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    Börsen-Ticker: DAX schließt mit kleinem Minus

    Nach zwei starken Börsentagen hat der deutsche Leitindex zur Wochenmitte eine Pause eingelegt. Die Quartalszahlen der Deutschen Bank, BASF und Puma kamen unterschiedlich an. Alle aktuellen Börsen-News von Montag bis Freitag im Ticker von BR24.

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    Die wichtigsten Börsen-News in Kürze:

    19.14 Uhr - Alphabet-Aktie nach Zahlen gefragt

    Die Google-Mutter Alphabet hat vom Trend zur Digitalisierung des Lebens in der Corona-Pandemie profitiert. Im vergangenen Quartal stieg der Umsatz des Internetkonzerns im Jahresvergleich um 41 Prozent auf gut 65 Milliarden Dollar. Beim Gewinn gab es einen Sprung von gut 11 Milliarden auf fast 19 Milliarden Dollar. Das Werbegeschäft steuerte mit 53,1 Milliarden Dollar den Löwenanteil der Einnahmen bei. Die Anleger an den US-Börsen sind mit den Zahlen sehr zufrieden. Die Aktie ist um rund sechs Prozent nach oben geschnellt. Insgesamt aber zeigt sich ein gemischtes Bild an den Börsen in New York. Der Dow Jones hat eine kleine Pause eingelegt und ist leicht um 0,2 Prozent abgebröckelt. Der Technologie-Index Nasdaq legt 0,6 Prozent zu. Der Euro steht bei 1,16 Dollar.

    17.40 Uhr - DAX schließt mit kleinem Minus

    Nach zwei starken Börsentagen hat der deutsche Leitindex zur Wochenmitte eine Pause eingelegt. Er schloss 0,3 Prozent schwächer mit 15.706 Punkten. Mit der Deutschen Bank, BASF und Puma haben heute gleich drei DAX-Konzerne Quartalszahlen vorgelegt. Mit denen der Deutschen Bank waren die Anleger nicht zufrieden. Die Aktie brach um 6,9 Prozent ein und war größter Verlierer im DAX. Der Chemieriese BASF hat die Jahresziele angehoben. Dennoch schloss die Aktie mit einem kleinen Minus von 0,1 Prozent. Gut hingegen sind die Nachrichten von Puma angekommen. Der Adidas-Rivale blickt zuversichtlich aufs Gesamtjahr und hat seine Umsatzerwartungen zum zweiten Mal in diesem Jahr erhöht. Die Puma-Aktie stieg um 3,6 Prozent und war größter DAX-Gewinner. Der Euro steht bei 1, 15 93 Dollar.

    15.52 Uhr – Digitale Kryptowährung Bitcoin unter Druck

    Noch vor etwa einer Woche war der Bitcoin-Kurs auf ein Rekordhoch von knapp 67.000 Dollar gestiegen. Hintergrund war die erstmalige Zulassung eines börsengehandelten Indexfonds (ETF) auf Bitcoin-Terminkontrakte in den USA. Nun aber geht es erstmal wieder nach unten. Der Bitcoin fällt auf rund 59.000 Dollar. Der Marktwert aller derzeit rund 13.000 Digitalanlagen beträgt knapp 2,5 Billionen Dollar.

    14.08 Uhr - Trading-App Robinhood enttäuscht mit Zahlen

    Robinhood hatte Anfang des Jahres durch den Hype um Bitcoin & Co und spekulative Käufe von Privatanlegern, die sich in Internetforen auf den Kauf oder Verkauf bestimmter Aktien eingeschworen hatten, kräftig zugelegt. Im dritten Quartal ließ das Wachstum im Vergleich zu den Vormonaten aber nach. Die Aktien fallen nach enttäuschenden Quartalszahlen vorbörslich in New York um mehr als zehn Prozent. Die Anteilsscheine rutschen unter ihren Ausgabepreis.

    13.12 Uhr – Bayerische Wacker Chemie setzt auf China

    Wacker Chemie baut das Geschäft rund um Zusätze für Kleb- und Dichtstoffe sowie für Beschichtungen mit einer Übernahme in China aus. Für rund 120 Millionen Euro würden 60 Prozent des Spezialsilanherstellers Sico Performance Material übernommen, teilte der MDAX-Konzern mit. Unter anderem liege die Produktion näher bei den Kunden in stark wachsenden Märkten, heißt es. Die Produkte von Sico kommen unter anderem in der Bauindustrie, im Automobilbau, in der Halbleiter- und in der Elektronikindustrie zum Einsatz. Aktien von Wacker Chemie verteuern sich um mehr als ein Prozent.

    12.16 Uhr – Frauen in Dax-Unternehmen

    Mehr Frauen als sonst haben in diesem Jahr den Sprung in die Topetage börsennotierter Unternehmen in Deutschland geschafft. Zum 1. September gab es 25 Vorstandsfrauen mehr als im Vorjahr, geht aus einer Untersuchung der deutsch-schwedischen gemeinnützigen Allbright-Stiftung hervor. Das ist der bislang größte jährliche Zuwachs in den 160 Unternehmen der Dax-Familie. In den Vorständen der Unternehmen aus Dax, MDax und SDax saßen demnach 93 Frauen 603 Männern gegenüber. Nach der Erweiterung des Aktienleitindex Dax Ende September um 10 Konzerne, sank der Anteil allerdings auf 17,4 Prozent. Die Hälfte der Dax-Neulinge hat den Angaben zufolge keine Managerin im Vorstand. Und im internationalen Vergleich hinkt Deutschland weiter hinterher.

    09.45 Uhr - Mauer Start an den deutschen Börsen

    Der DAX verliert im frühen Handel 37 Zähler und sinkt auf 15.721. Die neuesten Quartalsberichte werden unterschiedlich aufgenommen. Am meisten scheint hier Puma zu überzeugen, die Titel ziehen um zwei Prozent an. Der Sportartikelhersteller hat im dritten Quartal Umsatz und Gewinn deutlich steigern können, trotz der Probleme in der Lieferkette. Die Umsätze stiegen um rund 20 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro, vor allem dank eines starken Wachstums in den USA. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern verbesserte sich auf 229 Millionen Euro. Was den Anlegern wohl auch gefallen durfte. Puma hat seine Jahresziele angehoben und rechnet nun damit, dass der Umsatz währungsbereinigt um mindestens 25 Prozent steigen wird. Nicht so überzeugen konnte die Deutsche Bank. Ihr Quartalsgewinn lag zwar deutlich über den Erwartungen, die Anleger machen trotzdem Kasse, die Titel verlieren 2,8 Prozent. Die Wettbewerber hätten alle bessere Zahlen vorgelegt, meinte ein Händler.

    07.45 Uhr - Deutsche Bank überrascht Analysten

    Die Deutsche Bank hat im abgelaufenen Quartal - nach Abzug von Zinsen für Nachranganleihen - einen Gewinn von 194 Millionen Euro erwirtschaftet. Das ist ein Plus von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und mehr als die Analysten im Schnitt erwartet hatten. Zudem ist es der fünfte Quartalsgewinn in Folge und es ist schon einige Jahre her, dass die Bank das geschafft hat. Der Konzern befindet sich mitten in einem umfassenden Umbau. Abteilungen wurden geschlossen, das Filialnetz ausgedünnt, riskante Teile des Investmentbankings abgestoßen und umfassende Sparmaßnahmen angeschoben. Weltweit sollen bis 2022 rund 18.000 Arbeitsplätze wegfallen.

    07.25 Uhr - Beiersdorf wieder im DAX

    Die Aktien von Beiersdorf werden wieder in den DAX aufgenommen, gut ein halbes Jahr, nachdem die Titel das Leitbarometer verlassen mussten. Die Papiere ersetzen die Anteile von Deutsche Wohnen, wie die Deutsche Börse am Abend mitteilte. Die Aktien des Wohnungskonzerns müssen aus dem Index, nachdem der Konzern vom größeren Konkurrenten Vonovia übernommen wurde. Vonovia hält eigenen Angaben zufolge mittlerweile fast 88 Prozent an Deutsche Wohnen. Insgesamt sind nach Angaben der Börse weniger als zehn Prozent der Deutsche-Wohnen-Aktien im Streubesitz. Damit fällt das Unternehmen nach den Regularien der Börse nicht nur aus dem Dax, sondern aus allen großen Indizes heraus. Für Beiersdorf rückt dann der Versicherungskonzern Talanx in den MDAX auf.

    06.25 Uhr - Google und Microsoft profitieren von Corona-Krise

    Der durch die Corona-Krise beschleunigte Online-Boom lässt die Kassen bei Google und Microsoft klingeln. Im abgelaufenen Quartal stieg der Umsatz des Google-Mutterkonzerns Alphabet um 39 Prozent auf mehr als 65 Milliarden Dollar, wie der Konzern gestern Abend nach Börsenschluss mitteilte. Der Gewinn schnellte gar um 69 Prozent nach oben - auf 18,9 Milliarden Dollar. Google profitiert davon, dass die Menschen immer mehr Zeit online verbringen. Das Unternehmen verkauft weltweit mit Abstand die meisten Anzeigen im Netz. Im Gegensatz zu Konkurrenten wie Facebook spürte der Konzern die Auswirkungen der neuen Datenschutz-Regeln von Apple kaum. Microsoft konnte im abgelaufenen Quartal seinen Umsatz um 22 Prozent steigern auf 45,3 Milliarden Dollar, auch dank starker Einnahmen durch die Xbox-Spielekonsole, durch Windows und Microsoft Teams. Der Gesamtgewinn legte im ersten Geschäftsquartal währungsbereinigt um 22 Prozent auf 17,2 Milliarden Dollar zu.

    Mittwoch, 27.10.2021

    22.15 Uhr Dow Jones und S&P mit neuen Rekorden

    Die New Yorker Börsen schlossen erneut mit neuen Rekorden. Der Dow Jones legte 32 auf 35 774 Punkte zu, der Standard and Poors gewann 0,2 Prozent. Titel wie UPS und Amazon waren gesucht. UPS profitiert weiterhin vom weltweiten Trend zum Onlineshopping. Dank hervorragender Quartalszahlen konnte die Logistik-Aktie sieben Prozent zulegen. Amazon profitiert davon, dass nach einem Bericht der „Financial Times“ britische Sicherheitsbehörden wie MI5 und MI6 vertrauliches Material in die Amazon-Clouds legen wollen, um es dort effektiver analysieren und bearbeiten zu können. Amazon verteuerte sich um 1,7 Prozent. Massive Kurseinbrüche im zweistelligen Prozentbereich erlitten der Druckerhersteller Xerox und der Rüstungskonzern Lockheed Martin. Beide Konzerne erleiden wegen der Chipkrise deutliche Umsatzeinbrüche.

    20.00 Uhr Deutsche Bank verkleinert Filialnetz

    Die Deutsche Bank drückt weiter auf die Kostenbremse. Das Filialnetz der Tochter Postbank wird konsequent ausgedünnt. Aktuell sind es noch 750 Filialen, Ende 2023 sollen es nur noch 550 sein. Alle deutschen Geldhäuser haben wegen der zunehmenden Digitalisierung die Zahl der teuren Filialen massiv verkleinert. Die Deutsche Bank will morgen ihre Zahlen für das 3. Quartal vorlegen. Nach einem radikalen Sparkurs in den vergangenen Jahren erwarten Analysten den 5. Quartalsgewinn in Folge.

    18.00 Uhr US-Börsen in Rekordlaune

    Die US-Börsen sind und bleiben in Rekordlaune. Dow Jones und Standard and Poors stellen neue Bestmarken auf. Der Dow klettert auf 35 845 Punkte. Grund: während der Berichtssaison für das 3. Quartal liefern etliche Unternehmen überraschend gute Zahlen: zum Beispiel der Logistikriese UPS, dessen Aktie um über 7,5 Prozent nach oben steigt. Tesla baut seine Rekordserie immer weiter aus. Der Kurs des E-Autobauers gewinnt knapp ein Prozent. Die gute Stimmung schob auch den DAX nach oben. Er schloss 1,1 Prozent höher bei 15 773 Punkte. Der Euro kostet 1, 15 90 Dollar.

    16.15 Uhr - Tesla kaum zu bremsen - Facebook unter Druck

    Die US-Börsen bewegen sich weiterhin auf Rekordniveau. Der Dow Jones und der S&P 500 hatten gestern schon neue Höchststände aufgestellt. Heute wird gleich nach Handelsbeginn nochmal eins draufgesetzt. Aktuell legt der Dow 0,2 Prozent zu auf 35.800 Punkte. Beim S&P geht´s um ein halbes Prozent aufwärts. Und beim Nasdaq-Index ist es fast ein Prozent mehr. Triebfedern sind unter anderem Tesla-Aktien. Hier hatte es gestern nach einem Großauftrag 13 Prozent Kurssprung gegeben. Aktuell sind es nochmal 5 Prozent mehr, 1.068 Dollar damit der Stand. Facebooks Quartalsbilanz wird unterdessen negativ aufgenommen, hier stehen 2 Prozent Minus zu Buche.

    13.15 Uhr - Vonovia kauft weitere Deutsche-Wohnen-Anteile

    Vonovia ist Deutschlands größter Immobilienkonzern und ist gerade dabei, seine Macht weiter auszubauen. Vonovia hat noch einmal Aktien an der bisherigen Nummer zwei der Branche, Deutsche Wohnen, einsammeln können und hält jetzt knapp 88 Prozent der Anteile. Dem Bochumer Konzern war jüngst die mehrheitliche Übernahme von Deutsche Wohnen im dritten Anlauf geglückt. Damit entsteht ein europäischer Immobilienriese mit rund 570.000 Wohnungen vor allem in Deutschland. Die Tage der Deutsche Wohnen im DAX scheinen deshalb gezählt. Falls der Anteil frei handelbarer Aktien unter zehn Prozent sinkt, würde der Titel zwei Tage später aus der ersten Börsenlinga ausscheiden. Ansonsten wird es bei der nächsten Index-Überprüfung der Deutschen Börse im Dezember wohl so weit sein. Aktuell gibt der Kurs der Deutsche Wohnen ein halbes Prozent nach, Vonovia-Papiere notieren unverändert.

    12.15 Uhr - Gute Geschäftszahlen treiben DAX an

    Die Konjunktursignale deuten ja derzeit eher nach unten, gestern der ifo-Geschäftsklimaindex mit dem vierten Minus in Folge. Heute hat das Münchner Forschungsinstitut noch den Ausblick für die deutsche Exportwirtschaft veröffentlicht und auch der fällt negativ aus.

    Gleichzeitig legen die Unternehmen momentan reihenweise gute Geschäftszahlen und vor allem optimistische Prognosen vor: der jüngst in den Dax aufgestiegene Aromenhersteller Symrise etwa. Die Aktien stiegen zunächst auf den höchsten Stand seit einem Monat, gaben die Gewinne dann aber wieder ab. Aktuell steht 1 Prozent Minus an den Tafeln. Im MDAX führen Kion-Aktien mit 4 Prozent Plus. Der Gabelstaplerhersteller zeigt sich mit Blick auf den Auftragseingang in diesem Jahr ebenfalls optimistisch. Und auch der Maschinenbauer Pfeiffer Vacuum hat die Jahresprognose angehoben. Auch hier gibt es beim Kurs ein Rekordhoch, aktuell stehen 10 Prozent Plus an den Tafeln. Insgesamt legen DAX, MDAX und TecDAX alle knapp ein Prozent zu.

    09.15 Uhr - DAX startet freundlich

    Der Start an den deutschen Börsen ist im wahrsten Sinne des Wortes positiv verlaufen. Der DAX kann weiter punkten, er startet 0,4 Prozent höher und steigt auf 15.663 Zähler. Auch der MDAX und TecDAX sind mit je 0,4 Prozent im Plus. Die Börsen folgen den positiven Vorgaben von der Wall Street. Gestern Abend schloss der Dow Jones 0,2 Prozent höher. Die Quartalsbilanzsaison läuft bis jetzt recht ordentlich. Die an der Wall Street vorgelegten Bilanzen zeigten bisher, dass die Unternehmen zumindest noch recht gut mit steigenden Preisen für Vorprodukte und Rohstoffe und den andauernden Lieferengpässen zurechtkommen, heißt es beim Online-Broker CMC Markets.

    08.14 Uhr - Positive Stimmung könnte anhalten

    Nachdem der DAX gestern ein halbes Prozent vorankam, wird er heute zum Auftakt weitere Zähler höher erwartet, zumal auch an der Wall Street der Dow Jones neue Höchststände erreichte. Gestern Abend schloss er 0,2 Prozent höher bei 35.741. Die Quartalsbilanzsaison läuft bis jetzt recht ordentlich. In Asien zeigt sich heute früh an den Börsen dagegen ein gemischtes Bild. Der Nikkei in Tokio kam um 1,8 Prozent voran, während der Hang Seng Index in Hongkong 0,6 Prozent nachgibt.

    07.25 Uhr - Ceconomy trotzt Corona

    Die Elektronikhandelsholding Ceconomy mit ihren Ketten Media Markt und Saturn hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020/21 den Umsatz steigern können und das trotz der Filial-Schließungen in der Corona-Krise. Vor allem dank des Onlinehandels stiegen die Erlöse um 2,5 Prozent auf 21,4 Milliarden Euro - allein der Online-Umsatz schoss hier um rund 65 Prozent nach oben auf 6,9 Milliarden Euro. Der sogenannte bereinigte operative Ertrag vor Zinsen und Steuern lag auf dem Niveau des Vorjahres von 236 Millionen Euro. Ceconomy blickt nun optimistisch auf das wichtige Weihnachtsgeschäft, und das trotz möglicher Unsicherheiten bei den Lieferketten.

    06.15 Uhr - Facebook steigert Quartalsgewinn

    Trotz der zunehmend negativen Schlagzeilen verdient Facebook nach wie vor Milliarden. Der Gewinn ist im vergangenen Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 17 Prozent gestiegen auf 9,2 Milliarden Dollar, wie der Konzern am Abend in den USA nach Börsenschluss mitteilte. Die Erlöse im dritten Quartal stiegen zwar auch deutlich, um 35 Prozent auf rund 29 Milliarden Dollar, lagen damit aber unter den Erwartungen. Das liegt aber wohl weniger an den Vorwürfen gegen das Unternehmen und seinen Gründer Marc Zuckerberg als vielmehr am neuen Betriebssystem von Apples iPhone, was es schwerer macht, Werbung zu personalisieren. Dadurch gilt sie als weniger wirksam. Im nachbörslichen Handel zogen die Aktien von Facebook deutlich an, der Konzern kündigte einen Aktienrückkauf an, in Höhe von 50 Milliarden Dollar.

    Dienstag, 26.10.2021

    22.17 Uhr - Tesla-Aktie auf Höhenflug – US-Börsen im Plus

    Ein Großauftrag für Tesla hat für Kauflaune gesorgt an den New Yorker Aktienmärkten. Der Nasdaq-Index schloss rund 0,9 Prozent höher, der Dow Jones an der Wall Street stieg um 0,2 Prozent auf 35.741 Punkte. Der US-Autovermieter Hertz hat bei Tesla bis 2022 100.000 E-Autos bestellt, das bescherte der Tesla-Aktie ein Plus von 12,7 Prozent. Sie ist erstmals die Marke von 1000 Dollar übersprungen und das Unternehmen hat beim Börsenwert erstmals die Billionen-Marke geknackt. Die PayPal-Aktie stieg um 2,7 Prozent, nachdem es nun doch nicht zu einer Übernahme von Pinterest kommt. Analysten hatten von Beginn am Nutzen eines Zusammenschlusses gezweifelt. Die Aktien von Pinterest brachen um 12,7 Prozent ein. Die Facebook-Aktie stieg im Vorfeld der aktuellen Geschäftszahlen um 1,3 Prozent. Der Euro stand zu Börsenschluss in New York bei 1, 16 12 Dollar.

    20.23 Uhr Aktie des Elektroautobauer Tesla erstmals über 1000 Dollar

    Angetrieben von einem Großauftrag in Milliardenhöhe des US-Autovermieters Hertz ist die Aktie des Elektro-Autobauers jetzt um fast 12 Prozent gestiegen auf 1017 US-Dollar im Moment. Damit hat Tesla die Billionen-Dollar-Marke beim Börsenwert geknackt.

    19.20 Uhr - Tesla an der Börse über eine Billion Dollar wert

    Die Aktie des Elektroauto-Pioniers ist an der US-Technologiebörse Nasdaq zeitweise um knapp zehn Prozent gestiegen auf rund 999 Dollar. Damit wird Tesla an der Börse fast doppelt so hoch bewertet wie BMW, Daimler, Volkswagen, Toyota, General Motors, Ford und Stellantis zusammengerechnet. Die Tesla-Aktie hat heute von einem Großauftrag des US-Autovermieters Hertz profitiert. Er will seine Elektro-Autoflotte aufstocken und hat bei Tesla 100.000 E-Fahrzeuge bis Ende 2022 bestellt.

    17 Uhr 40 Uhr - Freundlicher Wochenauftakt bei DAX und Co

    Der DAX schloss mit einem Plus von 0,4 Prozent auf dem Endstand von 15.599 Punkten. Der MDAX kam um 0,1 Prozent voran, der TecDAX um 0,8 Prozent. Und das obwohl sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im Oktober angesichts anhaltender Probleme im globalen Handel erneut verschlechtert hat. Der Ifo-Geschäftsklima-Index, Deutschlands wichtigstes Konjunkturbarometer, fiel gegenüber dem Vormonat um 1,2 Punkte auf 97,7 Zähler. Es ist der vierte Rückgang in Folge. Lieferprobleme machen den Firmen zu schaffen, erklärte Ifo-Präsident Clemens Fuest, und die Kapazitätsauslastung in der Industrie sinke. In New York gewinnt der Dow Jones zur Stunde 0,1 Prozent, der Nasdaq 0,5 Prozent. Der Euro steht bei 1,1614 Dollar.

    16.07 Uhr – Tesla Aktie mit neuem Rekord

    Der Börsenwert von Tesla nähert sich der Billionen-Dollar-Marke. Der US-Autovermieter Hertz steckt mit einem Großauftrag bei Tesla Milliarden in den Ausbau seiner Elektro-Autoflotte. Bis Ende 2022 seien 100.000 Tesla bestellt worden, teilte der Rivale des Münchener Autovermieters Sixt mit. Aktien von Tesla steigen um 4,5 Prozent auf rund 950 Dollar.

    14.58 Uhr – Börsengang Münchner Solarauto-Entwickler Sono Motors

    Der Münchner Solarauto-Entwickler Sono Motors hat seinen Börsengang in den USA beantragt. Das erste Sono-Modell mit dem Namen Sion, das dem Börsen-Antrag zufolge ab 2023 ausgeliefert werden soll, kann nicht nur an der Steckdose geladen werden, sondern auch über Solarzellen. Die sind in der Karosserie verbaut. Zu den Entwicklungspartnern gehören die Autozulieferer Continental und ElringKlinger. Sono hat nach eigenen Angaben über 14.000 Vorbestellungen mit Vorauszahlungen.

    13.52 Uhr – Luftfahrt mit Licht und Schatten

    Der Flughafenverband ACI Europe rechnet erst in vier Jahren, also 2025, mit einer vollständigen Erholung des Flugverkehrs vom Corona-Einbruch. Auch im kommenden Jahr werde das Passagieraufkommen in Europa wohl noch rund ein Drittel unter dem Niveau von 2019, also vor der Corona-Pandemie, liegen, berichtet der Verband aus Genf. Dort beginnt morgen das Jahrestreffen des Flughafenverband ACI Europe.

    Hingegen hat sich die Nachfrage bei Geschäftsreisen nach den Worten von Lufthansa-Chef Carsten Spohr überraschend schnell erholt. Aktien der Lufthansa steigen um rund 1,5 Prozent.

    12.47 Uhr – Bundesbank Umfrage zum digitalen Euro

    Europas Währungshüter tüfteln an einer digitalen Version der europäischen Gemeinschaftswährung. Allerdings gibt es einer Umfrage der Bundesbank zufolge noch viel Skepsis. Fast zwei Drittel derjenigen, die sich in der Umfrage ablehnend äußerten, befürchten, dass ein digitaler Euro der Einstieg in eine Abschaffung des Bargeldes wäre. Die Arbeiten an einem digitalen Euro sind eine Antwort der Euro-Zentralbanken auf den steilen Aufstieg von Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether. Der Bitcoin steht aktuell bei fast 63.000 Dollar. Damit ist er nicht weit von seinem jüngst erreichten Rekordhoch entfernt.

