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Bundesgesundheitsministerium lässt Selbsttests zu | BR24

© BR / dpa-Bildfunk, Felix Kästle

Die Probeentnahme passiert daheim. Untersucht wird die Probe in einem Fachlabor. Das Ergebnis kommt nach Hause. Laborbetreiber haben Vorbehalte.

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    Bundesgesundheitsministerium lässt Selbsttests zu

    Eine Infektion mit Covid-19 kann sehr schwer verlaufen, aber auch völlig symptomlos. Und viele Menschen fragen sich, ob sie die Infektion vielleicht schon durchgemacht haben. Ein Antikörpertest kann Aufschluss geben.

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    Von
    • Monika Stiehl

    Forscher haben Covid-19-Selbsttest entwickelt

    Ein Tropfen Blut auf einen Teststreifen und den dann ins Labor verschicken. Die Handhabung des Tests sei einfach und er liefere zuverlässige Ergebnisse. Das erklärten die Forscher aus Leipzig, die den Test mit dem Namen AProof entwickelt haben. Er soll 49 Euro kosten.

    Apotheker halten Testabgabe an Laien für unzulässig

    Nach Meinung des deutschen Apothekenverbands sei die Abgabe solcher In-vitro-Tests laut Medizinprodukte-Abgabeverordnung aber an Laien nicht erlaubt, sondern nur an medizinische Fachkreise. Doch das Bundesgesundheitsministerium hat nun gegenüber der Pharmazeutischen Zeitung klargestellt: Der Verkauf ist erlaubt.

    Dem Verkauf steht nichts entgegen

    Denn dem Patienten werde ja lediglich ein Probeentnahme-Set zur Verfügung gestellt. Das wird nach erfolgter Probe an das Labor zurückschickt, welches dann das Testergebnis übermittelt. Und dem Verkauf eines Entnahme-Kits stehe die Medizinprodukte-Abgabeverordnung nicht entgegen, heißt es aus dem Ministerium. Daher dürften Apotheken das an ihre Kunden abgeben. Kritisch sieht das der Fachverband der Akkreditierten Labore in der Medizin. Antikörpertests gehörten in die Hand der Ärzte. Denn wenn das Ergebnis nachhause komme, sollten die Personen damit nicht alleine sein.