Symbolbild: Börse

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Börse: Aktuelle Entwicklungen im Monat Juli 2022

Börse: Aktuelle Entwicklungen im Monat Juli 2022

Hier finden Sie alle Entwicklungen zum Dax, Aktien und dem Börsen-Geschehen des Monats Juli 2022 im Monatsrückblick des BR24-Börsen-Tickers.

17.50 Uhr – Deutsche Börsenwerte am Freitag

Ein Blick auf die 40 deutschen Unternehmen im DAX: Heute sieht die Börse 34 Aktiengesellschaften mit Kursgewinnen und sechs Unternehmen mit Verlusten. Im Folgenden der Stand von heute (17.50 Uhr):

Unter den Unternehmen des DAX hatten Zalando (+7 Prozent), Sartorius (+4,4 Prozent) sowie Infineon (+3,8 Prozent) die größten Kursgewinne.

Am schlechtesten läuft es bis jetzt für FMC (-3,8 Prozent), MTU Aero Engines (-1,1 Prozent) und Fresenius (-0,6 Prozent).

💡 Von der Börse München (gettex) beziehen wir Kursdaten, die wir mit Hilfe automatisierter Datenverarbeitung in Text umwandeln. Letzter Stand der Daten ist 17.50 Uhr, berechnet wird die Entwicklung seit kurz vor 18 Uhr des letzten Handelstags. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

17.30 Uhr - DAX verzeichnet besten Juli seit langem

An den deutschen Börsen rückten die Sorgen um die Konjunktur und um die Versorgung mit Gas heute in den Hintergrund. Dafür freute man sich umso mehr über die Aussicht auf einen weniger straffen Kurs der US-Notenbank Fed und über gute Geschäftszahlen. Vor allem Amazon und Apple haben heute an den deutschen Märkten für Begeisterung gesorgt. Dass es bei den US-Tech-Konzernen so gut lief im abgelaufenen Quartal schob auch hierzulande die Technologiebranche an. Zalando und Infineon zählten zu den Spitzenreitern im DAX mit 6-einhalb bzw. 3-einhalb Prozent Plus. Und so legte der DAX insgesamt eineinhalb Prozent zu. Auf Wochensicht ergibt sich dadurch ein Plus von rund 1,7 Prozent. Für den gesamten Monat Juli steht ein Dax-Gewinn von rund 5,5 Prozent zu Buche. Das war der stärkste Juli-Anstieg seit sechs Jahren.

15.05 Uhr - US-Konsumausgaben steigen

Die US-Bürger haben sich zuletzt trotz weiter steigender Preise überraschend spendabel gezeigt. Sie steigerten ihre Konsumausgaben im Juni um 1,1 Prozent zum Vormonat, so das Handelsministerium in Washington. Volkswirte hatten lediglich mit einem Plus von 0,9 Prozent gerechnet, nach einem Zuwachs im Mai von revidiert 0,3 Prozent. Die Verbraucher bilden mit ihren Ausgaben eine tragende Säule der US-Wirtschaft, da diese zu mehr als zwei Dritteln zum Bruttoinlandsprodukt beitragen. Dieses schrumpfte allerdings zuletzt zwei Quartale in Folge, womit sich die USA in einer sogenannten technischen Rezession befinden. Die persönlichen Einkommen der Amerikaner legten im Juni um 0,6 Prozent zum Vormonat zu. Dies reichte jedoch bei weitem nicht aus, um mit der hohen Inflation Schritt zu halten.

11.16 Uhr - Inflation in der Euro-Zone steigt auf 8,9 Prozent

Die Inflation in der Eurozone hat sich in diesem Monat beschleunigt und abermals einen Rekordwert erreicht. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhten sich die Verbraucherpreise um 8,9 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Dies ist die höchste Rate seit Einführung des Euros als Buchgeld im Jahr 1999 und es liegt über den Erwartungen. Getrieben wurde die Teuerung erneut durch die Energiepreise. Daneben beschleunigten sich aber auch die Preisanstiege bei Lebens- und Genussmitteln. Damit bleibt der Druck auf die Europäische Zentralbank hoch. Ihr Inflationsziel liegt bei zwei Prozent. Doch weder die hohen Inflationszahlen noch die Stagnation der Deutschen Wirtschaft im zweiten Quartal können die Anleger derzeit groß beunruhigen. Der DAX bleibt im Plus mit 0,7 Prozent, der MDAX steigt um 1,4 Prozent. Die Börsen folgen damit den positiven Vorgaben von der Wall Street.

09.16 Uhr - DAX startet mit Punktgewinnen

Die deutschen Börsen folgen den freundlichen Vorgaben von der Wall Street. Der DAX steigt um 0,5 Prozent auf 13.356. Impulse könnten von den Konjunkturdaten ausgehen, die heute noch veröffentlicht werden. Auf dem Programm stehen neben dem Arbeitsmarktbericht unter anderem die Veröffentlichung neuer Daten zum deutschen Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal. Wenig später folgen dann noch Zahlen zur Inflation in der Euro-Zone. Und spannend werden auch die neuen Daten zu den Konsumausgaben in den USA. Denn die Kauflaune der US-Verbraucher gilt als Hauptstütze der Volkswirtschaft der Vereinigten Staaten.

07.45 Uhr - Gemischte Vorgaben für heutigen Handel

In den USA schloss der Dow Jones gestern am späten Abend ein Prozent höher, damit konnte er nach Börsenschluss in Europa noch ein paar Zähler einsammeln, dass könnte heute zumindest zum Auftakt an den deutschen Börsen für etwas Auftrieb sorgen. Auf der anderen Seite sind die Vorgaben aus Asien enttäuschend. So ist der Nikkei in Tokio nach einem positiven Start nun mit 0,3 Prozent im Minus, in Hongkong wird kräftiger Kasse gemacht. Der Hang Seng Index knickt hier um 2,5 Prozent ein. Der Index in Shanghai verliert 0,8 Prozent. Wie es dann weitergeht, hängt womöglich auch von der Veröffentlichung der neuen Daten zum Wirtschaftswachstum ab. Das Statistischen Bundesamtes gibt heute aufgrund vorläufiger Zahlen bekannt, wie sich das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Frühjahr entwickelt hat. Zu Jahresbeginn – im ersten Quartal – gab es ja nur ein mageres Plus von 0,2 Prozent. Erwartet wird für das zweite Quartal ein noch kleineres Plus von gerade einmal 0,1 Prozent. An den Devisenmärkten hält sich der Euro bei 1,02 20 Dollar.

07.05 Uhr - Intel enttäuscht

Intel hat nach einem Umsatzeinbruch und roten Zahlen im vergangenen Quartal seine Jahresziele nach unten korrigiert. Der Chip-Konzern rechnet mit weniger Umsatz und Gewinn als noch vor drei Monaten. So was mögen Anleger überhaupt nicht und im nachbörslichen Handel knicken die Titel dann auch um mehr als acht Prozent ein. Intel leidet darunter, dass die Geschäfte mit PCs und Rechenzentren derzeit nicht so gut laufen. Daneben hat das Unternehmen aber auch Probleme beim Hochfahren der Produktion einiger Chips, wie Konzernchef Pat Gelsinger einräumte. Er versicherte aber auch, dass man am Bau mehrerer Fabriken unter anderem in Deutschland festhalten will. Insgesamt sank der Umsatz von Intel im abgelaufen Quartal um 22 Prozent auf 15,3 Milliarden Dollar. Unter dem Strich gab es einen Verlust von 454 Millionen Dollar.

06.32 Uhr - Amazon und Apple übertreffen Erwartungen

Die US-Technologiekonzerne Amazon und Apple haben mit ihren jüngsten Quartalszahlen Anleger offensichtlich positiv überrascht. Wie Apple gestern Abend nach Börsenschluss mitteilte, ist der Gewinn des Konzerns zwar im abgelaufenen Quartal um elf Prozent zurückgegangen, allerdings lag er mit 19,4 Milliarden Dollar immer noch über den Schätzungen von Analysten. Auch mit dem Umsatz von 83 Milliarden Dollar lag das Unternehmen über den Erwartungen. Die Aktien von Apple konnten im nachbörslichen Handel drei Prozent zulegen. Amazon konnte im zweiten Quartal seinen Umsatz um sieben Prozent steigern, auf 121 Milliarden Dollar. Netto gab es rote Zahlen. Zwar verbuchte der Konzern in dem Quartal einen Nettoverlust von zwei Milliarden Dollar, aufgrund der Beteiligung am Hersteller von Elektrofahrzeugen Rivian, die abgewertet wurde. Die Anleger waren trotzdem mehr als zufrieden mit dem Ergebnis. Im nachbörslichen Handel zogen die Aktien von Amazon um zwölf Prozent an.

Freitag, 29.07.2022

22.15 Uhr - Meta-Aktie schließt gegen den Trend im Minus

An der Wall Street ging es erneut aufwärts. Nach den kräftigen Gewinnen vom Vortag konnte der Dow Jones noch einmal rund ein Prozent zulegen. Grund: die US-Wirtschaft ist im zweiten Quartal überraschenderweise eingeknickt und nun hoffen viele Anleger, dass dies den Zinserhöhungs-Elan der Notenbank Fed dämpfen könnte. Allerdings lief es nicht überall gut: Meta, der Mutterkonzern von Facebook, Instagram und WhatsApp verbuchte im abgelaufenen Quartal den ersten Umsatzrückgang seit dem Börsengang 2012 und äußerte sich zurückhaltend zu den weiteren Aussichten. Reaktion: gut 5 Prozent Minus.

21.15 Uhr - Stecken USA in der Rezession oder nicht?

Die US-Wirtschaft ist im Frühling erneut geschrumpft, allerdings streiten sich Experten jetzt gerade darüber, ob die USA damit nun schon in der Rezession stecken oder nicht. Das Bruttoinlandsprodukt fiel im zweiten Quartal um 0,9 Prozent und da es bereits im Winter einen Rückgang gegeben hatte, ist nun die Definition einer sogenannten technischen Rezession erfüllt. Viele Ökonominnen und Ökonomen betonen aber, dass man sich mehrere Indikatoren wie etwa Einkommen, Ausgaben und Beschäftigung anschauen müsse. Die Arbeitslosenquote zum Beispiel liegt in den USA auf ähnlich niedrigem Niveau wie vor Ausbruch der Corona-Pandemie im Februar 2020. Die Zahlen seien im Moment verblüffend - es sei nicht normal, dass das BIP sinke und die Beschäftigung steige, sagte eine US-Wirtschaftswissenschaftlerin. Egal ob Rezession oder nicht - an den Aktienmärkten findet man den Konjunkturknick gar nicht schlecht, denn der könnte die Notenbank Fed in ihrem Elan beim Erhöhen der Leitzinsen bremsen, so die Hoffnung. Und so legt der Dow Jones jetzt gut ein Prozent zu.

17.50 Uhr – Volkswagen, Deutsche Bank und Adidas mit Gewinnen

Unter den DAX-Werten verzeichnen heute 32 Aktiengesellschaften ein Plus und acht Unternehmen Verluste. Der Überblick zum Stand von 17.50 Uhr:

Volkswagen verzeichnete bisher mit 4,5 Prozent den höchsten Kursgewinn unter den Unternehmen des DAX. Es folgt Deutsche Bank mit +4,2 Prozent und Adidas mit +3,8 Prozent.

FMC musste am heutigen Börsentag bisher den höchsten Verlust hinnehmen. Der Aktienkurs des Unternehmens sank um 14,1 Prozent. Fresenius (-7,8 Prozent) und Airbus (-2,7 Prozent) verloren ebenfalls.

💡 Von der Börse München (gettex) beziehen wir Kursdaten, die wir mit Hilfe automatisierter Datenverarbeitung in Text umwandeln. Letzter Stand der Daten ist 17.50 Uhr, berechnet wird die Entwicklung seit kurz vor 18 Uhr des letzten Handelstags. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

17.30 Uhr - VW schiebt DAX an, Fresenius bremst

An den deutschen Aktienmärkten gab es heute reihenweise Zwischenbilanzen zu verarbeiten. Bei Volkswagen schauten die Anleger auf den Gewinnsprung im ersten Halbjahr und ignorierten ein paar weniger gute Details im großen Zahlenwerk. Der Kurs legte am Ende fast vier Prozent zu - der größte Gewinn im DAX. Schlusslicht war Fresenius Medical Care mit einem satten Minus von 14 Prozent. Der Dialyse-Konzern leidet in den USA unter einem verschärften Mitarbeitermangel. Die Prognose wurde kräftig zusammengekürzt. Das belastet auch den Mutterkonzern Fresenius, dessen Aktie zog es acht Prozent mit nach unten. Insgesamt schaffte der Dax allerdings ein Plus von fast einem Prozent auf 13.282 Punkte.

14.32 Uhr - US-Wirtschaft schrumpft

Die Wirtschaft der Vereinigten Staaten ist im abgelaufenen Quartal überraschend geschrumpft. Nach offiziellen Zahlen ging das BIP der USA im Jahresvergleich um 0,9 Prozent zurück. Experten hatten dagegen ein Plus von 0,5 Prozent erwartet. Im ersten Jahresviertel war die Wirtschaftsleistung in den USA bereits um 1,6 Prozent gesunken. Die Wirtschaft ist damit in eine sogenannte technische Rezession abgerutscht - also zwei Quartale mit schrumpfender Wirtschaftsleistung in Folge.

14.07 Uhr - Inflation im Juli bei 7,5 Prozent

Die Inflation in Deutschland bleibt hoch, aber sie hat sich im Juli den zweiten Monat in Folge etwas abgeschwächt. Waren und Dienstleistungen kosteten im noch laufenden Monat durchschnittlich nur noch 7,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, so das Statistische Bundesamt. Das liegt knapp über den Prognosen. Ökonomen hatten nämlich durchschnittlich mit 7,4 Prozent gerechnet.

12.05 Uhr - Inflation bleibt auf hohem Niveau

Die Inflation in Deutschland hat sich im Juli voraussichtlich auf hohem Niveau eingependelt. In mehreren Bundesländern stieg die Teuerungsrate sogar, wie aus den heute veröffentlichten Daten der Statistischen Landesämter hervorgeht. Die Teuerung legte etwa im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen von 7,5 im Juni auf nunmehr 7,8 Prozent zu. In Bayern wurde ein leichter Anstieg von 7,9 auf 8,0 Prozent verzeichnet. In einigen Bundesländern ergab sich hingegen ein Rückgang. Und in Baden-Württemberg blieb die Jahresteuerung mit 7,1 Prozent auch im Juli auf hohem Niveau.

10:45 Uhr - DAX rutscht ins Minus

Der Wind an den Börsen hat sich am Vormittag etwas gedreht, nach einem freundlichen Start sinkt der DAX um 0,3 Prozent auf 13.120. Nach unten gezogen wird der Index unter anderem von den Aktien von Fresenius Medical Care und Fresenius, die sich im freien Fall befinden. Die Titel des Dialyseanbieters FMC knicken um 13,7 Prozent ein. Der Konzern leidet unter einem verschärften Mitarbeitermangel in den USA, der zu Kapazitätsengpässen bei Gesundheitsdienstleistungen in Nordamerika führen dürfte, wie es heißt. Das Unternehmen hat sich deshalb von seinen Jahreszielen verabschiedet. Deshalb wird auch der Mutterkonzern Fresenius seine Jahresprognosen nicht erreichen. Die Aktien von Fresenius verbilligen sich um 8,8 Prozent. Ein Ende des mehrjährigen Abwärtstrends für beide Titel sei vorerst nicht in Sicht, heißt es an der Börse. Gefragt sind die Bankwerte, die Titel der Deutschen Bank ziehen um 4,2 Prozent an, Commerzbank verteuern sich um 3,3 Prozent. Die Titel profitieren möglicherweise von den Zinserhöhungen in den USA. Und der Euro pendelt um die Marke von 1,02 Dollar.

10.07 Uhr - Ifo: Inflation erreicht Höhepunkt

Die Inflation hat nach Einschätzung des Münchener Ifo-Instituts vorerst ihren Höhepunkt erreicht, weil immer weniger Unternehmen ihre Preise erhöhen wollen, wie es zur Begründung heißt. Die Preise dürften zwar weiter steigen, allerdings werde sich das Tempo verlangsamen, erklärte der Konjunkturchef des Ifo Timo Wollmershäuser. Basis für diese Einschätzung sind die vom Ifo abgefragten Preiserwartungen der Unternehmen, deren Index den dritten Monat in Folge sank und nun bei 47,4 Punkten liegt. Das ist ein Rückgang von 5,5 Punkten und der niedrigste Wert seit Monaten. Das könnte den Druck auf die Notenbanken etwas verringern, die geldpolitischen Zügel straffer anzuziehen. In Bayern sind die Verbraucherpreise in diesem Monat noch mal etwas gestiegen, von 7,9 Prozent im Juni auf nun acht Prozent.

