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Bundesnetzagentur: Chancen auf Einigung beim Netzausbau | BR24

© Dirk Vilsmeier, BR

Zuletzt kam es immer wieder zu heftigem Streit beim Thema Leitungsausbau. Die Bundesnetzagentur sieht aber trotzdem gute Chancen für eine Einigung.

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Bundesnetzagentur: Chancen auf Einigung beim Netzausbau

Politik und Energiebranche sind sich einig: Der Erfolg der Energiewende beim Strom hängt vom Ausbau des Leitungsnetzes ab. Zuletzt kam es immer wieder zu heftigem Streit. Die Bundesnetzagentur sieht aber trotzdem gute Chancen für eine Einigung.

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Der Deutsche Energiekongress in München hat viele Fachleute aus der Branche zusammengebracht. Ein Fazit: Der Erfolg der Energiewende in Deutschland hängt beim Strom unter anderem vom weiteren Ausbau des Leitungsnetzes ab. Da sind sich wesentliche Teile von Politik und Energiebranche einig. In den vergangenen Jahren wurde über die Details aber heftig gestritten. Auch deshalb ging der Leitungsbau nur sehr verhalten vorwärts. Das scheint sich jetzt aber langsam zu verändern.

Bundeskanzlerin Merkel: Mehr grüner Strom in die Leitungen

Es muss mehr grüner Strom in die Leitungen des deutschen Stromnetzes kommen. Das war heute eine der Forderungen von Bundeskanzlerin Merkel in der Generalaussprache im Bundestag. Und die Chancen dafür stehen gar nicht so schlecht.

Denn zum einen wird immer mehr Ökostrom erzeugt. Aber auch für dessen Transport quer durch Deutschland werden die Aussichten immer besser, so Jochen Homann, Chef der Bundesnetzagentur.

Bundesnetzagentur: Fortschritte beim Leitungsausbau

"Wir haben über 4.000 Kilometer jetzt konkret in der Planung. Und das ist ja immer der erste Schritt zum Leitungsausbau. Von daher würde ich nicht alles in Moll machen, sondern es ist auch viel Dur dabei." Jochen Homann, Bundesnetzagentur-Chef

Allerdings gibt es nach wie vor Protest und größere Debatten um den Leitungsausbau.

"Es gibt Leitungen die insgesamt in Frage gestellt werden, nach wie vor. Und es gibt, wenn ich an den Südost-Link denke, da gibt es an bestimmten Hotspots Diskussionen über die Frage, wie dicht man an die Autobahn ran kann. Das sind ganz spezielle Fragen, die dann zu klären sind." Jochen Homann, Bundesnetzagentur-Chef

Nicht in Frage gestellt werden könne aber die Physik, so Homann. Und da in Bayern Strom aus anderen Regionen mittelfristig sicher gebraucht werde, sei auch ein weiterer Leitungsausbau notwendig.