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Logo der Knorr Bremse AG
© dpa-Bildfunk/Nicolas Armer

Autoren

Elisabeth Pongratz
Karsten Böhne
© dpa-Bildfunk/Nicolas Armer

Logo der Knorr Bremse AG

Es ist nicht nur einer der größten, sondern auch einer der ungewöhnlichsten Börsengänge des Jahres. In der Regel gehen Unternehmen diesen Schritt, um so Geld einzusammeln und investieren zu können. Bei Knorr Bremse ist das anders, der Erlös aus dem Verkauf von 30 Prozent der Anteile fließt direkt an die Familie des Inhabers Heinz Hermann Thiele. Der 77-jährige will Knorr Bremse so für den Kapitalmarkt öffnen, damit er in seinem Alter nicht mehr die alleinige Verantwortung tragen muss. Kurzfristig wird sich für das Münchner Unternehmen erst einmal nichts ändern.

"Langfristig ist das natürlich etwas anderes, denn in dem Moment, wo das Unternehmen nicht mehr von der Familie, sondern vom Kapitalmarkt kontrolliert wird, zählen dann natürlich auch andere Zielsetzungen. Das Unternehmen wird vielleicht noch stärker auf Profitabilität getrimmt werden als das ohnehin schon der Fall ist." Professor Christoph Kaserer, Finanzmarktexperte.

Und das könne dazu führen, dass das Unternehmen in der Zukunft umstrukturiert wird.

Autoren

Elisabeth Pongratz
Karsten Böhne

Sendung

B5 Wirtschaft und Börse vom 12.10.2018 - 06:38 Uhr