08.04 Uhr - VW überrascht mit Quartalsergebnis

Der Gewinn von VW ist zwar deutlich zurückgegangen, allerdings nicht so stark wie von Analysten befürchtet. Nach Steuern fiel das Ergebnis um mehr als 22 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro. Halbleitermangel, stockende Lieferketten und gestiegene Kosten führten zu dem Gewinnrückgang. Der Umsatz dagegen ist gestiegen um drei Prozent auf 69,5 Milliarden Euro. Der Konzern rechnet mit einem besseren zweiten Halbjahr und hat seine Jahresprognose bestätigt. Demnach soll die operative Rendite, also das Verhältnis von Ergebnis zum Umsatz, in einer Spanne zwischen 7,0 und 8,5 Prozent liegen. Im zweiten Quartal erzielte Volkswagen hier eine Ebit-Marge von 6,8 (Vorjahr 9,7) Prozent. Der Umsatz soll im Gesamtjahr um acht bis 13 Prozent über dem des Vorjahres liegen. Die Anleger scheinen angetan, die Aktien von VW steigen im vorbörslichen Handel um 1,9 Prozent.

07.55 Uhr - FMC senkt Prognose wegen Personalmangel

Dem Dialyseunternehmen Fresenius Medical Care fehlt in den USA Personal. Und deshalb hat der Vorstand nun seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr senken müssen und das hat auch negative Auswirkungen auf die Prognose des Mutterkonzerns Fresenius. Fresenius Medical Care rechnet für dieses Jahr nun mit einem Umsatzwachstum am unteren Ende der bisherigen Prognosespanne und einem Rückgang des Konzernergebnisses im hohen Zehner-Prozentbereich, wie der Konzern mitteilte. Bisher war man mit Anstiegen im jeweils niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich ausgegangen. Auch die mittelfristigen Ziele für 2025 zog das Unternehmen zurück. Am Ende des ersten Quartals habe man mit einem länger anhaltenden Arbeitskräftemangel gerechnet. Eine so deutliche und schnelle Verschärfung sei damals aber noch nicht absehbar gewesen, heißt es zur Begründung. Auch Fresenius senkte seine Prognose, wies aber darauf hin, dass alle anderen Bereiche des Gesundheitskonzerns ihre Ziele bestätigten.

06.25 Uhr - Meta enttäuscht mit Quartalsbericht

Der Facebook-Mutterkonzern Meta hat erstmals seit seinem Börsengang 2012 einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Die Erlöse sanken im abgelaufenen Quartal leicht um ein Prozent auf 28,8 Milliarden Dollar. Das lag unter den Erwartungen der Analysten. Der Gewinn brach im abgelaufenen Quartal um rund ein Drittel ein auf etwas unter 6,7 Milliarden Dollar. Die Aktien gerieten nach der Bekanntgabe des Quartalsberichts gestern Abend in den USA im nachbörslichen Handel unter Druck, sie büßten fünf Prozent ein. Das liegt wohl auch am verhaltenen Ausblick. Für die nächsten Monate rechnet man bei Meta nicht mit einer Besserung der Geschäfte. Der Konzern leidet wie auch die Konkurrenz unter sinkenden Werbeeinnahmen aufgrund der Wirtschaftsabkühlung. Die Unternehmen seien sparsamer mit Onlinewerbung, heißt es. Demgegenüber sind die Kosten gestiegen. Bei Neueinstellungen will man nun restriktiver vorgehen und bei Investitionen vorsichtiger sein, wie es heißt.

Donnerstag, 28.07.2022

22.15 Uhr - US-Börsen schließen mit kräftigen Gewinnen

Es war wohl ein großer Seufzer der Erleichterung, den man da an den US-Börsen beobachten konnte, Erleichterung darüber, dass die US-Notenbank aus Anleger-Sicht nicht über die Stränge geschlagen hat und den Leitzins „nur“ um einen dreiviertel Prozentpunkt angehoben hat und nicht um einen ganzen Prozentpunkt, wie manche befürchtet hatten. Und so schloss der Dow Jones mit Gewinnen von rund eineinhalb Prozent. Der Nasdaq-Index machte sogar einen Satz über 4 Prozent nach oben. Gefragt waren vor allem Technologiewerte, nachdem die Zwischenbilanzen von Microsoft und der Google-Mutter Alphabet zumindest Grund zur Hoffnung boten. Beide Aktien verteuerten sich um ca. 7 Prozent.

20.45 Uhr - Fed hebt Leitzins um 0,75 Prozentpunkte

Angesichts der hohen Inflationsrate erhöht die US-Notenbank ihren Leitzins noch einmal recht deutlich um 0,75 Prozentpunkte. Damit liegt er nun in der Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent. Mit dieser Maßnahme will die Fed die hohen Verbraucherpreise in den Griff bekommen. Erst im Juni hatte die Fed den Leitzins um 0,75 Prozentpunkte angehoben. Es war der größte Zinsschritt seit 1994, also seit fast 30 Jahren. Und insgesamt ist es die vierte Erhöhung des Leitzinses in diesem Jahr und seit dem Beginn der Corona-Pandemie. An den US-Börsen war dieser Schritt erwartet worden. Und deshalb herrscht dort eher Erleichterung. Der Dow Jones weitet seine Gewinne aus.

17.50 Uhr – Börse aktuell: Unternehmen im DAX

Ein Blick auf die 40 deutschen Unternehmen im DAX: Heute sieht die Börse 22 Aktiengesellschaften mit Kursgewinnen und 18 Unternehmen mit Verlusten. Im Folgenden der Stand von heute (17.50 Uhr):

Die höchsten Kursgewinne der DAX-Unternehmen lagen heute bisher bei 6 Prozent (Hello Fresh), 3,9 Prozent (Infineon) und 3,5 Prozent (Mercedes-Benz Group).

Adidas musste am heutigen Börsentag bisher den höchsten Verlust hinnehmen. Der Aktienkurs des Unternehmens sank um 5,1 Prozent. Puma (-3,7 Prozent) und Continental (-3,1 Prozent) verloren ebenfalls.

💡 Von der Börse München (gettex) beziehen wir Kursdaten, die wir mit Hilfe automatisierter Datenverarbeitung in Text umwandeln. Letzter Stand der Daten ist 17.50 Uhr, berechnet wird die Entwicklung seit kurz vor 18 Uhr des letzten Handelstags. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

17.30 Uhr - DAX schließt ein halbes Prozent höher

An den deutschen Märkten gab es heute eine ganze Reihe von Quartalsbilanzen zu verarbeiten. So freuten sich die Anleger etwa über die Geschäftsentwicklung von Mercedes-Benz, der Kurs legte 4 Prozent zu. Der Sportartikelhersteller Adidas hingegen enttäuschte mit einer niedrigeren Prognose, die Papiere verloren 5 Prozent. Der Rivale Puma konnte zwar seine Umsatzprognose anheben, die Aktie gab am Ende aber trotzdem 4 Prozent nach. Diese beiden Titel bremsten am Ende den DAX dann doch etwas, herausgekommen ist ein Plus von einem halben Prozent. Endstand: 13.166 Punkte. M-DAX und TecDAX schafften beide rund eineinhalb Prozent.

15.05 Uhr - US-Konjunkturdaten überraschend positiv

Vor dem anstehenden Zinsentscheid der US-Notenbank kommen positive Nachrichten aus der amerikanischen Industrie. Diese hat im Juni überraschend ein Auftragsplus eingefahren. Die Betriebe sammelten 1,9 Prozent mehr Bestellungen für langlebige Gebrauchsgüter wie Flugzeuge und Maschinen ein als im Vormonat, so das Handelsministerium in Washington. Experten hatten dagegen mit einem Minus von 0,5 Prozent gerechnet.

14.00 Uhr - Deutsche Börsen mit Gewinnen

Der deutsche Aktienmarkt kann seine Gewinne am frühen Nachmittag etwas abbauen. Der DAX steigt um 0,5 Prozent auf 13.162 Punkte. Im Fokus steht dabei die anstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank. Sie wird am Abend deutscher Zeit erwartet.

11.18 Uhr - Anleger warten auf US-Notenbank

Der DAX kann nach seinen gestrigen Verlusten heute Vormittag ein klein wenig Boden gutmachen. Der Index steigt um 0,1 Prozent auf 13.109. Die verschiedenen Quartalsberichte und Ausblicke, die zuletzt vorgelegt wurden, werden unterschiedlich aufgenommen. Die Aktien der Deutschen Bank knicken um 3,5 Prozent ein, noch schwächer zeigen sich im DAX nur die Papiere von Adidas, die nach einer Gewinnwarnung 4,7 Prozent nachgeben. Der Sportartikelhersteller geht angesichts der Corona-Beschränkungen in China für das laufende Jahr nun von einem Gewinnrückgang aus. Das zieht offensichtlich auch die Papiere von Puma etwas mit nach unten um 0,5 Prozent. Da hilft es auch nicht, dass Puma anders als Konkurrent Adidas bei seinen Prognosen bleibt und die Umsatzprognose für das laufende Jahr sogar angehoben hat. Mercedes Benz konnte mit seinem Quartalsbericht die Anleger überzeugen, die Titel ziehen um 2,1 Prozent an. Und der Euro steht bei 1,01 38 Dollar.

09.54 Uhr - Gaspreis steigt weiter

Die ungewisse Versorgungslage treibt den europäischen Erdgaspreis weiter an. Am Vormittag stieg der Preis für eine Megawattstunde niederländisches Erdgas zur Lieferung im August im Vergleich zum Vortag um etwa zehn Prozent bis auf 224 Euro. Der Preis bezieht sich auf den Terminkontrakt TTF, der in Europa als Richtschnur für das Gaspreisniveau angesehen wird.

09.15 Uhr - Mercedes hebt Jahresprognose an

Der Autohersteller Mercedes Benz hat den Gewinn im zweiten Quartal gesteigert und das obwohl in der PKW Sparte die Verkäufe gesunken sind. Von April bis Juni stieg das Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum um gut sechs Prozent auf 4,6 Milliarden Euro, wie der Stuttgarter Konzern mitteilte. Als Gründe nannte der Autobauer "eine verbesserte Preisgestaltung", d.h. der Konzern konnte seine Modelle zu höheren Preisen verkaufen. Daneben ist die Rede von einer „anhaltenden Kostendisziplin“, das heißt auch, dass Stellen gestrichen wurden. Ein weiterer Abbau von Bürojobs für das Kostensenkungsprogramm sei notwendig, heißt es. Der Umsatz kletterte um sieben Prozent auf 36,4 Milliarden Euro, obwohl Mercedes im abgelaufenen Quartal wegen der Halbleiterknappheit sieben Prozent weniger Fahrzeuge absetzte und zwar insgesamt etwas über 487.000. Aufgrund des Ergebnisses hob Konzernchef Ola Källenius die Jahresprognose an. Er rechnet jetzt mit einem stärkeren Umsatzplus und steigendem operativen Gewinn. Es gebe trotz aller Herausforderungen in der Wirtschaft weltweit gute Gründe, mit Zuversicht nach vorne zu schauen.

08.15 Uhr - Deutsche Bank überrascht mit Milliardengewinn

Die Deutsche Bank hat im zweiten Quartal deutlich mehr verdient, trotz des schwierigen Umfelds. Dank guter Geschäfte stieg der Überschuss auf mehr als eine Milliarde Euro. Das ist gut eineinhalbmal so viel wie im Vorjahresquartal und es liegt deutlich über den Erwartungen. Im ersten Halbjahr gelang der Bank damit nach eigenen Angaben der höchste Nachsteuergewinn seit 2011. Der Ausblick fällt allerdings alles andere als euphorisch aus. So werde es aufgrund des Umfelds herausfordernder, wie geplant im Gesamtjahr eine Rendite von acht Prozent zu erzielen, erklärte Deutsche Bank Chef Christian Sewing. Es wird spannend zu sehen, was die Anleger dazu sagen. Der DAX wird im Vorfeld der heutigen Zinsentscheidung in den USA etwas höher erwartet, nachdem er gestern knapp ein Prozent leichter schloss und sich damit der 13.000er Marke näherte. Die Vorgaben fallen gemischt aus. Der Nikkei in Tokio schloss heute früh 0,2 Prozent höher, der Dow Jones sank gestern Abend um 0,7 Prozent und der Euro steht bei 1,01 47 Dollar.

07.09 Uhr - Alphabet scheint mit seinem Quartalsbericht anzukommen

Trotz der Abkühlung der Weltwirtschaft konnte der Google-Mutterkonzern Alphabet seinen Umsatz im zweiten Quartal deutlich steigern, um 16 Prozent auf rund 70 Milliarden Dollar. Der Suchmaschinenanbieter profitiert von seiner Dominanz bei der Online-Werbung. Weltweit verkauft keine Firma so viele Anzeigen im Internet wie Google und das zeigt sich auch in der Bilanz. Mehr als 80 Prozent seines Umsatzes macht der Konzern mit Werbeeinahmen. Der Betriebsgewinn stieg leicht auf knapp 19,5 Milliarden Dollar. Die Anleger scheinen erleichtert zu sein. Nachdem der Konzern gestern Abend nach Börsenschluss in den USA seine Zahlen vorgelegt hatte, stieg der Kurs von Alphabet um 3,5 Prozent. Allerdings haben die Aktien seit Jahresbeginn auch einiges an Wert verloren.

06.24 Uhr - Microsoft verfehlt die Erwartungen

Microsoft hat im jüngsten Quartal seinen Umsatz um 12 Prozent gesteigert auf knapp 52 Milliarden Dollar. Der Gewinn stieg demgegenüber allerdings nur um zwei Prozent auf 16,7 Milliarden Dollar. Die Corona-Lockdowns in China, Belastungen durch den Ukraine-Krieg und der zuletzt schwächere PC-Markt erschwerten die Geschäfte, wie der Konzern gestern Abend nach US-Börsenschluss mitteilte. Daneben setzte der Bilanz auch der starke Dollar zu, dadurch sinken bei der Umrechnung Einnahmen außerhalb des Dollarraums. Trotz der Zuwächse scheinen die Anleger nicht ganz so zufrieden. Die Zahlen lagen unter den Erwartungen. Nachbörslich gerieten die Titel unter Druck.

Mittwoch, 27.07.2022

22.14 Uhr - Kursverluste in New York vor Fed-Zinssitzung

Ein möglicher Rückschlag für die US-Wirtschaft durch eine nachlassende Konsumfreude der Verbraucher und die Aussicht auf weiter steigende Zinsen in den USA haben die Kauflaune an den US-Börsen gedämpft. Der Index des Verbrauchervertrauens, ein wichtiger Indikator für die Stimmung der US-Konsumenten hat sich im Juli stärker eingetrübt als erwartet. Zudem hat der Einzelhandelsriese WalMart erneut vor sinkenden Gewinnen gewarnt. Die WalMart-Aktie brach um 7,6 Prozent ein und gehörte zu den großen Verlierern im Dow Jones Index. Der schloss 0,7 Prozent leichter bei 31.762 Punkten. Der Nasdaq büßte knapp zwei Prozent ein. Die hohe Inflationsrate in den USA von zuletzt 9,1 Prozent schmälert aber nicht nur die Kaufkraft der Verbraucher sondern dürfte auch die US-Notenbank dazu bewegen, morgen ihren geldpolitischen Kurs zu verschärfen. Viele Experten rechnen mit einer Erhöhung des Leitzinses um 0,75 Prozentpunkte. Der Euro kostete zu Handelsschluss in New York 1,01 17 Dollar.

19.22 Uhr - Gewinneinbruch bei General Motors

Der anhaltende Mangel an wichtigen Bauteilen wie Computerchips hat den größten US-Autobauer General Motors auch im zweiten Quartal stark belastet. Der Gewinn sank im Jahresvergleich um 40 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar, teilte der Konzern mit. Analysten hatten mit einem besseren Ergebnis gerechnet. Immerhin gelang es GM dank höherer Preise, den Umsatz um fünf Prozent auf 35,8 Milliarden Dollar zu steigern. Der Konzern bestätigte auch seine Jahresziele. Chefin Mary Barra zeigte sich aber besorgt wegen der trüben Konjunkturaussichten und auch die Anleger sind vorsichtig. Die GM-Aktie verliert zur Stunde in New York 2,7 Prozent. Insgesamt ist die Stimmung verhalten. Der Dow Jones büßt 0,3 Prozent ein, der Nasdaq 1,7 Prozent. Der Euro steht bei 1,01 32 Dollar.

18.45 Uhr - Adidas kappt Gewinn- und Umsatzprognose

Die Corona-Beschränkungen in China machen dem fränkischen Sportartikelhersteller stärker zu schaffen als erwartet. Das hochprofitable China-Geschäft erhole sich langsamer als gedacht, der Umsatz dort werde in diesem Jahr um mehr als zehn Prozent schrumpfen, teilte Adidas nach Börsenschluss in Herzogenaurach mit. Insgesamt erwartet der weltweit zweitgrößte Sportartikelkonzern nun statt eines Umsatzwachstums von etwa elf Prozent nur noch ein Plus von fünf bis neun Prozent. Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft werde deshalb mit rund 1,3 Milliarden Euro gut ein Viertel niedriger ausfallen als zuletzt geplant. Im Mai hatte Adidas seine Erwartungen bereits etwas gedrosselt und etwa 1,8 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Die Aktie hatte bereits im Xetra-Handel 3,6 Prozent verloren und steht nachbörslich weiter unter Druck.