    09.35 Uhr - DAX startet gut behauptet

    Im frühen Handel ist der DAX mit 0,2 Prozent im Plus bei 15.567. Anleger warten gespannt auf die zahlreichen Bilanzen von Börsenschwergewichten im In- und Ausland, die in dieser Woche anstehen. Allein aus dem DAX legen ein halbes Dutzend Unternehmen Zahlen vor - unter anderem Deutsche Bank und der Autobauer Daimler. Wenn die Berichtssaison hierzulande ähnlich starke Quartalszahlen wie in den USA bringe, könnte das eine gute Woche an den Börsen werden, heißt es zuversichtlich bei CMC Market.

    08.03 Uhr - Börsen in Asien ohne klaren Verlauf

    Die Anleger in Asien wagen sich zu Wochenbeginn noch nicht aus der Deckung. Der Nikkei in Tokio gab heute früh 0,7 Prozent ab, der Hang Seng Index in Hongkong tritt nahezu auf der Stelle. Die Bilanzberichtssaison nimmt weiter Fahrt auf. In der Woche präsentieren in den USA die großen Techkonzerne Microsoft, Apple und Alphabet sowie europäische und asiatische Großbanken wie die Deutsche Bank, Lloyds, die China Construction Bank und Nomura ihre neuesten Zahlen vor.

    05.57 Uhr - Verkauf von Monte dei Paschi an Unicredit gescheitert

    Die Gespräche über einen Verkauf der verstaatlichten italienischen Krisenbank Monte dei Paschi di Siena an den Konkurrenten Unicredit sind gescheitert. Das teilten der Mutterkonzern der Hypovereinsbank und das italienische Ministerium für Wirtschaft und Finanzen mit. Die Verhandlungen beider Seiten über einen möglichen Verkauf gewisser Teile von Monte dei Paschi würden nicht fortgesetzt. Unbestätigten Berichten zufolge gab es Unstimmigkeiten über eine weitere Kapitalausstattung für Monte dei Paschi sowie über die Geschäfte, die auf die Unicredit übertragen werden sollen. Die mehrere hundert Jahre alte Monte dei Paschi gilt als der größte Sanierungsfall des italienischen Bankensektors.

    Montag 25.10.2021

    22.05 Uhr – Dow Jones markiert neues Allzeithoch

    Aussagen des US-Notenbankchef Jerome Powell zur nahenden Drosselung der Fed-Wertpapierkäufe dämpften die Kauflaune etwas. Der US-Standardwerteindex Dow Jones und der breit gefasste S&P 500 konnten ihre anfänglichen Rekordhochs von 35.765 beziehungsweise 4559 Punkten nicht halten. Der Dow Jones landete 0,2 Prozent höher bei 35.677 Zählern. Enttäuschende Zahlen von Intel und Snap drückten den Technologie-Index Nasdaq 0,8 Prozent ins Minus.

    20.07 Uhr – Fed sieht Zeit für weniger Anleihenkäufe für gekommen

    Die US-Notenbank kann laut Fed-Chef Jerome Powell bald damit beginnen, ihre Anleihenkäufe herunterzufahren. Die Fed sei "in der Spur" dafür, sagte er bei einem Online-Auftritt. Zugleich erteilte er Zinsfantasien eine Absage: Es sei zwar an der Zeit, die Anleihenkäufe zu verringern, aber nicht die Zinsen zu erhöhen. Dies wäre verfrüht, betonte er. Sollten sich jedoch ernste Risiken bei den Inflationserwartungen abzeichnen, würde die Notenbank ihre Instrumente nutzen. Doch vorerst könne die Fed eine abwartende Haltung einnehmen und dem Arbeitsmarkt Zeit zur Erholung von der Pandemiekrise geben. Die Fed kauft derzeit monatlich Anleihen im Volumen von 120 Milliarden Dollar auf. Sie hat substanzielle Fortschritte auf dem Jobmarkt zur Voraussetzung für eine Verringerung ihrer Käufe gemacht.

    17.45 Uhr – DAX schließt höher und verzeichnet kleines Wochenminus

    Mit Kursgewinnen hat der DAX den Handel beendet. Er hat ein halbes Prozent zugelegt auf 15.543 Punkte. Auf die Woche gesehen bleibt damit ein kleines Minus von 0,3 Prozent. Der MDAX landete im Tagesvergleich 0,3 Prozent höher. Der TecDAX verbesserte sich um 0,4 Prozent.

    16.15 Uhr Trump löst Kursrallye aus

    In New York stellt der Dow Jones den nächsten Rekord auf. Er gewinnt 134 auf 35.738 Punkte. Zu den treibenden Aktien gehört American Express. Der Kreditkartenanbieter profitiert vom weltweiten Ende der Lockdowns. Die Menschen gehen wieder einkaufen, sie geben mehr Geld aus und bezahlen zunehmend bargeldlos mit Karten. Die Express-Aktie verteuert sich um 5 Prozent und erreicht mit 186 Dollar neue Rekordkurse. Eine irre Kursrallye legt Digital World Acquisition hin. Der Kurs hat sich mehr als verdreifacht auf 131 Dollar. Der Handel wurde ausgesetzt. DWA ist ein sogenannter Börsenmantel, den Donald Trump nutzen möchte, um ein eigenes soziales Netzwerk aufzubauen. Der Ex-Präsident reagiert damit auf Facebook und Twitter, die ihn am Jahresanfang von ihren Plattformen verbannt haben. Grund war der Sturm von Trump-Anhängern auf das Weiße Haus.

    13.30 Uhr Siltronic-Verkauf verzögert sich

    Wacker Chemie aus Burghausen will seinen Anteil von 31 Prozent an Siltronic verkaufen. Global Wafers aus Taiwan hatte sich bereits im Frühjahr mehr als 70 Prozent am deutschen Konkurrenten gesichert. Doch der 4,3 Milliarden Euro schwere Verkauf verzögert sich weiter. Grund: es liegen noch nicht alle Genehmigungen von Kartell- und Exportkontrollbehörden vor, unter anderem aus China und Japan. Das Bundeswirtschaftsministerium prüft ebenfalls noch seine Zustimmung, die nach dem Außenwirtschaftsgesetz nötig ist. Ob und wann sie kommt, ist derzeit offen. Bis 31. Januar 2022 müssen alle Genehmigungen vorliegen, sonst droht die Übernahme zu scheitern.

    12.30 Uhr Evergrande zahlt in letzter Sekunde

    Europas Börsen erholen sich vor dem Wochenende. Der DAX gewinnt 97 Zähler auf 15.570 Punkte. Der EuroSTOXX 50 legt ein Prozent zu. Die stützenden Nachrichten kommen aus China. Dort wurde offenbar eine Pleite des Immobiliengiganten Evergrande in letzter Sekunde vermieden. Das Unternehmen hat die Zinszahlung für eine Anleihe geleistet, nachdem es offenbar den möglichen Zahlungsaufschub von 30 Tagen bis zum Schluss ausgereizt hat. Ob diese Praxis dauerhaft von Erfolg gekrönt ist, ist natürlich mehr als fraglich. Evergrande hat einen Schuldenberg in Höhe von 300 Milliarden Dollar, für den ständig Zinszahlungen anfallen.

    11.28 Uhr - Lieferprobleme bremsen Aufschwung im Euroland

    Die Konjunktur in der Euro-Zone hat im Oktober unerwartet kräftig an Schwung verloren hat. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft, also Industrie und Dienstleister zusammen, sank um 1,9 auf 54,3 Punkte und damit etwas stärker als von Experten erwartet, teilte das Institut Markit IHS zu seiner monatlichen Unternehmensumfrage mit. Verschärfte Lieferengpässe, steigende Kosten und die anhaltende Besorgnis hinsichtlich der Coronavirus-Pandemie sorgten hätten den Index auf ein Sechs-Monatstief gedrückt, erklärte das Institut.

    Dennoch ist die Stimmung freundlich an den Börsen in Europa. Der Leitindex im Euroland, der EuroStoxx50, legt ein Prozent zu. Der DAX gewinnt 0,6 Prozent auf 15.566 Punkte. Der Euro steht bei 1, 16 36 Dollar.

    10.45 Uhr - Halbleitermangel belastet Produktion bei Renault stärker als erwartet

    Der französische Autohersteller rechnet wegen des anhaltenden Chip-Mangels mit höheren Produktionsausfällen als bisher angekündigt. Es dürften dieses Jahr rund 500.000 Fahrzeuge weniger von den Bändern der Renault-Werke rollen, teilten die Franzosen am Morgen mit. Anfang September habe das Unternehmen noch mit einem Minus von nur 220.000 Autos gerechnet. Dank der höheren Neuwagenpreise und Kosteneinsparungen hält das Management aber den Gewinnprognosen fest.

    Die Anleger sind skeptisch. Die Aktie verliert in Paris 1,2 Prozent, gegen den freundlichen Gesamttrend in Europa. In Paris geht es um ein Prozent nach oben, der Leitindex im Euroland, der EuroStoxx50 legt 0,8 Prozent zu. Hierzulande verbucht der DAX ein Plus von 0,4 Prozent auf 15.534 Punkte. Der Euro steht bei 1, 16 45 Dollar.

    10.15 Uhr - Deutsche Wirtschaft verliert an Schwung

    Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft fiel unerwartet stark um 3,5 auf 52 Punkte und damit auf ein Acht-Monats-Tief. Das teilte das Institut IHS Markit am Morgen zu seiner monatlichen Umfrage unter Hunderten Unternehmen aus Industrie und Dienstleistungssektor mit. Das Barometer hält sich damit aber noch über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Materialengpässe und die daraus resultierende Nachfrageabschwächung im Automobilsektor waren laut IHS Markit auch im Oktober ein Hemmschuh für die Produktion. Aber auch der Aufschwung im Servicesektor habe an Fahrt verloren. Die Daten vom Oktober deuteten darauf hin, dass das Wirtschaftswachstum in Deutschland zu Beginn des vierten Quartals zu stagnieren beginnt.

    09.42 Uhr - Siltronic-Verkauf an Global Wafers verzögert sich

    Der Verkauf des Münchner Chip-Zulieferers Siltronic an den taiwanischen Konkurrenten Global Wafers wird wohl nicht mehr in diesem Jahr vollzogen. Die Gespräche über regulatorische Freigaben ziehen sich. Und so verzögert sich die bis zu 4,35 Milliarden Euro schwere Übernahme, teilte Global Wafers mit. Der Hersteller von Siliziumscheiben zur Chip-Produktion hatte sich im Frühjahr die Mehrheit an Siltronic gesichert und gehofft, die komplette Übernahme im zweiten Halbjahr in trockene Tücher zu bekommen. Der bayerische Konzern Wacker Chemie ist mit 31 Prozent an Siltronic beteiligt. Beim Verkauf seiner Anteile winkt ihm ein Milliardenerlös.

    Die Aktie von Wacker Chemie gewinnt im MDAX 0,7 Prozent, die von Siltronic büßt im TecDAX 1,3 Prozent ein.

    09.10 Uhr - Freundlicher Auftakt an den deutschen Börsen

    Der DAX hat vor wenigen Minuten den letzten Handelstag der Woche mit einem kleinen Plus begonnen. Er gewinnt 0,2 Prozent auf 15.503 Punkte. M- und TecDAX zeigen sich gut behauptet. Für einen positiven Unterton sorgt die Meldung, dass der hochverschuldete chinesische Immobilienriese Evergrande mit einer fälligen Anleihezinszahlung einen drohenden Zahlungsausfall erst einmal abgewendet hat. Der Euro steht bei 1, 16 38 Dollar.

    08.08 Uhr - Börse Tokio schließt mit kleinem Plus

    Der japanische Leitindex Nikkei stieg um 0,3 Prozent auf den Endstand von 28.805 Yen. Die Anleger zeigten sich erleichtert, dass der hochverschuldete chinesische Immobilienkonzern Evergrande mit einer Zahlung für fällige Anleihezinsen auf ein Treuhandkonto weiteren Zahlungsausfall abgewendet hat. Der Konzern ist ja so groß, dass einige Experten bei einer Pleite massive Folgen für Chinas Wirtschaft und darüber hinaus befürchten.

    07.35 Uhr - Aufatmen in Asien: Evergrande zahlt fällige Zinsen

    Der hochverschuldete chinesische Immobilienkonzern hat sich Medienberichten zufolge mit der Zahlung fälliger Anleihezinsen etwas Luft verschafft. Er hat das Geld für eine bereits am 23. September fällige Anleihezinszahlung einem Insider zufolge an einen Treuhänder überwiesen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, soll Evergrande demnach gestern 83,5 Millionen Dollar an Kuponzahlungen auf ein Treuhandkonto bei der Citibank transferiert haben. Der Insider bestätigt einen Bericht einer staatlichen Zeitung. Demnach hat Evergrande alle Anleihegläubiger vor Ablauf der tilgungsfreien Zeit auszahlen können.

    Die Aktie des Immobilienriesen legt an der Börse in Hongkong rund 3,5 Prozent zu. Der Hang Seng Index gewinnt 0,4 Prozent, der Shanghai-Composite 0,2 Prozent. In Tokio gewinnt der Nikkei-Index kurz vor Handelsschluss 0,4 Prozent. Der Euro steht bei 1, 16 26 Dollar.

    06.40 Uhr - Snap-Aktie bricht nach Zahlen ein

    Der Betreiber des Foto-Messengerdienstes Snapchat, Snap, hat im dritten Quartal mit 1,07 Milliarden Dollar Umsatz die Markterwartungen verfehlt. Analysten hatten 1,1 Milliarden Dollar erwartet. Auf das von Werbeeinnahmen dominierte Geschäft schlugen strengere Datenschutzregeln für Apple-Geräte durch, teilte Snap gestern nach US-Börsenschluss mit. Ein Datenschutz-Update für iPhones hindert Online-Werbetreibende am sogenannten Tracking von Nutzern ohne deren ausdrückliche Zustimmung. Eine Ablehnung bedeutet damit weniger Daten für personalisierte Werbung.

    Die Aktie ist nachbörslich um bis zu 30 Prozent abgestürzt und hat auch andere Social Media Werte mit nach unten gezogen.

    06.13 Uhr - Intel steigert Umsatz und Gewinn

    Die Erlöse des Chipkonzerns stiegen im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um 5 Prozent zu auf 19,2 Milliarden Dollar, unterm Strich blieb ein Gewinn von 6,8 Milliarden Dollar übrig, ein Sprung von 60 Prozent. Auch Intel hat aber unter der aktuellen Chipknappheit zu leiden. Zwar kann der Konzern derzeit höhere Preise für seine Prozessoren durchsetzen, konnte aber im vergangenen Quartal weniger Chips für Notebooks verkaufen, weil den Herstellern andere Komponenten fehlten, um die Geräte fertigzustellen. Verschreckt hat der Konzern die Anleger auch mit der Ankündigung, dass das Geschäft angesichts hoher Investitionen in neue Werke zunächst weniger profitabel laufen werde. Die Aktie fiel im nachbörslichen US-Handel gestern um rund fünf Prozent. Der Dow Jones Index an der Wall Street schloss fast unverändert, der Nasdaq stieg um 0,6 Prozent.

    Freitag, 22. Oktober 2021

    22.05 Uhr – Dow Jones schließt kaum verändert, Nasdaq im Plus

    Enttäuschende Geschäftszahlen von IBM haben die US-Standardwerte ausgebremst. Die Aktien von IBM fielen um fast 10 Prozent, nachdem der IT-Konzern einen Quartalsumsatz unter Markterwartungen bekanntgegeben hatte. Dennoch konnte der Dow Jones bis zum Handelsende seine Verluste wettmachen. Er blieb kaum verändert stehen bei 35.603 Punkten. Der Nasdaq kam sogar 0,6 Prozent voran.

    18.29 Uhr – Türkische Zentralbank senkt Leitzins; Lira fällt auf Rekordtief

    Die türkische Zentralbank hat den Leitzins deutlich gesenkt um zwei Punkte von 18 auf 16 Prozent und das trotz der anhaltend hohen Inflation und einer schwachen Lira. Analysten zufolge wird die Zinssenkung diese beiden Probleme voraussichtlich verschärfen. Die Landeswährung Lira hat ihre Talfahrt fortgesetzt und ist auf neue Rekordtiefs zu Dollar und Euro gefallen.

    17.45 Uhr - DAX schließt leicht im Minus

    Die anhaltende Energiekrise und die Furcht vor einem Kollaps des chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande haben bei den Anlegern etwas auf die Stimmung gedrückt. Der Dax landete 0,3 Prozent im Minus bei 15.473 Punkten. Bei SAP wurde nach einer Analystenkonferenz bemängelt, dass der Walldorfer Softwarekonzern Umsatz und Gewinn nicht schneller steigern kann. Die SAP-Aktien büßten 3,2 Prozent ein. Der MDAX konnte dagegen 0,5 Prozent zulegen. Der TecDAX gewann 0,8 Prozent.

    14.30 Uhr Strom und Gas in den USA erheblich billiger

    In den USA sind Strom und Erdgas viel günstiger als in Deutschland. Eine Kilowattstunde Strom kostet in den USA rund 12 Eurocent. Das ist ungefähr ein Drittel des Preises hierzulande. Beim Gas ist die Lücke noch größer. US-Gas kostet nur ein Viertel. Analysten befürchten durchaus, dass sich diese Differenz auf Dauer zu einem Wettbewerbsnachteil entwickeln könnte. Am Ölmarkt bleibt die Nordseesorte Brent teuer, aber unter den jüngsten Bestmarken. Das Barrel wird für aktuell knapp unter 85 Dollar gehandelt.

    13.30 Uhr Tesla auf der Überholspur

    Tesla hat im dritten Quartal operativ rund 2 Milliarden Dollar verdient. 150 Prozent mehr als im gleichen Vorjahresquartal. Auf das Jahr hochgerechnet nähert sich der E-Autobauer der Marke 13 Milliarden. Er erreicht damit das Niveau der anderen US-Platzhirsche General Motors und Ford. Auch der Absatz läuft glänzend. Von Juli bis September hat Tesla rund 241 000 Fahrzeuge verkauft. Ein Plus von gut 70 Prozent im Vergleich zum Sommer 2020. Ob es so glänzend weiterläuft, ist fraglich. Wie bei der Konkurrenz sind die Lieferketten immer wieder gestört. Auch der Chipmangel macht sich bemerkbar, allerdings nicht so stark wie bei GM und Co.

    11.03 Uhr - Barclay Bank verdoppelt Quartalsgewinn

    Die Geschäfte laufen gut bei der britischen Großbank Barclays. Neben florierenden Aktien- und Beratungsgeschäften hat im dritten Quartal die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 622 Millionen Pfund für Rückenwind gesorgt, teilte Barclays am Morgen mit. Das Ergebnis vor Steuern stieg binnen Jahresfrist auf zwei Milliarden Pfund. Damit hat die Bank besser abgeschnitten als erwartet. Analysten hatten lediglich mit 1,1 Milliarden Pfund gerechnet.

    Die Aktie verliert dennoch an der Börse in London rund ein Prozent an Wert.

    Der europäische Stoxx-50-Indexverliert 0,2 Prozent. Der DAX notiert 0,1 Prozent leichter bei 15.500 Punkten. Der Euro steht bei 1,16 40 Dollar.

    09.10 Uhr - DAX startet im Minus - SAP-Aktie gefragt

    Der Softwareriese SAP hat das Tempo bei der Verlagerung seines Kerngeschäfts in die Cloud weiter erhöht. Ein Jahr nach dem Strategiewechsel mit dem klaren Fokus Cloud sieht sich SAP durch die Nachfrage der Kunden und die Finanzzahlen bestätigt. Die Clouderlöse mit dem Flaggschiffprodukt S/4Hana Cloud stiegen im dritten Quartal um währungsbereinigt 58 Prozent auf 1,28 Milliarden Euro, teilte SAP am Morgen mit. Der Konzern hatte bereits Mitte Oktober einen Großteil des Quartalsberichts veröffentlicht und dabei den Ausblick zum dritten Mal in diesem Jahr angehoben.

    Die SAP-Aktie steigt um 0,7 Prozent und gehört zu den Favoriten im DAX. Der verliert kurz nach Handelsstart 0,4 Prozent auf 15.462 Punkte. Der Euro steht bei 1, 16 40 Dollar.

    08.08 Uhr - Asien-Börsen unter Druck

    Sorgen um den chinesischen Immobiliensektor überschatten die Stimmung der Anleger in Asien. Ein Teilverkauf der Dienstleistungssparte des angeschlagenen Bauunternehmens Evergrande war gestern Abend gescheitert. Evergrande ist hoch verschuldet und muss dringend Geld auftreiben, um Banken, Zulieferer und Anleihegläubiger fristgerecht bezahlen zu können. Der Immobilienkonzern ist so groß, dass einige Experten eine Ansteckungsgefahr für Chinas Wirtschaft und darüber hinaus befürchten. Das Wachstum in der Volksrepublik hat sich zuletzt ohnehin bereits verlangsam. In Hongkong verliert der Hang Seng-Index zur Stunde rund ein Prozent. Die Evergrande-Aktie ist um fast 12 Prozent eingebrochen.

    Der japanische Leitindex Nikkei schloss vor wenigen Minuten mit einem Minus von 1,9 Prozent auf dem Endstand von 28.709 Yen. Der Euro steht bei 1, 16 53 Dollar.

    07.12 Uhr - US-Wirtschaft spürt Engpässe

    In den USA sind Preise und Löhne der US-Notenbank Fed zufolge zuletzt deutlich gestiegen, während die Konjunkturerholung etwas an Schwung verloren hat. Die Wirtschaft sei im September und Anfang Oktober in einem mäßigen bis moderaten Tempo gewachsen, schreibt die Fed in ihrem gestern Abend vorgelegten Konjunkturbericht "Beige Book". Der aktuelle Preisdruck sei vor allem Lieferengpässen und einem Mangel an Arbeitskräften geschuldet. So falle es Unternehmen zunehmend schwer, ihre Belegschaft trotz höherer Löhne bei der Stange zu halten, so die Fed. Sie hält den Inflationsanstieg aber für vorübergehend, auch wenn die Engpässe wohl bis ins nächste Jahr hinein zu spüren sein dürften. Voraussichtlich ab Mitte November wird sie ihre umfangreichen Konjunkturhilfen nach und nach zurückfahren.

    06.40 Uhr - Tesla mit Rekord-Quartalsgewinn

    Trotz der globalen Chipkrise und Lieferproblemen hat der US-Elektroautobauer im dritten Quartal so viel verdient wie noch nie zuvor in einem Vierteljahr. In den drei Monaten bis Ende September stieg der Gewinn im Jahresvergleich um 389 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar. Das gab Tesla gestern nach US-Börsenschluss bekannt. Der Umsatz wuchs um 57 Prozent auf den Rekordwert von 13,8 Milliarden Dollar. Bereits Anfang des Monats hatte Tesla einen Auslieferungsrekord bekanntgegeben . Mit den Zahlen gestern übertraf der E-Auto-Pionier die Erwartungen der Analysten. Anleger reagierten dennoch verhalten, die Aktie geriet nachbörslich sogar leicht ins Minus.

    06.10 Uhr - Evergrande-Deal geplatzt

    Der hoch verschuldete chinesische Immobilienkonzern hat den milliardenschweren Teilverkauf seiner Dienstleistungssparte aufgegeben. Ein Mehrheitsverkauf des Hausverwaltungsgeschäfts hätte kurzfristig Milliarden in die Kasse des angeschlagenen Immobilienriesen spülen können. Der befand sich zuletzt in Verhandlungen, 50,1 Prozent seiner Tochter Evergrande Property Services an den kleineren Rivalen Hopson Development für umgerechnet rund 2,6 Milliarden Dollar zu verkaufen. In einer Mitteilung an die Börse hieß es lediglich zur Begründung, dass Hopson wahrscheinlich nicht die Anforderungen erfülle, um ein Angebot zu unterbreiten. Die Evergrande-Aktie ist in Hongkong um rund 10 Prozent eingebrochen und nun nur noch 2,67 Hongkong-Dollar wert. Der Hang Seng-Index verliert 0,2 Prozent.

