| BR24

 
 

Bild

Messestand zu 5G
© dpa-Bildfunk

Autoren

Felix Lincke
© dpa-Bildfunk

Messestand zu 5G

Die Bundesregierung plant eine Änderung des Telekommunikationsgesetzes, um lokales Roaming zu erzwingen und so Funklöcher zu überbrücken. In ländlichen Gebieten, wo die Netzabdeckung schwach ist, sollen mehrere Anbieter sich die Infrastruktur mit Sendemasten und Frequenzen teilen.

Für Anbieter ist das nationale Roaming nicht attraktiv

Die laufende Mobilfunkverbindung würde bei schwachem Empfang einfach von einem auf den nächsten greifbaren Anbieter weitergeleitet, ohne dass der Kunde das unbedingt mitbekommt. Die anfallenden Gebühren und die Datennutzung müssten sich die Mobilfunkanbieter dann teilen. Für sie ist das wirtschaftlich unattraktiver als eine exklusive Nutzung ihrer eigenen Infrastruktur.

Bundesnetzagentur sieht 5G-Versteigerung in Gefahr

Für die Bundesnetzagentur steht mit der geplanten Gesetzesänderung die Frequenzauktion für das schnelle mobile Internet 5G im Frühjahr 2019 auf der Kippe. In einem Brief an die Bundesministerien für Wirtschaft und Verkehr schreibt die Agentur, die erheblichen Rechtsunsicherheiten einer solchen Gesetzesänderung könnten die Versteigerung gefährden. Zwischen den europäischen Ländern hat die EU problemlos das Roaming durchgesetzt, das international nun Standard ist.