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Nicht nur Schüler haben durch Homeschooling möglicherweise größere Lücken aufgebaut. Auch Lehrlingen kann das so ergangen sein. Bei anstehenden Prüfungen ist das ein Problem. Seit kurzem können jetzt aber Zuschüsse für "Nachhilfe" beantragt werden.

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Bund fördert Prüfungsvorbereitung von Auszubildenden

Nicht nur Schüler haben durch Homeschooling möglicherweise größere Lücken aufgebaut. Auch Lehrlingen kann das so ergangen sein, was bei anstehenden Prüfungen ein Problem ist. Seit Kurzem können jetzt aber Zuschüsse für "Nachhilfe" beantragt werden.

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Von
  • Birgit Harprath

Seit Dienstag laufen in Bayern die ersten Abschlussprüfungen für Azubis in der Industrie und im Handel, das Handwerk folgt. Sich vorzubereiten war und ist für die Jugendlichen dabei ein Problem: Wegen des Corona-Lockdowns waren auch Berufsschulen und Betriebe zum Teil geschlossen. Die Lerninhalte wurden "nur" digital vermittelt. Deshalb fördert der Bund Vorbereitungskurse für die Prüfungen.

Prüfungsvorbereitungskurse werden zur Hälfte bezahlt

Einen Corona-Jahrgang darf es nicht geben – da ist sich die Allianz Ausbildung von Bund, Ländern, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden einig. Schon im letzten Jahr ging es darum, für ausreichend Lehrplätze zu sorgen. Im März jetzt wurde dem ein weiterer Punkt hinzugefügt: die Vorbereitung zur Prüfung.

Betriebe mit bis zu 499 Beschäftigten bekommen einen Zuschuss, wenn sie ihren Azubis einen Kurs gegen Wissenslücken finanzieren. Der muss von einem externen Anbieter durchgeführt werden. Nachhilfeunterricht vom Lehrmeister zählt nicht dazu. 50 Prozent der Kosten kann der Ausbildungsbetrieb geltend machen – höchstens aber 500 Euro. Wer also seinem Lehrling das wegen der Corona-Krise fehlende Wissen in Mathematik oder die mangelnde Praxis im Betrieb für die Prüfung noch vermitteln lassen will, der kann einen Antrag auf Zuschuss des Staates stellen.

Antrag erst seit wenigen Tagen möglich

Allerdings können die Anträge erst seit dem 1. Mai gestellt werden. Die entsprechende Förderrichtlinie steht seitdem im Bundesanzeiger. Das komme für viele Jugendliche, die jetzt oder demnächst Prüfungstermin haben, zu spät – so die Kritik der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten. Immerhin habe die Allianz Ausbildung schon im März die Eckpunkte beschlossen.

Sie umzusetzen hat beim zuständigen Bildungsministerium aber gedauert. Da die Prüfungen sich je nach Beruf aber noch bis Sommer hinziehen, könnte die Förderung dem ein oder anderen doch noch zu Gute kommen.

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