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Bundesagentur für Arbeit für nächstes Jahr gerüstet | BR24

© BR/Stanislaus Kossakowski

Der Haushalt 2020 der Bundesagentur für Arbeit soll einem möglichem Rückgang der wirtschaftlichen Entwicklung gerecht werden.

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Bundesagentur für Arbeit für nächstes Jahr gerüstet

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) sieht sich für 2020 mit „soliden Finanzen in unsicheren Zeiten“ gerüstet. Der Verwaltungsrat der Bundesagentur beschloss heute einen Jahresetat mit einem Gesamtvolumen von 36,5 Milliarden Euro.

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Der Haushalt soll der zunehmenden Digitalisierung der Arbeitswelt gerecht werden und einem möglichen Rückgang der wirtschaftlichen Entwicklung.

BA rechnet mit Abschwächung der Konjunktur

Der Verwaltungsrat rechnet mit einer Abschwächung der Konjunktur bis Mitte nächsten Jahres. Dann soll es wieder nach oben gehen. Unter dem Strich erwartet die Arbeitsbehörde für 2020 ein Wirtschaftswachstum von 1,0 Prozent. Die Arbeitslosenzahlen werden nach Einschätzung der Bundesagentur leicht steigen.

Dem Haushaltsplan zufolge stehen im nächsten Jahr Einnahmen in Höhe von 36,5 Milliarden Euro Ausgaben von 36,4 Milliarden Euro gegenüber. Vorausberechnet ist ein Überschuss in Höhe von 100 Millionen Euro.

Rücklagen sollen nicht angetastet werden

Die Rücklagen betragen nach Angaben von BA-Vorstandsmitglied Daniel Terzenbach zum Ende dieses Jahres voraussichtlich 25,6 Milliarden Euro. Sie sollen nach Worten des Verwaltungsrats-Vize Steffen Kampeter „nicht angetastet“ werden.

Schwerpunkt: Weiterbildung und Qualifizierung

Der Schwerpunkt der Investitionen liegt auch im kommenden Jahr in den Bereichen Weiterbildung und Qualifizierung. Damit solle die Bundesagentur angemessen auf den digitalen und den demographischen Strukturwandel reagieren können, erklärte die Vorsitzende des Verwaltungsrats, Annelie Buntenbach.

"Deshalb haben wir sichergestellt, dass der Weiterbildungsetat entsprechend ausgestattet ist. Und dass wir im Notfall auch die Möglichkeit haben, dafür mehr Geld einzusetzen, wenn wir im Lauf des Jahres sehen, dass es nötig wird." Annelie Buntenbach, Verwaltungsratsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit

Mehr Kurzarbeitergeld bereitgestellt

Der Haushalt sieht auch steigende Ausgaben für konjunkturelles Kurzarbeitergeld vor. Das soll Beschäftigten und Unternehmen helfen, nach einem vorübergehenden Abschwung schnell wieder voll arbeiten zu können. Die nötigen Mittel dafür stünden in jedem Fall zur Verfügung, auch wenn es mehr Kurzarbeit geben sollte als erwartet. Das betonte der gesamte Vorstand des Verwaltungsrats einvernehmlich.