    Donnerstag, 21. Oktober 2021

    22.05 Uhr - Dow Jones und Bitcoin erreichen neue Rekorde

    Optimistische Prognosen mehrerer Pharma-Firmen haben für verhalten gute Stimmung an der Wall Street gesorgt. Der Dow Jones hat sogar zwischenzeitlich ein neues Allzeithoch erreicht. Der Leitindex in New York blieb am Ende 0,4 Prozent höher stehen bei 35.609 Zählern. Der Nasdaq landete wenige Punkte im Minus. Der von der US-Notenbank am Abend vorgelegte Konjunkturbericht brachte wenig Schwung. Demnach sind in den USA Preise und Löhne zuletzt deutlich gestiegen, während die Konjunkturerholung etwas an Schwung verloren hat. Das war für die Anleger offenbar nicht überraschend.

    18.21 Uhr – Bitcoin erreicht neuen Rekord

    Der Bitcoin ist auf einen Rekordstand geklettert. Die älteste und nach Marktwert größte Kryptoanlage ist erstmals über 66.000 Dollar gestiegen und hätte beinahe noch die 67.000 Dollar geknackt. Genau 66.979 Dollar lautet jetzt das Allzeithoch. Aber noch wird ja auf der Plattform Bitstamp gehandelt. Auch andere Digitalwerte wie Ether haben im Kurs zugelegt. Zu Jahresbeginn und auch Mitte des Jahres hatte der Bitcoin lediglich bei rund 30.000 Dollar notiert. Händler verweisen auf den ersten börsengehandelten Bitcoin-Fonds in den USA, der am Dienstag gestartet war. Damit hätten die Preisfantasien der Anleger neue Nahrung erhalten, meint ein Experte für Digitalwährungen.

    17.45 Uhr – DAX schließt kaum verändert

    Hin- und hergerissen zwischen Hoffen und Bangen halten sich Anleger mit Engagements an den europäischen Aktienmärkten zurück. Der Dax blieb 7 Punkte höher stehen 15.523 Zählern. Der MDAX gab 0,1 Prozent nach. Der TecDAX verbesserte sich um 0,2 Prozent. Auf Rekordkurs ist der Bitcoin. Der Wert der Cyberwährung kletterte auf fast 67.000 Dollar.

    15.15 Uhr IWF hebt Prognose für Europa an

    Der Internationale Währungsfonds hebt seine Konjunkturprognose für Europa an. Die Wachstumsrate soll in diesem Jahr auf 5,5 Prozent klettern. Das ist ein Prozent mehr als bei der letzten Prognose im April. So sollen die Schwergewichte Frankreich und Italien deutlich schneller wachsen als zum Beispiel Deutschland und Spanien. Der IWF begründet seine Analyse mit den Erfolgen beim Impfen. Europa sei weltweit der Kontinent mit der höchsten Impfquote. Als neuen Risikofaktor nannte der Fonds die Inflation, die im September in der Eurozone mit 3,4 Prozent auf den höchsten Stand seit 13 Jahren kletterte.

    14.15 Uhr Anerkennung für Jens Weidmann

    Mit Jens Weidmann geht ein starker Präsident der Bundesbank, der in deren Tradition auch in der Europäischen Zentralbank seine Meinung klar formulierte und durchaus auch mal den einen oder anderen Disput mit der aktuellen Präsidentin Christine Lagarde oder noch häufiger mit ihrem Vorgänger Mario Draghi führte. In der Sprache der Notenbanker nennt man Verfechter einer strikten Geldpolitik „Falken“. In diesem Sinne wird Weidmann auch von allen führenden Ökonomen wie ifo-Chef Fuest oder DIW-Chef Fratzscher gewürdigt. An den Börsen löst der überraschend angekündigte Rücktritt keine großen Schwankungen aus. Der DAX pendelt um seinen gestrigen Endstand. Er gewinnt aber nur sieben auf 15 522 Punkte. Großes Thema ist und bleibt die Inflation. Im September stiegen die deutschen Erzeugerpreise um 14,2 Prozent. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis zumindest ein Teil dieses Anstiegs auch in den Verbraucherpreisen ankommt.

    12.30 Uhr Bundesbankpräsident Weidmann tritt zurück

    Der angekündigte Rücktritt von Bundesbankchef Jens Weidmann sorgt natürlich für Gesprächsstoff in der Finanzwelt. Weidmann ist derjenige, der stets vor einer Überforderung der Europäischen Zentralbank warnte. Sie sei der Geldpolitik verpflichtet und nicht einer Fiskalpolitik, die in erster Linie den Regierungen helfe. Das betont der Chef des Mannheimer ZEW-Instituts Friedrich Heinemann in einer ersten Stellungnahme.

    Oberstes Ziel der Notenbank sei die Bekämpfung der Inflation, die den Euro auf Dauer destabilisiere. Insofern kommt der Rücktritt zu einem schlechten Zeitpunkt: Mit 3,4 Prozent erreicht die Teuerung in der Eurozone den höchsten Stand seit 13 Jahren.

    11.22 Uhr - Höchste Inflation im Euro-Raum seit 2008

    Die Inflation im Euroraum ist im September so stark gestiegen wie seit 13 Jahren nicht mehr. Angetrieben von massiv gestiegenen Kosten für Öl und Gas kletterten die Verbraucherpreise binnen Jahresfrist um 3,4 Prozent, teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat gerade mit. Damit bestätigte sie eine erste Schätzung von Anfang Oktober. Energie war der größter Preistreiber m September. Sie verteuerte sich um 17,6 Prozent zum Vorjahr. Klammert man Energie aus, lag die Inflationsrate nur bei 1,9 Prozent.

    10.25 Uhr - DIW: Psychologischer Effekt könnte Inflation anheizen

    Die Angst von Firmen und Verbrauchern vor hoher Inflation könnte die Teuerung in Deutschland befeuern, meint das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung. So seien klassische Inflationstreiber wie Lohndruck, Konsum oder Produktionskosten derzeit eher moderat und temporär. Die Lieferengpässe, die Produktionskosten derzeit deutlich verteuern, sollten sich aber im nächsten Jahr auflösen, sagte DIW-Ökonomin Kerstin Bernoth. Gefahr drohe eher von den Inflationserwartungen. Sie könnten eine Lohn-Preis-Spirale in Gang setzen. Denn wenn Konsumentinnen und Konsumenten, aber auch Firmen von weiter steigenden Preisen ausgingen, würden die Menschen Käufe vorziehen und höhere Löhne fordern. Die Unternehmen wiederum würden ihre Preise erhöhen, wenn sie damit rechnen, höhere Löhne und höhere Erzeugerpreise zahlen zu müssen.

    09.19 Uhr - DAX kurz nach Handelsstart wenig verändert

    Trotz freundlicher Vorgaben aus New York und Tokio ist der DAX vor wenigen Minuten etwas leichter in den neuen Handelstag gestartet. Jetzt, rund 20 Minuten danach, notiert er aber wieder 0,1 Prozent höher bei 15.436 Punkte. Die Anleger sind zwiegespalten. Einerseits drückten die Energieknappheit, die Probleme mit den Lieferketten und die steigende Inflation au die Stimmung, andererseits machten robuste Firmenbilanzen Mut, so heißt es an den Börsen. Gespannt warten die Anleger auf Bekanntgabe der europäischen Inflationszahlen für September. Experten rechnen mit einem unveränderten Plus von 3,4 Prozent zum Vorjahreszeitraum.

    Der Ölpreis heute etwas nachgeben um rund ein Prozent auf 84 Dollar 30 pro Barrel Nordseeöl. Der Euro steht bei 1, 16 30 Dollar.

    09.18 Uhr - Geschäfte brummen bei Sartorius

    Der Labordienstleister und Pharmazulieferer Sartorius erlebt derzeit einen wahren Bestellboom von Herstellern von Impfstoffen und Corona-Tests. An die liefert Sartorius wichtiges Zubehör. Der Auftragseingang des DAX-Neulings stieg in den ersten neun Monaten im Jahresvergleich um rund 68 Prozent auf knapp 3,3 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um mehr als 50 Prozent auf rund 2,5 Milliarden Euro. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen kletterte auf 866 Millionen Euro. Das ist ein Plus im Vergleich zum Vorjahr von gut 77 Prozent.

    Trotz der starken Zahlen verliert das Papier von Sartorius kurz nach Handelsstart an den deutschen Börsen 3,4 Prozent ist größter DAX-Verlierer. Der zeigt sich jetzt leicht im Plus.

    Der Nikkei-Index schloss in Tokio 0,1 Prozent höher. Der Euro steht bei 1, 16 40 Dollar.

    08.03 Uhr - Foxconn will Elektroautos in Europa fertigen

    Der taiwanische Technologieriese und Apple-Zulieferer möchte dabei mit deutschen Autoherstellern kooperieren, sagte heute Unternehmenschef Liu Young Way. Nach Europa will Foxconn auch die Produktion E-Autos in Indien und Lateinamerika ins Visier nehmen und dabei jeweils mit Partnern vor Ort kooperieren. Ziel sei es, großer Akteur auf dem weltweiten Markt für Elektroautos zu werden. Bereits jetzt arbeitet das Unternehmen unter anderem mit Fisker aus den USA und der thailändischen Energiefirma PTT zusammen. Mit Stellantis kooperiert es bei der Entwicklung digitaler Cockpits und Mobilitätsdiensten.

    07.45 Uhr - Roche erhöht sein Umsatzziel

    Der Schweizer Pharma-Konzern hebt nach den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres seine Umsatzprognose an. Die Erlöse dürften in diesem Jahr unter Ausschluss von Wechselkursschwankungen etwas mehr steigen als erwartet nämlich um einen mittleren einstelligen Prozentbetrag. Nach der Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in vielen Ländern habe das dominierende Pharmageschäft im dritten Quartal Fahrt aufgenommen. Gleichzeitig sei die Nachfrage nach den Covid-19-Tests des Unternehmens hoch geblieben, teilte Roche am Morgen mit. Von Januar bis September zog der Umsatz währungsbereinigt um acht Prozent auf 46,7 Milliarden schweizer Franken an. Gewinnzahlen gibt Roche nur zum Halbjahr und am Jahresende bekannt.

    06.25 Netflix mit starkem Wachstum

    Der US-Streamingdienst Netflix hat im Sommer wieder überraschend viele Nutzer hinzugewonnen. Die weltweite Anzahl der Abonnenten stieg um 4,4 auf 214 Millionen. Damit übertraf Netflix die eigene Prognose von 3,5 Millionen neuen Kunden klar und lag auch über den Erwartungen der meisten Experten. Auch die Finanzergebnisse können sich sehen lassen. Der Nettogewinn schnellte um mehr als 80 Prozent nach oben auf knapp 1,5 Milliarden Dollar, bei einem Umsatzplus von 16 Prozent auf on 7,5 Milliarden Dollar.

    Die Netflix-Aktie legte im nachbörslichen Handel zunächst drei Prozent zu, dann setzten aber Gewinnmitnahmen ein.

    06.03 Uhr - Commerzbank sieht auch langfristig Inflationsrisiken

    Der Chefvolkswirt der Commerzbank, Jörg Krämer, hält es für ein realistisch, dass die Inflationsrate in Deutschland im November auf fünf Prozent steigt. Das sagte er in einem Medieninterview. Wenn die Energiekosten weiter anzögen, dann könnte im November eine fünf vor dem Komma stehen. Er glaube, dass nach der Jahreswende aber einige Sonderfaktoren wegfallen und die Inflation wieder sinken werde. Dennoch seien auf lange Sicht Inflations-Risiken da, weil die Europäische Zentralbank sehr viel Geld in Umlauf bringt. Sie werde weiter einen Teil der Haushaltsdefizite im Euroraum finanzieren und dadurch gelange einfach zu viel Geld in Umlauf. Wichtig sei, dass auch eine neue Bundesregierung an der Schuldenbremse festhalte, damit nicht alle Dämme beim Geldausgeben brechen.

    Mittwoch, 20. Oktober 2021

    22.05 Uhr – Dow Jones und Bitcoin schließen höher

    Positive Firmenbilanzen haben Anleger zum Einstieg in den US-Aktienmarkt ermuntert. Der US-Standardwerteindex Dow Jones stieg um 0,6 Prozent auf 35.457 Punkte. Der technologielastige Nasdaq rückte um 0,7 Prozent auf 15.129 Punkte vor. Der Bitcoin wurde am Abend für über 64.000 Dollar gehandelt.

    20.49 Uhr - Deutsche Börse erzielt kräftiges Gewinnplus

    Die Deutsche Börse meldet glänzende Gewinne. Sie hat im dritten Quartal unter anderem von den Turbulenzen am Strommarkt profitiert. Der Preisanstieg für Gas und Strom hat zu hohen Handelsvolumen an der Strombörse geführt. Zudem haben sich einige Übernahmen für die Deutsche Börse bezahlt gemacht. Wie der Konzern am Abend mitteilte, legte der Gewinn um ein Drittel zu auf 300 Millionen Euro. Damit übertraf der Börsenbetreiber die Erwartungen von Analysten. An den Zielen für das Gesamtjahr hält die Deutsche Börse fest. Allerdings zeigen sich die Anleger wenig beeindruckt. Im abendlichen Handel notieren die Aktien der Deutschen Börse sogar leicht unter dem Xetra-Schlussstand.

    20.01 Uhr - Erster Börsengang eines Bitcoin-Fonds verläuft geräuscharm

    Der erste Börsengang eines Fonds auf den Bitcoin ist an der Wall Street vergleichsweise ruhig verlaufen. Das Finanzprodukt mit dem Titel Proshares Bitcoin Strategy ETF legte kurz nach dem Handelsbeginn zu, drehte anschließend ins Minus und zeigte sich zuletzt kaum verändert. Angesichts der oft starken Schwankungen des Bitcoin-Kurses fiel das Börsendebüt des Finanzprodukts an der New York Exchange damit eher geräuscharm aus. Der börsengehandelte ETF bildet allerdings nicht den Bitcoin selbst ab, sondern Terminkontrakte auf die Kryptowährung. Der Bitcoin hat sich bis auf 63.510 Dollar verteuert und ist damit nur noch rund 1.400 Dollar von seinem im April erreichten Allzeithoch entfernt.

    19.18 Uhr - Flughafen Frankfurt-Hahn ist zahlungsunfähig

    Der Flughafen Frankfurt-Hahn ist insolvent. Der in Rheinland-Pfalz liegende Airport, der mehrheitlich in chinesischen Händen ist, verbuchte zuletzt zwar Zuwächse beim Frachtgeschäft. Beim Passagiergeschäft musste er dagegen immer wieder Rückgänge hinnehmen, auch schon vor den Corona-Reisebeschränkungen. Die irische Ryanair hatte ihr Flugangebot verringert. Nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters soll der Betrieb vorerst in vollem Umfang weiterlaufen. Er wolle sich nun vor Ort einen Überblick über die aktuelle Lage des Flughafens Frankfurt-Hahn verschaffen und die Möglichkeiten für die Sanierung ausloten.

    17.45 Uhr – DAX schließt leicht im Plus

    Allzu weit haben sich die Anleger heute nicht aus dem Fenster gewagt. Immerhin hat sich der DAX im positiven Bereich zum Schluss gehalten. Er blieb 0,3 Prozent höher stehen bei 15.516 Punkten. MDAX und TecDAX verbesserten sich jeweils um rund ein halbes Prozent.

    14.30 Uhr Münchener Rück bestätigt Jahresprognose trotz Hochwasser

    Die Münchener Rück bestätigt trotz hoher Katastrophenschäden im abgelaufenen Quartal ihre Jahresprognose. Sie will 2,8 Milliarden Euro verdienen und sieht sich auf einem guten Weg dorthin. Das Sommerquartal war geprägt von hohen Kosten für Sturmschäden. Das Tief „Bernd“, das in Rheinlandpfalz und NRW ein Jahrhunderthochwasser verursachte, kostete die Rück und ihre Erstversicherungstochter Ergo 0,6 Milliarden Euro. Doppelt so teuer, nämlich 1,2 Milliarden Euro, war der Hurrikan Ida in den Vereinigten Staaten.

    13.30 Uhr EZB plant keine Zinserhöhung

    Aus der Europäischen Zentralbank (EZB) kommen mehrere Stimmen zur künftigen Geldpolitik: Frankreichs Notenbankpräsident Villeroy gibt einer Zinserhöhung im kommenden Jahr eine klare Absage. Die EZB werde die anziehende Inflation genau beobachten, aber sie sei kein Grund für eine Anhebung. Sloweniens Notenbankchef Vasle spricht sich für ein Ende des Corona-Notprogramms PEPP aus. Dies solle Ende März 2022 geschehen. Es wäre das planmäßige Auslaufen des Programms, das über 1,8 Billionen Euro schwer ist. Die EZB, so Vasle weiter, könne auch ohne das Programm Wirtschaft und Märkte mit ausreichend Liquidität versorgen.

    10.22 Uhr - Erster US-Bitcoin-ETF vor seinem Debüt

    Vor dem Start des ersten börsennotierten US-Bitcoin-ETFs ist der Kurs der Cyper-Devise erneut gestiegen. Aktuell legt der Bitcoin rund ein Prozent zu auf gut 62.000 Dollar. Damit notiert er nur noch rund 3000 Dollar unter seinem Rekordhoch vom April. Parallel dazu greifen Investoren auch bei anderen Krypto-Währungen wie Ethereum und Ripple zu. Im Tagesverlauf soll der ProShares Bitcoin Strategy ETF in den USA starten. Er investiert allerdings nicht direkt in den Bitcoin, sondern in schon seit einigen Jahren verfügbare Bitcoin-Terminkontrakte. Die steigende Futures-Nachfrage könnte sich aber im Kurs der Cyber-Devise selbst niederschlagen, so sagen Analysten. Börsianer sehen das Debüt in den USA zudem als ein Meilenstein auf dem Weg der Krypto-Währungen zu einer akzeptieren Anlageklasse.

    10.08 Uhr - Ericsson mit Umsatzrückgang im dritten Quartal

    Der schwedische Netzwerkausrüster hat Probleme in China und wie viele andere Konzerne auch mit den Lieferketten. Das drückte die Umsätze von Juli bis Ende September im Vergleich zum Vorjahresquartal um zwei Prozent auf umgerechnet 5,6 Milliarden Euro. In China kämpft Ericsson mit technischen Schwierigkeiten bei der Einführung des 5G-Mobilfunknetzes. Deshalb sind einige Kunden abgesprungen. Dazu kommen politische Probleme, nachdem sich Schweden dem US-Boykott des chinesischen Netzwerkausrüsters und Handyherstellers Huawei angeschlossen hatte.

    Ericsson-Aktien fallen an der Börse in Stockholm um gut drei Prozent.

    09.12 Uhr - Verhaltener Handelsauftakt an den deutschen Börsen

    Der DAX ist mit einem kleinen Plus gestartet, hat aber gleich danach ins Minus gedreht. Rund 10 Minuten nach Börsenbeginn verliert er 6 Punkte auf 15.468 Punkte, trotz guter Vorgaben der internationalen Börsen. Die Nachricht, dass Delivery Hero beim Lieferdienst-Start-up Gorillas eingestiegen ist, wird positiv aufgenommen. Die Aktie von Delivery Hero ist größter Gewinner im DAX mit einem Plus von 2 Prozent. Auch das Papier von Hello Fresh ist gefragt mit 1,8 Prozent Aufschlag. Im MDAX dagegen ist die Aktie der Software AG um über 10 Prozent eingebrochen. Im wichtigen Segment Digitale Geschäfte hat der Konzern seine Prognose deutlich nach unten korrigiert. Der Euro steht bei 1, 16 46 Dollar.

    08.22 Uhr - Delivery Hero steigt beim Lieferdienst Gorillas ein

    Das Start-Up Gorillas verspricht Lieferung von Supermarktware binnen weniger Minuten, allerdings gilt das oft nur für ganz bestimmte Teile von Großstädten. Für 235 Millionen US-Dollar oder umgerechnet 200 Millionen Euro habe Delivery Hero in einer Finanzierungsrunde einen Minderheitsanteil an dem Berliner Unternehmen erworben, teilte das Unternehmen am Morgen mit. Damit hält Delivery Hero nun 8 Prozent an Gorillas, wie es weiter hieß. Ganz überraschend kommt das aber nicht. Zuvor hatte es bereits Medienberichte über einen bevorstehenden Einstieg gegeben.

    08.04 Uhr - Nikkei-Index schließt 0,7 Prozent höher

    Die Anleger an der Börse in Tokio sind heute den positiven Vorgaben der US-Technologiebörse gefolgt. Auch sie haben bei Tech-Aktien zugegriffen. Das hat dem Nikkei-Index am Ende ein Plus beschert. Der japanische Leitindex schloss vor wenigen Minuten 0,7 Prozent höher auf dem Endstand von rund 29.216 Yen. Gefragt waren unter anderem die Papiere des Chipherstellers Tokyo Electron mit einem Plus von rund zwei Prozent, sowie des Technologie-Konzerns Softbank mit fast drei Prozent Aufschlag.

    Auch die chinesischen Börsen verbuchen Kursgewinne. Der DAX wird vorbörslich jetzt 35 Punkte höher gesehen bei 15.510 Punkten. Der Euro steht bei 1, 16 52 Dollar.

    07.14 Uhr - Licht und Schatten bei der Software AG

    Die Datenbanksparte des MDAX-Konzerns werde sich voraussichtlich deutlich besser entwickeln als erwartet, heißt es in einer Pflichtmitteilung der Darmstädter. So werde der Rückgang der Aufträge in diesem Geschäftsbereich nur bei acht bis zwölf Prozent liegen gegenüber dem Vorjahr statt wie zuvor geschätzt bei minus 20 bis 30 Prozent. Im wichtigen Segment Digitale Geschäfte hingegen hat die Software AG die Prognose deutlich um rund ein Viertel nach unten korrigiert. Insgesamt rechnet der Software-Hersteller beim bereinigten Ergebnis im Gesamtjahr mit einem Wert zwischen 17 bis 19 Prozent vom Umsatz. Das ist etwas mehr als bislang angenommen. Vollständige Zahlen für das dritte Quartal will die Nummer Zwei in Deutschland hinter SAP am Donnerstag vorlegen.

    06.33 Uhr - Asiatische Anleger wieder in Kauflaune

    Die Investoren folgen guten Vorgaben aus New York und das hat offenbar die Sorgen über eine ins Stottern geratene Erholung der chinesischen Wirtschaft in den Hintergrund gedrängt. An der Börse in Shanghai steht aktuell ein Plus von 0,7 Prozent zu Buche, in Hongkong von 1,2 Prozent und der japanische Leitindex Nikkei gewinnt an der Börse in Tokio 0,8 Prozent auf 29.259 Yen. An den US-Märkten waren gestern Technologiewerte gefragt wie die Apple-Aktie. Der iPhone-Hersteller hatte zwei neue Hochleistungs-Chipsysteme angekündigt, mit denen er seine Abkehr von Intel-Prozessoren beschleunigen will. Der Nasdaq-Composite an der US-Technologiebörse stieg um 0,8 Prozent. Der Euro notiert am Morgen bei 1, 16 55 Dollar.

    Dienstag, 19. Oktober 2021

    22.05 Uhr Dow Jones und Nasdaq schließen uneinheitlich

    In Erwartung einer Welle von Firmenbilanzen hielten sich Anleger mit Engagements an der Wall Street zurück. Außerdem dämpften wieder aufgeflammte Inflationssorgen ihre Kauflaune. Der US-Standardwerteindex Dow Jones büßte 0,1 Prozent ein auf 35.259 Punkte. Der technologielastige Nasdaq konnte dagegen 0,8 Prozent zulegen auf 15.022 Zähler.

    21.05 Uhr - Apple stellt neue MacBooks mit hauseigenen Chips vor

    Apple bringt zwei neue MacBook-Pro-Modelle mit neuen hauseigenen Halbleitern auf den Markt. Die Chips M1 Pro und M1 Max seien leistungsfähiger als frühere Apple-Halbleiter, teilte der kalifornische Konzern mit. Dabei verbrauchten sie weniger Energie als die Produkte von Rivalen wie Intel oder AMD. Bisher waren in den leistungsstärksten Apple-Laptops Intel-Chips eingebaut, während die ersten selbst entwickelten M1-Halbleiter schon in einigen anderen Apple-Geräten zum Einsatz kamen. Im September hatte Apple bereits unter anderem neue iPhones vorgestellt.

    Die nun in Aussicht gestellten neuen MacBook-Pro-Modelle soll es mit 14 und 16-Inch-Monitoren zu Basispreisen von knapp 2.000 und 2.500 Dollar geben, wie Apple weiter mitteilte. Apple stellte zudem neue AirPod-Kopfhörer vor, die wasser- sowie schweißresistent und damit besonders für Sport geeignet sein sollen.

