BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

China: Verwirrung um TikTok, Bytedance will Kontrolle behalten | BR24

© Steffen Wurzel/ARD
Bildrechte: BR

TikTok-Mutter Bytedance will Kontrolle behalten

1
Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

China: Verwirrung um TikTok, Bytedance will Kontrolle behalten

Nach der Einigung im Streit um das US-Geschäft der Video-Plattform TikTok bleiben Fragen offen. Der chinesische Bytedance-Konzern betonte, er werde in jedem Fall die Kontrolle über TikTok behalten.

1
Per Mail sharen
Von
  • Steffen Wurzel

Die US-Konzerne Oracle und Walmart sollen bei TikTok einsteigen - es soll ein neues Unternehmen namens TikTok Global entstehen, mit Sitz in den USA. Das wurde vom chinesischen Mutterkonzern Bytedance in Peking bestätigt.

Bytedance will vollständige Kontrolle erhalten

Viele weitere Einzelheiten des geplanten Geschäfts aber sieht man in China anders als in den USA. Beispiel Unternehmens-Kontrolle: US-Präsident Donald Trump hatte gestern gesagt, das neue Unternehmen TikTok Global werde „vollständig kontrolliert werden“ von Oracle und Walmart. Beim chinesische Mutterkonzern von TikTok, Bytedance, sieht man das anders: TikTok Global werde eine vollständig von Bytedance kontrollierte Tochtergesellschaft bleiben, erklärte das Unternehmen in Peking. Man werde 80 Prozent der Anteile an der Firma behalten.

Chinesischer Eigentümer weiterhin im Verwaltungsrat

Bytedance stellte auch klar, dass der chinesische Firmengründer Zhang Yiming im Verwaltungsrat des neuen Unternehmens sitzen werde. Auch sei nicht geplant, irgendwelche Algorithmen oder Technologien von China in die USA zu übertragen. Auch in einem weiteren Detail widerspricht Bytedance den Aussagen des US-Präsidenten:

Bei der von Donald Trump angekündigten Zahlung von fünf Milliarden US-Dollar handle es sich ganz einfach um das Geld, das man vermutlich an Steuern in den USA zahlen werde. Trump hatte behauptet, Bytedance werde in den USA fünf Milliarden US-Dollar in einen Bildungsfonds einzahlen. Zwischenfazit: Der geplante TikTok-Verkauf von China in die USA gestaltet sich deutlich komplizierter, als von der US-Regierung dargestellt. Es dürfte also noch etwas dauern, bis es zu einem Abschluss kommt.