Zurück zur Startseite
Wirtschaft
Zurück zur Startseite
Wirtschaft

Briefporto wird deutlich teurer | BR24

© BR

Verbraucher müssen sich auf ein deutlich höheres Briefporto einstellen. Der sogenannte "Preiserhöhungsspielraum" soll um 10,6 Prozent steigen - dies schlug die Bundesnetzagentur heute in Bonn vor.

8
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Briefporto wird deutlich teurer

Verbraucher müssen sich auf ein deutlich höheres Briefporto einstellen. Der sogenannte "Preiserhöhungsspielraum" soll um 10,6 Prozent steigen - dies schlug die Bundesnetzagentur heute in Bonn vor.

8
Per Mail sharen
Teilen

Damit ist gemeint, dass die Gesamtmenge aller Einzelsendungen der verschiedenen Briefarten sich entsprechend verteuern kann. Das Porto für einen Standardbrief könnte aber noch stärker steigen - Branchenkreisen zufolge ist eine Anhebung auf bis zu 90 Cent möglich, aktuell sind es 70 Cent. Dann würde sich das Porto für andere Arten - ob Maxi-Brief, Kompaktbrief oder Postkarte - gar nicht oder kaum verteuern.

Neues Porto gilt wohl ab 1. Juli

Das genaue Porto ist noch unklar - im Mai will die Netzagentur final entscheiden. Erst danach legt die Deutsche Post die Preise endgültig fest. Die gelten dann voraussichtlich ab dem 1. Juli.

Bereits im Januar hatte die Bundesnetzagentur einen ersten "Preiserhöhungsspielraum" vorgeschlagen, damals waren es nur 4,8 Prozent. Dies war der Post zu wenig, sie drohte indirekt mit Job-Abbau. In der Bundesregierung stieß der ehemalige Staatsmonopolist mit seinem Anliegen auf Verständnis: Das Bundeswirtschaftsministerium brachte eine Verordnungsänderung auf den Weg, woraufhin die Netzagentur neu rechnen musste und dann auf den höheren Wert kam. Von Konkurrenten der Post kam scharfe Kritik - sie sehen den Bonner Konzern von der Bundespolitik begünstigt.

2016 stieg der Preis bereits um über zehn Prozent

Zuletzt hatte die Post das Porto für das Massenprodukt Standardbrief Anfang 2016 für drei Jahre von 62 auf 70 Cent erhöht. Das entsprach damals der größten Steigerung seit 1989.