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China will trotz Trumps Zollerhöhung mit USA weiterverhandeln | BR24

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Trump hat überraschend angekündigt, von Freitag an die bereits geltenden Sonderzölle auf Wareneinfuhren aus China im Wert von 200 Milliarden Euro von bisher 10 auf 25 Prozent zu erhöhen.

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China will trotz Trumps Zollerhöhung mit USA weiterverhandeln

Trotz der Ankündigung von US-Präsident Trump über weitere Zollerhöhungen gegen China hält die Regierung in Peking an ihren Plänen fest: Man wolle weiterverhandeln, heißt es dort - allerdings ohne dabei allzu sehr ins Detail zu gehen.

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China will trotz der von US-Präsident Donald Trump angedrohten Zollerhöhungen an den aktuellen Handelsgesprächen festhalten. Ein chinesisches Team "bereitet seine Reise in die Vereinigten Staaten vor", sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums. "Wir versuchen uns ein Bild von der Lage zu machen."

Der US-Präsident hatte zuvor auf Twitter angekündigt, Zölle auf chinesische Importe ab Freitag von derzeit zehn auf 25 Prozent anzuheben. Dies beträfe ingesamt ein Handelsvolumen von 200 Milliarden Dollar.

"Ähnliche Situationen gab es bereits mehrmals zuvor. Die Position der chinesischen Seite ist konstant und klar", so der Sprecher des chinesischen Außenministeriums. Ob die Verhandlungen aber wie geplant am Mittwoch stattfinden oder wer die Delegation anführt - dazu äußerte er sich nicht.

Trump wirft China im Handelsstreit unfaire Bedingungen vor

Hintergrund des Handelsstreits ist unter anderem der Vorwurf der Trump-Regierung, dass in China unfaire Wettbewerbsbedingungen für ausländische Unternehmen gelten würden. Seit Juli vergangenen Jahres haben sich die beiden Länder deshalb in mehreren Runden gegenseitig mit Sonderzöllen in Milliardenhöhe überzogen.

Im Dezember hatten sich beide Seiten beim G20-Gipfel in Argentinien darauf verständigt, Verhandlungen aufzunehmen und vorerst auf weitere Zölle zu verzichten. Dabei ging es etwa um Streitfragen wie Technologietransfer, Urheberrechtsschutz, Marktbarrieren, Cyber-Attacken, Dienstleistungen und Landwirtschaft.

USA und China haben sich zehn Mal zu Handelsgesprächen getroffen

Beide Seiten haben sich bislang zehn Mal zu Gesprächen getroffen - nach Aussage der Chinesen sei man dabei durchaus positiv vorangekommen. Wirtschaftsexperten halten es für möglich, dass Trump nun seine Gangart verschärft hat, weil China zuletzt wieder positivere Wirtschaftsdaten vermelden konnte. Deshalb könnte es für Peking möglicherweise nicht mehr so wichtig sein, den USA entgegenzukommen.

Trumps neue Drohung mache seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping ein Entgegenkommen allerdings schwer, sagte Jake Parker, Vizepräsident des amerikanisch-chinesischen Wirtschaftsrates. Denn sollte Xi nun bis Freitag einlenken, könnte dies wie eine Kapitulation aussehen.

© ARD/Axel Dorloff

Trotz der Ankündigung von US-Präsident Trump über weitere Zollerhöhungen gegen China hält die Regierung in Peking an ihren Plänen fest: Man wolle weiterverhandeln, heißt es dort - allerdings ohne dabei allzu sehr ins Detail zu gehen.