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Der Automobilzulieferer Bosch hat im Corona-Jahr 2020 weniger Umsatz gemacht als im Vorjahr. Auch beim Ergebnis gab es ein deutliches Minus.

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Bosch schaut trotz Umsatzrückgang optimistisch in die Zukunft

Der Automobilzulieferer Bosch hat im Corona-Jahr 2020 weniger Umsatz gemacht als im Vorjahr. Trotzdem schaut Bosch zuversichtlich nach vorne und investiert auch in Bamberg kräftig in die Brennstoffzellen-Technologie.

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Von
  • Nicolas Eberlein
  • BR24 Wirtschaft

Der Automobilzulieferer Bosch hat im vergangenen Jahr einen Gesamtumsatz von 71,5 Milliarden Euro erzielt. Auch wenn unterm Strich ein Umsatzrückgang von 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steht, habe Bosch trotz Corona das Geschäftsjahr 2020 besser als erwartet abgeschlossen. Das sagte Vorstandschef Volkmar Denner auf der Bilanzpressekonferenz.

Deutlicher Rückgang auch beim Ergebnis

Alle Geschäftsbereiche hätten ein positives Ergebnis erzielt. Im Jahr 2019 hatte das Ergebnis noch 3,3 Milliarden Euro betragen, im vergangenen Jahr aber mit 2,0 Milliarden Euro deutlich weniger.

Bosch will kräftig in Wasserstoff-Technologie investieren

Für die Zukunft will Bosch weiter in die Megatrends Elektrifizierung und Wasserstoff investieren. Bosch-Finanzchef Stefan Asenkerschbaumer betonte, dass beide Bereiche wichtig seien. "Wer ernsthaft Klimaschutz will, darf Energiepfade nicht gegeneinander ausspielen", sie müssten kombiniert werden, so der Finanzchef.

Klimaneutrale Mobilität so schwierig wie Mondlandung

Als Beispiel nannte er die Anforderungen von unterschiedlichen Fahrzeugen. Kleinere Autos könnten einen E-Antrieb nutzen, Schiffe nicht. Je schwerer ein Fahrzeug sei, desto schwieriger sei ein E-Antrieb zu verbauen. Die klimaneutrale Mobilität bezeichnete Bosch-Finanzchef Asenkerschbaumer als eine fast so große Herausforderung wie die Mondlandung.

Brennstoffzellen-Pilotprojekt in Bamberg

Von 2021 bis 2024 will Bosch insgesamt eine Milliarde Euro in die Brennstoffzellen-Technologie investieren. Dazu hat das Unternehmen in Bamberg Ende März dieses Jahres ein Pilotprojekt gestartet: In der Bamberger Innenstadt befindet sich eine stationäre Brennstoffzelle im Real-Betrieb. Das Kleinkraftwerk am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) versorgt 20 Haushalte mit Strom. Das Kleinkraftwerk wird mit Erdgas betrieben, ist aber auch geeignet für Wasserstoff.

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