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Brandbrief bei Automobilzulieferer Schaeffler? | BR24

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Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler scheint weiter um bessere Erträge kämpfen zu müssen. Die Kosten drohen aus dem Ruder zu laufen.

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Brandbrief bei Automobilzulieferer Schaeffler?

Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler scheint weiter um bessere Erträge kämpfen zu müssen. Angeblich drohen die Kosten aus dem Ruder zu laufen.

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Das Managermagazin berichtet jetzt von einem Brandbrief, den der Vorstandsvorsitzende Klaus Rosenfeld an die Führungskräfte geschrieben haben soll, weil die Kosten aus dem Ruder zu laufen drohten.

Anlass zur Sorge

Von einem Brandbrief will das Unternehmen nicht sprechen und auch die Inhalte nicht kommentieren. Es handle sich um eine normale, allmonatliche Kommunikation des CEO Rosenfeld mit seinen Topmanagern. Gleichwohl geben die Inhalte Anlass zur Sorge. So sollen in den vergangenen zwei Jahren die Entwicklungs-, Verwaltungs- und Vertriebskosten – der sogenannte Overhead - stärker als der Umsatz gestiegen sein, allein im ersten Quartal 2019 um 6 Prozent.

Investitionen zahlen sich noch nicht aus

Unverändert kämpft Schaeffler damit, dass das Unternehmen parallel Teile für Autos mit Verbrennungsmotor liefert, gleichzeitig aber bei der E-Mobilität Aufholbedarf hat. Die Investitionen zahlen sich freilich bisher nicht aus. Nach mehreren Gewinnwarnungen hat das Herzogenauracher Unternehmen deshalb Anfang des Jahres ein Effizienzprogramm ausgerufen, dem 900 Arbeitsplätze vor allem in NRW zum Opfer fallen sollen.

Spekulationen über Eigentümerfamilie

Spekuliert wurde zuletzt über die Eigentümerfamilie Schaeffler, die noch immer drei Viertel der Aktien hält. Der Matriarchin Maria-Elisabeth Schaeffler und ihrem Sohn Georg, der den Aufsichtsrat leitet, entglitten zunehmend die Fäden. Der Aufsichtsratschef lasse Rosenfeld gewähren, heißt es immer wieder aus unternehmensnahen Kreisen, seine Mutter sei gesundheitlich nicht mehr in der Lage, den Vorstand strategisch zu beeinflussen