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Brisanter Handel: Chef-Wirtschaftsprüfer kaufte Wirecard-Aktien | BR24

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Mitarbeiter der Finanzaufsicht Bafin handelten mit Wirecard-Aktien, als sich die Betrugsvorwürfe gegen das Skandalunternehmen Wirecard erhärteten. Nun kommt im Untersuchungsausschuss ans Licht: Auch der Leiter der Wirtschaftsprüferaufsicht griff zu.

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Brisanter Handel: Chef-Wirtschaftsprüfer kaufte Wirecard-Aktien

Mitarbeiter der Finanzaufsicht Bafin handelten mit Wirecard-Aktien, als sich die Betrugsvorwürfe gegen das Skandalunternehmen Wirecard erhärteten. Nun kommt im Untersuchungsausschuss ans Licht: Auch der Leiter der Wirtschaftsprüferaufsicht griff zu.

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Von
  • Tobias Betz

Ein brisanter Handel - ohne Gewinne. Der Chef der Wirtschaftsprüferaufsicht Apas hat Wirecard-Aktien gekauft, sagte er im Untersuchungsausschuss des Bundestages. Ende April dieses Jahres griff er zu, knapp einen Monat später machte er Kasse. Allerdings mit Verlusten. Brisant ist der Zeitpunkt des Verkaufs. Wenige Tage zuvor nämlich hatte seine Aufsichtsbehörde ein Verfahren gegen die Wirecard-Wirtschaftsprüfer von Ernst and Young, EY, eingeleitet.

Ermittlungen können Börsenkurse beeinflussen

Zuvor liefen bereits Vorermittlungen. Dass solche Ermittlungen Börsenkurse beeinflussen können, räumte der Apas-Chef vor dem Untersuchungsausschuss ein. Er habe an das Geschäftsmodell von Wirecard geglaubt, sagte der Behördenleiter.

Linke und FDP sind fassungslos

"Unfassbar", sagte der Finanzpolitiker Fabio De Masi (Linke). Florian Toncar (FDP) fordert: "Aus meiner Sicht kann er nicht im Amt bleiben." Toncar kritisierte kritisierte, für die Wirtschaftsprüferaufsicht gebe es keine ausreichenden Compliance Regeln. Die Apas steht im Fall Wirecard in der Kritik, weil sie erst spät gegen EY ermittelte, obwohl sich die Betrugsvorwürfe bereits Monate zuvor verhärtet hatten. Die Wirtschaftsprüfer von EY hatten jahrelang die Bilanzen des früheren Dax-Konzerns Wirecard abgesegnet.

Droht der Rauswurf des Behördenleiters?

Die Rechtsaufsicht über die Apas liegt beim Bundeswirtschaftsministerium. Minister Peter Altmaier (CDU) sagte zum Aktiendeals des Behördenleiters: "Das hat mich befremdet." Nun werde der Vorgang geprüft und über Konsequenzen beraten.

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