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Börse: Ökonom sieht tiefe Rezession im Euro-Raum | BR24

© BR / Philipp Kimmelzwinger

Deutsche Börse Frankfurt

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    Börse: Ökonom sieht tiefe Rezession im Euro-Raum

    Die Woche war gut für die Aktienmärkte – der Tag aber nicht. Die Unsicherheit ist weiter groß. Keiner weiß, was der Wirtschaft noch bevor steht.

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    Die Aktienkurse rutschen in die Tiefe. DAX und Dow Jones büßen jeweils gut 3 Prozent ein. Es wird so viel Geld in Aussicht gestellt - auf noch mehr können sich die Anleger kaum freuen. Abzuwarten ist nun, wie schnell das Geld ausgezahlt wird. Beim deutschen Leitindex dürfte über die Woche hinweg dennoch ein satter Gewinn stehen.

    Finanzwerte im Minus

    Dazu haben wohl die üppigen Finanzhilfen beigetragen, denn billiges Zentralbankgeld nützt häufig den Aktienmärkten. Vor allem Finanzwerte verlieren momentan an Wert. Der europäische Index für diesen Sektor fällt um rund 5 Prozent. Nach massivem Druck der Aufseher rief der Europäische Bankenverband (EBF) seine Mitglieder wegen der Corona-Krise dazu auf, auf Gewinnausschüttungen zu verzichten.

    VW-Golf verliert Status als Topseller – Lufthansa meldet Kurzarbeit an

    Der VW Golf hat im Februar den Titel als Europas meistverkauftes Auto verloren. Wie aus Berechnungen des Londoner Analysehauses Jato Dynamics hervorgeht, verkaufte sich der Renault Clio zuletzt am besten. Die Aktien von VW und Renault fallen um bis zu rund 7,5 Prozent.

    Die Lufthansa meldet für 31.000 Beschäftigte Kurzarbeit an. Lufthansa-Papiere büßen nahezu 5 Prozent ein.

    US Arbeitslosenquote könnte auf 10 – 20 Prozent steigen

    Die USA sind von der Virus-Pandemie stark getroffen. Das hat enorme Auswirkungen auch für die Wirtschaft und die Arbeitsplätze. Die Arbeitslosenquote in den USA könnte einem führenden Notenbanker zufolge zum Höhepunkt der Krise bis auf einen niedrigen bis mittleren Wert im Bereich zwischen zehn und 20 Prozent steigen. Bis zum Ende des Jahres könne sie dann schnell wieder auf sieben oder acht Prozent sinken, sagt der Präsident der Federal Reserve in Dallas, Robert Kaplan.

    Bundesanleihen sind gefragt

    Anleger suchen nach etwas Sicherheit und greifen zu Bundesanleihen. Das drückt die Rendite der 30jährigen Titel wieder unter 0 Prozent – und zwar auf 0,01 Prozent. Damit sind sämtliche Schuldtitel des Bundes für Investoren ein Verlustgeschäft. Allerdings schwankt die Rendite stark. Zeitweise lag sie bei minus 0,04 Prozent. Wie ein Ökonom der DZ-Bank sagte ist eine tiefe Rezession im Euro-Raum aufgrund der Corona-Krise nicht zu verhindern.

    Und der Euro ist 1,10 31 Dollar wert.

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