsichtsrat bestätigen lassen. Der Bund als größter Aktionär will alles mittragen. Widerstand kommt von Verdi und Betriebsräten.

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    Von
    • Felix Lincke

    Finanzminister Scholz: Sparkurs ist der richtige Weg

    Den harten Sparkurs bei der Commerzbank will der Bund als Großaktionär im Aufsichtsrat unterstützten. Bundesfinanzminister Olaf Scholz sagte, das sei der richtige Weg. Scholz hofft, dass es für die Einschnitte, zu der die Schließung der meisten Filialen gehört, eine sozialverträgliche Lösung gibt. Andere SPD-Politiker und die Gewerkschaft Verdi hatten die Kürzungspläne hart kritisiert.

    Jeder dritte Mitarbeiter in Deutschland betroffen

    Ein Viertel der gesamten Belegschaft ist betroffen, in Deutschland sogar jeder Dritte. Ob es zu betriebsbedingten Kündigungen kommt, hängt vor allem davon ab, in welchem Zeitraum der Abbau erfolgt. Knof deutet an, dass es sich um Bruttozahlen handelt, so dass innerhalb des Konzerns auch ein Wechsel auf neue Stellen möglich wäre. Die müssten aber erst noch geschaffen werden. Das könnte beim Onlinebanking von Comdirekt der Fall sein. In den Filialen werden dagegen viele Stellen wegfallen.

    Details werden am 11. Februar vorgelegt

    Einzelheiten zu seinem Konzept und den Zielen für die nächsten Jahre will Knof zur Bilanz am 11. Februar vorlegen. Für 2020 wird ein hoher Verlust erwartet. Auch im laufenden Jahr ist erneut mit roten Zahlen zu rechnen, wegen der hohen Kosten des Konzernumbaus.