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Bundesbank warnt vor Rezession | BR24

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Die Schwäche der deutschen Industrie hält im dritten Quartal an. Auch die Bundesbank schließt inzwischen eine Rezession nicht mehr aus. Grund: die Konjunktur bleibt auch im Sommer ohne Schwung.

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Bundesbank warnt vor Rezession

Die Schwäche der deutschen Industrie hält im dritten Quartal an. Auch die Bundesbank schließt inzwischen eine Rezession nicht mehr aus. Grund: die Konjunktur bleibt auch im Sommer ohne Schwung.

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Die Stimmung in der Wirtschaft bleibt angeschlagen. Die Bundesbank macht in ihrem aktuellen Monatsbericht den anhaltenden Abschwung der Industrie dafür verantwortlich. Das könnte zu einem erneuten Rückgang des Bruttoinlandsproduktes führen. Und bei zwei Quartalen in Folge wäre das dann bereits eine leichte Rezession:.

Bundesbank warnt

Nach zahlreichen Ökonomen schreckt auch die Bundesbank vor dem Wort "Rezession'" nicht mehr zurück, wenn es um die Beschreibung der aktuellen Wirtschaftslage in Deutschland geht.

"Nach den gegenwärtig verfügbaren Daten ist zu erwarten, dass die industrielle Erzeugung auch im laufenden Jahresviertel merklich schrumpfen wird." Bundesbank-Monatsbericht

Als Hinweis dient der Bundesbank die Tatsache, dass die Zahl der Aufträge gegenüber dem Vorquartal gesunken ist. Im Frühjahr war das Bruttoinlandsprodukt nach einem starken Jahresauftakt bereits um 0,1 Prozent gesunken. Das könnte sich im laufenden Sommerquartal wiederholen, weil die Exportindustrie weiter unter Handelskonflikten und einer schwächeren Weltkonjunktur leidet.

Bayerns Exporte sinken weiter

Internationale Handelskonflikte und der drohende Brexit gehen auch an der bayerischen Exportwirtschaft nicht spurlos vorüber. Im ersten Halbjahr haben Unternehmen im Freistaat Waren im Wert von 95,8 Milliarden Euro exportiert, wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilte. Das waren 1,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

"Die Auslandsnachfrage lässt spürbar nach, die konjunkturellen Bremsspuren in der bayerischen Wirtschaft nehmen zu." BIHK-Präsident Eberhard Sasse

Besonders stark sanken die Ausfuhren ins Vereinigte Königreich, sie sanken um sechs Prozent. Großbritannien zählt in der EU mit einem Exportvolumen von fast 6,6 Milliarden Euro zu den wichtigsten Ausfuhrländern Bayerns. Deutlich rückläufig waren auch die Ausfuhren nach Asien. trug mit minus 5,8 Prozent erheblich zu den - aus Sicht bayerischer Unternehmen - schlechten Zahlen bei.Die Importe stiegen in den ersten sechs Monaten um 2,3 Prozent auf 95,0 Milliarden Euro.

Bau und Inlandsnachfrage stützen

Der Bauboom dürfte dagegen weitergehen, genauso wie die robuste Binnenkonjunktur mit hoher Beschäftigung sowie einem kräftigem Konsum der Verbraucher und des Staates. Die Bundesbank erwartet immer noch steigende Einkommen, die den privaten Verbrauch stützen. Die Bundesregierung rechnet im Gesamtjahr nur noch mit einem Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent. Dafür müsste die Wirtschaft im zweiten Halbjahr leicht zulegen. Die Hoffnungen sind nun auf das Vierte Quartal gerichtet.