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Breites Bündnis fordert Bildungszeitgesetz in Bayern | BR24

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Ein Bündnis aus 21 Organisationen fordert ein bayerisches Bildungszeitgesetz und will damit für bezahlte Bildungsfreistellung in Bayern kämpfen.

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Breites Bündnis fordert Bildungszeitgesetz in Bayern

Ein internationales Übereinkommen über den bezahlten Bildungsurlaub gibt es bereits seit 1974. Fast jedes Bundesland hat seither ein entsprechendes Gesetz erlassen - nur Sachsen und Bayern nicht. Das soll sich ändern, so die Forderung.

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Der 26. September ist Weiterbildungstag - ein Aktionstag, den auch ein breites Bündnis aus Verbänden und Gewerkschaften nutzt, um sich für eine Bildungszeit der Beschäftigten im Freistaat auszusprechen. Die Initiative wurde in München vorgestellt.

Weiterbildung für alle

Die Forderung ist nicht neu – doch diesmal stehen insgesamt 21 Organisationen im Freistaat dahinter. Vom Deutschen Gewerkschaftsbund über den Bund Naturschutz und den Evangelischen Frauen in Bayern bis hin zum Bayerischen Trachtenverband reicht das Bündnis. Ihr Ziel: zehn Tage sollen Beschäftigte künftig innerhalb von zwei Jahren für Weiterbildung nutzen können – wie Urlaubstage bezahlt vom Arbeitgeber. In 14 Bundesländern gibt es solch einen Anspruch auf Bildungszeit schon – nur in Bayern und Sachsen nicht. Bayerns DGB Chef Matthias Jena verweist auf Studien, die den Mangel aufzeigen.

"Beschäftigte, die nur befristet angestellt sind, Beschäftigte, die niedrig qualifiziert sind, die entsprechend in der Hierarchieebene im Betrieb weiter unten angesiedelt sind, bekommen oft nicht die Möglichkeit, sich fortzubilden." Matthias Jena, DGB Bayern

Auch Ehrenamtliche sollen Freistellung erhalten

Auch wer neben dem Beruf politisch aktiv ist oder ein Ehrenamt hat, soll die zehn Tage Fortbildung dafür nutzen können. Dem Protest der Firmen baut Emilia Müller, Vorsitzende des Katholischen Frauenbundes in Bayern, vor.

"Das ist auch gewinnbringend für die Arbeitgeber, weil durch die Weiterbildung für Führungspositionen zum Beispiel auch ein Arbeitgeber profitieren kann." Emilia Müller, Katholischer Frauenbund Bayern

Ob sich auch der Staat sich an den Kosten beteiligt, sei noch zuklären.

© BR/Birgit Harprath

Ein internationales Übereinkommen über den bezahlten Bildungsurlaub gibt es bereits seit 1974. Fast jedes Bundesland hat seither ein entsprechendes Gesetz erlassen - nur Sachsen und Bayern nicht. Das soll sich ändern, so die Forderung.