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Coffee-to-go-Becher als Umweltproblem | BR24

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Weggeworfener Kaffee-Pappbecher

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    Coffee-to-go-Becher als Umweltproblem

    Wie kann Verpackungsabfall vermindert werden? Es gibt viel zu viel Plastiktüten, auch Kaffee-Pappbecher werden immer mehr zu einem Problem. Überlegungen zur Europäischen Woche der Abfallvermeidung von Julia Murmelter.

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    "Einen Kaffee zum Mitnehmen bitte." Dieser Satz wird in Deutschland im Durchschnitt 320.000 Mal pro Stunde gesagt. Fast immer wird der Coffee to go in einen Pappbecher gefüllt. Das sorgt dafür, dass wir in Deutschland pro Jahr drei Milliarden Pappbecher benutzen. Jeder Becher hat lediglich eine Lebenszeit von 15 Minuten. Danach ist er Müll. So entstehen schlussendlich 40 Tonnen Müll - allein aus den Kaffeebechern. Vielen Konsumenten ist das aber nicht bewusst.

    Aktion "Coffee to go again"

    Julia Post, Studentin und Umweltaktivistin aus München hat deswegen die Aktion "Coffee to go again" gestartet. Jedes Café, jede Bäckerei, die mitmachen, zeigen dadurch, dass sie selbstmitgebrachte Becher der Gäste akzeptieren. Manche gewähren Rabatte. 350 Cafés und Bäckereien in ganz Deutschland sind bereits dabei.

    Schwer recycelbare Becher

    Was viele Konsumenten auch nicht wissen: Die Kaffeebecher sind nur schwer recycelbar. Die Kunststoffbeschichtung auf der Innenseite kann kaum vom Papier gelöst werden. Außerdem landen die Becher fast immer in öffentlichen Mülleimern. Es ist deswegen nahezu unmöglich, die Materialien wiederzuverwerten.

    Würdigung durch Umweltministerium

    Die Münchner Studentin stellt ihre Aktion nun in Berlin bei der Konferenz zur Abfallvermeidung im Bundesumweltministerium vor. Das ist eine Würdigung für ihr Engagement und für sie ein weiterer Schritt, um auf das Müllproblem durch die Kaffeebecher aufmerksam zu machen.