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Brillenindustrie mit schwachem Export | BR24

© BR/Walter Kittel

In München hat die Messe opti begonnen. Die deutsche, augenoptische Industrie konnte ihre Umsätze 2018 leicht steigern, auf knapp 4,5 Mrd. Euro. Die Ausfuhren gingen etwas zurück. Einbrüche gab es bei den Exporten in die USA und nach Großbritannien.

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Brillenindustrie mit schwachem Export

In München hat die Messe opti begonnen. Die deutsche, augenoptische Industrie konnte ihre Umsätze 2018 leicht steigern, auf knapp 4,5 Mrd. Euro. Die Ausfuhren gingen etwas zurück. Einbrüche gab es bei den Exporten in die USA und nach Großbritannien.

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Nach vorläufigen Angaben des Branchenverbands Spectaris gingen die Exporte in die USA im vergangenen Jahr um 21 Prozent zurück. Besonders betroffen seien etwa die Ausfuhren medizinischer Mess- und Prüfgeräte für die augenoptische Industrie: aufgrund von Strafzöllen bis zu 200 Prozent.

Brillenindustrie leidet unter drohendem Brexit

Auch die Geschäfte mit Großbritannien schrumpften kräftig. Bereits 2017 war hier ein Rückgang der Umsätze von fünf Prozent zu verzeichnen. Im vergangenen Jahr habe sich das auf minus 23 Prozent zum Vorjahr gesteigert, so der Vorstandsvorsitzender des Industrieverbands Spectaris, Josef May.

„Da sieht man, was Emotionen, Angst und drohende Veränderungen mit Unternehmen, Wirtschaft und Menschen anrichten kann.“ Josef May, Industrieverband Spectaris, zum Umsatzeinbruch beim Handel mit Großbritannien

Brillenmode 2019: Dünne und rahmenlose Fassungen

Insgesamt bleibt die Branche aber zuversichtlich. Denn im Inlandsmarkt sowie Asien und Osteuropa wird in diesem Jahr ein deutliches Umsatzplus erwartet. Die Brillenmode neige 2019 zu rahmenlosen oder extrem dünnen Brillenfassungen. Retro Fassungen seien weiterhin angesagt. Und beliebte Farben sollen Gold sowie die Signalfarbe Rot sein.