17.50 Uhr – Wie lief der Dienstag für die DAX-Konzerne?

Unter den DAX-Werten verzeichnen heute zwölf Aktiengesellschaften ein Plus und 27 Unternehmen Verluste. Ein Unternehmenskurs bewegt sich auf der Höhe des letzten Handelstags. Der Überblick zum Stand von 17.50 Uhr:

Unter den Unternehmen des DAX hatten Beiersdorf (+1,6 Prozent), Siemens Healthineers (+1,5 Prozent) sowie RWE und MTU Aero Engines (je +1 Prozent) die größten Kursgewinne.

Die höchsten Kursverluste verzeichneten Zalando mit -9,5 Prozent, Hello Fresh mit -7,8 Prozent und Adidas mit -4,1 Prozent.

💡 Von der Börse München (gettex) beziehen wir Kursdaten, die wir mit Hilfe automatisierter Datenverarbeitung in Text umwandeln. Letzter Stand der Daten ist 17.50 Uhr, berechnet wird die Entwicklung seit kurz vor 18 Uhr des letzten Handelstags. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

17.42 Uhr - Rote Zahlen zu Handelsschluss

Enttäuschende Unternehmenszahlen, Engpässe bei der Gasversorgung sowie der bevorstehende Zinsentscheid der US-Notenbank haben die Kurse belastet. Der DAX schloss mit einem Minus von 0,9 Prozent auf dem Endstand von 13.097 Punkten. Größter Verlierer im Index ist die Aktie von Zalando mit minus 9,8 Prozent. Das begründen Händler mit der Gewinnwarnung des US-Einzelhandelsriesen Wal Mart, der zweiten binnen zwei Monaten. Das schürt Rezessionssorgen und beschert der Aktie von Wal Mart an der Wall Street ein Minus von rund 8 1/2 Prozent. Der Dow Jones verliert 0,6 Prozent. Ein weiterer Belastungsfaktor an den europäischen Märkten war die erneute Drosselung russischer Gaslieferungen über die wichtige Pipeline Nord Stream1. Das drückte die Uniper-Aktie im MDAX um 10 ½ Prozent ins Minus. Die Lufthansa-Aktie verlor wegen der Warn-Streiks und der Flugstreichungen 2,7 Prozent. Der MDAX büßte 2,1 Prozent ein. Der Euro steht am Abend bei 1, 01 20 Dollar.

15.05 Uhr - IWF senkt erneut Wachstumsprognose

Der Internationale Währungsfonds senkt erneut seine globale Wachstumsprognose. Die Weltwirtschaft werde wegen des Kriegs in der Ukraine und der anhaltend hohen Inflation langsamer wachsen als erwartet, teilte der IWF mit. In ihrer Prognose rechnet die Organisation in diesem Jahr nur noch mit einem globalen Wachstum von 3,2 Prozent. Das sind 0,4 Prozentpunkte weniger als zuletzt im April angenommen. Für die Eurozone erwartet der IWF ein um 0,2 Prozentpunkte geringeres Wachstum von 2,6 Prozent. Auch die Inflation bleibe – so wörtlich - hartnäckig hoch, hieß es. In diesem Jahr geht der IWF in den Industriestaaten von einer Teuerungsrate von 6,6 Prozent aus, also 0,9 Prozentpunkte mehr als noch im April angenommen.

13.00 Uhr - DAX weitet Verluste aus

Der deutsche Aktienmarkt weitet am Mittag seine Verluste aus. Der DAX fällt um knapp 1 Prozent auf 13.087 Punkte. Größter Verlierer unter den Standardwerten ist die Aktie von Zalando, die sich um mehr als 6 Prozent verbilligt. Händler begründeten dies mit Konjunktursorgen, die auf den Konsum drücken dürften. Die im MDAX notierte Aktie der Lufthansa verbilligt sich um 2 Prozent. Das Unternehmen hat wegen der Warnstreiks bei den Bodendiensten für morgen nahezu sein gesamtes Flugangebot gestrichen.

11.50 Uhr - Lufthansa streicht fast alle Flüge in München und Frankfurt

Wegen des Warnstreiks des Bodenpersonals hat die Lufthansa vor allem für den morgigen Mittwoch massive Flugstreichungen angekündigt. Betroffen sind insbesondere die beiden Drehkreuze Frankfurt und München. Dort werde nahezu das gesamte Flugprogramm abgesagt, teilte der Konzern am späten Vormittag mit. Allein in München sollen 345 Flüge ausfallen, 15 davon bereits heute. Die im MDAX notierte Aktie der Lufthansa notiert knapp im Minus.

09.50 Uhr - DAX startet mit Verlusten

Die Anleger gehen auf Nummer sicher, vor Beginn der zweitägigen Sitzung der US-Notenbank. Der DAX sinkt leicht um 0,4 Prozent auf 13.161. Das Risiko, von der US-Notenbank auf dem falschen Fuß erwischt zu werden, sei den meisten zu groß, meint man beim Vermögensberater QC Partners. Und deshalb wird wie so häufig vor diesen Entscheidungen abgewartet, vor allem jetzt. Es wird mit einem weiteren Zinsschritt gerechnet und zwar mit einem großen von 0,75 Prozentpunkte. Und einige befürchten gar einen Zinssprung von einem Prozentpunkt. Und dann wird natürlich noch der Ausblick der Notenbanker mit Spannung erwartet. Möglicherweise gibt es hier ja Hinweise darauf, wie sich die Geldpolitik weiterentwickelt. Kasse gemacht wird weiter bei dem Gasversorger Uniper, die Titel knicken um weitere 8,7 Prozent ein. Bei JP Morgan begrüßt man zwar das Rettungspaket der Bundesregierung für den angeschlagenen Energiekonzern. Kritisch sieht man jedoch die Kapitalerhöhung zum Ausgabepreis von 1,70 Euro je Aktie unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre und die milliardenschwere Pflichtwandel-Anleihe. Das sehen andere Investoren offenbar ähnlich. Mittlerweile kostet ein Anteil von Uniper weniger als sechs Euro.

08.13 Uhr - Exporterwartungen sinken laut Ifo-Institut

Die Stimmung der Exportwirtschaft wird zunehmend belastet durch die drohende Gasknappheit. Das zeigt eine Umfrage des Münchner Ifo-Instituts, demnach fielen die Exporterwartungen von 3,4 Punkten im Juni auf minus ein halb in diesem Monat. Dabei zeigt aber eine differenzierte Auswertung, dass es auch noch Exporteure mit positiven Aussichten gibt, so erwarten Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen deutliche Zuwächse beim Export. Auch die Getränkeindustrie ist laut Ifo zuversichtlich, ihre Auslandsumsätze zu erhöhen. Dagegen rechnen Maschinenbau und Autohersteller nur mit moderaten Zuwächsen. Und in der chemischen Industrie sowie die Hersteller von Nahrungsmittel trüben sich die Aussichten jedoch zusehends ein.

07.15 Uhr - Wacker Neuson wird vorsichtiger

Der Münchner Hersteller von Baumaschinen Wacker Neuson hat seine Gewinnerwartungen für das laufende Jahr leicht zurückgeschraubt. Die operative Umsatzrendite, also das Verhältnis von dem Ergebnis vor Zinsen und Steuern zum Umsatz, werde bei 9,5 bis zehn Prozent liegen, teilte das Unternehmen mit. Bisher hatte Wacker Neuson den oberen Rand der Prognose bei 10,5 Prozent gesehen. Der Hersteller leidet wie auch zahlreiche andere Firmen unter angespannten Lieferketten und dem Preisdruck bei Material, Energie und Transporten. Vom Sommer an sollten sich aber Preiserhöhungen positiv auf die Rendite auswirken, heißt es.

06.34 Uhr - Amazon Prime wird teurer

In Deutschland, immerhin der zweitgrößte Markt des Unternehmens nach den USA, steigt die Gebühr für eine jährliche Prime-Mitgliedschaft um 30 Prozent auf fast 90 Euro. Amazon begründet die Preiserhöhungen mit gestiegenen Inflations- und Betriebskosten sowie einer schnelleren Bereitstellung und mehr Inhalten zum Streamen. Man werde weiter daran arbeiten, sicherzustellen, dass Prime einen außergewöhnlichen Wert für Mitglieder biete, versprach das Unternehmen, das heißt aber eben auch, dass es nun teurer wird, nicht nur hierzulande, sondern auch in Großbritannien, Spanien, Italien und Frankreich werden die Preise um 20 bis 43 Prozent angehoben. Die Änderungen treten ab dem 15. September für Neukunden oder Abo-Verlängerungen in Kraft.

Dienstag, 26.07.2022

22.15 Uhr - US-Börsen schließen ohne klaren Trend

Während man sich an den europäischen Börsen vor allem Gedanken über die Situation am Gasmarkt machte, bereiteten sich die US-Anleger schon mal innerlich auf den Mittwoch vor. Dann nämlich wird die US-Notenbank wohl die nächste Leitzinserhöhung bekannt geben. Zwischenzeitlich hatten sich viele Experten schon darauf eingestellt, dass die Fed den Leitsatz um einen ganzen Prozentpunkt anheben könnte. Inzwischen wird allgemein eher wieder mit 0,75 Prozentpunkten gerechnet.

Trotzdem weiß es natürlich niemand genau und deshalb gab es auch keinen klaren Trend an der Wall Street. Der Dow Jones konnte leicht zulegen, um 0,3 Prozent. Der Nasdaq-Index schloss mit deutlichen Verlusten.

17.50 Uhr – Wie lief der Montag für die Unternehmen des DAX?

Ein Blick auf die 40 deutschen Unternehmen im DAX: Heute sieht die Börse 15 Aktiengesellschaften mit Kursgewinnen und 25 Unternehmen mit Verlusten. Im Folgenden der Stand von heute (17.50 Uhr):

Bayer verbuchte unter den börsennotierten Unternehmen des DAX bisher den höchsten Kursgewinn. Die Aktie verteuerte sich um 1,8 Prozent. Auch die Papiere von BMW (+1,5 Prozent) sowie Deutsche Bank (+1,1 Prozent) konnten sich steigern.

Im Vergleich am schlechtesten verlief der Tag bisher für Sartorius. Die Aktie notiert 4,2 Prozent niedriger als am letzten Handelstag. Zalando verlor 3,4 Prozent des Kurswerts, Vonovia verbilligte sich um 2,8 Prozent.

💡 Von der Börse München (gettex) beziehen wir Kursdaten, die wir mit Hilfe automatisierter Datenverarbeitung in Text umwandeln. Letzter Stand der Daten ist 17.50 Uhr, berechnet wird die Entwicklung seit kurz vor 18 Uhr des letzten Handelstags. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

17.30 Uhr - DAX gibt leicht nach - Gasprom-Aktie schließt 12 Prozent niedriger

Das große Problem Gasversorgung hat an den deutschen Aktienmärkten zum Schluss heute für schlechte Stimmung gesorgt. Dass der russische Gazprom-Konzern seine Lieferungen durch die Ostseepipeline Nord Stream 1 ab Mittwoch auf 20 Prozent senken will, das sorgte für erhebliche Unruhe. Der DAX schloss 0,3 Prozent tiefer bei 13.210 Punkten. Der am Vormittag veröffentlichte sehr schwache Ifo-Geschäftsklima stand den Kursen dagegen nicht sonderlich im Weg. Den ganzen Nachmittag über hatte der DAX trotzdem zulegen können - bis eben die Meldung zu den Gaslieferungen kam. Die brachte auch die Uniper-Aktie erneut unter Druck. Der Kurs des Gasversorgers knickte noch einmal gut 12 Prozent ein.

16.35 Uhr - DAX wieder im Minus.

Die deutschen Börsen erleben einen wechselhaften Tag. Nach einer schwachen Eröffnung drehte der Markt ins Plus, um dann am Nachmittag wieder in die Verlustzone zurückzukehren. Im späten Handel gibt der DAX um 0,5 Prozent nach auf 13.184 Punkte.

14.05 Uhr - Condor mit Großbestellung bei Airbus

Der Ferienflieger Condor hat beim europäischen Flugzeugbauer Airbus 41 neue Maschinen bestellt: 13 Flugzeuge vom Typ A320neo und 28 Flugzeuge vom Typ A321neo. Sie sollen sukzessive die Kurz- und Mittelstreckenflotte von Condor ablösen, wie die Airline mitteilte. Die neuen Maschinen verbrauchten bis zu 20 Prozent weniger Treibstoff und seien um bis zu 50 Prozent leiser. Die ersten der neuen Maschinen sollen ab Frühjahr 2024 fliegen. Bis dahin will Condor auch seine Langstreckenflotte ausgetauscht haben. Dafür hat das Unternehmen bereits sieben A330 von Airbus gekauft, die seine Maschinen von Boeing 767 ersetzen sollen. Der Katalogwert der jetzt bestellten Flieger beträgt rund fünf Milliarden Euro. Die tatsächliche Kaufsumme dürfte aber niedriger sein. Die Aktie von Airbus zeigt sich wenig verändert.

12.15 Uhr Deutsche Börsen drehen ins Plus

Der deutsche Aktienmarkt hat nach einer schwächeren Eröffnung ins Plus gedreht. Der DAX steigt am Mittag um 0,3 Prozent auf 13.302 Punkte. Damit können die Börsen ihre Erholung der Vorwochen fortsetzen.

10.12 Uhr - Stimmung in Chefetagen schlechter als vorhergesagt

Die Stimmung in den Chefetagen hat sich deutlicher eingetrübt als erwartet. Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel in diesem Monat auf 88,6 Punkte. Eigentlich war mit einem Rückgang auf 90,2 Punkte gerechnet worden. Hohe Energiepreise und drohende Gasknappheit belasteten die Konjunktur, so die Münchner Wirtschaftsforscher. Die Unternehmen erwarten in den nächsten Monaten erheblich schlechtere Geschäfte. Das Ifo Institut sieht Deutschland an der Schwelle zur Rezession.

09.15 Uhr - Leichterer Start an den Börsen

Der DAX verliert zum Auftakt 0,4 Prozent und sinkt auf 13.203 Zähler. Schwache Konjunkturdaten aus Europa sorgen für schlechte Stimmung. Dazu kommen negative Vorgaben aus Asien. Der Nikkei in Tokio verlor heute früh 0,8 Prozent. ein Impuls könnte vom Ifo-Index kommen, der die Stimmung in den Chefetagen misst. Analysten erwarten für diesen Monat einen Rückgang auf 90,5 Punkte, das wäre gegenüber dem Vormonat ein Minus von 2,3 Zähler. Kasse gemacht wird bei den VW-Aktien. Der Konzern hatte am vergangenen Freitag nach Xetra-Handelsschluss den Abgang des langjährigen Vorstandschefs Herbert Diess erklärt. Neuer Vorstandsvorsitzender wird zum ersten September Porsche Chef Oliver Blume. Die Neubesetzung kam dann doch überraschend und scheint nicht so anzukommen an den Börsen, die Aktien von VW verbilligen sich um 2,9 Prozent. Dagegen können deie Titel von Hellofresh trotz eines negativen Analystenkommentar 2,7 Prozent höher starten. An der Bayerischen Börse in München waren die Titel zum Auftakt noch stark im Minus.

08.09 Uhr - Ryanair überrascht mit hohem Quartalsgewinn

Dem Chaos an vielen Flughäfen zum Trotz hat die irische Fluggesellschaft Ryanair im Frühjahr überraschend gut verdient. Im abgelaufenen Quartal gab es einen Überschuss von 188 Millionen Euro, im Vorjahreszeitraum gab es hier noch rote Zahlen. Der Umsatz legte auch deutlich zu, auf 2,6 Milliarden Euro. Im Sommer will Ryanair-Chef Michael O’Leary zudem rund 15 Prozent mehr Flüge anbieten als vor der Pandemie 2019. Er lässt sich also offensichtlich von den derzeitigen Herausforderungen bei vielen Airports nicht beunruhigen. Doch aufgrund der vielen Unsicherheiten wagt der Vorstand auch nach wie vor keine Gewinnprognose für dieses Jahr.

06.21 Uhr - US-Finanzministerin Janet Yellen sieht keine große Rezessionsgefahr

Die Finanzministerin in den USA Janet Yellen sieht in einer Eintrübung der amerikanischen Konjunktur keine Anzeichen für eine bevorstehende Rezession. Im Großen und Ganzen sei die Wirtschaft der USA gesund, sagte Yellen gestern in der Sendung "Meet the Press" des Nachrichtensenders NBC. Die Konsumausgaben legten zu, im Schnitt seien die Finanzen der Amerikaner solide. Mit 3,6 Prozent sei die Arbeitslosenquote in den USA auf dem niedrigsten Stand seit fast 50 Jahren. An den Börsen in Asien scheint das heute früh keinen so recht zu überzeugen. Die Sorge um einen weltweiten Konjunkturabschwung schwäche die Risikobereitschaft der Anleger, meinen Marktbeobachter. Der Nikkei in Tokio verliert 0,8 Prozent, der Hang Seng Index in Hongkong gibt auch 0,8 Prozent nach und der Leitindex in Shanghai sinkt um 0,5 Prozent.