    20.11 Uhr – Kryptowährung Bitcoin nur knapp unter Rekordhoch

    Die Hoffnung auf den baldigen Start eines börsennotierten Bitcoin-Futures in den USA hält den Kurs der Cyber-Devise in Schlagdistanz zu seinem Rekordhoch. Sie notierte mit 62.667 Dollar etwa 2.200 Dollar unter ihrer Bestmarke vom April. Sofern die US-Börsenaufsicht SEC nicht in letzter Minute einschreitet, könnte der ProShares Bitcoin Strategy ETF Berichten zufolge ab Dienstag gehandelt werden.

    18.28 Uhr - Philips senkt Prognose

    Probleme in der Lieferkette und die Folgen eines Produktrückrufs machen dem Medizintechnikkonzern Philips schwer zu schaffen. Im dritten Quartal gingen Umsatz und der operative Gewinn deutlich zurück, wie das niederländische Unternehmen mitteilte. Zudem senkte Philips seine Erwartungen für dieses Jahr. Die Philips-Aktien gaben 3 Prozent nach.

    17.45 Uhr – DAX schließt 0,7 Prozent im Minus

    Enttäuschende Konjunkturdaten aus China und weiter steigende Ölpreise haben den Dax belastet. Der deutsche Leitindex ging 0,7 Prozent niedriger aus dem Handel bei 15.474 Punkten. Der MDAX landete 0,1 Prozent im Plus, der TecDAX 0,1 Prozent im Minus.

    16.15 Uhr US-Industrie produziert weniger

    Die amerikanische Industrie ist ins Stocken geraten. Im September hat sie gegenüber dem August 1,3 Prozent weniger produziert. Analysten hatten ein kleines Plus erwartet. Gleichzeitig ging die Auslastung der Unternehmen zurück. Das Problem ist der Chipmangel: Die Unternehmen könnten mehr produzieren, die Auftragsbücher sind voll. Aber der Mangel an Halbleitern und anderen Vorprodukten verhindert das. Besonders betroffen sind, wie in Europa auch, die Autobauer. Dazu passt eine Meldung von Skoda. Die tschechische Volkswagentochter unterbricht ihre Fertigung für zwei Wochen. In der Folge baut sie 250 000 Autos weniger als geplant.

    14.30 Uhr Juli-Hochwasser kostet bis zu 10 Milliarden Euro

    Das Hochwasser im Juli im Rheinland und in der Eifel wird immer teurer. Die Hannover Rück, drittgrößter Rückversicherer der Welt, schätzt den gesamten versicherten Schaden auf bis zu 10 Milliarden Euro. Grund: Die Einzelschäden seien im Schnitt deutlich höher als bei vergleichbaren Ereignissen. Die meisten Fahrzeuge seien Totalschäden, dadurch steige der durchschnittliche Schaden auf bis zu 9000 Euro. Üblich seien in der Vergangenheit rund 3000 Euro gewesen. Auch bei vielen Häusern bleibe nur der Abbruch und der Aufbau an anderer Stelle. Die Hannover Rück rechnet für sich mit einer Belastung zwischen 200 und 250 Millionen Euro.

    12.15 Uhr Skoda stoppt Produktion

    Die Lieferengpässe für Halbleiter weiten sich immer mehr aus. Skoda, die tschechische VW-Tochter, stoppt für zwei Wochen die Produktion. Dadurch würden rund 250 000 Fahrzeuge weniger produziert werden, heißt es. Insgesamt dürfte die Autobranche im Nachbarland wegen des Chipmangels fast 8 Milliarden Euro an Jahresumsatz verlieren. Sie beschäftigt 180 000 Menschen und trägt ein Viertel zur Industrieproduktion bei.

    11.16 Uhr - DAX-Anleger machen etwas Kasse

    An den deutschen Aktienmärkten werden nach der starken Vorwoche und schwachen Konjunkturdaten aus China Gewinne mitgenommen. Der DAX verliert ein halbes Prozent auf 15.505 Punkte. Größte DAX-Verlierer sind die Papiere des Chemiekonzerns Covestro mit minus 3 Prozent, gefolgt von VW mit minus 1,9 Prozent sowie Porsche mit minus 1,5 und Daimler mit minus 1,4 Prozent. Favoriten im DAX sind Deutsche Bank mit plus 1,6 Prozent und Hello Fresh mit plus einem Prozent.

    11.02 Uhr - Diesel kostet so viel wie nie

    Autofahrer mussten gestern im Schnitt fast 1 Euro 56 pro Liter Diesel zahlen und damit mehr als je zuvor, teilte der ADAC am Morgen mit. Auch die Preise für Benzin sind mit rund 1 Euro 67 nur wenig von ihrem Allzeithoch entfernt. Für die Entwicklung der Kraftstoffpreise sind neben Steuern und Abgaben vor allem der Rohölpreis und der Wechselkurs von Dollar und Euro ausschlaggebend. Das Barrel der Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im Dezember hat sich heute erneut verteuert um 65 US-Cent und kostet jetzt rund 85 Dollar 50. Der Euro steht bei 1, 15 82 Dollar.

    09.40 Uhr - Munich Re rechnet mit steigendem Prämienniveau

    Die Preise für Rückversicherungsschutz dürften nach Erwartungen des Versicherungsriesen im kommenden Jahr in Europa nach den hohen Flut- und Hagelschäden deutlich anziehen. Die spürbare Verteuerung vieler Wirtschaftsgüter und die jüngsten Großschäden sprechen dafür, sagte die zuständige Vorständin Höpke anlässlich des Branchentreffens in Baden-Baden. Dort wird über die Verträge mit den Erstversicherern gesprochen, die zum Jahreswechsel zur Erneuerung anstehen. Allein das Hochwasser im Juli habe europaweit Schäden von 46 Milliarden Euro angerichtet, von denen mehr als neun Milliarden Euro versichert waren. Zusätzlicher Druck kommt von der Inflation. Auch wenn die hohen Preissteigerungen wieder abflachen dürften, blieben sie voraussichtlich über dem Niveau vor der Corona-Krise, während die Zinsen kaum stiegen, so die Munich Re, alias Münchner Rück.

    09.04 Uhr - Gewinnmitnahmen zu Wochenauftakt

    Der DAX ist vor wenigen Minuten mit Verlusten in den Handelstag gestartet. Kurz nach Börsenbeginn büßt er ein halbes Prozent ein auf 15.511 Punkte. Die aktuellen Wachstumsdaten aus China sind enttäuschend ausgefallen, unter den Erwartungen von Analysten und belastet die Kurse an den Börsen. Die Aktie von Siemens Healthineers gehört kurz nach Handelsstart zu den größeren Verlierern im DAX mit einem Minus von 0,8 Prozent. Zuvor hatte der Konkurrent des Medizintechnik-Konzerns Philips über einen Umsatz- und Gewinnrückgang berichtet und seine Prognose gesenkt. Der Euro steht bei 1, 15 78 Dollar.

    08.12 Uhr - Teamviewer sucht neuen Finanzvorstand

    Der in den vergangenen Wochen an der Börse stark unter Druck stehende Softwareanbieter hat angekündigt, dass der bisherige Finanzchef Stefan Gaiser das Unternehmen verlässt. Im gegenseitigen Einvernehmen geht Gaiser mit Ablauf seines Vertrags im Jahr 2022. Um einen reibungslosen Übergang sicherzustellen, habe der Aufsichtsrat bereits die Suche nach einem Nachfolger eingeleitet. Vorstandschef Oliver Steil darf dagegen bleiben. Sein Vertrag werde bis Oktober 2024 verlängert. Die beiden Manager waren bei Investoren zuletzt in Kritik geraten, weil der TeamViewer-Aktienkurs in den vergangenen Wochen und Monaten stark gesunken ist. Anfang Oktober hatte der Hersteller von Software für den Fernzugriff und Fernwartung von Computern für das Gesamtjahr gesenkt.

    07.53 Uhr - Philips senkt Prognose

    Probleme in der Lieferkette und die Folgen eines Produktrückrufs machen dem Medizintechnikkonzern schwer zu schaffen. Im dritten Quartal gingen Umsatz und der operative Gewinn deutlich zurück. Zudem senkte der Konzern seine Erwartungen für dieses Jahr. So rechnet der Konkurrent von Siemens Healthineers beim Umsatzplus ohne die Effekte von Übernahmen oder Wechselkursveränderungen nur noch mit einem Anstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Im dritten Quartal sank der Umsatz um 7,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 4,2 Milliarden Euro. Der operative Gewinn fiel um ein Viertel auf 512 Millionen Euro.

    06. 46 Uhr - Enttäuschung über die schwache China-Daten

    Der Wochenauftakt an den Asienbörsen fällt verhalten aus. An der Börse in Shanghai steht ein Minus von 0,4 Prozent zu Buche und in Hongkong von 0,3 Prozent. Der japanische Leitindex Nikkei büßt zur Stunde ebenfalls 0,3 Prozent ein. Die aktuellen Konjunkturdaten aus China haben die Erwartungen der Analysten verfehlt. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im dritten Quartal um 4,9 Prozent im Jahresvergleich, der schwächste Wert in diesem Jahr. Die US-Vorgaben waren freundlich. Der Dow Jones legte am Freitag 1,1 Prozent zu, der Nasdaq 0,5 Prozent. Der Euro steht bei 1, 15 80 Dollar.

    06.07 - Aufschwung in China verliert an Fahrt

    Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ist im dritten Quartal nur noch um 4,9 Prozent gewachsen im Vorjahresvergleich. Nach einem Rekordzuwachs von 18,3 Prozent im ersten und 7,9 Prozent im zweiten Quartal ist es der bisher schwächste Wert in diesem Jahr. Im Zeitraum von Januar bis September lag das Wachstum damit zusammengerechnet bei 9,8 Prozent. Chinas Wirtschaft hatte nach überwundener Corona-Pandemie zunächst eine kräftige Erholung hingelegt. Zuletzt warnten Ökonomen jedoch vor einer ganzen Reihe von Belastungsfaktoren, die sich negativ auf die chinesische Wirtschaft und damit auch auf die Geschäfte deutscher Unternehmen vor Ort auswirken könnten. Als Risiko wurde die Energieknappheit im Land genannt. Sie hat die Industriebetriebe in den vergangenen Wochen bereits dazu gezwungen, ihre Produktion zu drosseln. 

    Montag, 18. Oktober 2021

    22.05 Uhr - Dow Jones und Nasdaq schließen mit Gewinnen

    Starke Bankenbilanzen und ein überraschendes Umsatzplus der Einzelhändler in den USA sorgten für Zuversicht bei den Anlegern. Der Dow Jones kam 1,1 Prozent voran auf 35.295 Punkte. Der Nasdaq kletterte um 0,5 Prozent auf 14.897 Zähler. Goldman Sachs konnte - ebenso wie andere Geldhäuser in den Tagen zuvor - mit einem Gewinnschub überzeugen. Die Aktien von Goldman Sachs legten rund 4 Prozent zu.

    20.38 Uhr - Bransons Virgin Galactic fliegt Urlauber erst später ins All

    Der Urlaub im Weltall könnte sich etwas verzögern. Die Raumfahrtfirma Virgin Galactic schiebt den Start ihrer regulären Flüge für Weltraumtouristen auf - bis zum Schlussquartal 2022. Bisher war vom dritten Quartel die Rede. Labortests hätten gezeigt, dass die Robustheit einiger verwendeter Materialien möglicherweise abnehme, teilte das Unternehmen des Milliardärs Richard Branson mit. Deswegen seien weitere Untersuchungen notwendig. Für die Anleger ist es ein Schock. Die Aktien von Virgin Galactic knicken an der New Yorker Börse um fast 17 Prozent ein.

    18.18 Uhr - Kryptowährung Bitcoin nimmt Kurs auf Allzeithoch

    Nach einer monatelangen Schwächephase ist die Digitalwährung Bitcoin wieder im Höhenflug. Allein in den zwei Wochen im Oktober hat der Bitcoin fast 40 Prozent an Wert gewonnen. Heute hat die Kryptowährung wieder die Marke von 60.000 Dollar überwunden. Der aktuelle Kurs: 60.230 Dollar. Das Allzeithoch vom vergangenen April liegt bei knapp 65.000 Dollar. Anleger sehen im digitalen Gold womöglich eine bessere Inflationsabsicherung als im physischen Gold, meinte ein Analyst. Treiber der jüngsten Bitcoin-Rally sind laut Experten neben den Inflationssorgen auch Spekulationen auf die Zulassung des ersten börsengehandelten Fonds auf Grundlage von Futures-Kontrakten in den USA. Die US-Börsenaufsicht SEC ist laut Bloomberg bereit, den Handel mit dem ersten US-Bitcoin-Futures-ETF ab nächster Woche zu erlauben.

    17.45 Uhr – DAX schließt erneut mit Gewinnen

    Der DAX hat die beste Woche seit rund sieben Monaten hinter sich. Auf Wochensicht beträgt das Plus 2,5 Prozent. Dazu beigetragen hat auch der heutige Zuwachs von 0,8 Prozent auf 15.587 Punkte. Der MDAX kletterte im Tagesvergleich um 0,6 Prozent, der TecDAX um 0,4 Prozent.

    16.38 Uhr - Dow Jones bleibt im Plus

    Die US-Börsen präsentieren sich zum Wochenausklang freundlich. Der Dow Jones steigt um 0,8 Prozent. . Ein positiver Impuls kommt vom Einzelhandel. Trotz Engpässen konnten die Einzelhändler in den USA ihre Umsätze im September steigern, gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent. Eigentlich war mit einem Rückgang gerechnet worden. Neben positiven Daten vom Einzelhandel überzeugt auch die US-Investmentbank Goldman Sachs mir ihrem Quartalsbericht. Die Anleger sind zufrieden, die Titel der Bank ziehen um 2,2 Prozent an.

    15.38 Uhr - Goldman Sachs mit Gewinnsprung

    Auch die US-Investmentbank Goldman Sachs profitiert von den guten Geschäften mit Übernahmen und Fusionen. Der Nettogewinn schnellte im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als 60 Prozent nach oben, auf rund 5,3 Milliarden Dollar, wie die Bank mitteilte. Bereits in den vergangenen Tagen hatten die Konkurrenten JP Morgan und Morgan Stanley Quartalszahlen vorgelegt und auch diese Geldinstitute profitierten vom Börsenboom und starken Geschäfte im Investmentbanking.

    12.50 Uhr - VW meldet dickes Absatzminus

    VW hat auch im vergangenen Monat deutlich weniger Fahrzeuge verkauft als im Vorjahreszeitraum. Die Auslieferungen fielen um rund ein Drittel auf etwas über 626.000 Fahrzeuge. Damit hat sich die Lage verschärft. Die Autoindustrie leidet nach wie vor unter Chipmangel. Teilweise wird die Produktion heruntergefahren, Schichten gestrichen und Kurzarbeit ist die Folge. Zudem müssen halb fertige Autos zwischengelagert werden, bis sie nachgerüstet und ausgeliefert werden können. Bei den Marken des VW-Konzerns hielten die Absatzprobleme in sämtlichen Regionen an. Am deutlichsten war der Rückgang in China Dort sanken die Auslieferungen um fast 42 Prozent. Dank guter Verkäufe in früheren Monaten kommt nach dem Ende des dritten Quartals aber noch ein Plus heraus. Insgesamt hat VW in den ersten neun Monaten des Jahres knapp sieben Millionen Fahrzeuge ausgeliefert, ein Plus von rund sieben Prozent. Die Anleger scheinen zufrieden, die Aktien verteuern sich um 1,4 Prozent.

    09.51 Uhr – Toyota leidet weiter unter Chipmangel

    Der japanische Autoriese Toyota wird einem Pressebericht zufolge auch weiter wegen des Chipmangels weniger produzieren als geplant. Die Produktion soll wohl für November weltweit um 15 Prozent oder 150.000 Autos gekürzt werden, berichtet die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei. Bereits von September bis Ende Oktober hatten die Japaner ihre Produktion um 40 Prozent zusammengestrichen, weil in asiatischen Ländern wie Malaysia und Vietnam Corona-Lockdowns für den Ausfall von Chipfabriken gesorgt hatten und die Teile daher fehlen. Am derzeitigen Produktionsziel für das Geschäftsjahr 2021/22 mit 9 Millionen Fahrzeugen will Toyota dem Bericht zufolge jedoch festhalten und im Dezember wieder normal produzieren.

    09.11 Uhr – DAX startet mit Gewinnen

    Mit guten Vorgaben aus den USA und Asien geht es am deutschen Aktienmarkt weiter nach oben. Der DAX steigt um ein viertel Prozent auf 15.495 Punkte.

    Der Modekonzern Hugo Boss blickt nach einem erfolgreichen Quartal optimistischer auf das Gesamtjahr. Die Papiere verteuern sich um rund 4 Prozent.

    Der Euro bewegt sich bei einem Dollar 16 12.

    08.56 Uhr – Bitcoin steigt Richtung Allzeithoch

    Der stellvertretende Präsident der Bank of England traut Kryptowährungen eine ähnlich fatale Wirkung zu wie die US-Hypothekenkrise 2008. Der Kryptomarkt wachse zu schnell und zu unreguliert. Das könnte gefährlich werden, heißt es.

    Hingegen signalisiert der russische Präsident Wladimir Putin Toleranz gegenüber Kryptowährungen. Kryptowährungen hätten „das Recht, zu existieren" und könnten „als Zahlungsmittel verwendet werden“, sagte Putin in einem Interview mit dem US-Nachrichtensender CNBC. Händler sehen das als einen Grund für den weiteren Anstieg des Bitcoin. Der Bitcoin klettert auf fast 60.000 Dollar.

    08.31 Uhr – EU-Automarkt schwach

    Die Chip-Krise lastet weiter auf dem Automarkt in Europa. Die Auto-Neuzulassungen in der Europäischen Union haben ihre Talfahrt im September fortgesetzt. Nach dem Einbruch in den Sommermonaten lag das Minus im Vergleich zum Vorjahr bei 23,1 Prozent, wie der europäische Herstellerverband Acea mitteilte. Die größten Automärkte in der EU - Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien - verzeichneten allesamt im September prozentual zweistellige Rückgänge.

    07.32 Uhr – Modekonzern Hugo Boss zuversichtlich

    Der Modekonzern blickt nach einem erfolgreichen Quartal optimistischer auf das Gesamtjahr. Der Umsatz dürfte 2021 währungsbereinigt um 40 Prozent höher liegen als im Vorjahr, heißt es. Im dritten Quartal ist der Umsatz vorläufigen Zahlen zufolge "dank der weiteren spürbaren Erholung des globalen Geschäfts" währungsbereinigt um 42 Prozent auf 755 Millionen Euro gestiegen, meldet Hugo Boss. Das ist mehr als von Experten erwartet.

    07.06 Uhr – Medizin- und Sicherheitstechnik-Konzern Drägerwerk

    Die Wirtschaft erholt sich. Manche Corona Beschränkung wurde gelockert. Dadurch allerdings nimmt eine Art Sonderkonjunktur für einige bisherige Corona Profiteure ab. Drägerwerk meldet für das dritte Quartal deutliche Rückgänge bei Umsatz und Ergebnis. Wegen knapper elektronischer Komponenten ist das Lieferketten-Risiko gestiegen, heißt es außerdem. Immerhin hält Drägerwerk trotzdem an seiner Jahresprognose fest.

    06.05 Uhr – Anleger in Asien in Kauflaune

    Die Wirtschaft in den USA erholt sich weiter. Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sank erstmals in der Corona-Krise unter 300 000. Außerdem sind Geschäftszahlen von US-Banken überwiegend gut ausgefallen. Die wichtigen und viel beachteten Aktienindizes Dow Jones, S&P 500 sowie die Technologiebörse Nasdaq haben gestern durchschnittlich 1,5 zugelegt. Das hebt heute morgen die Stimmung an den asiatischen Märkten. Der japanische Aktienindex Nikkei steigt um mehr als 1 Prozent. Wobei Händlern zufolge regionale Sorgen bei Aktien des chinesischen Festlands und Hongkongs die positive Stimmung von den US-Börsen überlagern. Unter anderem schauen Anleger weiter auf den chinesischen Immobilienmarkt und wie sich die Lage beim hochverschuldeten Immobilienkonzern China Evergrande weiterentwickelt.

    Freitag, 15. Oktober 2021

    22.05 Uhr – Dow Jones und Nasdaq schließen mit kräftigen Gewinnen

    Ermutigt von sprudelnden Firmengewinnen insbesondere der US-Banken haben Anleger an den New Yorker Aktienmärkten zugegriffen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gewann 1,6 Prozent auf 34.913 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 1,7 Prozent 14.823 Punkte.

    20.03 Uhr - Microsoft schließt in China Karrierenetzwerk LinkedIn

    Der US-Software- und Internetkonzern Microsoft schließt in China sein Karrierenetzwerk LinkedIn. Zur Begründung nannte der Konzern ein "herausforderndes Betriebsumfeld" und strengere Richtlinien in dem Land. Und weiter: "Während wir erfolgreich darin waren, chinesischen Nutzern zu helfen, Jobs und wirtschaftliche Chancen zu finden, hatten wir nicht denselben Erfolg bei den sozialeren Aspekten, zu teilen und informiert zu bleiben."

    LinkedIn war 2014 mit einer eingeschränkten Sonderversion in China an den Markt gegangen und hatte sich den strengen Beschränkungen der chinesischen Behörden für Online-Plattformen unterworfen. In China gibt es eine strikte Zensur von Online-Netzwerken. Laut dem "Wall Street Journal" wurde LinkedIn im März von den chinesischen Aufsichtsbehörden verwarnt. Microsoft zog nun den Stecker: LinkedIn wird im Verlauf des Jahres in China dichtgemacht.

    17.45 Uhr – DAX schließt mit deutlichem Plus

    Optimistische Töne von Unternehmen zum Start der Berichtssaison haben die Anleger in Europa in Kauflaune versetzt. Inflationssorgen spielten angesichts der positiven Ausblicke nur noch die zweite Geige. Auch die gesenkte Wachstumsprognose der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute hat kaum überrascht. Der DAX landete 1,4 Prozent im Plus. Der Schlussstand: 15.463 Punkte. Der MDAX kletterte um 1,2 Prozent, der TecDAX 1,7 Prozent.

    17.08 Uhr - Schaltbau wohl bald nicht mehr an der Börse

    Die Aktien von Schaltbau werden wohl bald von der Börse verschwinden. Der Finanzinvestor Carlyle hat sich nach dem Ablauf der zweiten Annahmefrist mehr als 78 Prozent am Münchner Verkehrstechnik-Spezialisten gesichert. Nun soll eine außerordentliche Hauptversammlung über einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag entscheiden, der Carlyle den vollen Durchgriff auf das Unternehmen sichert. Bereits in der vergangenen Woche hatte Carlyle angekündigt, Schaltbau unabhängig davon von der Börse zu nehmen. Im Zuge dessen können die übrigen Aktionäre noch einmal für vier Wochen ihre Aktien zu jeweils 53,50 Euro an den Mehrheitseigentümer verkaufen. Aktuell ist der Kurs drüber bei 54,60 Euro je Anteil, das ist ein Plus von 1,5 Prozent.

    16.15 Uhr - Hellofresh geht nach Italien

    Hellofresh baut sein Geschäft aus und startet in Italien. Der Versender von Kochboxen sieht in dem Land ein hohes Potential angesichts von 26 Millionen Haushalten. So steht es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Dieser Schritt widerspricht indes der bisherigen Strategie des Unternehmens, nur in Länder zu gehen, in denen Kunden bereits Erfahrungen mit Kochboxen gemacht haben. Die Anleger sind trotzdem offensichtlich zuversichtlich. Die Aktien von Hellofresh ziehen um drei Prozent an und sie führen damit die Gewinnerliste im DAX an.

    15.45 Uhr - Freundliche Stimmung an der Wall Street

    Der Dow Jones steigt um 1,1 Prozent auf 34.752 Punkte. Vermutlich liegt es daran, dass sich die Lage am US-Arbeitsmarkt überraschend deutlich verbessert hat. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fiel erstmals in der Corona-Krise unter 300.000. In der vergangenen Woche sank die Zahl im Wochenvergleich um 36.000 auf 293.000, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Damit fiel der Rückgang deutlicher aus als erwartet. Dass sich die wöchentlichen Hilfsanträge trotz des Rückgangs immer noch auf einem höheren Niveau als vor der Pandemie bewegen, gerät da in den Hintergrund.

