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Der Chiphersteller Infineon profitiert von der weltweiten Rekordnachfrage nach Halbleitern. Das zeigt die Bilanz für das erste Quartal 2021. Trotzdem bremst die hohe Nachfrage auch Infineon, denn der Konzern ist selber auf Lieferungen angewiesen.

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Chip-Boom lässt Infineon optimistisch aufs Gesamtjahr blicken

Der Chiphersteller Infineon profitiert von der weltweiten Rekordnachfrage nach Halbleitern. Das zeigt die Bilanz für das erste Quartal 2021. Trotzdem bremst die hohe Nachfrage auch Infineon, denn der Konzern ist selber auf Lieferungen angewiesen.

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Von
  • Stephan Lina

Der Halbleiterkonzern Infineon hat im abgelaufenen Quartal ein rasantes Wachstum hingelegt. Der Umsatz sprang im Jahresvergleich – auch dank einer Übernahme – um gut ein Drittel nach oben - auf 2,7 Milliarden Euro. Operativ verdienten die Münchener daran 470 Millionen Euro. Für das gesamte Geschäftsjahr geht Infineon jetzt von einem Umsatz von elf Milliarden Euro aus – und ist damit etwas zuversichtlicher als zuletzt im Februar.

"Der Halbleitermarkt boomt, Elektronik zur Beschleunigung der Energiewende und für die Arbeit und das Leben zuhause bleibt sehr gefragt. Der Digitalisierungsschub hält an." Infineon-Chef Reinhard Ploss

Auf dem Weg zu seinen Zielen für das Geschäftsjahr sei Infineon voll auf Kurs.

Chipmangel bereitet auch Infineon Schwierigkeiten

Allerdings macht der globale Chip-Mangel auch Infineon zu schaffen. In der Halbleiter-Industrie sind viele Lieferketten derzeit voll ausgereizt, die Werke laufen am Anschlag. Doch selbst das reicht nicht, um die rasant gestiegene Nachfrage bedienen zu können, etwa aus der Autoindustrie. Auch Infineon steckt in dieser Situation.

Elektroauto-Boom verstärkt Chipmangel

Konzernchef Reinhard Ploss sagte bei der Vorlage der Quartalszahlen, man sehe Engpässe vor allem bei Produkten, die Infineon selbst von Auftragsfertigern in Fernost bezieht. Für die Münchener ist die Automobilbranche das größte Geschäftsfeld.

Vor allem der Boom der E-Mobilität sorgt für volle Auftragsbücher. Denn ein Elektro-Auto benötigt für seinen Antrieb wesentlich mehr Halbleiter als ein klassischer Verbrenner. Doch auch in anderen Segmenten, also zum Beispiel bei Chipkarten für kontaktloses Bezahlen oder bei Halbleitern für Industrieanwendungen sei die Nachfrage extrem hoch.

Neues Infineon-Chip-Werk in Villach

Infineon will seine Kapazitäten noch in diesem Jahr deutlich steigern. Bis zum September – und damit früher als ursprünglich geplant – soll ein neues Werk im österreichischen Villach die Produktion aufnehmen.

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