Montag, 25.07.2022

22.10 Uhr - US-Börsen geben nach

Enttäuschende Firmenzahlen aus dem Tech-Sektor haben die Stimmung an der Wall Street getrübt. Der Dow Jones gab um 0,4 Prozent nach. Der Nasdaq-Index rutschte um rund 2 Prozent ab. Schwächelnde Werbeeinnahmen brockten den Aktien des Snapchat-Betreibers Snap einen Kurssturz auf den tiefsten Stand seit mehr als zwei Jahren ein. Der Umsatz stieg den Angaben zufolge zwar um 13 Prozent, blieb aber wegen des harten Wettbewerbs um Werbekunden hinter den Erwartungen zurück. Die Zahlen spiegelten die unsicheren Konjunkturaussichten wider, kommentierten Analysten. Außerdem könnten sie Vorboten schwacher Ergebnisse von Rivalen wie TikTok, Instagram oder YouTube sein, hieß es in New York. Twitter meldete einen Quartalsverlust und machte dafür auch das Hin und Her verantwortlich, das Elon Musk mit seinem letztlich abgeblasenen Übernahmeversuch ausgelöst hatte.

17.58 Uhr - VW-Chef Diess tritt ab

Paukenschlag in Wolfsburg. VW-Chef Herbert Diess verlässt überraschend das Unternehmen. Er scheide zum 1. September aus, teilte das Unternehmen mit. Nachfolger von Diess als Vorstandsvorsitzender wird der bisherige Porsche-Chef Oliver Blume.

Oliver Blume (Mitte) und Herbert Diess (rechts) auf einem Archivbild aus dem Jahr 2018.

Bildrechte: picture alliance / Wolfgang Kumm/dpa | Wolfgang Kumm

17.49 Uhr – Deutsche Börsenwerte am Freitag

Unter den DAX-Werten verzeichnen heute 20 Aktiengesellschaften ein Plus und 20 Unternehmen Verluste. Der Überblick zum Stand von 17.49 Uhr:

Unter den Unternehmen des DAX hatten Vonovia (+5,5 Prozent), Zalando (+4,2 Prozent) sowie SAP (+4,1 Prozent) die größten Kursgewinne.

Die höchsten Kursverluste verzeichnet bislang Deutsche Telekom mit -2,8 Prozent, Deutsche Bank mit -2,4 Prozent und Deutsche Börse AG mit -2,1 Prozent.

💡 Von der Börse München (gettex) beziehen wir Kursdaten, die wir mit Hilfe automatisierter Datenverarbeitung in Text umwandeln. Letzter Stand der Daten ist 17.49 Uhr, berechnet wird die Entwicklung seit kurz vor 18 Uhr des letzten Handelstags. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

17.37 Uhr - DAX zum Handelsende kaum verändert

Zum Ausklang einer turbulenten Woche trat der deutsche Aktienmarkt unter dem Strich auf der Stelle. Der DAX beendete die Handel ganz knapp im Plus bei 13.254 Punkten. Auf Wochensicht konnte das Börsenbarometer um rund 3 Prozent zulegen.

15.42 Uhr – Twitter Zahlen durch Elon Musk Hin und Her belastet

Der US-Kurznachrichtendienst Twitter macht das Hin und Her um die Übernahmepläne von Elon Musk für seinen überraschenden Quartalsverlust verantwortlich. Die Gründe seien Unsicherheiten im Zusammenhang mit der gescheiterten Übernahme durch den milliardenschweren Tesla-Chef Musk und ein schwächelnder digitaler Werbemarkt gewesen, teilte der Konzern mit. Twitter meldet für das zweite Quartal einen Nettoverlust von 270 Millionen Dollar.

14.48 Uhr – Deutsche Bank Tochter DWS investiert in Glasfaser

Deutschlands größter Vermögensverwalter DWS investiert in die Finanzierung von Glasfaser- und Hochgeschwindigkeits-Internetanschlüssen. Die Deutsche GigaNetz GmbH teilte mit, die DWS werde zu ihrem zweiten Großinvestor. Die DWS investiere im ersten Schritt einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag, sagte ein DWS-Sprecher. Die Deutsche GigaNetz baut Glasfaser-Infrastruktur innerhalb Deutschlands und kooperiert dabei nach eigenen Angaben mit über hundert Städten und Gemeinden. Das Unternehmen mit Sitz in Hamburg hat nach eigenen Angaben bereits mehr als eine Million Haushalte mit Glasfaseranschlüssen versorgt.

13.22 Uhr – Russlands Notenbank senkt Zinsen erneut

Mit einer überraschend kräftigen Zinssenkung hilft Russlands Notenbank der unter westlichen Sanktionen ächzenden Wirtschaft. Sie kappte den Schlüsselzins am Freitag um anderthalb Punkte auf acht Prozent. Es war bereits der vierte Schritt nach unten in diesem Jahr. Von Reuters befragte Experten hatten lediglich eine Senkung auf neun Prozent erwartet. Die Notenbank will im weiteren Jahresverlauf prüfen, ob weitere Lockerungsschritte nötig werden. Das Umfeld für die heimische Wirtschaft bleibe „herausfordernd“ und laste beträchtlich auf der Konjunktur.

12.11 Uhr – Staat steigt bei Energieversorger Uniper ein

Das milliardenschwere Rettungspaket für den angeschlagenen Versorger Uniper steht. Der deutsche Staat stützt den angeschlagenen Gas-Importeur mit insgesamt 15 Milliarden Euro und steigt mit 30 Prozent ein. Um 14 Uhr soll es eine Pressekonferenz mit dem Uniper Chef geben. Aktien von Uniper brechen um 17 Prozent ein.

11.18 Uhr - Uniper-Rettungspaket wohl auf der Zielgeraden

Eine Einigung über ein Rettungspaket des Bundes für Uniper scheint kurz bevorzustehen. Die Verhandlungen befänden sich auf der Zielgeraden, schreibt die DPA unter Berufung auf Regierungskreise. Und weil die Verabschiedung des Rettungspakets für die Gas-Tochter Uniper wohl kurz bevor steht, wurde die Aktie von Fortum nun in Helsinki vom Handel ausgesetzt. Die Uniper-Aktie steigt um 6,2 Prozent.

11.13 Uhr - Delivery Hero erreicht Gewinnzone

Der Essenslieferdienst Delivery Hero ist auch nach dem Nachfrageboom in der Corona-Pandemie auf Wachstumskurs. Der Bruttowarenwert stieg im zweiten Quartal nach ersten Berechnungen um 18 Prozent auf 9,9 Milliarden Euro, teilte der MDAX-Konzern am Morgen mit. Und der Umsatz schnellte um 38 Prozent nach oben auf 2,1 Milliarden Euro. Die bereinigte operative Gewinnmarge verbesserte sich um einen Prozentpunkt auf 1,4 Prozent. Dabei erreichte die Firma im Mai und Juni die Gewinnschwelle. An der Börse kommen die Nachrichten gut an. Die Aktie von Delivery Hero ist um rund 13 Prozent nach oben geschossen und führt damit die Gewinnerliste im MDAX an. Der legt 1,2 Prozent zu. Auch der DAX hat vom Minus ins Plus gedreht und gewinnt 0,4 Prozent auf 13.296 Punkte.

09.47 Uhr - Ceconomy-Aktie bricht um mehr als ein Fünftel ein

Das Handels-Unternehmen leidet unter der mangelnden Kauflust der Verbraucher und hat seine Prognose gesenkt. Der Eigner von Europas größten Elektronikhandelsketten Media Markt erwartet für das laufende Geschäftsjahr, das bis Ende September geht, in währungsbereinigter Gesamtumsatz auf dem Vorjahresniveau von 21,4 Milliarden Euro statt eines leichten Wachstums. Der bereinigte operative Gewinn werde bei 150 bis 210 Millionen Euro liegen und damit unter den 237 Millionen Euro aus dem Vorjahr, teilte das Unternehmen mit. Ursprünglich hatte Ceconomy hier eine sehr deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr prognostiziert. Die Aktie verliert im SDAX 21 Prozent.

09.12 Uhr - Verhaltener Start des DAX

Am letzten Handelstag der ereignisreichen Woche ist DAX mit kleinen Verlusten gestartet. Er büßt rund 10 Minuten nach Börsenbeginn 0,2 Prozent ein auf 13.223 Punkte. Vor dem Wochenende wolle sich niemand allzu weit aus dem Fenster lehnen, so heißt es an den Börsen. Investoren bereite unter anderem die Regierungskrise in Italien Kopfzerbrechen. Das hoch verschuldete Land steht ja nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Mario Draghi vor Neuwahlen im Herbst. Zudem dämpft die Furcht vor einer Gas- und Energiekrise die Kauflaune. Denn auch wenn Gas derzeit wieder fließt, könnte Moskau jederzeit den Gas-Hahn auch wieder abdrehen, so hört man an den Märkten. Der Euro steht bei 1,02 05 Dollar.

08.18 Uhr - Gelungener Wochenabschluss an der Börse in Tokio

Nach guten Vorgaben der US-Börsen schloss der japanische Leitindex Nikkei vor wenigen Minuten mit einem Plus von 0,4 Prozent und ging auf dem Endstand von 27.915 Punkten ins Wochenende. Insgesamt hat er damit in den vergangenen fünf Handelstagen gut 1.100 Punkte gut gemacht. Der Dollar notiert mit 1,01 86 Dollar.

07.16 Uhr - Freundliche Vorgaben aus Tokio und New York

An den US-Börsen haben sich die Anleger gestern nach der deutlichen Zinsanhebung der Europäischen Zentralbank und der in Europa wieder aktivierten Gas-Pipeline nach und nach wieder aus der Deckung gewagt. Der Dow Jones an der Wall Street stieg um 0,5 Prozent, der Nasdaq legte 1,4 Prozent zu. An der Börse in Tokio folgt der Nikkei-Index den freundlichen Vorgaben der Wall Street. Er verbucht eine knappe Stunde vor Handelsschluss um ein halbes Prozent. Frühe vorbörsliche Signale sehen den DAX im Moment dennoch leicht im Minus. Der Euro steht bei 1, 01 85 Dollar.

06.15 Uhr - Snap-Aktie bricht nach Quartalszahlen ein

Die hohe Inflation und die schwache Konjunktur lassen Unternehmen bei Werbeausgaben auf die Kostenbremse treten. Zu den Leidtragenden gehört die Foto-App Snapchat, deren Macher nicht einmal mehr eine Prognose für das laufende Quartal wagen.

Das hat die Anleger alarmiert. Sie ließen die Aktie der Betreiberfirma Snap in einer ersten Reaktion auf die gestern nach Börsenschluss vorgelegten Quartalszahlen nachbörslich um mehr als ein Viertel einbrechen. Snap verzeichnete mit einem Umsatzplus von 13 Prozent auf 1,11 Milliarden Dollar das bisher langsamste Wachstum seit dem Börsengang des Unternehmens vor gut fünf Jahren. Der Quartalsverlust weitete sich von knapp 152 Millionen Dollar ein Jahr zuvor auf gut 422 Millionen Dollar aus. Unter Hinweis auf die vielen wirtschaftlichen Unwägbarkeiten will Snap unter anderem den Jobaufbau erheblich verlangsamen.

Freitag, 22. Juli 2022

22.12 Uhr – Dow Jones schafft kleines Plus

In den USA wird das Umfeld für die aktuelle Bilanzsaison der Unternehmen als schwierig eingeschätzt. Das abflauende Wirtschaftswachstum und der starke Dollar drücken auf die Gewinnmargen, heißt es auf dem Parkett. Aktien des Telekomkonzerns AT&T oder der Fluglinie United Airlines waren kräftig unter Druck. Hingegen konnte der Elektroautobauer Tesla mit seinen Geschäftszahlen überzeugen. Die Aktien verteuerten sich um fast 10 Prozent.

Der Dow Jones schaffte nach einem schwachen Start ein Plus von 0,5 Prozent.

19.22 Uhr - Siemens Energy mit Großauftrag

Der Energietechnikkonzern Siemens Energy hat einen Großauftrag bei der Anbindung mehrerer Windparks bekommen. Insgesamt sollen die Leitungen bis zu 1,8 Gigawatt Leistung aus der deutschen Nordsee an Land bringen, wie das Unternehmen mitteilte. Das entspreche dem Bedarf von 1,8 Millionen Menschen und sei der bisher größte Auftrag zur Offshore-Netzanbindung, den Siemens Energy je erhalten habe, hieß es. Auftraggeber ist der Dortmunder Übertragungsnetzbetreiber Amprion. Laut Siemens Energy geht es um eine hohe dreistellige Millionensumme. In Branchenkreisen ist von knapp einer Milliarde Euro die Rede.

17.52 Uhr – DAX nach EZB Zinsanhebung mit kleinem Minus

Die EZB hebt die Zinsen gegen die hohe Inflation um einen halben Prozentpunkt an. Händlern zufolge setzt die EZB damit endlich das erhoffte Zeichen gegen die hohe Inflation. Andererseits schürt das auch Sorgen, mit teureren Krediten werde die Wirtschaft gebremst. Dazu kommt die Regierungskrise in Italien. Italien ist die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone. Der DAX verlor 0,3 Prozent auf 13.247 Punkte.

Der Euro profitiert nicht von der EZB Zinsanhebung und leidet eher unter Rezessionssorgen. Der Euro steht bei 1,01 99 Dollar.

17.50 Uhr – Marktbericht: Sartorius, Merck und weitere

Unter den DAX-Werten verzeichnen heute 20 Aktiengesellschaften ein Plus und 20 Unternehmen Verluste. Der Überblick zum Stand von 17.50 Uhr:

Aktuell stehen die Unternehmen Sartorius, Merck und Siemens Healthineers als Gewinner da, mit einem Kursgewinn von 9,2 Prozent (Sartorius), 6,2 Prozent (Merck) und 3,6 Prozent (Siemens Healthineers).

Hello Fresh musste am heutigen Börsentag bisher den höchsten Verlust hinnehmen. Der Aktienkurs des Unternehmens sank um 14,2 Prozent. Eon (-3,5 Prozent) und FMC (-3,1 Prozent) verloren ebenfalls.

💡 Von der Börse München (gettex) beziehen wir Kursdaten, die wir mit Hilfe automatisierter Datenverarbeitung in Text umwandeln. Letzter Stand der Daten ist 17.50 Uhr, berechnet wird die Entwicklung seit kurz vor 18 Uhr des letzten Handelstags. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

15.45 Uhr - DAX nach EZB-Entscheidung wenig verändert

Der deutsche Aktienmarkt hat kaum auf die Entscheidung der Europäischen Zentralbank reagiert, den Leitzins für die Eurozone um einen halben Prozentpunkt auf 0,5 Prozent anzuheben. Die Zinswende nach 11 Jahren des Nullzinses sei ja nicht überraschend gekommen, sagten Händler. Am Nachmittag liegt der DAX 0,4 Prozent im Minus bei 13.225 Punkten

14.15 Uhr - EZB hebt Leitzins um 0,5 Prozentpunkte an

Es ist eine historische Entscheidung. Nach 11 Jahren mit Nullzinsen hat die EZB die Zinswende beschlossen. Der Leitzins für die Eurozone steigt um 0,5 Prozentpunkte auf 0,5 Prozent.

13.05 Uhr - Regierungskrise - Italiens Börse unter Druck

Mitten im Ukraine-Krieg, in Zeiten unsicherer Gasversorgung und hoher Inflation steckt Italien in einer tiefen Regierungskrise. Ministerpräsident Draghi reichte heute erneut seinen Rücktritt ein. Der italienische Aktienmarkt gibt deutlich nach. Der Leitindex der Börse in Mailand fällt um 1,4 Prozent.

11.12 Uhr - Streikgefahr bei der Lufthansa

Noch im Sommer könnte der Airline ein Arbeitskampf drohen. Der Vorstand der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit hat zur Vorbereitung eines Streiks die entsprechende Urabstimmung beschlossen, bestätigte ein Sprecher am Morgen. Genaue Termine für die Abstimmung oder Fristen nannte die Gewerkschaft aber nicht. Über diese werde noch entschieden. Bei einer Zustimmung von 70 Prozent der stimmberechtigten Gewerkschaftsmitglieder wären demnach unbefristete Streiks möglich, wenn zuvor die noch laufenden Verhandlungen für gescheitert erklärt würden. Insidern zufolge könnte die Gewerkschaft bereits ab Mitte August und damit noch in der Ferienzeit streikbereit sein. Allerdings hatten sowohl die Lufthansa als auch die Vereinigung Cockpit gestern weitere Verhandlungsbereitschaft signalisiert.

Die Lufthansa-Aktie ist mit einem Minus von 2,8 Prozent größter Verlierer im MDAX. Der büßt 1,1 Prozent ein. Der DAX verbucht ein Minus von 0,8 Prozent auf 13.176 Punkte. Der Euro steht bei 1, 01 80 Dollar.

09.17 Uhr - DAX startet wenig verändert

Kurz vor der voraussichtlich ersten Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank seit elf Jahren herrscht Zurückhaltung an den Märkten. Der DAX verliert eine gute Viertelstunde nach Börsenbeginn 0,1 Prozent auf 13.267 Punkte. An den Märkten gilt als sicher, dass die EZB zum Kampf gegen die Inflation die Leitzinsen anheben wird. Für Unsicherheit sorgt weiterhin die Versorgung mit russischem Gas über die Ostseepipeline Nord Stream 1. Immerhin fließt das Gas offenbar wieder, wenn auch in deutlich reduziertem Ausmaß. Die DAX-Konzerne SAP und Sartorius hatten bereits vor Handelsstart aktuelle Geschäftszahlen vorgelegt. Der Labordienstleister Sartorius hat im ersten Halbjahr einen kräftigen Gewinnsprung erzielt. Die Aktie ist mit plus 4,4 Prozent größter Gewinner im DAX. SAP hat im zweiten Quartal einen Ergebnisrückgang verbucht und die Gewinnprognose reduziert. Die Aktie verliert 3,9 Prozent. Der Euro steht bei 1,02 12 Dollar.

08.04 Uhr - Zurückhaltung an den Börsen in Asien

Vor der Zinssitzung der Europäischen Zentralbank und wegen der Ungewissheit über die Versorgung mit russischem Gas über die Ostseepipeline Nord Stream 1 will sich niemand allzu weit aus dem Fenster lehnen. An den chinesischen Börsen werden Verluste geschrieben. Der Shanghai Composite gibt ein halbes Prozent ab, der Hang Seng in Hongkong 0,9 Prozent. In Tokio schloss der Nikkei-Index mit einem Plus von 0,4 Prozent auf dem Endstand von 27.803 Punkten. Auch in Japan stand die Geldpolitik heute im Fokus der Börsianer. Und wie erwartet hat die Bank von Japan die geldpolitischen Zügel trotz der steigenden Inflation und der rasanten Talfahrt des Yen extrem locker gelassen. Der Euro notiert mit 1, 02 20 Dollar.

06.50 Uhr - Tesla mit Gewinnsprung

Unterm Strich verdiente der Elektroautobauer im abgelaufenen Vierteljahr 2,26 Milliarden Dollar und damit fast doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Das sei auch Preisanhebungen zu verdanken, teilte der Konzern gestern nach US-Börsenschluss mit. Tesla hat die Preise für seine Fahrzeuge in diesem Jahr mehrmals erhöht. Damit sollten unter anderem höhere Kosten für Lithium, das in den Batterien verwendet wird, und für Aluminium ausgeglichen werden. Weil Batterien derzeit Mangelware sind, kam es in den neuen Tesla-Fabriken in Grünheide bei Berlin und in Texas zu Produktionsproblemen. Zudem musste Tesla sein Werk in Shanghai wegen eines Lockdowns vorübergehend schließen. Und so sank der Umsatz im zweiten Quartal um rund 1,9 Milliarden Dollar rund 16,9 Milliarden und lag damit unter den Erwartungen von Analysten. Die Tesla-Aktie legte aber nachbörslich rund vier Prozent zu.

06.20 Uhr - Bank von Japan lässt Zinsen unverändert

Trotz der steigenden Inflation und der rasanten Talfahrt des Yen bleibt Japans Zentralbank bei ihrem extrem lockeren geldpolitischen Kurs. Sie beschloss heute nach einer zweitägigen Tagung, dass die kurzfristigen Zinssätze bei minus 0,1 Prozent bleiben und die langfristigen bei etwa null. Die Entscheidung war in Marktkreisen erwartet worden. Damit fahren die japanischen Notenbanker weiter unbeirrt einen Kurs, der im Gegensatz steht zu vieler anderer Notenbanken, wie in den USA und in Europa. Heute wird die EZB voraussichtlich die erste Leitzinsanhebung seit elf Jahren beschließen. Zwar steigen die Preise auch in Japan, die Inflation wird jedoch vor allem durch die hohen Energiepreise getrieben und ist zudem deutlich geringer als im Westen. Die Bank von Japan geht für das noch bis März 2023 laufende Fiskaljahr von einer Preissteigerung um 2,3 Prozent aus. Bisher hatten sie mit 1,9 Prozent gerechnet.

Donnerstag, 21. Juli 2022

22.07 Uhr - Börsen warten auf "Moment der Wahrheit"

An den deutschen Börsen wartet man mit Spannung auf den „Moment der Wahrheit“, wie ein Frankfurter Händler die anstehende Zinssitzung der EZB nannte. Die Europäische Zentralbank steht vor der Herausforderung, den Leitzins erstmals seit Jahren wieder anzuheben, und dabei den richtigen Weg zu finden. Hebt sie zu zögerlich an, dann könnte es schwer werden, die hohe Inflation von mehr als 8 Prozent im Euro-Raum zu bekämpfen. Geht sie zu forsch vor, dann könnten die Zinsen hoch verschuldete Staaten wie Italien in Probleme stürzen. Bis vor kurzem hatte EZB-Chefin Lagarde noch eine Anhebung um 0,25 Prozentpunkte angedeutet. Doch inzwischen mehren sich die Stimmen, die einen Schritt von 0,5 Punkten fordern. Wie sich die Währungshüter entscheiden, das wird am frühen Nachmittag bekannt. Im Vorfeld bestimmte Zurückhaltung die deutschen Börsen. Der DAX gab um 0,2 Prozent nach auf 13.282 Punkte. Der Dow Jones schloss dagegen knapp im Plus.

20.00 Uhr - Steigende Streikgefahr bei der Lufthansa

Mitten in der Hauptreisezeit steigt bei der Lufthansa die Streikgefahr. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit will unter den rund 5.000 Piloten der Kerngesellschaft Lufthansa und der Frachttochter Lufthansa Cargo eine Urabstimmung starten, wie aus einem internen Papier hervorgeht, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Bei einer Zustimmung wären unbefristete Streiks möglich. Grund sind die festgefahrenen Verhandlungen über einen neuen Gehaltstarifvertrag. Im Hintergrund schwelt zudem ein Konflikt über die künftige Konzernstrategie. Die Lufthansa hatte in der Corona-Krise eine Vereinbarung über die Mindestanzahl von Flugzeugen mit Piloten im Konzerntarif aufgekündigt und begonnen, einen neuen Flugbetrieb mit schlechteren Tarifbedingungen aufzubauen. Die Aktie der Lufthansa gab heute um 0,7 Prozent nach.

17.50 Uhr – Börse aktuell: Unternehmen im DAX

Unter den DAX-Werten verzeichnen heute 17 Aktiengesellschaften ein Plus und 23 Unternehmen Verluste. Der Überblick zum Stand von 17.50 Uhr:

Unter den Unternehmen des DAX hatten Deutsche Post (+2,5 Prozent), Infineon (+1,8 Prozent) sowie Bayer und Zalando (je +1,6 Prozent) die größten Kursgewinne.

Im Vergleich am schlechtesten verlief der Tag bisher für Hello Fresh. Die Aktie notiert 8,7 Prozent niedriger als am letzten Handelstag. Beiersdorf verlor 2,2 Prozent des Kurswerts, Henkel verbilligte sich um 1,8 Prozent.

💡 Von der Börse München (gettex) beziehen wir Kursdaten, die wir mit Hilfe automatisierter Datenverarbeitung in Text umwandeln. Letzter Stand der Daten ist 17.50 Uhr, berechnet wird die Entwicklung seit kurz vor 18 Uhr des letzten Handelstags. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

17.38 Uhr - DAX geht mit Verlusten aus dem Handel

Nach dem Kursfeuerwerk des Vortages herrschte an den deutschen Börsen zur Mitte der Woche eher zurückhaltende Stimmung. Im Vorfeld der Zinsentscheidung der EZB bewegte sich der Markt nur leicht. Der DAX gab am Ende um 0,2 Prozent nach auf 13.282 Punkte. Der Euro pendelt um die Marke 1,02 Dollar.

16.47 Uhr – Getrübte Verbraucherstimmung in der Euro-Zone

Die Stimmung der Verbraucher in der Euro-Zone hat sich im Juli weiter eingetrübt und ist nun schlechter als beim Ausbruch der Corona-Pandemie. Das Barometer für das Konsumklima sank um 3,2 Punkte auf minus 27,0 Zähler, wie aus der veröffentlichten Umfrage der EU-Kommission hervorgeht. Dies ist der tiefste Stand seit Beginn der Datenerhebung und schlechter als von Volkswirten erwartet. Ein Grund für die schlechtere Stimmung dürfte der starke Anstieg der Verbraucherpreise sein. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Juni in der Euro-Zone um durchschnittlich 8,6 Prozent zum Vorjahresmonat und damit so stark wie noch nie.

14.32 Uhr – Volkswagen mit neuem Partner für Chips

Volkswagen tut sich für die gemeinsame Entwicklung spezieller Mikrochips zur Vernetzung in neuen Automodellen mit einem weiteren Partner zusammen. Man plane beim Co-Design eigener Fahrzeugelektronik auch mit dem Halbleiterhersteller ST Microelectronics (STM), teilte die Software-Konzernsparte Cariad mit. VW will dazu übergehen, wichtige Bauteile nicht nur von klassischen Autozulieferern, sondern direkt von Elektronikanbietern zu beziehen. So „gestalten wir aktiv unsere gesamte Halbleiter-Lieferkette“, sagte Einkaufsvorstand Murat Aksel. „Wir sorgen dafür, dass genau die Chips produziert werden, die wir für unsere Autos benötigen, und sichern uns Jahre im Voraus die Versorgung mit nachgefragten Mikrochips.“ In höher ausgestatteten Wagen kommen zurzeit bis zu 100 einzelne Steuereinheiten zum Einsatz. VW hat Bosch und den US-Chipkonzern Qualcomm ebenfalls als Partner.

13.42 Uhr – Autozulieferer Continental mit Geschäftszahlen

Der Autozulieferer Continental bekommt wegen Kostensteigerungen im Tagesgeschäft weiter Gegenwind zu spüren. Hinzukamen im abgelaufenen Quartal Sonderkosten, vor allem wegen Abschreibungen, aber auch wegen der Sanktionen gegen Russland. Weil der Konzern aber die Preise erhöhte und im Vorjahr noch der Chipmangel auf den Geschäften lastete, kam mehr Umsatz herein. Er lag zwischen April und Juni bei 9,4 Milliarden Euro, wie auf Basis vorläufiger Zahlen mitgeteilt wurde. Ein Börsenhändler spricht von soliden Eckdaten in einem schwierigen Umfeld für die Branche. Die Continental Aktie legte erst deutlich zu. Mittlerweile ist sie ähnlich wie der DAX ins Minus gedreht.

09.10 Uhr - DAX legt weiter zu

Der Deutsche Aktienindex hat an seine Vortagesgewinne angeknüpft und ist mit einem Plus in den neuen Handelstag gestartet. Er gewinnt 0,5 Prozent auf 13.378 Punkte. Unterstützung erhalten die Kurse von den internationalen Börsen. An der New Yorker Wall Street war der Dow Jones gestern um 2,4 Prozent gestiegen, der Nasdaq legte 3,1 Prozent zu. Und in Tokio kletterte der japanische Leitindex Nikkei heute um 2,7 Prozent. Für Zuversicht sorgen auch heute die Gerüchte über ein Wiederanlaufen der Gaspipeline Nord Stream 1 nach West-Europa. Der Euro ist leicht gestiegen auf 1, 02 50 Dollar.

08.31 Uhr - Anstieg der Erzeugerpreise leicht rückläufig

Laut statischem Bundesamt waren die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im Juni um 32,7 Prozent höher als im Juni 2021. Im Mai und April hatten die Veränderungsraten aber bei jeweils rund 33 ½ Prozent gelegen. Drastisch angestiegen sind erneut die Energiepreise. Sie waren im Juni im Durchschnitt gut 86 Prozent höher als im Vorjahr. Aus den Preisdaten versuchen die Börsianer nun herauszulesen, ob die Europäische Zentralbank die Zinsen Morgen um einen Viertel oder einen halben Prozentpunkt anheben wird.

08.14 Uhr - ASML kürzt Umsatzprognose

Trotz Auftragseingängen in Rekordhöhe schraubt der Chipindustrie-Ausrüster seine Erwartungen für den Jahresumsatz nach unten. Statt eines Wachstums von rund 20 Prozent erwartet ASML jetzt nur 10 Prozent, teilte das niederländische Unternehmen mit. Grund dafür sei, dass sich die Endabnahme ausgelieferter Maschinen und damit die Umsatzbuchung in das kommende Jahr verschiebe. Für das dritte Quartal erwartet ASML Erlöse zwischen 5,1 Milliarden und 5,4 Milliarden Euro und damit deutlich weniger als von Analysten erwartet. Im abgelaufenen zweiten Quartal steigerte der Konzern seinen Umsatz um ein gutes Drittel auf 5,4 Milliarden Euro. Damit übertraf der Konzern die Erwartungen von Experten. Unter dem Strich fiel der Gewinn mit 1,4 Milliarden Euro höher aus als vor einem Jahr.

07.07 Uhr - Gute Vorgaben für den Start des DAX

An der New Yorker Wall Street haben Anleger nach dem jüngsten Kursrücksetzer die Gelegenheit zum Wiedereinstieg in den Aktienmarkt genutzt. Der Dow Jones schloss gestern 2,4 Prozent höher, der Technologie-Index Nasdaq rückte 3,1 Prozent vor. Gute US-Unternehmenszahlen hellten die Stimmung auf und schwächten Befürchtungen einer Rezession weiter ab, so heißt es an den Märkten. Mutiger seien die Anleger aber auch wegen Gerüchten über ein Wiederanlaufen der Gaspipeline Nord Stream 1 nach West-Europa geworden. Die asiatischen Börsen folgen dem positiven Trend. In Tokio gewinnt der Nikkei-Index 2,5 Prozent, in Hongkong geht es um 1,7 Prozent nach oben, in Seoul steigt der Kospi Index um 0,7 Prozent und in Shanghai steht ein Plus von 0,7 Prozent zu Buche. Der Euro steht bei 1, 02 46 Dollar.

06.18 Uhr - Netflix verliert weniger Kunden als erwartet

Der Streaming-Marktführer hat im zweiten Quartal dank Serienhits wie „Stranger Things“ nicht so schlecht abgeschnitten wie befürchtet. Die Nutzerzahlen sanken in den drei Monaten bis Ende Juni um 970 000 Bezahlabos, teilte Netflix gestern nach US-Börsenschluss mit. Damit hielt der Kundenschwund zwar an, blieb aber unter dem von Netflix selbst erwarteten Minus von zwei Millionen Abos. Der Umsatz legte im abgelaufenen Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,6 Prozent auf 8,0 Milliarden Dollar zu. Unterm Strich verdiente Netflix 1,44 Milliarden Dollar, vor einem Jahr waren es 1,35 Milliarden gewesen. Das Betriebsergebnis sank jedoch um 15 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar. Die Netflix-Aktie stieg nachbörslich um acht Prozent.

Mittwoch, 20. Juli 2022

17.50 Uhr – Deutsche Börsenwerte am Dienstag

Gute Stimmung unter den Anlegern: Fast alle DAX-Unternehmen können heute Kursgewinne verbuchen. Im Folgenden der Überblick zum aktuellen Stand (17.50 Uhr):

Covestro verzeichnete bisher mit 6,1 Prozent den höchsten Kursgewinn. Es folgt Adidas mit +5,8 Prozent und BASF mit +4,4 Prozent.

Qiagen verbuchte mit 0,3 Prozent bislang den geringsten Zuwachs. Deutsche Telekom sowie Linde gewannen mit +0,4 und +0,8 Prozent ebenfalls unterdurchschnittlich.

💡 Von der Börse München (gettex) beziehen wir Kursdaten, die wir mit Hilfe automatisierter Datenverarbeitung in Text umwandeln. Letzter Stand der Daten ist 17.50 Uhr, berechnet wird die Entwicklung seit kurz vor 18 Uhr des letzten Handelstags. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

17.37 Uhr - DAX schließt auf 5-Wochen-Hoch

An den Finanzmärkten sorgten Berichte über eine anstehende Wiederaufnahme russischer Gaslieferungen für Optimismus. Der deutsche Aktienmarkt verzeichnete deutliche Gewinne. Der DAX stieg um 2,7 Prozent auf 13.308 Punkte, den höchsten Stand seit fünf Wochen.

13.52 Uhr – Fränkische SAF-Holland macht bei Übernahme Druck

Der fränkische Lkw-Zulieferer SAF-Holland setzt die Aktionäre des schwedischen Bremsen-Spezialisten Haldex unter Druck. Die Übernahme von Haldex werde nur zustandekommen, wenn SAF-Holland bis zum Ende der Annahmefrist auf mindestens 90 Prozent der Anteile komme, betonte das Unternehmen aus Bessenbach bei Aschaffenburg. Ein nachträglicher Verzicht auf diese Bedingung - der nach schwedischem Übernahmerecht möglich wäre - komme nicht in Frage. SAF-Holland bietet 66 schwedische Kronen je Haldex-Aktie, insgesamt gut 300 Millionen Euro. Die Anteilseigner haben noch bis Mitte August Zeit, die Offerte anzunehmen.

13.22 Uhr – Infineon mit klaren Kurs-Verlusten

Infineon Papiere verbilligen sich um 1,6 Prozent. Es belastet ein Medienbericht, demzufolge sich iPhone-Hersteller Apple gegen einen möglichen Konjunkturabschwung wappnen und im kommenden Jahr auf die Kostenbremse treten will, heißt es von Börsenhändlern. Die Veränderungen sollen zwar nicht alle Teams betreffen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Doch wie bereits andere US-Konzerne will demnach auch Apple mit Blick auf einen möglichen Wirtschaftsabschwung Personaleinstellungen und das Ausgabenwachstum in einigen Geschäftsbereichen verlangsamen. Vor Apple hatten schon andere Firmen wie der Facebook-Mutterkonzern Meta, der Elektroautobauer Tesla sowie einige US-Banken Neueinstellungen zurückgeschraubt, um sich für einen möglichen Konjunkturabschwung zu wappnen.

12.42 Uhr – Volks- und Raiffeisenbanken zur Konjunktur

Der aktuellen Konjunkturprognose des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) zufolge haben die gesamtwirtschaftlichen Auftriebskräfte zuletzt merklich nachgelassen. Schätzungen des BVR lassen erwarten, dass die deutsche Wirtschaft im Sommerhalbjahr 2022 in eine technische Rezession geraten wird, also einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen. Sollte es nicht zu einem weitgehenden Gaslieferstopp kommen und die Preis- und Engpassprobleme zum Jahresende 2022 allmählich nachlassen, rechnet der BVR im laufenden Jahr mit einem Wachstum des preisbereinigten BIP gegenüber dem Vorjahr um ein Prozent. Die Inflation dürfte im Durchschnitt dieses Jahres sieben Prozent betragen.

11.16 Uhr - Inflation im Euro-Raum bei 8,6 Prozent

Der rasante Anstieg der Energiepreise hat die Teuerungsrate auf ein neues Rekordniveau getrieben. Die Verbraucherpreise im Euroland legten im Juni um 8,6 Prozent zum Vorjahresmonat zu, teilte das Statistikamt Eurostat gerade mit. Damit bestätigte es eine erste Schätzung. Im Mai hatte die Teuerung bereits bei 8,1 Prozent und im April bei 7,4 Prozent gelegen. Das setzt die Europäische Zentralbank unter Zugzwang. Sie wird in ihrer Sitzung übermorgen voraussichtlich nach mehr als einem Jahrzehnt der lockeren Geldpolitik die Zinswende angehen. Denn das Inflationsziel ist weit von den angestrebten zwei Prozent entfernt ist, die die europäischen Währungshüter als optimalen Wert für die Wirtschaft ansehen.

09.56 Uhr - Auftragspolster der Industrie im Mai weiter gewachsen

Das liegt aber zu einem großen Teil an den Lieferproblemen und Produktionsverzögerungen. Binnen Jahresfrist erhöhte sich der Auftragsbestand um 16,9 Prozent. Das teilte das Statistische Bundesamt am Morgen mit. Gestörte Lieferketten infolge des Kriegs in der Ukraine und anhaltender Verwerfungen durch die Corona-Krise, wie Schließungen von Häfen in China, führen nach wie vor zu Problemen beim Abarbeiten der Aufträge, erklärten die Statistiker. Auch im Mai war demnach wie in den Monaten zuvor in vielen Branchen das Auftragseingangsvolumen höher als der Umsatz.

09.10 Uhr - Gewinnmitnahmen zum Handelsstart

Nach zwei Tagen der Erholung wird etwas Kasse gemacht an den deutschen Aktienmärkten. Die Abschläge sind aber moderat. Der DAX verliert rund 10 Minuten nach Handelsstart 0,3 Prozent auf 12.916 Punkte. Schwindende Ängste vor drastischeren Zinserhöhungen der US-Notenbank geben den Kursen seit einigen Tagen Unterstützung. Mit Spannung warten die Anleger auf die aktuellen Daten vom US-Immobilienmarkt. In Europa stehen zwei Tage vor der Zinssitzung der EZB die endgültigen Zahlen zur Inflation in der Euro-Zone auf der Agenda. An den Börsen in Asien zeigt sich ein gemischtes Bild. In Tokio schloss der Nikkei-Index 0,7 Prozent höher bei 26.962 Punkten. Die Börse in Shanghai notiert fast unverändert, in Hongkong und Seoul werden Verluste geschrieben. Der Euro steigt wieder etwas und steht nun bei 1,01 80 Dollar.

07.07 Uhr - Gemischtes Bild an den Märkten in Asien

Während der Nikkei-Index in Tokio nach dem Feiertag gestern ein Plus von 0,8 Prozent verbucht, geht es in Hongkong um 1,2 Prozent nach unten, in Shanghai um 0,3 Prozent und in Seoul um 0,5 Prozent. Die beginnende Quartalsberichts-Saison und anstehende Zinssitzungen der großen Notenbanken machten es Anlegern schwer, eine klare Richtung zu finden. Am Donnerstag steht die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank auf der Agenda. Im Vorfeld hat sich der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest, geäußert. Er hält die in Aussicht gestellte Zinserhöhung der EZB von 0,25 Prozent nicht für ausreichend, sondern plädiert für einen Anstieg um mindestens um 0,5 Punkte. Der Euro steht am Morgen bei 1,01 35 Dollar.

06.09 Uhr - IBM steigert Umsatz und Gewinn

Ein starkes Cloud-Geschäft hat dem US-Computerkonzern IBM im zweiten Quartal Auftrieb gegeben. Die Umsätze stiegen etwas stärker als erwartet um neun Prozent auf 15,5 Milliarden Dollar, im Cloud-Geschäft legten die Umsätze um 18 Prozent zu, teilte das Unternehmen gestern nach US-Börsenschluss mit. Der Nettogewinn lag bei gut 1,39 Milliarden Dollar und damit höher als im Vorjahreszeitraum. Das waren es 1,325 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr hält IBM eine Belastung von 3,5 Milliarden Dollar aufgrund des starken Dollar für möglich. Obwohl die Ergebnisse über den Erwartungen von Analysten lagen, geriet die Aktie nachbörslich ins Minus.

Dienstag, 19. Juli 2022

22.10 Uhr - Apple-Bericht belastet US-Börsen

Apple bereitet sich offenbar auf eine spürbare Abkühlung der Konjunktur und damit auch des Konsums vor. Das legt zumindest ein Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg nahe. Demnach tritt der Konzern aus Kalifornien bei der Rekrutierung neuer Mitarbeiter ebenso auf die Bremse wie bei den übrigen Ausgaben. Anleger an der Nasdaq reagierten nervös. Die Apple-Aktie gab um 2 Prozent nach. Das belastete den gesamten US-Aktienmarkt, der vor der entsprechenden Meldung noch überwiegend Gewinne verzeichnet hatte und dann ins Minus drehte. Der Dow Jones und die Nasdaq gaben am Ende um mehr als ein halbes Prozent nach.

20.04 Uhr - Fuest kritisiert EZB für Zinspolitik

Der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest, hält die in Aussicht gestellte Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht für ausreichend. Statt der geplanten Erhöhung des Leitzinses um 0,25 Prozentpunkte wäre eine Erhöhung um mindestens 0,5 Punkte angemessen, sagte Fuest dem Münchner Merkur. Die EZB müsse konsequenter gegen die Teuerung vorgehen, damit diese sich nicht festsetze. Noch sei es nicht zu spät, eine Lohn-Preis-Spirale zu verhindern, so der Ifo-Präsident.

19.00 Uhr - Anleger warten auf EZB-Entscheid

Während die US-Notenbank bereits seit einiger Zeit versucht, mit steigenden Zinsen die Inflation in den Griff zu bekommen hatte sich die Europäische Zentralbank bisher zurückgehalten. Jetzt aber hat für die EZB die „Woche der Wahrheit“ begonnen, wie es heute an der Börse hieß. Am Donnerstag entscheiden die Euro-Währungshüter nämlich über die Geldpolitik. Und es wird allgemein erwartet, dass die EZB den Leitzins anheben wird. Noch nicht sicher ist, wie deutlich dieser Zinsschritt ausfallen wird. Im Vorfeld erlebte der deutsche Aktienmarkt einen freundlichen Start in die neue Woche. Der DAX kletterte um 0,7 Prozent nach oben auf 12.960 Punkte.

17.50 Uhr – Deutsche Börsenwerte am Montag

Unter den DAX-Werten verzeichnen heute 32 Aktiengesellschaften ein Plus und sieben Unternehmen Verluste. Ein Unternehmenskurs bewegt sich auf der Höhe des letzten Handelstags. Der Überblick zum Stand von 17.50 Uhr:

Zalando verbuchte unter den börsennotierten Unternehmen des DAX bisher den höchsten Kursgewinn. Die Aktie verteuerte sich um 4,7 Prozent. Auch die Papiere von Deutsche Bank (+3,9 Prozent) sowie Continental (+3,6 Prozent) konnten sich steigern.

Merck musste am heutigen Börsentag bisher den höchsten Verlust hinnehmen. Der Aktienkurs des Unternehmens sank um 5,3 Prozent. FMC (-3,7 Prozent) und Sartorius (-2,8 Prozent) verloren ebenfalls.

💡 Von der Börse München (gettex) beziehen wir Kursdaten, die wir mit Hilfe automatisierter Datenverarbeitung in Text umwandeln. Letzter Stand der Daten ist 17.50 Uhr, berechnet wird die Entwicklung seit kurz vor 18 Uhr des letzten Handelstags. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

17.37 Uhr - DAX steigt am Ende um 0,7 Prozent

Zum Auftakt der neuen Handelswoche tendierte der deutsche Aktienmarkt freundlich. Der DAX notierte am Ende bei 12.960 Punkten, das entspricht einem Plus von 0,7 Prozent. Größter Gewinner war die Aktie von Zalando, die sich um mehr als 5 Prozent verteuerte.

14.22 Uhr – Porsche wirbt um Börsengang

Der Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche wirbt mit der Aussicht auf ein kräftiges Umsatz- und Gewinnwachstum in diesem Jahr um Investoren für seinen Börsengang. Der Umsatz werde auf 38 bis 39 (2021: 33,1) Milliarden Euro steigen, sagte der Finanzvorstand der Volkswagen-Tochter beim sogenannten Kapitalmarkttag. Das wäre ein Zuwachs von 15 bis 18 Prozent. Die endgültige Entscheidung über einen Börsengang stehe noch aus, Volkswagen werde sich in den nächsten Wochen dazu äußern, sagte der Porsche-Chef Oliver Blume. Porsche verspricht sich davon mehr Eigenständigkeit. Aktien von Volkswagen verteuern sich um 3,4 Prozent.

14.01 Uhr – Sorgen um Frachtschifffahrt

Niedrige Wasserstände infolge des trockenen Wetters schränken die Frachtschifffahrt auf dem Rhein ein. Der Rhein ist ein wichtiger Transportweg für Güter wie Getreide, Kohle, Benzin und Heizöl. Flaches Wasser führt zu Zuschlägen auf die Frachtraten und damit zu höheren Kosten für die Frachteigentümer. 2018 hatten niedrige Pegelstände nach dem heißen Sommer und dem ebenfalls trockenen Herbst die Schifffahrt über Monate eingeschränkt und die Industrie belastet. Der Chemiekonzern BASF aus dem Dax - dessen größtes Werk am Stammsitz in Ludwigshafen rund 40 Prozent der Rohstoffe über den Fluss erhält und der das Rheinwasser auch zur Kühlung nutzt – erklärt zwar, derzeit hätten die Pegelstände keine Auswirkungen auf die Produktion. Man beobachte aber die Situation genau. Aktien von BASF gehören heute sogar bisher zu den deutlichen Gewinnern im DAX und steigen um 3,2 Prozent. Der DAX verbessert sich um 1,2 Prozent auf 13.015 Punkte.

12.27 Uhr – Kryptowährungen Bitcoin und Ethereum steigen deutlich

Anleger greifen zum Wochenstart bei den seit Jahresbeginn stark gebeutelten Kryptowährungen zu. Ethereum verteuert sich um rund 16 Prozent; Bitcoin zieht mehr als sechs Prozent auf gut 22.000 Dollar an. „Anleger fiebern einem technischen Upgrade entgegen, welches die zugrunde liegende Ethereum-Blockchain letztendlich sicherer, skalierbarer und vor allem nachhaltiger machen soll", sagt Analyst Timo Emden vom gleichnamigen Analysehaus. Dank eines erwarteten Mega-Updates sollen Transaktionen mit Ethereum künftig billiger und energiesparender abgewickelt werden können. Damit sinke das Risiko im Hinblick auf politische Verbote, betont Emden.

11.15 Uhr - Uniper zieht Kreditlinie der KfW

Der durch die Gas-Krise angeschlagene Versorger Uniper greift auf einen milliardenschweren Kredit der staatseigenen Förderbank KfW zurück. Angesichts des sich anbahnenden Ukraine-Kriegs und den damit verbundenen Schwankungen an den Rohstoffmärkten hatte Uniper mit der KfW eine Kreditlinie über zwei Milliarden Euro bereits Anfang Januar vereinbart. heute hat er die Gelder in Anspruch genommen worden, teilte das MDAX-Unternehmen mit. Damit sei der Kreditrahmen vollständig ausgeschöpft. Die Uniper-Aktie kann etwas zulegen und gewinnt im MDAX gut ein Prozent. Der MDAX selbst gewinnt 1,6 Prozent. Der DAX hat 1,2 Prozent zugelegt auf 13.025 Punkte.

09.15 Uhr - DAX mit freundlichem Wochenauftakt

Der deutsche Leitindex ist im Plus gestartet und notiert jetzt 0,7 Prozent höher bei 12.956 Punkten. Der MDAX legt 0,9 Prozent zu Bankaktien gehören zu den Favoriten. Im DAX steigt das Papier der Deutschen Bank um 2,7 Prozent, im MDAX ist das Papier der Commerzbank umsatzstärkster Gewinner mit einem Plus von 2 Prozent. Die Anleger setzen darauf, dass die Europäische Zentralbank am Donnerstag die erste Zinserhöhung seit elf Jahren beschließen wird. Gespannt sind die Anleger auch auf den den Start der Bilanzsaison. Im Tagesverlauf legen heute die Geldhäuser Bank of America und Goldman Sachs Geschäftszahlen vor. Der Euro hat leicht angezogen auf 1,01 34 Dollar.

07.15 Uhr - Airbus vor Luftfahrtmesse zuversichtlich

Der europäische Flugzeugbauer Airbus setzt trotz Materialknappheit weiter darauf, in diesem Jahr wie geplant 720 Flugzeuge zu liefern. Die Airbus-Teams arbeiteten mit Hochdruck daran und die Hersteller von knappen Triebwerken hätten signalisiert, dass sie bei ihrer Produktion aufholten. Ob die angepeilte Produktion gelinge, werde man aber erst am Jahresende wissen, so heißt es bei Airbus. Heute trifft sich die Branche ja zur ersten großen Luftfahrtmesse seit der Corona-Pandemie im britischen Farnborough südwestlich von London. Experten erwarten aber kein ganz so großes Auftragsfeuerwerk wie vor der Krise.

06.16 Uhr - Freundlicher Wochenauftakt an asiatischen Börsen

Nach dem Aufschwung am Freitag an den Märkten in Europa und den USA greifen auch die Anleger in Asien wieder zu. In Shanghai steht ein Plus von 1,5 Prozent zu Buche in Hongkong von 2,5 Prozent und in Seoul von 1,8 Prozent. Die Börse in Tokio ist wegen eines Feiertags geschlossen. Spürbar ist an den Märkten aber auch Nervosität. Die Erdgaspipeline zwischen Russland und Europa, die derzeit wegen Wartungsarbeiten geschlossen ist, soll am Donnerstag wieder in Betrieb genommen werden. Sollte Gas ab dann nicht wieder fließen, könnte das für Turbulenzen an den Finanzmärkten führen, so hört von Börsianern. Der Ölpreis ist etwas gestiegen um rund 80 US-Cent auf 101,95 Dollar je Barrel Nordseeöl. Der Euro pendelt dicht um 1,01 Dollar.

Montag, 18. Juli 2022

22.10 Uhr - Versöhnlicher Wochenschluss auch in New York

An der Wall Street hat offenbar die Sorge nachgelassen, dass die US-Notenbank die Zinsen demnächst drastisch erhöhen könnte. Zwei führende Notenbanker hatten sich für eine Zinserhöhung von 0,75 Prozentpunkten in zwei Wochen ausgesprochen. Das ist zwar immer noch ein großer Schritt, doch nach den überraschend hohen US-Inflationsdaten im vergangenen Monat hatten Investoren befürchtet, dass der Leitzins um einen vollen Prozentpunkt angehoben wird. Der Dow Jones stieg um 2,1 Prozent. Für Unterstützung sorgten zudem neue besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten.

21.50 Uhr - Citigroup überrascht mit Quartalsgewinn

Die Aktien der Citigroup gehören an der Wall Street zu den großen Gewinnern mit einem Plus von 14 Prozent. Wegen Rückstellungen für faule Kredite ist der Gewinn im abgelaufenen Quartal zwar gesunken, lag aber immer noch bei 4,5 Milliarden Dollar. Analysten hatten allerdings einen größeren Rückgang befürchtet. Sowohl die Zins- als auch die Gebühreneinnahmen hätten positiv überrascht, kommentierte man bei der Investmentbank Jefferies. Gleiches gelte für die Kapitalquote. Und das hilft offenbar auch den Papieren des Konkurrenten Wells Fargo, die um 6,4 Prozent anziehen. Obwohl sich der Quartalsgewinn überraschend halbiert , auf 3,1 Milliarden Dollar. Die Erwartungen seien aber so niedrig, dass viele Anleger dies als Chance zum Einstieg werteten, meinte dazu ein Aktienhändler vom Brokerhaus Bright Trading. Dieses Muster werde man in der laufenden Bilanzsaison sicher öfter beobachten.

20.15 Uhr - Fraport will Kapazität weiter reduzieren

Der Frankfurter Flughafen will seine Kapazität weiter verringern, um Abläufe zu vereinfachen und ein weiteres Flugchaos zu vermeiden. Ziel sei es, den Flugbetrieb zusätzlich zu stabilisieren und künftig die Flugbewegungen pro Stunde auf 88 Starts und Landungen zu begrenzen, sagte eine Sprecherin des Betreibers Fraport. Der entsprechende Antrag soll kommende Woche gestellt werden. Das sind acht weniger Starts und Landungen pro Stunde als bisher, Man sei mit den Airlines im Gespräch, heißt es. Die Lufthansa begrüßte den Schritt. Die Entscheidung sei richtig, weil das Personal trotz bereits erfolgter Flugstreichungen und Aufstockungen der Stellen nicht ausreiche. Die Aktien von Fraport verteuerten sich um 1,4 Prozent, die Titel von Lufthansa konnte sogar 6,9 Prozent zulegen, da die Geschäftszahlen der Fluglinie im zweiten Quartal besser ausfielen als erwartet.

17.45 Uhr - DAX schließt deutlich im Plus

Heute gab es einen versöhnlichen Schluss einer schwachen Woche. Der DAX schloss 2,8 Prozent höher - bei 12.864 Punkten. Am vergangenen Freitag stand der Index noch knapp über der Marke von 13.000. Positiv aufgenommene Konjunkturdaten aus den USA sorgten heute für Auftrieb. Der für die US-Wirtschaft wichtige Einzelhandelsumsatz war im Juni deutlicher als erwartet gestiegen. Zudem zogen die Einfuhrpreise im vergangenen Monat nicht so stark an wie befürchtet, und der Empire State Index, der die Stimmung in den Industrieunternehmen im US-Bundesstaat New York misst, verbesserte sich im Juli auch noch überraschend. Allen voran verteuerten sich VW und Porsche Holding um 4,7 beziehungsweise 5,6 Prozent. Der VW Konzern hat zwar, wie die Konkurrenz in Europa, deutlich weniger Fahrzeuge verkauft, allerdings läuft das Geschäft auf dem weltgrößten Automarkt in China gerade wieder hoch, für die Wolfsburger der wichtigste Markt.

17.50 Uhr – Marktbericht: Porsche, Volkswagen und weitere

Unter den DAX-Werten verzeichnen heute 38 Aktiengesellschaften ein Plus und zwei Unternehmen Verluste. Der Überblick zum Stand von 17.50 Uhr:

Porsche verzeichnete bisher mit 5,3 Prozent den höchsten Kursgewinn unter den Unternehmen des DAX. Es folgt Volkswagen mit +4,8 Prozent und Continental mit +4,3 Prozent.

Im Vergleich am schlechtesten verlief der Tag bisher für Deutsche Börse AG. Die Aktie notiert 1 Prozent niedriger als am letzten Handelstag. Beiersdorf verbilligte sich um 0,8 Prozent.

💡 Von der Börse München (gettex) beziehen wir Kursdaten, die wir mit Hilfe automatisierter Datenverarbeitung in Text umwandeln. Letzter Stand der Daten ist 17.50 Uhr, berechnet wird die Entwicklung seit kurz vor 18 Uhr des letzten Handelstags. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

16.15 Uhr - US-Börsen und Wells Fargo im Aufwind

An der Wall Street freut man sich gleich über mehrere positive Konjunkturdaten: Der für die US-Wirtschaft wichtige Einzelhandelsumsatz ist im Juni deutlicher als erwartet gestiegen. Die Einfuhrpreise haben im vergangenen Monat nicht so stark angezogen wie befürchtet, und ein Index, der die Stimmung in den Industrieunternehmen im US-Bundesstaat New York misst, hat sich im Juli überraschend verbessert. Und so legt der Dow Jones jetzt eineinhalb Prozent zu. Der Nasdaq-Index schafft ein halbes Prozent. Stark gefragt sind die Aktien von Wells Fargo. Die Großbank hat ihre Quartalszahlen vorgelegt: eine deutlich erhöhte Risikovorsorge für faule Kredite wegen gestiegener Rezessionsgefahr hat den Gewinn dabei einbrechen lassen. Im zweiten Quartal verdiente der Finanzkonzern unterm Strich 3,1 Milliarden Dollar - fast 50 Prozent weniger als im Vorjahr. Offenbar haben die Anleger aber auch positive Details in der Zwischenbilanz entdeckt. Der Kurs legt jedenfalls fast fünf Prozent zu.

14.15 Uhr - Uniper greift auf seine eigenen Gasspeicher zurück

Man reduziere derzeit die gebuchten Gasmengen in den eigenen Speichern, um die Kunden mit Gas zu versorgen und die Liquidität zu sichern, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Uniper-Chef Klaus-Dieter Maubach hatte bereits angekündigt, dass ein solcher Schritt nötig werden könnte. Der größte deutsche Gas-Importeur ist in die Krise geraten, weil Russland die Gaslieferungen nach Deutschland gekürzt hat und die Preise auf dem Gasmarkt enorm gestiegen sind. Der Konzern muss am teuren Spotmarkt zukaufen, um die Verpflichtungen gegenüber seinen Kunden zu erfüllen. Indem die eigenen Speicher geleert werden, versucht man die Verluste einzugrenzen. Dem Kurs von Uniper schadet die Meldung nicht sonderlich. Die Aktie notiert weiterhin sieben Prozent im Plus und holt damit ein wenig auf.

12.15 Uhr - Autoaktien und Uniper stark gefragt

Zum Ende einer schwachen Börsen-Woche legt der Dax jetzt nochmal eine kleine Aufholjagd hin. Um rund eineinhalb Prozent geht es wieder aufwärts. Damit wären die Verluste von gestern zumindest einigermaßen ausgebügelt. Besonders gefragt sind im Moment alle Autotitel. Spitzenreiter im DAX dabei: Continental und VW mit jeweils rund vier Prozent. Im M-Dax führen Uniper-Aktien, mit zehn Prozent Plus. Der angeschlagene Energieversorger profitiert davon, dass die US-Investmentbank Goldman Sachs ihre Verkaufsempfehlung für den Titel gestrichen hat. Goldman bewertet Uniper jetzt mit "Neutral"

11.00 Uhr - Starke Autoaktien beflügeln DAX

Trotz schwacher Zulassungszahlen - An den deutschen Börsen können die Auto-Aktien heute deutlich zulegen. Händler begründeten dies zum einen mit den hohen Preisen, mit denen die Hersteller derzeit ihre Produkte vermarkten können. Zum anderen blicken die Autobauer optimistisch nach vorne. So geht man zum Beispiel bei VW und Porsche für das zweite Halbjahr von einem regelrechten Nachfragesprung aus, nicht zuletzt in China. VW-Aktien verteuern sich um 4 Prozent, Mercedes-Benz, Daimler Truck und BMW legen um mehr als 3 Prozent zu. Insgesamt steigt der DAX um 1,8 Prozent auf 12.745 Punkte.

09.10 Uhr - DAX eröffnet knapp im Plus

Nach den herben Verlusten der Vortage kommt es heute zu einer kleineren Erholung am Aktienmarkt. In den ersten Handelsminuten liegt der DAX 0,5 Prozent im Plus bei 12.584 Punkten. Größter Gewinner ist die Aktie von RWE mit einem Plus von 1,7 Prozent.

07:30 Uhr - EZB will Inflations-Prognosen besser berechnen

Die Europäische Zentralbank will ihre ökonomischen Modelle zur Prognose von Inflation überprüfen, um künftig präzisere Voraussagen über die Preisentwicklung vorlegen zu können. Der Bild-Zeitung sagte ein EZB-Sprecher: Man arbeite mit den nationalen Zentralbanken des Euro-Raums daran, die Prognosen in Zeiten von großer Unsicherheit anzupassen und zu verbessern. Die EZB habe, wie andere Ökonomen auch, die aktuelle Inflationsrate unterschätzt, räumte der Sprecher ein. Die EZB steht seit Monaten angesichts der hohen Inflationsraten in den Euro-Staaten in der Kritik. Der Vorwurf ist, dass sie die Teuerungswelle viel zu spät erkannt hat.

06.15 Uhr - Chinas Wirtschaft wächst kaum noch

Chinas Wirtschaftswachstum ist im zweiten Quartal angesichts von Corona-Lockdowns und einer Immobilienkrise auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahren geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt legte zwischen April und Juni um lediglich 0,4 Prozent zu, so die nationale Statistikbehörde in Peking. Die Auswirkungen der Epidemie dauerten an, so die Behörde. Zugleiche wachse die Gefahr einer Stagflation der Weltwirtschaft. Wegen der Corona-Pandemie hatten die Behörden in Chinas Wirtschaftsmetropole Shanghai im Frühjahr zwei Monate lang einen Lockdown verhängt. Zahlreiche Unternehmen und Fabriken mussten ihren Betrieb vorübergehend einstellen. Die Börse in Shanghai tritt auf der Stelle.

22.15 Uhr - Dow Jones baut Verluste wieder größtenteils ab

Das sah eine Zeitlang gar nicht gut aus an den US-Börsen. Die unerwartet stark gestiegenen Erzeugerpreise vergrößerten die Inflationsängste der US-Anleger noch einmal spürbar. Dazu kamen auch noch enttäuschende Bankenbilanzen. JP Morgan und Morgan Stanley konnten mit ihren Quartalszahlen überhaupt nicht überzeugen. Weil die Gesamtlage so unsicher ist, müssen die Geldhäuser mehr Kapital als Risikovorsorge zur Seite legen – das schmälert den Gewinn. Und so tauchten die Kurse richtig ab im frühen Handel. Dann aber konnten sich die Märkte wieder fangen und am Ende blieb beim Dow Jones von rund 2 Prozent Minus nur noch ein halbes Prozent übrig.

21.15 Uhr - Gold so günstig wie seit rund einem Jahr nicht mehr

Gold wird eigentlich als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten gesehen. Doch jetzt ist der Goldpreis unter Druck geraten und zwar aus zwei Gründen. Zum einen steigt der Dollar in der Gunst der Anleger. Das verteuert den rechnerischen Einkaufspreis von Gold für Interessenten, die sich außerhalb des Dollarraums befinden. Sie müssen ihre Heimatwährung vor dem Kauf erst in Dollar umtauschen. Zum anderen wirken sich die vielerorts steigenden Leitzinsen auch auf den Goldmarkt aus. Da das Edelmetall keine Zinsen abwirft, verliert es gegenüber festverzinslichen Wertpapieren wie Staatsanleihen an Attraktivität. Das dämpft die Nachfrage, die Preise fallen. Und so fällt der Preis für eine Feinunze aktuell um gut ein Prozent auf 1710 Dollar. Zeitweise waren es heute schon weniger als 1700 gewesen, so wenig wie zuletzt vor knapp einem Jahr.

17.50 Uhr – Wie lief der Donnerstag für die Unternehmen des DAX?

Ein Blick auf die 40 deutschen Unternehmen im DAX: Heute sieht die Börse drei Aktiengesellschaften mit Kursgewinnen und 37 Unternehmen mit Verlusten. Im Folgenden der Stand von heute (17.50 Uhr):

Unter den Unternehmen des DAX hatten Zalando (+1,2 Prozent) sowie Siemens (+0,4 Prozent) die größten Kursgewinne.

Continental und Allianz mussten am heutigen Börsentag bisher die höchsten Verluste hinnehmen. Die Aktienkurse der Unternehmen sanken um jeweils 3,4 Prozent. Adidas (-3,2 Prozent) und Puma (-3,1 Prozent) verloren ebenfalls.

💡 Von der Börse München (gettex) beziehen wir Kursdaten, die wir mit Hilfe automatisierter Datenverarbeitung in Text umwandeln. Letzter Stand der Daten ist 17.50 Uhr, berechnet wird die Entwicklung seit kurz vor 18 Uhr des letzten Handelstags. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

17.30 Uhr - Wall Street zieht DAX mit nach unten

Wirklich kein guter Tag für die deutschen Anleger. DAX, M-Dax und TecDAX haben alle fast 2 Prozent Verlust verbucht. Endstand beim DAX war 12.520. Und das nachdem es gestern schon abwärts gegangen war. Die schlechte Stimmung kam dabei zum guten Teil von der Wall Street. Enttäuschende Bankenbilanzen und stark gestiegene Erzeugerpreise drücken dort auf die Kurse. Dow Jones und Nasdaq geben beide rund ein Prozent nach. Die US-Erzeugerpreise sind im Juni um 11,3 Prozent angestiegen, und damit noch einmal stärker als erwartet. Und da die Erzeugerpreise ein Vorbote für die Inflationsrate sind, kann man davon ausgehen, dass sich die Preissituation auch im Juli in den USA nicht entspannen wird. Folge: inzwischen hält man es sogar für gut möglich, dass die US-Notenbank Fed im Juli den Leitzins vielleicht sogar um einen ganzen Prozentpunkt anheben könnte.

16.10 Uhr - US-Börsen zum Auftakt schwach

An den US-Börsen kommt es im frühen Handel zu deutlichen Kursverlusten. Der Dow Jones rutscht um 2 Prozent ab. Die Nasdaq gibt um 1,5 Prozent nach. Ein Grund sind anhaltende Inflationssorgen. So stiegen die US-Erzeugerpreise im Juni um 11,3 Prozent an, und damit noch einmal stärker als erwartet. Dazu kommen schwache Quartalszahlen von großen US-Banken, mit denen die Bilanzsaison in den USA sehr verhalten startet. Höhere Rückstellungen für drohende Kreditverluste wegen der zunehmenden Rezessionsgefahren drückten zum Beispiel den Gewinn der größten US-Bank JP Morgan im zweiten Quartal. Der Aktienkurs von JP Morgan gibt um 4,5 Prozent nach. Auch das Papier von Morgan Stanley gibt nach. Die Bank hatte einen Rückgang bei Umsatz und Gewinn gemeldet.

15.40 Uhr - Euro fällt unter die Parität

Der Euro ist deutlich unter die Parität zum Dollar gefallen. Er notiert bei 99,55 Cent. Hintergrund sind rasant gestiegene Erzeugerpreise in den USA. Sie wecken bei Anlegern die Erwartung, dass die US-Notenbank den Leitzins sehr schnell und sehr deutlich anheben wird.

15.00 Uhr - US-Erzeugerpreise steigen rasant

Die Erzeugerpreise in den USA ziehen überraschend weiter an und deuten damit auf eine anhaltend hohe Inflation im Land hin. Sie stiegen im Juni im Jahresvergleich um 11,3 Prozent, so das Arbeitsministerium. Damit blieb der Zuwachs nur knapp unter dem Rekordwert vom März - damals wurden 11,6 Prozent erreicht. In der Statistik werden die Preise ab Fabrik geführt - also bevor die Produkte weiterverarbeitet werden oder in den Handel gelangen. Daraus lassen sich also frühe Hinweise auf die Entwicklung der Verbraucherpreise ableiten. Der enorme Preisdruck in den USA könnte die Notenbank Ende des Monats zu einem weiteren großen Zinsschritt bewegen. So schließt das Fed-Mitglied Raphael Bostic auch eine Erhöhung um einen vollen Prozentpunkt nicht aus.

14.05 Uhr - Fraport stimmt Passagiere auf Nervenproben ein

Der Frankfurter Flughafen stimmt Passagiere auf Geduldsproben ein. Deutschlands größter Airport erwartet in den kommenden Tagen den stärksten Passagierandrang seit Beginn der Corona-Krise. Am ersten Ferienwochenende in Hessen und Rheinland-Pfalz sowie an weiteren Spitzentagen rechne man mit bis zu 200.000 Passagieren pro Tag, teilte der Betreiber Fraport mit. Das sind etwa 75 Prozent des Vorkrisen-Niveaus. Fluggäste müssen sich auf lange Wartezeiten einstellen. Fraport empfiehlt Reisenden, mindestens 2,5 Stunden vor Abflug am Check-in zu erscheinen. Rückkehrer werden auf lange Wartezeiten für ihr Gepäck eingestimmt. Die im MDAX notierte Aktie von Fraport verteuert sich um 1,2 Prozent. Lufthansa-Papiere liegen ein halbes Prozent im Plus.

