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Brose sichert Erhalt der Produktion in Coburg bis 2024 zu | BR24

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Die Firma Brose will mit rund 100 Millionen Euro die Logistik und Produktion am Standort Coburg verbessern. Außerdem soll es bis 2024 keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Das hat die Firma auf einer Pressekonferenz mitgeteilt.

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Brose sichert Erhalt der Produktion in Coburg bis 2024 zu

Im Coburger Brose Werk soll es bis 2024 keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Die Produktion der Sitzfertigung bleibt mit den 1.500 Mitarbeitern in Coburg. Das bestätigten der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung, Michael Stoschek.

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Der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung Michael Stoschek und der stellvertrende Betriebsratsvorsitzende Stefan Kübrich bestätigten den Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen bis zum Jahr 2024.

Einsparungen sollen Arbeitsplätze sichern

Laut Stoschek ist das nur durch eine solidarische Gemeinschaftsleistung aller Mitarbeiter in der Fertigung, in der Verwaltung sowie der Geschäftsführung und bei den Gesellschaftern möglich geworden. Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat sollen in den nächsten fünf Jahren Einsparungen von rund 40 Millionen Euro einbringen. Die Gesellschafter werden deshalb auf eine Rendite verzichten. Die Mitarbeiter ihrerseits werden statt drei nur zwei Prozent Lohnerhöhung fordern, so der Betriebsrat. Außerdem sei der wöchentliche Schichtbeginn nicht mehr am Sonntag sondern am Montag. Dadurch würden Nachtschichtzuschläge eingespart werden können.

Prämienentlohnung statt Akkord

Weiterhin sollen bezahlte Pausen beziehungsweise Zeitgutschriften bei den Schichten reduziert werden. Zusätzlich würde man die Mitarbeiter in der Fertigung entlasten, in dem man von Akkord auf Prämienentlohnung umstelle. Wie das genau aussieht, konnte der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Stefan Kübrich noch nicht sagen, daran würde man noch arbeiten.

Alles in allem ist das laut Betriebsrat ein maßvolles und vertretbares Ergebnis für die Mitarbeiter von Brose. Diese Maßnahmen wurden durch verschiedene Gespräche erarbeitet, die seit Sommer bei Brose geführt wurden.

Brose wollte in die Slowakei abwandern

Am 23. Juli 2018 hatte der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung Stoschek den hohen Krankenstand in Coburg angemahnt und laut über eine Verlagerung des Produktion in die Slowakei nachgedacht. Am Standort Coburg sei der Krankenstand mit durchschnittlich 26 Tagen doppelt so hoch, wie in anderen Werken von Brose und das bei ähnlichen Produktionsbedingungen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben müsse man sparen und den Krankenstand halbieren, hieß es damals.

Investitionen am Standort Coburg

Im Zuge der Einsparungen will Brose am Standort Coburg rund 100 Millionen Euro in Logistik, Produktion und Verwaltung investieren. Coburg soll weiterhin als Leitwerk für neue Technologien und Digitalisierung der weltweiten Sitzfertigung dienen, sagte Stoschek. Er machte aber auch klar, das es auf Dauer nicht bei den beschlossenen Einsparungen bleiben könne. Um wettbewerbsfähig über 2024 hinaus zu bleiben, müsse in Zukunft auch über Veränderungen bei Arbeitszeit und die Urlaubstagen gesprochen werden.

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Regionalnachrichten Franken

Autor
  • Markus Klingele
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