    13.25 Uhr - Deutsche besitzen immer mehr Geld

    Das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland ist im zweiten Quartal um 159 Milliarden Euro auf mehr als 7,3 Billionen Euro gestiegen, wie die Bundesbank mitteilte. Ein Hauptgrund dafür seien Bewertungsgewinne bei Aktien und Investmentfonds. Zu Beginn des vergangenen Jahres lag das Geldvermögen bei 6,4 Billionen Euro.

    Nach den jüngsten kräftigen Anstiegen ist die Luft an den Börsen etwas raus. Der DAX ist seit einiger Zeit in einer Spanne zwischen 15.000 und 15.500 unterwegs, aktuell steht er bei 15.380 Zähler, das ist ein Plus von 0,9 Prozent.

    10.25 Uhr – Immobilienblase?

    Andrea Enria, Chefbankenaufseher der Europäischen Zentralbank warnt vor einer Blase am Immobilienmarkt. "Wir sehen in einigen Ländern eine Zunahme von Schwachstellen bei Wohnimmobilien", sagte Enria heute vor dem Wirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments. Im Großen und Ganzen sei die Zahl der notleidenden Kredite noch überschaubar, die Qualität der dahinter stehenden Vermögenswerte scheine sich aber zu verschlechtern. Die Prognosen der Banken für faule Kredite seien möglicherweise zu optimistisch und er riet zu Vorsicht bei der Auflösung von Risikovorsorge.

    Gestern schon schätzte eine Studie der Schweizer Bank UBS weltweit gesehen für Frankfurt und München das Risiko einer Immobilienblase am größten. Unter anderem könnte der Preisboom stoppen wenn Standards und Rahmenbedingungen für Kredite verschärft werden.

    09.47 Uhr – Neue Dividendenpolitik bei Hannover Rück

    An der Börse setzen Anleger darauf, das die Kurse einer Aktie steigen und sie über die Dividende am Gewinn beteiligt werden. Der Versicherer Hannover Rück will seine Dividendenpolitik ändern. Die normale Dividende soll künftig Jahr für Jahr steigen oder zumindest stabil bleiben. Das Ziel einer Ausschüttungsquote von 35 bis 45 Prozent des Nettogewinns wird aufgegeben. Eine Sonderdividende soll es nur noch geben, wenn die Hannover Rück ihre Ergebnisziele erreicht hat und das Geld nicht für künftiges Wachstum braucht. Aktien der Hannover Rück steigen aktuell um ein viertel Prozent während sich der MDax um 0,5 Prozent verbessert.

    Generell zum Thema Dividende und Dividendenrendite, die sich aus dem Verhältnis vom Kurs zur Dividende errechnet: die Dividendenrendite sollte nicht zu hoch sein, denn wie bei allen Geldanlagen gilt, dass eine hohe Rendite eher ein Hinweis auf Risiken ist. Der Kurs des Unternehmens könnte stark gefallen sein oder die Dividende aus der Substanz gezahlt werden.

    09.12 Uhr – Symrise im Dax gefragt

    Seit September hat der Dax mehr Mitglieder. 40 sind es nun. Zum Dax gehört jetzt auch der Duft- und Aromenkonzern Symrise. Dessen Kurs steigt um fast 1 Prozent. Ein positiver Analystenkommentar schiebt den Kurs an. Dieser Einschätzung zufolge hebt sich Symrise von Konkurrenten aufgrund des höheren Volumenwachstums, des vorteilhaften Rohstoffzugangs und der Übernahme-Optionen ab. Das ist natürlich nur eine Einschätzung und es gibt auch viele andere Meinungen. Von daher sollten Investoren immer ihre eigene Recherche machen und sich eigene Informationen besorgen bevor sie eine Entscheidung treffen.

    Der Dax steigt um 0,5 Prozent auf 15.330 Punkte.

    07.55 Uhr – Deutsche Konjunkturprognose wird wohl gesenkt

    Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute legen am Vormittag ihre neue Konjunkturprognose vor. Voraussichtlich werden sie ihre Schätzungen deutlich senken, wie die dpa berichtet. Die Rede ist von 2,4 Prozent Wirtschaftswachstum für dieses Jahr. Im Frühjahr hatten die Institute noch 3,7 Prozent prognostiziert. Die deutsche Wirtschaft wird derzeit vor allem von Lieferengpässen bei Rohstoffen und Vorprodukten belastet. Mehrere Ökonomen sowie Wirtschaftsverbände hatten deswegen in den vergangenen Wochen ihre Prognosen schon heruntergeschraubt.

    07.06 Uhr – US-Präsident Biden kümmert sich um Weihnachten

    Die Suche nach dem passenden Weihnachtsgeschenk könnte in diesem Jahr etwas mühsamer werden - besonders bei Elektronik, heißt es vom Handelsverband Technik. Aber auch der Modehandel steht vor Herausforderungen. Das liegt an coronabedingten Lieferschwierigkeiten bei Produzenten, insbesondere aus dem asiatischen Raum. Und es gibt Probleme in den Logistikketten. In den USA ist das mittlerweile Chefsache. US-Präsident Joe Biden will angesichts von weltweiten Lieferengpässen Abhilfe schaffen. Der Hafen von Los Angeles soll nun rund um die Uhr betrieben werden. Der US-Einzelhändler Walmart und die US-Paketdienste UPS und Fedex haben zugesagt, ebenfalls außerhalb ihrer Hauptzeiten zu arbeiten, um die Waren zu entladen oder zu transportieren.

    06.42 Uhr – Asiatische Märkte uneinheitlich

    Der japanische Aktienindex Nikkei steigt um gut ein Prozent. Die chinesischen Aktienindizes pendeln kaum verändert um den gestrigen Schlußstand. Die Protokolle der letzten Sitzung der US-Notenbank schüren die zunehmende Sorge der Anleger über den baldigen Beginn der Drosselung der lockeren Geldpolitik der US-Notenbank, unter anderem wegen der Inflation. Das Inflationsgespenst zeigt sich auch in China. Die Erzeugerpreise stiegen zuletzt am schnellsten seit Beginn der Aufzeichnung 1996, wie offizielle Daten zeigen.

    06.01 Uhr – Chinesische Wirtschaftsdaten

    Die chinesischen Industriebetriebe haben ihre Preise im September wegen anhaltend hoher Rohstoffkosten, Stromausfällen und Lieferengpässen stärker angehoben als erwartet. Der Erzeugerpreisindex stieg im September um 10,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und damit so schnell wie noch nie seit Beginn der Datenerhebung im Oktober 1996, wie das Statistikamt mitteilte. Die Erzeugerpreise gelten als Frühindikator für die Entwicklung der Inflation. In der Statistik werden die Preise ab Fabrik geführt - also bevor die Produkte weiterverarbeitet werden oder in den Handel kommen. Sie können damit einen frühen Hinweis auf die Entwicklung der Verbraucherpreise geben.

    Donnerstag, 14. Oktober 2021

    20.05 Uhr – US-Notenbank peilt Reduzierung der Anleihekäufe in diesem Jahr an

    Die US-Notenbank wird bald weniger Anleihen kaufen. Das Anleihe-Kaufprogramm könnte Mitte November oder Mitte Dezember reduziert werden. Das geht aus dem am Abend veröffentlichten Protokoll der jüngsten US-Notenbank-Sitzung hervor. Sollte die konjunkturelle Erholung weiter voranschreiten, könnten die Anleihekäufe etwa Mitte des nächsten Jahres ganz auslaufen, hieß es weiter. Die US-Notenbank kauft derzeit monatlich Staats- und Hypothekenanleihen in Höhe von 120 Milliarden Dollar.

    18.20 Uhr - VW-Chef provoziert Betriebsrat mit Szenario zum Jobabbau

    Die Beschäftigten bei Volkswagen sind einigermaßen verunsichert. Meldungen zufolge hat Konzern-Chef Herbert Diess mit Aussagen zu möglichen Stellenstreichungen scharfen Protest des Betriebsrats ausgelöst. Demnach hat Konzern-Chef Herbert Diess im Aufsichtsrat davon gesprochen, dass in Deutschland möglicherweise bis zu 30.000 Stellen abgebaut werden könnten. Der Grund: die Umstellung auf Elektroautos. Wie das "Handelsblatt" berichtet, hat Diess mit dieser Aussage einen Eklat ausgelöst. Die neue Betriebsratschefin Daniela Cavallo forderte vom Konzernvorstand eine Stellungnahme, weil sich die Belegschaft Sorgen mache. Ein VW-Sprecher erklärte, ein Abbau von 30.000 Stellen sei kein Thema. Dazu gebe es keine Pläne. Jetzt darf man gespannt sein auf die VW-Aufsichtsratssitzung Mitte November. Da soll es um wichtige Beschlüssen über Investitionen und Ziele für die nächsten fünf Jahre gehen.

    17.43 Uhr - DAX landet deutlich im Plus

    Rosige Aussichten vom Softwarekonzern SAP haben die Stimmung an den europäischen Börsen zur Wochenmitte aufgehellt. Aktienanleger ließen sich auch von einer etwas stärker als erwartet ausgefallenen US-Inflation nicht beirren. Der Dax ging 0,7 Prozent höher aus dem Handel bei 15.249 Punkten. Der MDAX verbesserte sich um 0,4 Prozent. Der TecDAX kam sogar 1,8 Prozent voran. Die SAP-Aktien verteuerten sich um 3,9 Prozent.

    16.38 Uhr - Hohe Inflation auch in den USA

    Auch in den USA steigen die Preise deutlich. Die Jahresinflationsrate stieg im September auf 5,4 Prozent, von 5,3 Prozent im Vormonat, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Auch hier sind es vor allem die Energiepreise, die deutlich anziehen. Die Inflation liegt über den Prognosen der Volkswirte und auch deutlich über dem Inflationsziel der US-Notenbank, die zwei Prozent anstrebt. Bei den Notenbanken vertritt man jedoch die Ansicht, dass die Preise vorübergehend hoch sind. An der Wall Street dagegen sieht man die Entwicklung offenbar nicht so entspannt. Nach einem gut behaupteten Start ist der Dow Jones mit 0,6 Prozent im Minus.

    15.17 Uhr - JP Morgan überrascht mit hohem Gewinn

    Die Erholung der Wirtschaft von der Corona-Krise hat der US-Bank JP Morgan im Sommer einen überraschend hohen Gewinn beschert. Unter anderem hat die Bank weitere Reserven aufgelöst. JP Morgan hatte – wie andere Banken auch - im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie seine Risikovorsorge für faule Kredite aufgestockt. Aber auch die Geschäfte mit Fusionen und Übernahmen laufen derzeit recht gut, und zwar weltweit. Das Finanzinstitut erzielte im abgelaufenen Quartal einen Überschuss von 11,7 Milliarden Dollar, das sind 2,3 Milliarden Dollar mehr als im Vorjahreszeitraum. Das liegt über den Erwartungen von Analysten.

    13.38 Uhr - Banken drängen auf eine Änderung der Geldpolitik

    Angesichts der hohen Inflation drängen die Banken hierzulande die Europäische Zentralbank ihre Geldpolitik zu überdenken. Im vergangenen Monat stieg die Inflation auf über vier Prozent. Vieles spreche dafür, dass die Inflation im Währungsgebiet mittelfristig nicht mehr auf das Vor-Pandemie-Niveau von deutlich unter zwei Prozent zurückfalle, sagte der Präsident des Bundesverbands deutscher Banken (BdB), Christian Sewing. Auch die Geldpolitik sollte deswegen offen über Wege diskutieren, die aus dem gegenwärtigen Ausnahmezustand herausführen, so Sewing, der ja auch Chef der Deutschen Bank ist. Besonders kritisiert er die Negativzinsen. Die Europäische Zentralbank verlangt seit 2014 Strafzinsen von den Banken, wenn diese bei ihr überschüssige Gelder parken.

    Auch die Investoren sind beunruhigt. Mit einem Minus von drei Prozent führen die Aktien der Deutschen Bank heute Mittag die Verliererliste an. Auch die anderen Finanztitel stehen hier unter Druck. Die Papiere der Allianz geben 1,4 Prozent nach, die Aktien der Münchner Rück verlieren 1,3 Prozent.

    10.42 Uhr – Energiekonzern E.ON stoppt beim Gas das Neukundengeschäft

    Die Großhandels-Gaspreise sind in den vergangenen Monaten auf Rekordstände geklettert. Der Energiekonzern E.ON zieht nun vorerst wegen höherer Gaspreise die Reißleine und stoppt das Geschäft mit neuen Privatkunden. Wer schon einen Vertrag mit dem Unternehmen hat, ist nicht betroffen. Lediglich Neukundenprodukte werden überarbeiten, weil die stark gestiegenen Beschaffungskosten in der Preisstellung berücksichtigt werden müssten, heißt es. Der Energiekonzern E.ON ist an der Börse im DAX zu finden. Dort entwickeln sich die Aktien aktuell schlechter als der Index. E.ON Aktien verbilligen sich um mehr als 1,5 Prozent während der Dax um mehr als 0,5 Prozent zulegen kann auf 15.241 Punkte.

    10.11 Uhr – Münchner Elektro-Flugtaxi-Hersteller Lilium plant Schnellladenetz

    Der Münchner Elektro-Flugtaxi-Hersteller Lilium ist an der US-Technologiebörse Nasdaq notiert und will mit dem Schweizer Technologiekonzern ABB ein Schnellladenetz entwickeln, testen und bereitstellen. Die ABB-Ladestationen sollen die Batterien der Kleinflugzeuge von Lilium in etwa 30 Minuten voll aufladen und jedem E-Flugtaxi 20 bis 25 Flüge pro Tag ermöglichen beziehungsweise das MegaWatt-Ladesystem soll das Aufladen mit Gleichstrom mit einer Leistung von bis zu 1000 Kilowatt ermöglichen und kann auch für schwere Elektro-Lastwagen und -Busse verwendet werden.

    09.37 Uhr – Mehr Passagiere am Frankfurter Flughafen

    Am Flughafen Frankfurt am Main haben sich die Passagierzahlen im September weiter erholt. Deutschlands größter Airport zählte im vergangenen Monat rund 3,1 Millionen Fluggäste, ein Plus zum stark von der Corona-Krise betroffenen Vorjahresmonat von fast 170 Prozent, wie die börsennotierte Fraport mitteilte. Wie bereits im Monat August ist damit annähernd die Hälfte des Vorkrisenniveaus erreicht worden. Das Fracht-Volumen hat auch weiter zugelegt. Aktien von Fraport steigen um ein viertel Prozent.

    09.12 Uhr – Softwarekonzern SAP überrascht positiv

    Europas größter Softwarehersteller hat im abgelaufenen dritten Quartal deutlich mehr verdient als gedacht und erhöht den Geschäftsausblick. Damit werden zum dritten Mal innerhalb weniger Monate die Ziele angehoben. Wegen der voraussichtlich weiter wachsenden Einnahmen im sogenannten Cloud-Geschäft – also Software zur Nutzung und Miete über das Netz - erwarten die Walldorfer für das Gesamtjahr einen höheren Gewinn und Umsatz als bisher in Aussicht gestellt. Wie es heißt erlebe SAP eine Rekordnachfrage nach seinen Anwendungen und seiner Plattform. Aktien von SAP verteuern sich um 2,5 Prozent.

    Der DAX notiert mit einem Minus von einem viertel Prozent bei 15.130 Punkten.

    08.32 Uhr – Deutsche Inflationsrate über vier Prozent

    Teure Energie hat in Deutschland die Inflationsrate im September erstmals seit fast 28 Jahren über die Vier-Prozent-Marke getrieben. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich um durchschnittlich 4,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt nun eine frühere Schätzung bestätigte. Und die Inflation dürfte erstmal hoch bleiben, weil Unternehmen den Kostenschub durch gestiegene Preise für Materialien noch nicht vollständig an Verbraucher weitergegeben haben.

    08.02 Uhr – Chinas Exporte stärker als gedacht

    Chinas Exporte sind im September stärker gewachsen als erwartet. Die Ausfuhren stiegen im September um 28,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, nach einem Plus von 25,6 Prozent im August, wie Daten des Handelsministeriums zeigen. Die starken Exportzahlen haben Experten positiv überrascht. Es wurde wegen der seit Wochen anhaltenden Stromknappheit in China und Produktionsausfällen mit einer geringeren Steigerung gerechnet. Kleiner Wermutstropfen aus deutscher Sicht: China hat zuletzt weniger in Deutschland eingekauft.

    Mittwoch 13. Oktober 2021

    22.56 Uhr - Apple liefert weniger iPhones aus

    Apple kann einem Bericht zufolge wegen der globalen Lieferengpässe Millionen Smartphones nicht produzieren. Es sei davon auszugehen, dass der kalifornische Konzern sein Produktionsziel für das neue iPhone 13 um zehn Millionen nach unten korrigieren müsse, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Apple habe seine Hersteller informiert, dass Zuliefererunternehmen wie Broadcom und Texas Instruments Probleme hätten, Chips zu liefern. Apple-Aktien fallen im nachbörslichen Handel um rund ein Prozent.

    22.24 Uhr - Wall Street schließt im Minus

    Der Dow Jones verlor 0,3 Prozent auf 34.378 Punkten. Der Nasdaq-Index fiel um 0,1 Prozent auf 14.466 Zähler. Der S&P 500 ging mit minus 0,2 Prozent aus dem Handel bei 4.351 Punkten. Der Euro ist 1,15 33 Dollar wert. Die Feinunze Gold kostet rund 1.760 Dollar.

    21.52 Uhr - Ölpreis beschäftigt die Anleger

    Der Preis für ein Barrel Rohöl der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Dezember fällt auf rund 83,20 Dollar. Wegen der drastisch gestiegenen Gaspreise werde vermehrt auf Öl als Energiequelle ausgewichen, was die Nachfrage zusätzlich anheize, hieß es an der Börse.

    20.54 Uhr - Stromkosten verteuern Produktion in der Stahlbranche

    Die Strompreise machen der energieintensiven Stahlbranche zu schaffen. Beim zweitgrößten deutschen Stahlkonzern Salzgitter seien am Standort Peine Auswirkungen auf die Produktion denkbar, sagte ein Unternehmenssprecher auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Reuters. Der Standort Peine sei besonders stromintensiv, da dort Stahlschrott mittels Elektrolichtbogenöfen eingeschmolzen und damit recycelt werde. Produktionseinschränkungen könnten nicht ausgeschlossen werden, betonte der Sprecher. Salzgitter-Aktien verloren 1 Prozent. Der Preis für das Barrel Nordseeöl der Sorte Brent zur Auslieferung im Dezember fällt auf rund 83,40 Dollar.

    19.31 Uhr - Notenbanker Kazimir weist Bestechlichkeits-Vorwürfe zurück

    Dem slowakischen Notenbankchef Peter Kazimir wird Bestechlichkeit vorgeworfen. Das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank wies die Vorwürfe heute zurück. Er fühle sich nicht schuldig irgendeines Verbrechens, erklärte er in einer per E-Mail übermittelten Stellungnahme. Die Vorwürfe waren durch einen Medienbericht bekanntgeworden. Kazimir ist seit Juni 2019 Gouverneur der Nationalbank der Slowakei. Zuvor war er dort unter anderem Finanzminister.

    19.03 Uhr - SEC prüft angeblich digitale Kommunikation von Bank-Mitarbeitern

    Die US-Finanzaufsicht SEC nimmt angeblich die digitalen Kommunikationskanäle bei Banken unter die Lupe. Wie die Nachrichtenagentur Reuters von drei mit der Angelegenheit vertrauten Personen erfahren haben will, haben Mitarbeiter der SEC in den vergangenen Wochen von mehreren Banken Angaben verlangt, inwieweit sie arbeitsrelevante Kommunikation ihrer Angestellten über E-Mail und Textnachrichten dokumentiert hätten. Die SEC lehnte dem Bericht zufolge einen Kommentar ab. Die US-Börsenaufsicht macht aufgrund einzelner Vorkommnisse immer wieder solche Befragungen, um möglichst schnell herauszufinden, ob das Thema größere Kreise zieht. Dies kann zu formalen Ermittlungen führen. Im August hatte die US-Bank JPMorgan bekanntgegeben, dass es in ihrem Haus behördliche Untersuchungen gebe wegen des Vorwurfs, Mitarbeiter hätten über nicht autorisierte Nachrichtendienste kommuniziert. Vergangenes Jahr hatte Morgan Stanley zwei Händler entlassen, weil sie arbeitsrelevante Absprachen über WhatsApp getroffen hatten.

    18.50 Uhr - DAX schließt mit Verlusten

    Am deutschen Aktienmarkt schloss der DAX 0,3 Prozent im Minus bei 15.147 Punkten. Der MDAX stieg um 0,3 Prozent auf 33.625 Punkte. Der TecDAX legte um 0,2 Prozent zu auf 3.583 Zähler. Die Wall Street dreht leicht ins Minus. Der Euro gibt etwas nach auf 1,15 31 Dollar.

    07.45 Uhr - Schwache Börsen in Asien heute früh

    Auch an den Börsen in Asien machen sich Investoren zunehmend Gedanken über die Energiekrise. Nachdem der Nikkei in Tokio gestern 1,6 Prozent noch zulegen konnte, geht es heute früh um 0,9 Prozent nach unten. Auch der Hang Seng Index in Hongkong verliert ein Prozent. Die Anleger sorgen sich vor einer anhaltend hohen Inflation, unter anderem aufgrund der hohen Energiepreise. Zusammen mit dem Mangel an Vorprodukten und gestörten Lieferketten könnte das die weltwirtschaftliche Erholung dämpfen, so die Befürchtung.

    Dienstag 12.10.2021

    22.15 Uhr - Stagflationsängste drücken Dow Jones ins Minus

    Es sah nur anfangs gut aus an den US-Börsen. Doch zur Handelsmitte verließ die Anleger der Mut, Dow Jones und Nasdaq-Index drehten ins Minus. Am Ende büßte der Dow sogar fast ein Prozent ein. Der steigende Ölpreis war wieder zentrales Thema: Die gefährliche Spirale aus steigenden Energiepreisen, Inflationserwartungen und Renditen am Anleihemarkt drehe sich unaufhörlich weiter und ersticke jegliche Kauflaune am Aktienmarkt im Keim, brachte es ein Analyst auf den Punkt. Die Anleger fürchten sich davor, dass die derzeitige Inflation eben nicht nur ein vorübergehendes Phänomen ist, sondern sogar zu einer Stagflation führt, das heißt, zu einer Kombination aus Inflation und stagnierender Konjunktur. In einer solchen Situation können die Notenbanken der Wirtschaft kaum helfen. Und diese Gedanken spielten auch an den deutschen Märkten eine Rolle, der DAX schloss ein paar Punkte im Minus. Der Kochboxenlieferdienst Hellofresh setze seine Talfahrt weiter fort, diesmal mit 5 Prozent Minus.

    19.15 Uhr - Airbus hat Jahresziel fest im Blick

    Für die Luftfahrtbranche sind die Zeiten wegen Corona extrem schwierig. Airbus hat nun ein paar Zahlen veröffentlicht, die wohl zumindest beruhigend wirken sollen. Im September wurden 40 Maschinen an die Airbus-Kunden übergeben und damit genauso viele wie im August. Nach den ersten neun Monaten des Jahres summieren sich die Auslieferungen damit auf 424 Verkehrsflugzeuge. Für das Gesamtjahr hat sich Konzern-Chef Guillaume Faury etwa 600 Stück als Ziel gesetzt. Und da der Hersteller im Dezember normalerweise einen Schlussspurt hinlegt, scheint das Jahresziel zumindest erreichbar. An den Börsen reagierte man vorsichtig optimistisch, die Airbus-Aktie schloss heute ein halbes Prozent höher.

