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Burnout wird auch bei Ärzten immer mehr zum Problem | BR24

© BR/Monika Stiehl

Erschöpfung, Depression, Ängste - viele Krankenhausärzte macht die Arbeit krank. Immer mehr Mediziner leiden deshalb an Burnout – im Vergleich der betroffenen Berufsgruppen liegen sie mittlerweile auf Platz zwei nach den Lehrern.

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Burnout wird auch bei Ärzten immer mehr zum Problem

Erschöpfung, Depression, Ängste - viele Krankenhausärzte macht die Arbeit krank. Immer mehr Mediziner leiden deshalb an Burnout. Im Vergleich der betroffenen Berufsgruppen liegen sie mittlerweile auf Platz zwei nach den Lehrern.

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Überbordende Bürokratie, ökonomischer Druck, Arbeitsverdichtung, häufige Unterbrechungen der eigentlichen ärztlichen Tätigkeit - das sind Umfragen zufolge die Hauptgründe dafür, dass immer mehr Krankenhausärzte unter Burnout leiden. Im Vergleich der betroffenen Berufsgruppen liegen sie damit inzwischen auf Platz zwei nach den Lehrern.

Die Mediziner befinden sich immer öfter in einer Sandwichposition zwischen Ökonomie und Patientenwohl. Das führt den Ärzten zufolge zu Dauerstress, Frustration und Erschöpfung und individuell sehr unterschiedlichen Symptomen. Das kann Herzrasen sein, Panik, Schlafstörungen oder Schmerzen, aber auch Zynismus und sozialer Rückzug.

5.000 Ärzte fehlen in Krankenhäusern

Laut Ärztegewerkschaft Marburger Bund fehlen bundesweit derzeit 5.000 Ärzte in den Krankenhäusern. Die Patienten müssen aber trotzdem versorgt werden. Und so erleben fast zwei Drittel der deutschen Klinikärzte aktuellen Untersuchungen zufolge negativen Stress im Übermaß. Ein Viertel überlegt deshalb, aus der klinischen Tätigkeit ganz auszusteigen. Das würde den Ärztemangel noch verschärfen - ein Teufelskreis.

Gerade jüngere Ärzte streben immer öfter eine Karriere außerhalb des Klinikbetriebes an. Das sei ein verheerendes Signal für die Zukunft der Medizin im Krankenhaus, heißt es aus der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie.