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© Imke Koehler/ARD
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Britische Regierung schreibt Brief an Unternehmen

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Britische Unternehmen sollen sich auf Brexit vorbereiten

Großbritannien fordert britische Unternehmer auf, Vorbereitungen für einen ungeregelten Austritt aus der EU zu treffen. Rund 200.000 Händler würden einen Brief mit neuen Zoll- und Steuervorschriften erhalten, teilte die Regierung am Sonntagabend mit.

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Von
  • Imke Köhler

Viel Zeit ist nicht mehr bis zum Ende der Übergangsphase, aber fast die Hälfte der britischen Unternehmen ist auf den endgültigen Ausstieg aus Zollunion und Binnenmarkt immer noch nicht vorbereitet. Fast ein Viertel der Unternehmen ist sich einer aktuellen Umfrage zufolge auch nicht sicher, ob die Vorbereitungen bis zum Jahresende noch abgeschlossen werden können. So fehlen vielen von ihnen zum Beispiel die nötigen Genehmigungen und Zulassungen, die sie künftig für den Handel mit der EU brauchen werden.

Info-Kampagne der Regierung

Die britische Regierung will deshalb in dieser Woche eine Info-Kampagne starten. Außerdem will HM Revenue & Customs, die britische Kombination aus Finanzamt und nationaler Zollverwaltung, 200.000 Unternehmen direkt anschreiben, um sie auf Änderungen bei Zöllen und Steuern hinzuweisen. Was vielen Unternehmern offenbar lange Zeit nicht bewusst war, ist: Egal, ob es ein Freihandelsabkommen mit der EU gibt oder nicht, es müssen künftig Zolldeklarationen ausgefüllt werden. Schätzungen zufolge 215 Millionen pro Jahr. Der zusätzliche Verwaltungsaufwand wird Prognosen zufolge rund sieben Milliarden Pfund kosten.

"Täuschen sie sich nicht, in nur 75 Tagen gibt es Änderungen und die Uhr für die Unternehmen tickt." Kabinettsminister Michael Gove