    18.15 Uhr - Kein klarer Trend bei DAX und Co

    Der DAX kam mit einem kleinen Minus von 7 Punkten aus dem Handel, 15.199 lautete der Endstand. Beim M-Dax lief es etwas besser mit 0,3 Prozent Plus. Der TecDAX zeigte zu Handelsschluss dagegen 0,3 Prozent ins Minus. Gefragt waren vor allem die Autotitel. Daimler war der Spitzenreiter im DAX mit 3 Prozent Plus, BMW-Aktien legten gut 2 Prozent zu. Hellofresh waren erneut unter Druck. Die Aktie des Kochboxenlieferanten verbuchte ein Minus von 5 Prozent und stand damit am Ende der DAX-Rangliste. Noch schlechter lief es allerdings im M-DAX beim Anbieter von Software für Fernwartungs- und Videokonferenzen Teamviewer. Die US-Investmentbank Morgan Stanley stufte die Titel auf Equal-Weight herab und senkte das Kursziel kräftig von 48 auf 18,50 Euro. Der Kurs von Teamviewer war ja schon letzte Woche nach einer massiven Gewinnwarnung eingebrochen.

    15.53 Uhr – Serie Squid Game schiebt Kurs von Sprachlern-App an

    Die weltweit erfolgreiche Netflix-Serie "Squid Game" lässt das Interesse am Koreanisch-Lernen kräftig steigen. Die börsennotierte Sprachlern-App Duolingo meldete in den ersten zwei Wochen seit dem Start der neunteiligen Serie im September deutlich mehr Anmeldungen für Koreanisch-Kurse. Demnach gab es in Großbritannien einen Anstieg um 76 Prozent, in den USA um 40 Prozent. Asiens viertgrößte Volkswirtschaft sorgt schon seit Jahren für Schlagzeilen. Die siebenköpfige Boyband BTS ist weltweit populär. Der Film "Parasite" gewann im vergangenen Jahr den Oscar. Die Serie "Squid Game" wiederum steht gerade bei Netflix in vielen Ländern auf Platz eins der meistgestreamten Angebote.

    14.17 Uhr – Weltpremiere von Siemens und Deutscher Bahn

    Erstmals ist in Hamburg eine vollautomatisch fahrende, digital gesteuerte S-Bahn gestartet. Nach Worten von Siemens-Chef Roland Busch handelt es sich um eine „Blaupause für die Digitalisierung der Schiene in Deutschland, Europa und der ganzen Welt“. Autonome Bahnen gebe es zwar schon länger. Neu sei das offene System, das mit jeder Bahn kompatibel sei, die die technischen Standards beherrsche. Das hilft allerdings an der Börse der Siemens Aktie heute nicht. Siemens Papiere verbilligen sich um 1 Prozent. Für die anderen Siemens Unternehmen im DAX läuft es unterschiedlich. Aktien des Medizintechnikkonzerns Siemens Healthineers geben mehr als 1 Prozent nach. Hingegen können sich Anteilsscheine von Siemens Energy um 2 Prozent verteuern.

    Der DAX fällt um knapp 0,5 Prozent auf 15.145 Punkte.

    13.52 Uhr – Zalando will nachhaltiger werden

    Immer mehr Menschen nutzen Internet-Modehändler. Allerdings wird unter anderem zu viel Konsum kritisiert, bei dem immer wieder Neues gekauft wird. Deswegen können seit heute Kundinnen und Kunden über das Logistiknetzwerk von Zalando beschädigte Kleidungsstücke an regionale Reinigungsbetriebe, Schuster oder Änderungsschneidereien abgeben. Die Qualität der Arbeitsleistung und die Nachhaltigkeit der verwendeten Produkte werden durch das Partnerunternehmen Save Your Wardrobe sichergestellt. Bis 2023 will Zalando nach eigenen Angaben die Lebensdauer von mindestens 50 Millionen Kleidungsstücken verlängern. Allerdings muss auch gesagt werden, dass der Start sehr eingeschränkt ist. Erstmal ist das nur in Berlin buchbar. Demnächst soll es auch in Düsseldorf starten. Die Aktie von Zalando im DAX verliert heute rund 3,5 Prozent. Und auch wenn sie im letzten Jahr als Corona-Gewinner gefragt war, ist sie bisher in diesem Jahr deutlich schlechter gelaufen als der DAX.

    12.11 Uhr – Hoher Stromverbrauch für Kryptowährungen

    Beim sogenannten Mining, dem Schürfen und Erschaffen von Kryptowährungen, werden zahlreiche Computer zur Lösung komplexer mathematischer Gleichungen eingesetzt. Das verbraucht ziemlich viel Strom. Im Iran zum Beispiel drohen nach Angaben des staatlichen Energieversorgers im Winter Stromausfälle wegen des illegalen Schürfens von Kryptowährungen. Das illegale "Mining" sei bereits für 20 Prozent der Stromausfälle im Sommer verantwortlich gewesen, heißt es vom iranischen staatlichen Energieversorger. Dennoch geht es an den Finanzmärkten für den Bitcoin im Kurs erstmal weiter nach oben. Der Bitcoin steigt um rund 5 Prozent auf etwa 56.000 Dollar. Damit ist ein digitaler Bitcoin so viel Wert wie ein Kilo Gold.

    10.36 Uhr - Ölpreise ziehen weiter an

    Die Ölpreise setzen ihren Höhenflug fort. Sowohl Öl aus der Nordsee als auch das Erdöl aus den USA erreichen heute Vormittag mehrjährige Höchststände. Der Preis für ein Barrel, das sind 159 Liter, der Nordseesorte Brent zieht um 1,3 Dollar an auf 83,8 Dollar. Damit kostet diese Sorte mittlerweile so viel wie seit etwa drei Jahren nicht mehr. Der US-Ölpreis notiert sogar auf dem höchsten Niveau seit sieben Jahren. Ausschlaggebend bleibt die angespannte Versorgungslage im Energiesektor, nicht nur am Ölmarkt. Denn für Gas und Kohle sind die Preise ja in den vergangenen Monaten stark gestiegen, da kommt Öl als Alternative zunehmend in Betracht. Das treibt die Erdölpreise zusätzlich an, zumal die Förderländer die Produktion derzeit nicht ausweiten wollen.

    09.45 Uhr - DAX startet im Minus

    Entgegen ersten Schätzungen ist die Stimmung zum Wochenauftakt doch trübe. Nachdem der DAX in der vergangenen Woche 0,5 Prozent zulegen konnte, ist eigentlich zum Auftakt mit weiteren leichten Punktgewinnen gerechnet worden, vor allem nach positiven Vorgaben von den Märkten in Asien heute früh, doch der DAX hat im Minus eröffnet und ist aktuell mit 0,4 Prozent im Minus bei 15.150 Zähler. Anleger wägten das Für und Wider der Arbeitsmarktzahlen vom vergangenen Freitag ab, heißt es beim Handelshaus CMC Markets.

    08.32 Uhr - Adler geht in die Offensive

    Der unter Druck stehende Immobilien-Investor Adler Group will sich von einem Fünftel seines Wohnungsbestandes trennen. 15.350 Wohnungen und 186 Gewerbeeinheiten im Wert von 1,485 Milliarden Euro sollen an den Konkurrenten LEG Immobilien verkauft werden, wie beide Unternehmen mitteilten. Der Verkaufspreis werde aber etwas geringer ausfallen, unter anderem weil Adler aus steuerlichen Gründen 10,1 Prozent der Anteile an den Wohnungsgesellschaften behält. Vor dem endgültigen Kaufvertrag will die LEG aber noch genau in die Bücher schauen. Die Wohnungen liegen nach Angaben der LEG zu 90 Prozent in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bremen.

    07.23 Uhr - Positive Vorgaben aus Asien

    Die Stimmung an den Börsen in Asien ist heute früh sehr positiv. Der Nikkei in Tokio steigt um 1,6 Prozent, der Hang Seng Index in Hongkong gewinnt 2,2 Prozent. Den Anlegern steht eine weitere spannende Woche bevor, aufgrund wichtiger Wirtschaftsdaten aus den USA. So beginnt die nächste Quartalsberichtssaison. Den Auftakt machen wie immer die Banken. Am Mittwoch kommen die neuesten Quartalszahlen von JPMorgan. Tagsdrauf sind die Bank of America, Morgan Stanley und die Citigroup an der Reihe und am Freitag dann Goldman Sachs. Auf dem Programm stehen zudem neue Daten zur Inflation, zu den Umsätzen im Einzelhandel und die Veröffentlichung der Protokolle der jüngsten Sitzung der US-Notenbank.

    Montag, 11. Oktober 2021

    22.12 Uhr - Unaufgeregt ins Wochenende

    Nach amerikanischen Arbeitsmarktdaten hat der deutsche Aktienindex Dax mal ein viertel Prozent eingebüßt auf 15206 Punkte.

    In den USA an der Wall Street hat der Dow Jones kaum verändert geschlossen.

    Der Euro bewegt sich bei einem Dollar 15 70.

    21.22 Uhr – Weiter Nervosität wegen China Evergrande

    Die Nervosität bei Anleihegläubigern des wankenden Immobilienunternehmens China Evergrande wächst. Vor allem ausländische Geldgeber sehen ihre Felle davonschwimmen und bereiten sich auf unmittelbar bevorstehende Zahlungsausfälle vor. Es habe bislang keinen "sinnvollen Dialog mit China Evergrande oder groß Informationen gegeben, heißt es. Die Gläubiger verlangen mehr Einblick in die Pläne sich mit Anteilsverkäufen finanziell mehr Luft zu verschaffen und wie mögliche Erlöse genutzt werden könnten. Für ein ungutes Gefühl bei Investoren sorgt vor allem das kommentarlose Verstreichen der Zahlungsfristen von Anleihen in Dollar, während chinesischen Gläubigern Vorrang eingeräumt wird. In der kommenden Woche werden fast 150 Millionen an Auslands-Verschuldungen fällig. Für Ende September fällig gewordene Zinsen hat Evergrande noch eine Nachreichfrist von 30 Tagen laufen.

    19.52 Uhr – Tesla feiert morgen nahe Berlin die neue Fabrik

    Der amerikanische Elektroautobauer Tesla feiert morgen auf der Baustelle seiner ersten europäischen Autofabrik in Grünheide bei Berlin ein großes Fest. Tausende Gäste werden erwartet, die eventuell Tesla Chef Elon Musk treffen könnten. Dabei hat Tesla zwei Ausnahmegenehmigungen für die Baustellen Party bekommen. Der Landkreis hält die Planungen für geeignet, dass die Corona-Verordnung eingehalten werden. Außerdem darf Tesla die Großveranstaltung in dem Trinkwasserschutzgebiet organisieren. Umweltschützer befürchten mit der Ansiedlung der Fabrik negative Auswirkungen auf die Natur. Insgesamt hat Tesla noch keine umweltrechtliche Genehmigung vom Land Brandenburg und baut über vorzeitige Zulassungen. Eine Genehmigung gilt aber als wahrscheinlich. Die Tesla Aktie verliert heute mal knapp 1 Prozent auf weiterhin rund 786 Dollar - während der Dow Jones kaum verändert notiert.

    17.45 Uhr – Dax Tages- und Wochenfazit

    Mit Spannung war heute auf amerikanische Arbeitsmarktdaten gewartet worden. Es wurden weniger neue Stellen geschaffen als gedacht, aber die Arbeitslosenquote ist gesunken und in Sachen Inflation sehen manche den Anstieg der Stundenlöhne bedrohlicher. Deshalb wird die US-Notenbank wohl die Vorankündigung, ihr Anleihekaufprogramm bald herunterzufahren, weiterverfolgen. Anfang November dürfte Experten zufolge das Signal für das sogenannte Tapering auf "Grün" geschaltet werden. Darauf sind die Finanzmärte im Grunde genommen eingestellt. So hat der DAX heute ein viertel Prozent verloren auf 15.206 Punkte. Über die Woche gesehen aber hat der DAX ein viertel Prozent zugelegt.

    Der Dow Jones notiert am Abend kaum verändert.

    Der Euro bewegt sich bei einem Dollar 15 68.

    14.35 Uhr - US-Arbeitsmarktbericht: weit weniger neue Jobs als gedacht

    Die Lage am US-Arbeitsmarkt hat sich im September wider Erwarten nur wenig aufgehellt. Es entstanden lediglich 194.000 neue Jobs außerhalb der Landwirtschaft, wie die Regierung in Washington mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 500.000 gerechnet. Zugleich wurden die August-Zahlen allerdings nach oben korrigiert, und zwar von 235.000 auf 366.000. Die getrennt ermittelte Arbeitslosenquote sank auf 4,8 von zuvor 5,2 Prozent und damit stärker als erwartet. Die US-Notenbank Fed hat die Zahlen genau im Blick. Eine nachhaltige Erholung am Jobmarkt gilt als eine notwendige Voraussetzung dafür, dass die Fed schon bald ihre massiven Konjunkturspritzen niedriger dosieren kann. US-Notenbankchef Jerome Powell hatte gesagt, ihm würde mit Blick auf das Arbeitsmarktziel bereits ein "ordentlicher" Arbeitsmarktbericht im September genügen.

    12.54 Uhr – Übernahmeschlacht bei Zooplus: nun zwei identische Angebote

    Die Aktionäre des Münchner Tierbedarfshändlers Zooplus haben nun die Wahl zwischen zwei finanziell gleichwertigen Übernahmeangeboten. Der kalifornische Finanzinvestor Hellman & Friedman (H&F) zog mit der Offerte der schwedischen Beteiligungsfirma EQT gleich und bietet jetzt ebenfalls 470 Euro je Aktie - insgesamt also 3,6 Milliarden Euro. Bisher hatte H&F 460 Euro je Aktie offeriert. Damit ist H&F aber wieder im Vorteil: Die Amerikaner haben sich nämlich bereits gut 17 Prozent der Zooplus-Anteile von dessen Großaktionären gesichert. An diese Zusage sind diese nun wieder gebunden, nachdem H&F nachgezogen hat.

    10.15 Uhr Vonovia will bei Adler einsteigen

    Vonovia plant den nächsten Einstieg bei einem Immobilienkonzern. Bei der Übernahme der Deutsche Wohnen AG halten die Bochumer bereits gut 60 Prozent. Der Anteil könnte noch höher werden, weil bis zum 21. Oktober eine weitere Übernahmefrist läuft. Jetzt hat sich Vonovia beim wesentlich kleineren, aber überschuldeten Immobilienunternehmen Adler Group eine Kaufoption auf rund 13 Prozent der Anteile gesichert. Die Adler-Aktie erholt sich nach massiven Kurseinbrüchen um rund 11 Prozent. Adler besitzt rund 70 000 Wohnungen und wird wohl einen guten Teil verkaufen müssen, um den hohen Schuldenberg zu verkleinern.

    9.30 Uhr Börsen starten wenig verändert

    Die deutschen Börsen starten wenig verändert in den letzten Handelstag der Woche. Immerhin verteidigen sie die gestern erzielten kräftigen Kursgewinne. Der DAX verliert 0,2 Prozent auf 15 215, der MDAX notiert 0,1 Prozent tiefer. Die deutschen Exporte waren im August überraschend rückläufig. Gegenüber dem Vormonat Juli gingen sie um 1,2 Prozent zurück - zum ersten Mal seit 15 Monaten. Der Bundesverband der Deutschen Industrie sieht darin ein Warnzeichen. Die Wirtschaft, so der BDI, müsse sich auf einen schwierigen Herbst einstellen. Die Lieferengpässe bei Vorprodukten wie Chips beeinträchtigten die Produktion, gleichzeitig würden die Exporte durch fehlende Container und Staus an den Häfen behindert. Der kräftige Aufschwung nach den Einbrüchen des vergangenen Jahres, so erfreulich er ist, verläuft also alles andere als problem- und reibungslos.

    08.30 Uhr Deutsche Exporte gehen überraschend zurück

    Es gibt neueste Daten zum Handel. Die Bundesrepublik hat im August mehr importiert als im Juli. Die Einfuhren legten um 3,5 Prozent zu. Gleichzeitig hat sie weniger exportiert. Erwartet worden war ein kleines Plus, letztlich gingen die Ausfuhren aber um 1, 2 Prozent zurück. Die Zahlen passen durchaus zu den vielen anderen Prognosen und Daten die zuletzt veröffentlicht wurden. Die Nachfrage nach deutschen Produkten, auch aus dem Ausland, ist hoch, aber die Unternehmen können wegen des Chipmangels nicht so viel produzieren, wie sie selbst gerne würden.

    06.20 Uhr Börsen mit Trendwende zum Wochenende?

    Die Börsen haben auf Kurserholung umgeschaltet. In New York schloss der Dow Jones knapp ein Prozent höher bei 34 755. Damit hat er die Verluste der vergangenen eineinhalb Wochen wettgemacht. Seit Mittwoch geht es wieder nach oben. Einer der Gründe ist, dass Moskau ankündigte, die turbulenten Gasmärkte durch höhere Gaslieferungen zu stabilisieren. Energie ist sehr teuer geworden. Die Nordseesorte Brent wird am Morgen für 82, 90 Dollar gehandelt. Thema des Tages ist der amerikanische Arbeitsmarktbericht. Er gilt als wichtiger Indikator für die US-Notenbank, die ja bereits grundsätzlich angekündigt hat, ihre Geldpolitik wieder zu verschärfen. Das Erdbeben in Japan hat sich nicht auf die Tokioter Börse ausgewirkt. Der Nikkei-Index erholt sich im Trend der anderen Weltbörsen um 1,8 Prozent auf 28 171. Der Euro kostet 1, 15 50 Dollar.

    22.15 Uhr - Ölpreis und Arbeitsmarktdaten schmälern Dow-Gewinne

    Am Ende ging den Kursen an der Wall Street doch ein klein wenig die Luft aus. Der Dow Jones schloss rund ein Prozent höher knapp unter 34.800 Punkten. Zeitweise waren es zuvor rund 200 Zähler mehr gewesen. Womöglich bremste die Anleger der wieder steigende Ölpreis. Die Barrelnotierungen zogen wieder um fast 2 Prozent an. Oder man dachte an die anstehenden offiziellen Arbeitslosenzahlen. Die sollen für September - Prognose zufolge - sehr positiv ausgefallen sein. Das wäre zwar ein gutes Zeichen für die Konjunktur, allerdings steigt damit gleichzeitig der Druck auf die US-Notenbank auf die geldpolitische Bremse zu treten.

    18.15 Uhr - Mehrere Faktoren sorgen für DAX-Sprung nach oben

    Die deutschen Aktienmärkte waren heute auf Erholungskurs. Der DAX verbuchte fast zwei Prozent Plus. 15.251 Punkte lautet der Endstand. Der Aufwärtstrend hatte mehrere Gründe. Erst einmal zeichnet sich bei den Energiepreisen eine Entspannung ab. Der Ölpreis steigt seit gestern nicht mehr groß an. Zudem gibt es Bewegung auf diplomatischem Parkett. Vor dem Hintergrund wachsender Spannungen zwischen den USA und China wollen sich US-Präsident Biden und sein chinesischer Kollege Xi demnächst bei einem virtuellen Treffen austauschen. Und dann zeichnet sich im Schuldenstreit in den Vereinigten Staaten eine Einigung zwischen Demokraten und Republikanern ab. Eine Zahlungsunfähigkeit ist damit womöglich abgewandt. Die größten Kursausschläge gab es bei einigen Nebenwerten. Die Aktie der Aareal Bank schnellte um 23 Prozent nach oben. Angeblich haben Finanzinvestoren Interesse an einer Übernahme und bieten 29 Euro je Aktie. Der Kurs schoss am Ende sogar darüber hinaus auf 29 Euro 20. Weiter abwärts geht es beim Softwarehaus Teamviewer. Nach rund 25 Prozent Minus gestern waren es heute noch einmal sieben Prozent.

    16.17 Uhr - Aareal Bank bestätigt Übernahmegespräche mit Finanzinvestoren

    Die Finanzinvestoren Centerbridge, TowerBrooks und Advent greifen nach dem Wiesbadener Immobilienfinanzierer Aareal Bank. Das Institut bestätigte, dass der Vorstand Gespräche über eine mögliche Mehrheitsbeteiligung der Finanzgesellschaften führe. "Der Vorstand war um derartige Gespräche ersucht worden, um damit verbundene strategische Optionen für die Bank auszuloten", erklärte die Bank. Die Beteiligungsfirmen hätten ein mögliches Angebot von 29,00 Euro je Aktie in den Raum gestellt. Das wäre ein Aufschlag von 23 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Mittwoch. Das Institut würde damit an der Börse mit rund 1,74 Milliarden Euro bewertet.

    Die Gespräche würden ergebnisoffen geführt, erklärte die Bank. Derzeit blickten die Finanzinvestoren in die Bücher. "Ob die Gespräche zu einer Transaktion oder einem Angebot an die Aktionäre der Aareal Bank führen, ist derzeit ungewiss." An der Börse war der Aktienkurs daraufhin kräftig in die Höhe geschossen. Zeitweise kletterte die im SDax notierte Aktie um fast 27 Prozent auf 29,90 Euro.

    15.21 Uhr – Deutsche Post hebt Prognose an

    Nach einem Gewinnsprung im Sommerquartal blickt die Deutsche Post optimistischer in die Zukunft. Das Unternehmen kündigte an, die Prognose für den Betriebsgewinn und den Barmittelzufluss wegen der starken Entwicklung bei DHL anzuheben. Auch der mittelfristige Ausblick für die Jahre bis 2023 werde nach oben angepasst. Im dritten Quartal legte der Betriebsgewinn (Ebit) auf 1,765 Milliarden Euro zu - nach 1,377 Milliarden vor Jahresfrist. Für die ersten neun Monate ergebe sich ein operatives Ergebnis von rund 5,76 Milliarden Euro. Damit sei das Gesamtjahresergebnis des Vorjahres schon jetzt übertroffen, sagte Post-Chef Frank Appel. Das Unternehmen profitiere dabei insbesondere von dem Boom des Online-Handels.

    13.57 Uhr - Globale Geldvermögen klettern im Corona-Jahr auf Rekordwert

    Die Menschen rund um den Globus sind nach Berechnungen der Allianz in Summe so reich wie nie. Im Corona-Jahr 2020 habe das Bruttogeldvermögen der privaten Haushalte erstmals die Marke von 200 Billionen Euro erreicht, hat der Münchner Versicherungskonzern errechnet. Innerhalb eines Jahres bedeutet das ein Plus von fast zehn Prozent. Die Begründung: Die Pandemie bremste den Konsum und zwang die Menschen zum Sparen. Zudem erholten sich die Aktienmärkte dank milliardenschwerer Rettungspakete schnell vom Corona-Crash. In diesem Jahr werden die Menschen erneut reicher: die Allianz-Volkswirte sagen ein Wachstum des globalen Geldvermögens um sieben Prozent voraus.

    12.15 Uhr - Deutsche Produktion bricht ein

    Die deutsche Wirtschaft hat ihre Produktion im August wegen gravierender Materialengpässe so stark gedrosselt wie seit fast anderthalb Jahren nicht mehr. Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen 4,0 Prozent weniger her als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Das ist der stärkste Rückgang seit April 2020, als es wegen des ersten Corona-Lockdowns zu einem heftigen Einbruch von mehr als 18 Prozent kam. Er fiel zehnmal so stark aus wie von Ökonomen vorhergesagt. Die Produktion liegt damit noch um 9,0 Prozent niedriger als im Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Pandemie in Deutschland. Da die Versorgungsprobleme etwa bei Halbleitern nicht von heute auf morgen verschwinden dürften, sagen Experten Europas größter Volkswirtschaft eine Herbstflaute voraus.

    10.15 Uhr Coronagewinner Teamviewer rutscht weiter ab

    Teamviewer war einer der großen Gewinner während der Coronakrise. Das Unternehmen stellt Software her, die für das Home Office wichtig ist. So ist unter anderem die Fernwartung von Zuhause aus möglich. Der Boom hievte die Aktie bis auf 50 Euro – das ist letzte Jahreshoch vom vergangenen Februar. Doch vor allem die Großkunden bestellen nicht mehr so kräftig wie noch in der Krise. Prompt verfehlt Teamviewer seine eigenen Jahresprognosen. So etwas kommt an den Börsen nie gut an. Seit Februar hat sich der Kurs in etwa gedrittelt.

    09.15 Uhr DAX auf Erholungskurs

    Nach einigen schwächeren Tagen gibt es heute eine deutliche Gegenbewegung. Der DAX klettert um 1,3 Prozent auf 15 161 Punkte, MDAX und TecDAX gewinnen bis zu 0,7 Prozent. Fast alle Werte legen zu: Deutsche Bank gewinnen 1,5 Prozent und verteuern sich auf Kurse knapp über 11 Euro. BMW notieren 1,8 Prozent höher. Der bayerische Autobauer hat im Sommerquartal 590 000 Fahrzeuge verkauft. Gut 12 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Begründung ist unter anderem der Halbleitermangel. Im Gesamtjahr dürften die Münchner aus diesem Grund zwischen 80 000 und 100 000 Autos weniger produzieren. Sie schneiden damit besser ab als der schwäbische Konkurrent Mercedes, der im 3. Quartal einen Absatzeinbruch um rund ein Drittel verkraften musste. Daimler-Aktien erholen sich um rund zwei Prozent.

    08.30 Uhr Vonovia ist am Ziel

    Vonovia besitzt mittlerweile 60,3 Prozent der Deutsche-Wohnen-Aktien. Das teilte Deutschlands größter Immobilienkonzern mit. Morgen beginnt eine weitere Frist, in der Deutsche-Wohnen-Aktionäre ihre Papiere für 53 Euro je Stück verkaufen können. Experten erwarten, dass am Ende der Frist, am 21. Oktober, Vonovia bis zu 70 Prozent der Aktien einsammeln könnte. Mit der Fusion der beiden DAX-Unternehmen entsteht Europas größter Immobilienkonzern. Ihm gehören dann 550 000 der insgesamt 20 Millionen deutschen Mietwohnungen.

    06.15 Uhr Börsen vor leichter Erholung

    Nach tagelangen Verlusten stehen die Zeichen auf Erholung – vermutlich nur in einem begrenzten Rahmen. Die New Yorker Börsen absolvierten gestern ein dramatisches Auf und Ab. Der Dow Jones gewann letztlich 102 Punkte auf 34 417 Punkte. Phasenweise war er aber schon unter 34 000 Punkte gefallen. Die monatelange Kursrally ist weltweit kräftig ins Stocken geraten. Zu groß sind die Sorgen vor einer galoppierenden Inflation und davor, dass die Notenbanken, die Geldschleusen schließen. Unklar ist nur noch, in welchem Umfang und ab wann genau. Der Ölpreis hat nach einer tagelangen Rally etwas nachgegeben. Die Nordseesorte Brent kostet 80, 60 Dollar.

    22.15 Uhr - Versöhnlicher Ausklang an US-Börsen

    An der Wall Street ist der Dow Jones mit leichten Gewinnen aus dem Handel gekommen. Auch der Nasdaq-Index konnte ein wenig zulegen. Dabei hatten die Kurse zunächst wegen der Sorgen um steigende Energiepreise recht deutlich nachgegeben. Allerdings drehte der Ölpreis dann ins Minus und fiel zuletzt um über 2 Prozent zurück, bei der Nordseesorte Brent auf 80 Dollar 60 je Barrel. Und zudem kündigten die Republikaner an, im Streit um die Schuldenobergrenze auf die Demokraten zuzugehen, um eine Zahlungsunfähigkeit der USA zu verhindern.

    21.15 Uhr - US-Zahlungsunfähigkeit wohl angewendet

    In den USA wird gerade ein Knoten durchschlagen. Im Streit über die Anhebung der Schuldenobergrenze wollen die Republikaner auf die regierenden Demokraten zugehen und eine Zahlungsunfähigkeit Amerikas vermeiden. Seine Partei werde eine höhere Bundesschuldenobergrenze bis zum Dezember unterstützen, sagte der führende Republikaner im Senat, McConnell. Damit solle eine Krise verhindert werden. US-Finanzministerin Yellen hatte schon vor Tagen erklärt, werde die Obergrenze von derzeit 28 Billionen Dollar nicht angehoben, könnten die USA womöglich ab Mitte Oktober ihre Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen. An den Aktienmärkten spürt man erleichtertes Aufatmen. Alle wichtigen Indizes haben ihre Verluste abgebaut. Der Dow Jones notiert aktuell nahezu unverändert. Der Nasdaq-Index kann sogar fast ein halbes Prozent zulegen.

    20.15 Uhr - Leerverkäufer Perring knöpft sich Adler vor

    Der britische Investor und Leerverkäufer Fraser Perring hatte die katastrophalen Zustände bei Wirecard aufgedeckt. Jetzt hat Perring ein weiteres deutsches Unternehmen im Visir. Die Immobilienfirma Adler Group soll ihre Bilanz künstlich aufgeblasen haben. Außerdem ziehe das Management Geld aus übernommenen Firmen ab, heißt es. Adler wies die Anschuldigungen zurück und kündigte an, zeitnah ausführlich Stellung zu beziehen. Das beruhigte an den Börsen heute aber niemanden. Die Adler-Aktie verzeichnete den größten Tagesverlust der Firmengeschichte. Die Papiere fielen um rund 26 Prozent auf 10,00 Euro.

    18.15 Uhr - Stagflationsängste drücken kräftig auf DAX

    An den Börsen macht man sich Sorgen über eine mögliche Stagflation, also eine Kombination aus rückläufiger Konjunktur und gleichzeitig steigenden Inflationsraten. Also zwei sehr negative Phänomene für die Aktienkurse. Den Grund für diese Befürchtung liefern die ständig steigenden Energiepreise, manche würden sich fragen, ob der eigentlich nur als vorübergehend eingeschätzte Preisdruck nicht doch dauerhaft sein könnte, sagte ein Investor heute. Die Ölpreise erreichten heute schon wieder ein Drei-Jahres-Hoch. Immerhin hat das nicht gehalten und momentan tendieren die Barrelnotierungen gegenüber gestern sogar wieder rund ein Prozent ins Minus. An den Aktienmärkten spiegelte sich das heute in einem Minus von 1,5 Prozent beim DAX wider. M-Dax und TecDAX knickten 2 Prozent ein.

    16.08 Uhr - IWF erwartet bald niedrigere Inflationsraten

    Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet nach dem Herbst mit einer allmählichen Normalisierung der Inflation. Im Herbst sollte der Höhepunkt erreicht sein und bis Mitte 2022 dann ein Niveau, das vor der Corona-Krise üblich war. Das geht aus vorab veröffentlichten Teilen des neuen Weltwirtschaftsausblicks des IWF hervor. Das Basis-Szenario des IWF für reichere Staaten sagt eine Teuerungsrate von 3,6 Prozent im Herbst voraus. Mitte 2022 sollte der Wert dann wieder bei rund zwei Prozent liegen. In Schwellen- und Entwicklungsländern wird zunächst mit 6,8 Prozent gerechnet und dann mit einer Abkühlung auf rund vier Prozent. Es gebe allerdings Risiken, dass die Inflation auch hartnäckiger sein könnte. Der IWF verwies unter anderem auf Lieferengpässe in bestimmten Branchen und anziehende Lebensmittelpreise. Vor allem Chipengpässe hatten zuletzt mehrere Branchen belastet. In Deutschland spüren Verbraucher vor allem deutlich gestiegene Energiekosten. In ärmeren Staaten wirken sich höhere Lebensmittel stärker aus.

    15.18 Uhr – Teamviewer-Aktien brechen nach Gewinnwarnung drastisch ein

    Beim Softwarehaus Teamviewer läuft es nicht rund. Nach einem schwächer als erwarteten dritten Quartal senkte das Unternehmen aus Göppingen nun überraschend deutlich seine Erwartungen für das Gesamtjahr. Anleger nahmen daraufhin Reißaus - die Aktien brachen im MDax um 28 Prozent ein. Für das Gesamtjahr wird nun bei den abgerechneten Umsätzen - bei Teamviewer Billings genannt - nur noch mit 535 bis 555 Millionen Euro gerechnet, nach rund 460 Millionen Euro in 2020. Bisher waren 585 bis 605 Millionen Euro in Aussicht gestellt worden. Bei den Erlösen erwartet Teamviewer maximal noch 505 Millionen Euro statt bislang maximal 540 Millionen Euro. Das schlägt sich auch auf die bereinigte Betriebsgewinn-Marge durch, die nur noch zwischen 44 und 46 Prozent statt bei 49 bis 51 Prozent liegen soll. Hier hatte TeamViewer bereits zuvor wegen zweier kostspieliger Sponsoring-Verträge Abstriche gemacht.

    13.54 Uhr - Goldman Sachs verkauft Telekom-Aktien für 1,54 Mrd. Euro

    Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat über Nacht ein milliardenschweres Aktienpaket der Deutschen Telekom zu Geld gemacht. Die 91 Millionen Aktien, mit denen Goldman Sachs 1,54 Milliarden Euro erlöste, sind Teil einer komplexen Derivat-Transaktion der US-Bank mit dem japanischen Technologie-Investor Softbank, der erst Anfang September bei dem Bonner Telekommunikationsriesen eingestiegen war. Die Japaner hatten damals 225 Millionen neue Telekom-Aktien bekommen, die sie bis Ende 2024 halten müssen. Einen Teil davon verwendet Softbank nun als Sicherheit für den Deal mit Goldman Sachs. Ein Telekom-Sprecher betonte, an der Softbank-Beteiligung von 4,5 Prozent an dem Bonner Unternehmen ändere sich dadurch nichts.

    12.18 Uhr – Post darf Porto ab 2022 wohl um fünf Cent erhöhen

    Die Verbraucher in Deutschland müssen sich für das kommende Jahr auf steigende Preise für das Briefporto einstellen. Die Bundesnetzagentur will der Deutschen Post einen Spielraum für Preiserhöhungen von 4,6 Prozent für Briefsendungen wie den Standardbrief oder die Postkarte einräumen, wie sie jetzt vorschlug. Damit gebe der Regulierer dem Konzern Raum "für moderate Preiserhöhungen bei den Privatkundenporti in den nächsten drei Jahren", erklärte der Chef der Behörde, Jochen Homann. Der Spielraum für höhere Porti sei aber deutlich niedriger abgesteckt als in der Vergangenheit. Konkurrenten der Post und Verbraucherschützer können nun zu dem Vorschlag der Agentur Stellung nehmen. Die Deutsche Post hat angekündigt vorbehaltlich der Genehmigung durch die Bundesnetzagentur das Porto für Standard-, Kompakt-, Groß- und Maxibrief zum 1. Januar 2022 jeweils fünf Cent erhöhen zu wollen. Die Post hatte zuletzt 2019 unter anderem den Preis für das Massenprodukt Standardbrief von 70 auf 80 Cent erhöht.

    11.15 Uhr Halbleiterkrise trifft Mercedes mit voller Wucht

    Die Halbleiterkrise trifft die Autobauer hart. Wie hart, belegen die neuesten Zahlen, die die Daimler-Tochter Mercedes-Benz veröffentlichte. Im 3. Quartal hat sie nur 428 361 PKW verkauft – ein Minus von 30,2 Prozent. Vor allem im September habe sich der Chipmangel besonders negativ ausgewirkt. Der Vorstand stellt sich darauf ein, dass die Lieferung von Halbleitern auch in den kommenden Quartalen ein Problem sein werde.

    09.30 Uhr DAX fällt unter 15 000 Punkte

    Die Kurskorrektur geht weiter. Das gestrige Plus ist schon wieder weg. Der DAX startet 208 Punkte tiefer bei 14 993. MDAX und TecDAX verlieren zwischen einem und zwei Prozent. Größter Verlierer ist die Deutsche Telekom mit minus vier Prozent. Goldman Sachs hat über Nacht Telekom-Aktien im Wert von 1,5 Milliarden Euro verkauft. Das Geschäft ist Teil einer komplexen Derivat-Transaktion mit dem japanischen Technologie-Investor Softbank, der erst Anfang September bei den Bonnern eingestiegen ist. Ein Telekomsprecher betont, dass sich durch die Transaktion die Beteiligungsverhältnisse nicht verändern. Im DAX gibt es nur einen größeren Gewinner. Die Bayer-Aktie verteuert sich um 1,5 Prozent auf 48,85 Euro. Grund: Bayer hat zum ersten Mal in den USA ein Glyphosatverfahren gewonnen. Zuvor hatte der Leverkusener Konzern vor US-Gerichten drei schmerzhafte Niederlagen erlitten.

    08.15 Uhr Bayer gewinnt Glyphosatklage in den USA

    Die deutsche Industrie verzeichnete im August einen massiven Auftragsrückgang. Nach Berechnungen des Bundesamtes für Statistik gingen die Order um 7,7 Prozent gegenüber dem Vormonat Juli zurück. Das ist deutlich mehr als erwartet. Die Prognose lag bei minus 2,1 Prozent. Von dieser Seite eine schlechte Nachricht. Aus Sicht von Bayer gibt es eine gute. Erstmals hat der Leverkusener Konzern eine Glyphosatklage in den USA gewinnen können. Die Aktie ist vorbörslich gesucht. Bislang gab es nur Niederlagen vor Gericht, die in den vergangenen Jahren die Aktie von Rekordkursen von gut 120 Euro auf aktuell rund 46 Euro abrutschen ließen.

    07.00 Uhr Uneinheitliche Vorgaben aus Übersee

    Die Vorgaben für den heutigen Tag sind uneinheitlich. Die New Yorker Börsen schlossen gestern Abend mit deutlichen Gewinnen. Der Dow Jones legte 0,9 Prozent zu, der NASDAQ gewann 1,3 Prozent. Er erholte sich damit zum Teil von einem 2-Prozent-Verlust vom Montag. Die Börsianer müssen sich auf unruhige Tage und Wochen einstellen. Schließlich gilt der Oktober als berüchtigter „Crashmonat“. Der stark steigende Ölpreis wird auf alle Fälle zu einem immer größeren Belastungsfaktor. Die Nordseesorte Brent verteuert sich mittlerweile auf 82,50 Dollar. Die Ölländer werden nicht, wie erhofft, die tägliche Förderung schneller aufstocken. Dieser Beschluss der OPEC plus wirkt auch in Asien noch nach. In Tokio verliert der Nikkei-Index 1,7 Prozent. Der Euro kostet 1, 15 90 Dollar.

    22.15 Uhr - Tech- und Finanztitel schieben Dow Jones an

    Die US-Anleger sind heute an den Börsen wieder eingestiegen, vor allem bei Technologieaktien. Und so legte der Dow Jones am Ende rund ein Prozent zu. Zu den Spitzenreitern zählten dabei Intel, Apple und Microsoft mit bis zu zwei Prozent mehr auf dem Kurszettel. Aber auch Bankenwerte waren gefragt und schoben den Dow mit an. Hier wurde spekuliert, dass die steigenden Energiepreise den Notenbanken nun gar keine Wahl mehr lassen, als schon bald die Zinsen zu erhöhen. Und höhere Zinsen verbessern die Gewinnaussichten der Geldhäuser. Goldman Sachs waren am Ende sogar Spitzenreiter im Dow Jones mit über 3 Prozent mehr.

    18.15 Uhr - Deutsche Börsen holen wieder auf

    Nach drei Tagen Talfahrt schaffte der DAX heute ein Plus von einem Prozent und schloss knapp unter 15.200 Punkten. Der M-DAX legte ein halbes Prozent zu, der TecDAX gut eineinhalb Prozent. Damit sind zumindest die gestrigen Verluste einigermaßen ausgebügelt.

    Gut lief es bei den Bankenwerten. Im DAX schaffte die Aktie der Deutschen Bank fast 4 Prozent Plus. Im M-DAX zog die Commerzbank 3 Prozent an. Hintergrund sind Spekulationen, dass die Notenbanken doch bald die Zinswende einläuten könnten. Steigende Zinsen würden den Banken dabei wieder bessere Gewinnaussichten bescheren. Spitzenreiter im DAX war am Ende allerdings ein Technologietitel: Infineon. Die Geschäfte laufen inmitten des Chipmangels sehr gut. Und so konnte die Unternehmensführung einen optimistischen Ausblick abgeben. Die Ziele von Infineon für das kommende Jahr lägen über den Erwartungen, sagte ein Börsianer. Der Kurs gewann fast fünf Prozent dazu.

    16.05 Uhr - US-Handelsdefizit steigt auf Rekordhoch

    Das US-Handelsdefizit ist im August überraschend auf ein Rekordniveau gestiegen. Die Einfuhren übertrafen die Ausfuhren um 73,3 Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten hier mit 70,5 Milliarden Dollar gerechnet. Damit wuchs der Fehlbetrag um 4,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Hauptgrund dafür war, dass die gesamten Importe um 1,4 Prozent auf den Rekordwert von 287 Milliarden Dollar kletterten. Die Exporte legten nur um 0,5 Prozent zu, erreichten mit knapp 214 Milliarden Dollar aber den höchsten Stand seit Mai 2019.

    14.56 Uhr - Bitcoin springt wieder über die 50.000-Dollar-Marke

    Der Bitcoinkurs legt bis zu 2,8 Prozent auf 50.367 Dollar zu und knackt damit erstmals seit vier Wochen wieder die Marke von 50.000 Dollar. Ein Ausverkauf bei Kryptowährungen hatte die älteste und größte Cyberdevise im September bis auf 40.596 Dollar gedrückt. Positiv aufgenommene Kommentare von Regulierungsbehörden stimmten die Anleger zuletzt wieder zuversichtlicher. "Das Bekenntnis der Fed zu Kryptowährungen ist Wasser auf die Mühlen der Investoren", sagte Analyst Timo Emden vom gleichnamigen Analysedienst. US-Notenbankchef Jerome Powell hatte zugesagt, Digitalwährungen zwar regulieren, aber nicht verbieten zu wollen.

    13.43 Uhr - Wacker Chemie erhöht Silikon-Preise drastisch

    Der Münchner Spezialchemie-Konzern Wacker erhöht die Preise für Silikone drastisch. Alle Silikonprodukte würden ab 15. Oktober weltweit um durchschnittlich 30 Prozent oder mehr teurer, teilte das Unternehmen mit. Gründe dafür seien "signifikant höhere Kosten für strategische Rohstoffe, insbesondere Siliziummetall". Transport und Verpackung seien teurer geworden, hinzu kämen coronabedingte Maßnahmen. "Bei kritischen Komponenten in der Lieferkette sind die Kosten um ein Vielfaches gestiegen", wie es in der Mitteilung weiter heißt. Mit seinen insgesamt 2.800 Silikon-Produkten erwirtschaftete Wacker im vergangenen Jahr rund 50 Prozent des Konzernumsatzes. Silikonbasierte Öle, Emulsionen, Harze, Elastomere oder Kieselsäure kommen unter anderem in der Automobilindustrie, der Bauchemie, der Kosmetik, der Medizintechnik und der Textilindustrie zum Einsatz.

    12.54 Uhr – Chipmangel: Auto-Neuzulassungen brechen weiter ein

    Die Talfahrt am deutschen Automarkt hat sich im September beschleunigt. Insgesamt wurden 196.972 Personenkraftwagen neu zugelassen, das waren 25,7 Prozent weniger als im September vor einem Jahr, wie das Kraftfahrtbundesamt mitteilte. Bereits im Juli und August waren die Zulassungen zurückgegangen, allerdings nicht ganz so stark. In der ganzen Autoindustrie fehlen derzeit wichtige Bauteile, weshalb die Produktion seit Monaten immer wieder unterbrochen wird.

    Am deutlichsten waren die Rückgänge bei Ford (minus 51,3 Prozent) und Mercedes (minus 49,8 Prozent). Volkswagen (minus 23,3 Prozent) und BMW (minus 18,7 Prozent) büßten ebenfalls zweistellig ein. Bei Opel gingen die Neuzulassungen um 1,2 Prozent zurück. Zuwächse gab es bei Smart (plus 23 Prozent) und bei Porsche (plus 3,9 Prozent). Fahrzeuge mit alternativen Antriebe waren im September erneut stark gefragt. Elektro-Pkw verzeichneten ein Wachstum von knapp 60 Prozent.

    10.30 Uhr Maschinenbau beendet Coronaflaute

    In der Maschinenbaubranche flaut die Coronakrise spürbar ab. Im August verbuchten die Unternehmen ein sattes Auftragsplus von 48 Prozent, teilte der Branchenverband VDMA mit. Allerdings ausgehend von einem niedrigen Niveau, weil der August 2020 der drittschwächste Monat des gesamten Jahres war. Erfreulich ist die hohe Zahl von Aufträgen aus dem Ausland, aus dem vor allem Bestellungen für Großanlagen kamen. Dazu kommt eine gute Nachricht vom IHS-Markit-Institut. Dessen Berechnungen zufolge dürfte die deutsche Wirtschaft im Sommerquartal um drei Prozent gewachsen sein - trotz der aktuellen Lieferengpässe.

    09.30 Uhr Infineon investiert wegen Chipkrise

    Infineon fährt seine Investitionen hoch. Ziel ist es, die Wachstumschancen zu nutzen, die die Chipkrise bietet. Nach Angaben von Konzernchef Reinhard Ploss steigt die Investitionssumme auf 2,4 Milliarden. Die Industrie, so Ploss weiter, sei bereit, „fast schon Mondpreise“ für Halbleiter zu bezahlen. Besonders betroffen sind derzeit die Autobauer. Infineon will im kommenden Jahr seinen Umsatz um über zehn Prozent steigern. Hilfreich ist dabei das jüngst eröffnete Werk im österreichischen Villach. Die Infineon-Aktie gewinnt zum Handelsauftakt rund zwei Prozent und gehört zu den besten DAX-Werten. Der DAX startet 58 Punkte höher mit 15 095 in den Handelstag.

    08.30 Uhr Asiens Börsen tendieren uneinheitlich

    Mit Tokio schloss allerdings der wichtigste Markt im Minus. Der Nikkei-Index verlor 2,2 Prozent auf 27 822 Punkte. In Hongkong hält sich der Hangseng-Index mit Mühe auf dem Vortagesschluss. Die Börse in der ehemaligen Kronkolonie hat in den vergangenen vier Monaten 16 Prozent an Wert verloren. Das ist die längste Verluststrecke seit drei Jahren. Sie widerspiegelt in erster Linie die wirtschaftlichen Probleme in China. Die Schieflage des Immobiliengiganten Evergrande macht die Anleger nervös. Eine Pleite könnte den eh schon angeschlagenen chinesischen Immobilienmarkt in Turbulenzen bringen – mit ungeahnten sozialen Folgen. Millionen von Chinesen haben Wohnungen bezahlt, die erst noch gebaut werden müssen.

    06.30 Uhr Kursverluste bei Facebook

    Die massiven technischen Störungen bei WhatsApp, Instagram und Facebook selbst haben natürlich die Facebook-Aktie schwer belastet. Sie verlor rund fünf Prozent auf 326 Dollar. Anfang September kostete sie noch 375 Dollar. Facebook hatte zuvor mitgeteilt, dass es seinen Gewinn verdoppelt hatte. Das soziale Netzwerk hatte immer wieder mit massiven Problemen zu kämpfen, zum Beispiel unter millionenfachem Datenklau. Bislang wurden sie alle gemeistert. Die New Yorker Börsen schlossen entsprechend schwach. Der NASDAQ verlor 2,1 Prozent, der Dow Jones rund ein Prozent. In Tokio gibt der Nikkei am Morgen 1,8 Prozent nach auf 27 930.

    Dienstag, 05. Oktober 2021

    22.15 Uhr - Schlechte Tagesbilanz für die US-Anleger

    Der Dow Jones ist mit einem Minus von rund einem Prozent aus dem Handel gekommen. Beim Nasdaq-Index war es doppelt soviel. Viele Technologieaktien sahen nicht gut aus, insbesondere Facebook, weil die Dienste des Konzerns bei zigtausend Usern rund um den Globus nicht erreichbar waren. Folge: 5 Prozent Minus für die Facebook-Aktie. Mit nach unten zog es Twitter – hier waren es sogar 6 Prozent Abschlag.

    Deutlich besser lief es dagegen bei Tesla. Ein erneuter Rekord bei den Auslieferungen – trotz Chip-Krise - sorgte hier für Begeisterung. Die Aktien des Elektroautobauers zogen 1,5 Prozent an. Im Aufwind außerdem: Merck. Die Titel des Pharmakonzerns waren Spitzenreiter im Dow mit zwei Prozent Plus. Merck hat ein Medikament entwickelt, das den Verlauf einer Covid-19-Erkrankung abmildern soll.

    19.15 Großer Ausfall bei Facebook

    Der US-Tech-Konzern hat gerade ein großes Problem. Weltweit sind Zehntausende Internet-User offline. Betroffen ist von dem Ausfall nicht nur Facebook selbst, sondern auch die Dienste der Töchter Instagram und Whatsapp sind nicht erreichbar. Die Reaktion an den Aktienmärkten ist deutlich, die Facebook-Aktie knickt über 5 Prozent ein.

    17.45 Uhr - Evergrande und Ölpreis bescheren DAX Verluste

    An den deutschen Aktienmärkten lief es heute alles andere als gut. Der DAX hat mit einem Minus von 0,8 Prozent geschlossen. Ein Prozent beträgt der Tagesverlust beim M-Dax und fast eineinhalb Prozent beim TecDAX. Die Anleger machten sich zum einen Sorgen wegen der Turbulenzen um den chinesischen Immobilienriesen Evergrande. Die Aktien waren heute vom Handel ausgesetzt worden, weil das Unternehmen angeblich erneut eine wichtige Zinszahlung verpasst hatte. Zum anderen lastet der steigende Ölpreis auf den Kursen. So erreichte der Preis für US-Erdöl den höchsten Stand seit 2014. Zuvor hatte die Opec angekündigt, ihre Tagesproduktion trotz hoher Nachfrage und Knappheit am Weltmarkt nur leicht anzuheben. Die steigenden Ölpreise sorgen auch an der Wall Street für eine Talfahrt. Der Dow Jones verliert gut ein Prozent, der Nasdaq-Index sackt 2,5 Prozent ab.

    16.23 Uhr - Öl-Allianz Opec+ steigert Ölförderung geplant langsam

    Die Ölfördergruppe Opec+ wird ihre Tagesproduktion trotz Knappheit am Weltmarkt im November nur um die geplanten 400.000 Barrel (je 159 Liter) anheben. Das gab die von Saudi Arabien und Russland angeführte Allianz nach einer kurzen Online-Beratung bekannt. Zuvor hatten Medienberichte und Analysten-Kommentare die Möglichkeit eines noch höheren Anstiegs in Aussicht gestellt. Nachdem sich aber abzeichnete, dass die 23 Förderländer nicht nachbessern würden, kletterte der Preis für die Nordseesorte Brent am Nachmittag zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage auf ein Dreijahreshoch von gut 80 Dollar pro Barrel.

    16.15 Uhr - US-Industrie bekommt überraschend viele Aufträge

    Die US-Industrie hat ihr Neugeschäft im August stärker als erwartet ausgeweitet. Die Aufträge legten um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat zu, wie das US-Handelsministerium mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Plus von 1,0 Prozent gerechnet - nach einem Anstieg von revidiert 0,7 Prozent im Juli. Trotz des anhaltenden Materialmangels hat die US-Industrie zudem im September ihr hohes Wachstumstempo noch gesteigert, wie aus der jüngsten Firmenumfrage des Institute for Supply Management hervorgeht.

    15.25 Uhr - Adler könnte einen Großteil seiner Wohnungen verkaufen

    Der Wohnungskonzern Adler erwägt den Verkauf eines Großteils seiner Immobilien, um seine Schulden zu drücken. Das Unternehmen wolle mit den Einnahmen aber auch Anleihen und eigene Aktien zurückkaufen, sagte Co-CEO Maximilian Rienecker in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters. Ein Verkauf könne Zehntausende der rund 70.000 Wohnungen umfassen. Mit einem Verkauf von 50.000 Einheiten könne sich Adler signifikant entschulden, sagte Rienecker. "Das gilt aber auch für 40.000 oder 60.000 Einheiten." Die im Kleinwerteindex SDax enthaltenen Aktien der Adler Gruppe waren heute zu Handelsbeginn um fast 20 Prozent nach oben geschossen. Der Co-Chef hatte auch vom Interesse von Investoren an der Firma gesprochen. Aktuell sind die Aktien von Adler noch knapp vier Prozent im Plus.

    14.05 Uhr - WTO hebt Wachstumsprognosen für Welthandel an

    Der globale Warenaustausch erholt sich offenbar rascher von der Corona-Pandemie als bislang angenommen. Der Welthandel wachse in diesem Jahr um voraussichtlich 10,8 Prozent, schätzt jetzt die Welthandelsorganisation WTO. Im März war die WTO nur von 8,0 Prozent ausgegangen. Für 2022 hat sie die Prognose von 4,0 auf 4,7 Prozent angehoben. Im vergangenen Jahr war der Handel nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie um 5,3 Prozent eingebrochen. Engpässe bei wichtigen Produkten wie Mikrochips und Staus in großen Handelshäfen könnten allerdings die Lieferketten belasten und den Warenaustausch dämpfen. Größte Gefahr sei aber weiterhin die Corona-Pandemie.

    13.18 Uhr - Mittelständler erneut pessimistischer

    Die Stimmung im deutschen Mittelstand hat sich im September bereits den dritten Monat in Folge eingetrübt. Das Barometer fiel um 1,7 auf 5,3 Punkte, wie die staatliche Förderbank KfW zu der Unternehmensumfrage des Ifo-Instituts unter Mittelständlern mitteilte. Dabei trübten sich sowohl die Geschäftserwartungen als auch die Beurteilung der aktuellen Lage ein - letztere zum ersten Mal seit Januar. "Die letzten Meter sind die schwersten - das gilt wohl auch für den Weg des deutschen Mittelstands aus der Corona-Krise", sagte KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib. "Vor allem Engpässe bei Materialien, Vorprodukten und Frachtkapazitäten bremsen die Produktion schon seit Monaten und könnten auch zunehmend den Handel belasten." Wann es hier zu einer Besserung komme, sei nur schwer abzuschätzen.

    11.30 Uhr - Chipmangel ist der "perfekte Sturm"

    Audi-Chef Markus Duesmann bezeichnet die Chipkrise als einen „perfekten Sturm“. Das erste Halbjahr sei für den Ingolstädter Autobauer sehr gut gelaufen, in der zweiten habe man wegen des Halbleitermangels erhebliche Schwierigkeiten. Duesmann schätzt, dass Audi eine mittlere fünfstellige Zahl an Autos nicht bauen konnte. Trotzdem geht er davon aus, gestärkt aus der Krise hervorzugehen. So werde man mit E-Autos viel schneller genauso viel Geld verdienen können wie mit Verbrennern. Die Aktie des Mutterkonzerns Volkswagen gehört aber nicht zu den Gewinnern, sie verbilligt sich um 1,5 Prozent. Auch Porsche, Daimler und BMW tendieren leichter. Der DAX schaukelt ordentlich auf und ab. Kurzzeitig hat er sogar die Gewinnzone erreicht.

    10.30 Uhr - EZB erwartet weiteren Inflationsschub

    Die EZB gibt bei der Inflation noch keine Entwarnung. Notenbank-Vize Lois de Guindos erwartet, dass die Teuerung in den nächsten zwei bis drei Monaten einen weiteren Schub bekommt. Aktuell beträgt die Inflationsrate in der Eurozone 3,4 Prozent. Die EZB geht aber davon aus, dass es sich um ein vorübergehendes Phänomen im Zuge der Corona-Krise handelt. De Guindos deutete gleichzeitig an, dass das Corona-Hilfsprogramm PEPP schon bald seine Aufgabe erfüllt haben könnte. Nämlich dann, wenn sich die Konjunktur weiter erholt und wieder das Vorcorona-Niveau erreicht. Die EZB denke aber über mögliche Alternativen nach. Entscheidungen könnte bei der letzten Sitzung des Jahres im Dezember fallen. Die Börsen haben ihre Verluste deutlich reduziert.

    09.15 Uhr - Öl so teuer wie vor drei Jahren

    Öl ist teuer. Die Nordseesorte Brent bleibt mit 79 Dollar knapp unter der Marke 80 Dollar. Damit kostet Öl so vielwie das letzte Mal vor drei Jahren. Die Förderländer haben bereits im Juli beschlossen, die tägliche Förderung ab November um 400 000 Barrel anzuheben. Jetzt kursieren Spekulationen, die Ausweitung könne größer und schneller erfolgen. Angola und Nigeria haben Probleme, ihre Quoten zu erfüllen. Grund: Die Anlagen in den Ländern sind marode und müssten dringend erneuert werden.

    Der DAX starte 25 Punkte tiefer mit 15 127 in den Handel.

    06.45 Uhr - Evergrande belastet Börsen

    Die Vorgaben für die neue Woche sind nicht die besten. In Tokio verliert der Nikkei-Index 1, 2 Prozent auf 28 413 Punkte, in Hongkong verliert der Hangseng-Index gut 2 Prozent.

    Die chinesischen Festlandsmärkte sind bis Donnerstag geschlossen.

    Für Wirbel sorgt der Immobilienriese Evergrande. Seine Aktie wurde in Hongkong vom Handel ausgesetzt. Eine aktuelle Begründung gibt es nicht. Ob eine weitere anstehende Zinszahlung oder Ähnliches nicht geleistet werden kann, ist unbekannt. Evergrande ist überschuldet. Vergangene Woche konnte der Konzern bereits zum zweiten Mal eine Zahlung nicht leisten. Eine Handelsaussetzung ist eine einschneidende Maßnahme, die nicht ohne Grund beschlossen wird.

    Montag, 04. Oktober 2021

    22.22 Uhr - Wall Street schließt mit Gewinnen

    Der Dow Jones schloss 1,4 Prozent im Plus bei 34.326 Punkten. Der Nasdaq-Index gewann 0,8 Prozent auf 14.567 Zählern. Der S&P 500 legte um 1,2 Prozent zu auf 4.357 Punkte. Der Ölpreis steigt. Das Barrel Nordseeöl der Sorte Brent zur Auslieferung im Dezember kostet rund 79,20 Dollar. Am Devisenmarkt ist der Euro 1,15 96 Dollar wert.

    22.04 Uhr - Sorgen um Kreditwürdigkeit der USA

    Laut Rating-Agentur Fitch könnte der Streit um die Anhebung der Schuldenobergrenze die Kreditwürdigkeit der USA belasten. Zwar hatte sich der Kongress auf einen Übergangs-Etat geeinigt und damit einen "Government Shutdown" abgewendet. Behörden in den USA werden also nicht geschlossen. Wenn aber die Schuldenobergrenze nicht angehoben wird, droht dem Land zur Monatsmitte die Zahlungsunfähigkeit. Das politische Gezänk mache keinen guten Eindruck, sagte Randy Frederick, Manager beim Brokerhaus Charles Schwab. Es könnte ausländische Investoren davon abhalten, US-Staatsanleihen zu kaufen. "Wenn das passiert, würden die Renditen stark ansteigen. Und wenn die Renditen steigen, weil die Leute die Bonds nicht wollen, hätte das einen sehr negativen Einfluss auf den Markt", so der Manager.

    21.37 Uhr - pbb plant höhere Dividende für 2020

    Die Deutsche Pfandbriefbank (pbb), das Nachfolgeinstitut der Hypo Real Estate, plant eine weitere Dividende für 2020. In einer Pressemitteilung, die BR24 vorliegt, teilte die Bank am Abend mit, dass Vorstand und Aufsichtsrat "die Möglichkeiten einer Erhöhung der bisherigen Ausschüttung für 2020 bewertet" haben und nun planen, eine weitere Dividende in Höhe von 0,32 Euro je Aktie vorzuschlagen. Darüber soll in einer außerordentlichen Hauptversammlung entschieden werden, die laut pbb noch einzuberufen ist. Das Aktionärstreffen soll den Angaben zufolge voraussichtlich im Dezember stattfinden.

    Bei der ordentlichen Hauptversammlung im Mai hatte der Immobilienfinanzierer bereits eine Dividende in Höhe von 0,26 Euro je Anteilsschein beschlossen. Die Aktien der pbb verloren 0,7 Prozent. Damit ist ein Anteilsschein rund 9,70 Euro wert.

    21.16 Uhr - Hoffnung für die Reisebranche

    Ein Medikament von Merck & Co. gegen Covid-19 nährt Spekulationen, dass sich die Tourismus-Branche rasch erholen könnte. Die Aktien der Fluggesellschaften American Airlines, Delta und United steigen um bis zu rund 8 Prozent. Die Papiere der Kreuzfahrt-Veranstalter Carnival und Norwegian legen um bis zu gut 6 Prozent zu und die Aktien des Online-Reisebüros Booking.com gewinnen nahezu 4 Prozent.

    20.31 Uhr - Bitcoin gefragt

    Bitcoin, die älteste und bekannteste Kryptowährung, steigt zeitweise um gut zehn Prozent auf 47.893 Dollar. Der Analyst Timo Emden von Emden Research sagte, dass sich die Anleger für eine mögliche Jahresendrally warm laufen. Seiner Einschätzung nach nutzen vor allem institutionelle Investoren die vorangegangenen Kursverluste zum Einstieg. Andere Marktbeobachter äußerten sich zudem erleichtert, dass US-Notenbankchef Jerome Powell in einer Kongress-Anhörung betont habe, Kryptowährungen zwar regulieren, aber nicht verbieten zu wollen. Vor diesem Hintergrund griffen Anleger auch bei Werten aus dem Kryptowährungssektor zu sowie bei Papieren von Unternehmen, die sich mit der Blockchain-Technologie befassen, die den sogenannten Cyber-Devisen zugrunde liegt.

    So gewinnen die Papiere von Coinbase, Riot, Marathon, Overstock und Silvergate an der Wall Street um bis zu rund 8 Prozent. Die Aktien der Softwarefirma MicroStrategy, die Milliarden in Bitcoin investiert hat, steigen um nahezu 6 Prozent.

    20.17 Uhr - Aktien von Merck & Co. plus 10 Prozent

    An der Wall Street in New York scheinen die Anleger optimistischer zu sein als an den europäischen Börsen. Der Dow Jones steigt um 1,4 Prozent, der Nasdaq-Index gewinnt 0,5 Prozent. Mut macht ihnen wohl auch, dass es vielversprechende Testergebnisse zu einem Covid-Medikament von Merck & Co gibt. Die Aktien des Unternehmens steigen um gut 10 Prozent. Die Aktien von BioNTech,8 Pfizer und Moderna fallen an der Wall Street zeitweise um bis zu 16 Prozent, momentan bis zu rund 12 Prozent. Die Titel der Pharmafirma Regeneron, die ebenfalls eine Arznei gegen Covid in der Entwicklung hat, verlieren ungefähr 6 Prozent. Am Devisenmarkt ist der Euro ist rund 1,16 Dollar wert.

    20.07 Uhr - Coty verkauft Wella-Aktien

    Ein Tauschgeschäft von Coty mit dem KKR kommt bei Anlegern gut an. Die Titel des Kosmetik-Herstellers, an dem die deutsche Milliardärsfamilie Reimann maßgeblich beteiligt ist, sind an der Wall Street zeitweise um fast 9 Prozent gestiegen, jetzt legen sie um gut 3 Prozent zu. Ein Papier ist gut 8 Dollar wert.

    Coty gibt ein weiteres, neunprozentiges Aktienpaket am Shampoo-Hersteller Wella ab und erhält vom Finanzinvestor im Gegenzug eigene Anteilsscheine. Coty verspricht sich den Angaben zufolge von diesem Deal eine Vereinfachung der Kapitalstruktur und jährliche Einsparungen von 52 Millionen Dollar.

    20.02 Uhr - Siemens muss in Spanien gut 127 Millionen Strafe zahlen

    Siemens hat sich nach Angaben der spanischen Wettbewerbsaufsicht CNMC an einem Eisenbahnkartell in dem Land beteiligt. Die Aufsichtsbehörde verhängte Strafen in Höhe von insgesamt 127,3 Millionen Euro. Siemens-Aktien verloren 3 Prozent. Siemens, Nokia, der spanische Baukonzern ACS und andere hätten sich beim Bieten für Bahn-Signalanlagen abgesprochen und Aufträge des Bahn-Infrastrukturbetreibers Adif im Wert von 4,1 Milliarden Euro unter sich aufgeteilt.

    17.39 Uhr - DAX geht mit Verlusten ins Wochenende

    Der DAX schloss 0,7 Prozent im Minus bei 15.156 Punkten. Im Handelsverlauf war der deutsche Leitindex zum ersten Mal seit Mai zeitweise unter die Marke von 15.000 gerutscht. Der MDAX verlor 0,6 Prozent auf 34.154 Zähler. Der TecDAX büßte 1,9 Prozent ein auf 3.673 Punkte. Der SDAX fiel um 0,9 Prozent auf 16.360 Punkte. An der Wall Street steigt der Dow Jones um 0,8 Prozent, der Nasdaq-Index um 0,1 Prozent. Der Euro ist 1,15 94 Dollar wert.

    17.31 Uhr - Daimler trennt Nutzfahrzeugsparte ab

    Bei einer außerordentlichen, virtuellen Hauptversammlung von Daimler haben die Aktionäre heute entschieden, dass Daimler in zwei Unternehmen gegliedert wird: eines für Autos und eines für Nutzfahrzeuge. Letzteres soll für sichan die Börse gebracht werden. Nach Konzernangaben wird die Aufspaltung rund 700 Millionen Euro kosten. Diese Einmalkosten beträfen unter anderem die Teilung und den Aufbau des Finanzdienstleistungsgeschäfts, sagte heute Finanzvorstand Harald Wilhelm. Es würden auch steuerliche Belastungen von rund 400 Millionen Euro erwartet. Diese sollten laut Wilhelm zu einem großen Teil durch künftige steuerliche Entlastungen ausgeglichen werden. Die Vorteile der Trennung der Konzernsparten überwögen die Nachteile. Daimler plant mit der Transaktion den Wert der Einzelunternehmen zu steigern. Die im DAX gelisteten Daimler-Aktien beendeten den Handelstag mit plus 0,8 Prozent bei rund 77,40 Euro je Anteilsschein.

    17.24 Uhr – Siemens Healthineers mit Erfolg in den USA

    Siemens Healthineers, die Medizintechnik-Tochter von Siemens hat die Zulassung der US-Arzneimittelaufsicht FDA für einen neuartigen Computertomografen erhalten. Das Gerät sei der erste quantenzählende Computertomograf auf dem Markt, so das Unternehmen. In der EU ist er bereits zugelassen. Experten setzen große Hoffnungen in die Ertragschancen. Das Gerät wandelt die Röntgenstrahlen nicht in einem Zwischenschritt in sichtbares Licht um, sondern direkt in digitale elektrische Signale, was laut Healthineers schärfere, farbige Aufnahmen bei einer geringeren Strahlen- und Kontrastmittel-Belastung ermöglicht. Die Aktien von Siemens Healthineers halten sich heute unter den drei Siemens Titeln im DAX am besten.

    14.57 Uhr – Energiepreise bereiten Chemie- und Pharmaindustrie Sorgen

    Der Preisschock für Gas in Kombination mit den ohnehin höchsten Strompreisen in Europa und der Welt könnte sich zu einem gravierenden Kostenproblem für energieintensive Unternehmen und ihre Wettbewerbsfähigkeit am Produktionsstandort Deutschland entwickeln. Davor warnt der Verband der Chemischen Industrie (VCI). In der ostdeutschen Chemie- und Pharmaindustrie bedrohen dem VCI-Landesverband Nordost zufolge die hohen Energiepreise inzwischen die Produktion von Grundstoffen. Unter anderem ist die Produktion rund um den Grundstoff Ammoniak von der Entwicklung am Energiemarkt besonders stark betroffen. Von den bundesweit rund 465.000 Mitarbeitern der Chemie- und Pharmaindustrie sind 54.500 Beschäftigte in Ostdeutschland tätig.

    14.04 Uhr – Uniper-Chef zu Gas- und Energiepreisen

    Die Strom- und Gaspreise in Deutschland sind in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen. Auch in Frankreich kletterten die Preise. Die französische Regierung kündigte deswegen eine Deckelung bis April an. Die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten wollen das Thema bei einem Gipfel am 21. und 22. Oktober besprechen.

    Von Deutschlands größtem Gasimporteur Uniper, der an der Börse notiert ist, heißt es, im Großhandel koste eine Megawattstunde Gas zur Lieferung im ersten Quartal kommenden Jahres inzwischen über 90 Euro, vor einem Jahr habe der Preis noch weniger als 10 Euro betragen. Nach Einschätzung des Uniper Chefs ist damit zur rechnen, dass die Energiepreise wegen der großen Nachfrage auf den Weltmärkten länger auf dem hohen Niveau bleiben. Ähnlich sei die Entwicklung beim Strom. Bei der Gaspipeline Nord Stream 2 rechnet der Uniper Chef nicht damit, dass die ausstehenden Genehmigungen für die Ostseeleitung so schnell kommen, dass sie noch in diesem Winter helfen könnte, die Situation zu entspannen. Aktien von Uniper verteuern sich um fast 1 Prozent.

    12.55 Uhr – Scarlett Johansson und Walt Disney legen Streit bei

    Die Hollywood-Schauspielerin Scarlett Johansson und Walt Disney haben ihren Streit um den Marvel-Film "Black Widow" beigelegt. Johansson warf Walt Disney vor, durch die zeitgleiche Veröffentlichung von "Black Widow" in den Kinos und beim Streamingdienst Disney+ den Vertrag mit ihr gebrochen zu haben. Ihre Gage sei dadurch niedriger gewesen. Disney habe die Einnahmen für sich behalten und die Zahl der Abonnenten von Disney+ erhöhen wollen. Der Streit wurde in der Filmbranche aufmerksam beobachtet, da das Streaming über Anbieter wie Disney+, Amazon oder Netflix immer mehr an Bedeutung gewinnt und in Konkurrenz steht mit klassischen Filmausstrahlungen in Kinos.

    12.32 Uhr – ProSiebenSat1 verkauft Online-Erotikshop

    Der Münchner Medienkonzern ProSiebenSat1 hatte in den letzten Jahren auch auf das Internetgeschäft und Internetportale gesetzt. Nun verkauft der Fernsehkonzern seine Anteile am Online-Erotikshop Amorelie. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Amorelie wurde 2013 in Berlin gegründet. Ein Jahr später hat sich ProSiebenSat.1 an dem Start-up beteiligt und es durch Fernsehwerbung bekannt gemacht. Nun der Verkauf. Nach Freigabe durch die Kartellbehörden soll das Geschäft bis Jahresende abgeschlossen werden. An der Börse war Pro SiebenSat1 früher mal in der ersten Börsenliga im Dax. Im Moment ist das Papier im MDax mit den mittelgroßen Firmen zu finden. Dort verbilligen sich die Anteilsscheine um 0,5 Prozent und halten sich damit etwas besser als der MDax, der mehr als 0,5 Prozent einbüßt.

    10.38 Uhr - Großauftrag für Airbus

    Die neue italienische Fluggesellschaft Ita hat sich mit Airbus auf eine strategische Zusammenarbeit verständigt und den Kauf von 28 neuen Maschinen in die Wege geleitet. Wie das Unternehmen mitteilte, sollen die ersten neuen Flugzeuge schon Anfang des nächsten Jahres abheben. Laut Medienberichten zahlt Ita für die zehn Maschinen vom Typ A330neo, sieben A220 und elf A320neo 1,5 Milliarden Euro. Ita tritt Mitte des Monats die Nachfolge von Alitalia an. Zudem beschloss Ita, weitere 31 Airbus-Maschinen für Kurz-, Mittel- und Langstreckenflüge über die Firma Air Lease Corporation zu leasen. Die Anleger von Airbus lassen sich davon nicht groß beirren. Die Titel verbilligen sich um ein Prozent.

    09.15 Uhr - DAX zeitweise unter 15.000

    Die deutschen Börsen sind wie erwartet deutlich leichter in den Handel gestartet. Der DAX rutschte gleich zum Auftakt unter die Marke von 15.000, auf 15.092 Zähler, das ist ein Minus von 1,1 Prozent. Mit dem Start ist gerechnet worden, allein schon wegen der Vorgaben aus den USA und aus Tokio. An der Wall Street büßte der Dow Jones gestern Abend 1,6 Prozent ein. Unter anderem schwächeren Zahlen vom Arbeitsmarkt sorgten für Druck. In Tokio fiel der Nikkei heute früh gar um 2,3 Prozent. Aus Shanghai und Hongkong gab es keine Vorgaben, die Märkte dort blieben wegen eines Feiertages geschlossen.

    08.17 Uhr Abstimmung bei Daimler über Abspaltung der Trucksparte

    Für Daimler wird es heute ein besonderer Tag. Die Aktionäre des Konzerns stimmen auf einer virtuellen außerordentlichen Hauptversammlung über eine Abspaltung der LKW- und Bussparte ab. Mit einer Zustimmung der Anteilseigner wird gerechnet. Vor Weihnachten soll Daimler Truck dann an die Börse gehen. Auf der einen Seite könnten die Teile an der Börse künftig mehr wert sein als gemeinsam. Auf der anderen Seite gibt es Befürchtungen, wonach das dann einzeln geführte Pkw-Geschäft anfälliger für Übernahmeversuche werden könnte.

    Freitag, 01. Oktober 2021

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