13.10 Uhr - EU-Kommission hebt Inflationsprognose an

Der Ukraine-Krieg und die Energiekrise dürften sich massiver auf Verbraucher und Wirtschaft in Europa auswirken als bisher gedacht: Die EU-Kommission rechnet laut ihrer aktualisierten Wirtschaftsprognose für dieses Jahr nun mit einer Rekordinflation von 7,6 Prozent im Euroraum und sogar 7,9 Prozent in Deutschland. Für den Fall eines russischen Gaslieferstopps erwägt Brüssel staatliche Preisdeckel, die in Deutschland umstritten sind. Ihre Inflationsprognosen für die Eurozone und für Deutschland setzte die EU-Kommission um rund anderthalb Punkte im Vergleich zum Frühjahr hoch.

11.15 Uhr - EU-Kommission senkt Wirtschaftsprognosen

Nun hat auch die EU-Kommission die Wachstumsaussichten im Euro-Raum gesenkt, auf 2,6 Prozent. Im Frühjahr hatte sie noch 2,7 Prozent veranschlagt. Noch deutlicher korrigiert wurde die Prognose für das nächste Jahr, 2023 soll nur noch ein Plus von 1,4 Prozent herausspringen - statt der bisher erwarteten 2,3 Prozent. Zugleich rechnet die Kommission für dieses Jahr nun mit einer Teuerungsrate von 7,6 Prozent, bisher war man von einer Inflation von 6,1 Prozent ausgegangenen. Der Wirtschafts- und Währungskommissar der EU Paolo Gentiloni begründet dies mit den Folgen des Krieges in der Ukraine. Russlands grundlose Invasion sende weiter Schockwellen durch die Weltwirtschaft. An den Börsen geht die Talfahrt weiter. Der DAX sinkt um 0,7 Prozent auf 12.665.

09.30 Uhr - DAX tritt auf der Stelle

Nach dem ersten Schreck über die hohe US-Inflation – immerhin stiegen die Preise in den USA im vergangenen Monat um 9,1 Prozent, lässt der Verkaufsdruck am deutschen Aktienmarkt nach. Nach einer etwas leichteren Eröffnung ist der DAX jetzt wie erwartet leicht im Plus, mit aktuell 0,2 Prozent bei insgesamt 12.786. Investoren hofften darauf, dass sich die Lage nicht weiter verschlimmern werde, heißt es beim Online-Broker CMC Markets. Vielleicht könne auch die anstehende Berichtssaison die Sorge vor einer Gewinnrezession ein wenig lindern. Das scheint zumindest bei Hugo Boss geklappt zu haben. Der Modekonzern hat gestern seine Jahresziele erhöht, nach einem Umsatz- und Gewinnsprung im zweiten Quartal. Das wird honoriert mit einem Plus von 3,9 Prozent. Ansonsten warten die Anleger vor allem auf die neuesten Quartalsbilanzen der Banken JP Morgan und Morgan Stanley. Die Berichte gelten als Stimmungstest für die Lage der US-Wirtschaft.

09.25 Uhr - Leichte Verluste bei der Telekom

Die Deutsche Telekom kann den milliardenschweren Verkauf der Mehrheit ihres Funkturm-Geschäfts nicht in Kursgewinne ummünzen. Die T-Aktien starten 0,8 Prozent leichter. Der Verkaufspreis liege mit 17,5 Milliarden Euro etwas unter den Erwartungen, sagt ein Börsianer. Zudem kommt das Geschäft nicht unerwartet, es gab im Vorfeld schon entsprechende Berichte und Gerüchte. Nicht vergessen werden darf, dass der Kurs der T-Aktien zuletzt schon recht ordentlich gelaufen ist, mit aktuell rund 19 Euro je Aktie. Vor ein paar Monaten, Anfang März stand der Kurs bei 14,5 Euro.

08.15 Uhr - Euro bleibt schwach

Der Eurokurs scheint sich über der Dollar-Parität zu stabilisieren. Er tritt knapp über einen Dollar jedenfalls nahezu auf der Stelle bei aktuell 1,00 23 Dollar. Gestern war die Gemeinschaftswährung erstmals seit etwa zwanzig Jahren zeitweise weniger wert als einen Dollar. Zuvor war in den USA eine überraschend hohe Inflation für den Juni gemeldet worden. Nun gehen einige Investoren davon aus, dass die Notenbank kräftiger an den geldpolitischen Zügeln zieht, um die massiven Preissteigerungen in den Griff zu bekommen. Doch die Aussicht auf höhere Zinsen stärkt auch den Dollar und schwächt den Euro.

07.09 Uhr - Telekom verkauft Mehrheit des Funkturm-Geschäft

Die Deutsche Telekom verkauft die Mehrheit ihres Funkturm-Geschäfts an zwei Investoren aus Nordamerika. Die kanadische Brookfield Asset Management sowie Digital Bridge aus Florida, ein Spezialist für digitale Infrastruktur, übernehmen 51 Prozent der Anteile zu einer Gesamtbewertung von rund 17,5 Milliarden Euro. Das hat die Telekom heute früh mitgeteilt. Man habe bedeutende Minderheitsrechte vereinbart und bleibe mit 49 Prozent an der künftigen Wertsteigerung im attraktiven Infrastrukturgeschäft beteiligt, so der Konzern. Der Abschluss der Transaktion wird gegen Ende des Jahres erwartet. Der geschätzte Barmittelzufluss von rund 10,7 Milliarden Euro soll unter anderem zur Entschuldung des Konzerns verwendet werden.

Donnerstag, 14.07.2022

22.10 Uhr - Dow Jones gibt um 0,7 Prozent nach

In den USA ist die Wirtschaft der Notenbank zufolge von Mitte Mai bis Mitte Juli nur mäßig gewachsen. Mehrere Distrikte berichteten über zunehmende Zeichen für eine Verlangsamung der Nachfrage, teilte die US-Notenbank in ihrem jetzt veröffentlichten Konjunkturbericht "Beige Book" mit. In fünf der zwölf Bezirke seien Sorgen über ein erhöhtes Rezessionsrisiko laut geworden, hieß es weiter in dem Konjunkturbericht, der auf Wirtschaftskontakten in den Regionen fußt. Aus allen Bezirken seien außerdem substanzielle Preiserhöhungen gemeldet worden. Die Kontakte vor Ort gingen davon aus, dass der Preisdruck bis mindestens Ende des Jahres anhalten werde. Aus den USA kamen auch neue Preis-Daten. Die Inflation lag demnach im Juni bei 9,1 Prozent. Der Dow Jones gab um 0,7 Prozent nach.

19.10 Uhr - Lufthansa streicht weitere 2.000 Flüge

Die Reisebranche spricht sonst gerne von der schönsten Zeit des Jahres. Doch in diesem Jahr ist der Flug in den Urlaub für hunderttausende von Passagieren eher eine Zumutung. Wegen der teils chaotischen Zustände in der Luftfahrt streicht die Lufthansa nun weitere Flüge. Betroffen seien rund 2.000 Verbindungen an den Drehkreuzen Frankfurt und München bis Ende August, sagte ein Unternehmenssprecher. Man habe in der vergangenen Woche gesehen, dass man mit gezielten Streichungen den verbleibenden Flugplan stabilisieren könne. Dies habe man nun für die nächsten Wochen analysiert und umgesetzt. Es handelt sich bereits um dritte große Welle von Flugabsagen der Lufthansa in diesem Sommer. Die Aktie der Lufthansa gab um fast 2 Prozent nach.

17.50 Uhr – Marktbericht: Airbus, Henkel und weitere

Unter den DAX-Werten verzeichnen heute acht Aktiengesellschaften ein Plus und 31 Unternehmen Verluste. Ein Unternehmenskurs bewegt sich auf der Höhe des letzten Handelstags. Der Überblick zum Stand von 17.50 Uhr:

Airbus verbuchte unter den börsennotierten Unternehmen des DAX bisher den höchsten Kursgewinn. Die Aktie verteuerte sich um 1,4 Prozent. Auch die Papiere von Henkel (+0,9 Prozent) sowie Beiersdorf (+0,7 Prozent) konnten sich steigern.

Bisherige Schlusslichter sind Mercedes-Benz Group mit -4,8 Prozent, Zalando mit -4 Prozent und Daimler Truck mit -3,1 Prozent Kursverlusten.

💡 Von der Börse München (gettex) beziehen wir Kursdaten, die wir mit Hilfe automatisierter Datenverarbeitung in Text umwandeln. Letzter Stand der Daten ist 17.50 Uhr, berechnet wird die Entwicklung seit kurz vor 18 Uhr des letzten Handelstags. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

17.35 Uhr - DAX gibt am Ende 1,2 Prozent nach

Die deutschen Börsen sind mit deutlichen Verlusten aus dem Handel gegangen. Die erneut gestiegene Inflation in den USA sorgte für massive Nervosität am Aktienmarkt. Größter Verlierer im DAX war die Aktie von Mercedes-Benz mit einem Minus von 4,6 Prozent. Der Euro notiert knapp oberhalb der Parität zum Dollar.

16.15 Uhr - Inflationssorgen setzen Kursen an der Wall Street zu

Nachdem die Jahres-Teuerung in den USA im Juni unerwartet stark auf 9,1 Prozent angestiegen ist, müssen sich die Anleger an den Märkten auf eine weitere kräftige Anhebung der Leitzinsen durch die US-Notenbank einstellen; die Fed muss ja versuchen die Inflation in den Griff zu bekommen. Und so gibt der Dow Jones knapp ein Prozent nach, genauso der Nasdaq-Index. Die hohe Inflationsrate drückt vor allem auf die Aktien im Konsumsektor und im Tourismus-Bereich. Die Papiere von American Airlines, Southwest, Delta und United brechen um bis zu 8 Prozent ein. Im Autosektor geben General Motors, Ford und Stellantis zwei bis zu drei Prozent nach.

14.45 Uhr - US-Inflation zieht weiter an

Der DAX sackt von einem Prozent Minus weiter bis auf fast 2 Prozent ab. Ein Grund dafür: In den USA sind vor ein paar Minuten die aktuellen Inflationsdaten veröffentlicht worden. Und die Inflationsrate ist im Juni demnach noch einmal gestiegen. Der Jahresvergleich ergibt 9,1 Prozent, erwartet worden waren 8,8 Prozent. Für die US-Verbraucher ist das genauso eine Hiobsbotschaft wie für die Börsen, denn jetzt wird es für die US-Notenbank kaum eine andere Wahl geben, als den Leitzins noch einmal kräftig anzuheben, wahrscheinlich um 0,75 Prozentpunkte. Auch der Euro fällt nach den aktuellen Daten wieder schlagartig auf Werte ganz knapp über Parität zum Dollar.

14.15 Uhr - Lösung bei Uniper nicht in Sicht

Die staatliche Rettung des angeschlagenen Energieversorgers Uniper gestaltet sich offenbar als sehr schwierig. Vom Bundeswirtschaftsministerium heißt es jetzt, die Gespräche würden intensiv geführt, eine kurzfristiger Lösung sei erforderlich. Wann ein Ergebnis vorliegt ist aber demnach nicht absehbar. Das Problem ist, dass Uniper nicht nur deutsche Gasspeicher besitzt, sondern auch an vielen anderen Einrichtungen beteiligt ist. So hält das Unternehmen zum Beispiel Kernkraftwerke in Schweden und Finnland. Der finnische Mutterkonzern Fortum möchte am liebsten das aktuell heikle deutsche Gasgeschäft von Uniper herauslösen und dem deutschen Staat übergeben. Dagegen wehren sich aber die Arbeitnehmervertreter und die Bundesregierung wäre davon wahrscheinlich nicht wirklich begeistert. Fortum will allerdings auch kein Geld mehr in die deutsche Tochter nachschießen. Und so scheint die Lage ziemlich verfahren. Die Aktie hat nach der aktuellen Ministeriumsmitteilung jetzt gerade ins Minus gedreht und gibt ein halbes Prozent nach.

12.35 Uhr - Spritpreise sinken, aber nur leicht

Die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen sind im Vergleich zur Vorwoche erneut etwas gesunken. Daten des ADAC zufolge müssen Autofahrer für einen Liter Super E10 derzeit im bundesweiten Durchschnitt rund 1,83 Euro bezahlen, das ist ein Rückgang von 1,7 Cent. Der Preis für ein Liter Diesel ist unter die Marke von zwei Euro gesunken. Als Grund für den leichten Rückgang der nach wie vor hohen Spritpreise werden in erster Linie die niedrigeren Rohölnotierungen genannt. Aktuell pendelt der Kurs für ein Barrel der Nordseesorte Brent um die Marke von 100 Dollar. Allerdings wird der Effekt des günstigeren Rohöls durch die Schwäche des Euros im Vergleich zum US-Dollar etwas gedämpft. Hier bleibt der Euro in der Nähe der Dollar-Parität, bei aktuell 1,00 4 Dollar.

09.05 Uhr - Inflation bleibt hoch

Die Inflation hat sich in Deutschland leicht abgeschwächt, bleibt aber auf hohem Niveau. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,6 Prozent. Im Mai hatte die Inflationsrate noch bei 7,9 Prozent gelegen. Hauptursachen für die hohe Inflation seien nach wie vor Preiserhöhungen bei den Energieprodukten, erklärte der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Georg Thiel. Mit Spannung warten die Anleger an den Börsen aber vor allem auf die neuesten Inflationsdaten aus den USA. Es wird damit gerechnet, dass im vergangenen Monat die Preise in den Vereinigten Staaten auf Jahresbasis um 8,8 Prozent gestiegen sind, das ist der höchste Stand seit 40 Jahren. Und das würde die US-Notenbank unter Druck setzen, ihre Zinserhöhungen zügig fortzusetzen, auch wenn dies die Wirtschaft in eine Rezession stürzen könnte. Im Vorfeld der Bekanntgabe bleiben die Anleger vorsichtig, der DAX startet 0,9 Prozent leichter bei 12.779.

08.13 Uhr - Fraport vorbörslich gesucht

Fraport ziehen im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz um 2,3 Prozent an. Zum einen haben Analysten der Berenberg Bank die Titel zum Kauf empfohlen. Zum anderen sind am Frankfurter Flughafen die Passagierzahlen im vergangenen Monat gestiegen, trotz der massiven Engpässe. Gegenüber dem Vormonat Mai stieg die Zahl der Fluggäste um rund 400.000 auf knapp fünf Millionen. Damit war der Juni für Deutschlands größten Flughafen der passagierstärkste Monat seit Beginn der Pandemie. Das Vor-Corona-Niveau ist damit allerdings noch nicht erreicht. Auch gibt es nach wie vor Personalmangel und deshalb abgesagte Flüge und lange Warteschlangen. Doch das scheint Reisende bis jetzt nicht abzuschrecken.

07.35 Uhr - Twitter verklagt Musk

Twitter macht Ernst. Der Kurznachrichtendienst hat den Gründer von Tesla Elon Musk verklagt. Das Unternehmen will Musk zwingen, wie vereinbart den Online-Dienst zu übernehmen. Der Milliardär hatte vor dem Wochenende mitgeteilt, dass er von der Vereinbarung zum Kauf von Twitter für rund 44 Milliarden Dollar zurücktrete. Seiner Behauptung nach hat Twitter deutlich mehr Fake-Accounts als angegeben. Der Kurznachrichtendienst hat das zurückgewiesen. Die Anwälte werfen Musk unter anderem vor, das Unternehmen zu verunglimpfen, dessen Geschäft durcheinanderzubringen und Werte von Aktionären zu zerstören. Das Unternehmen bat um eine beschleunigte Prüfung des Falls. Das dürfte auch im Interesse der Aktionäre sein. Die Aktien von Twitter verteuerten sich gestern Abend um 4,3 Prozent.

07.13 Uhr - Anleger warten auf US-Inflationsdaten

Die asiatischen Börsen können vor der Veröffentlichung der neuesten US-Inflationsdaten nur geringfügig ihre jüngsten Verluste wieder wettmachen. Es wird damit gerechnet, dass im vergangenen Monat die Preise in den Vereinigten Staaten auf Jahresbasis um 8,8 Prozent gestiegen sind, das ist der höchste Stand seit 40 Jahren. Und das würde die US-Notenbank unter Druck setzen, ihre Zinserhöhungen zügig fortzusetzen, auch wenn dies die Wirtschaft in eine Rezession stürzen könnte. Die starke Schwäche der Ölpreise im Juli deute jedoch darauf hin, dass die Inflation im Juni ihren Höhepunkt erreicht haben könnte, meinen die Analysten der Bankengruppe ANZ mit Sitz in Melbourne. Der Nikkei steigt aktuell um 0,4 Prozent, der Hang Seng Index in Hongkong legt 0,7 Prozent zu.

Mittwoch, 13. Juli 2022

18.55 Uhr - Preisrutsch bei Rohöl

Seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges in der Ukraine sind die Preise für zahlreiche Rohstoffe teils drastisch gestiegen. Auch die Rohöl-Notierungen waren davon betroffen. Heute allerdings ist der Ölpreis deutlich gefallen. Das Barrel der Nordsee-Sorte Brent verbilligt sich um mehr als 6 Prozent und notiert erstmals seit Monaten wieder knapp unterhalb der Marke von 100 Dollar. Händler führen das auf eine erwartete Konjunktur-Abkühlung zurück, die die Nachfrage drücken würde. Dabei blickt man vor allem nach China. Dort steigen wieder die Corona-Infektions-Zahlen, und Anleger befürchten neue Lockdowns mit all ihren Folgen für die Weltwirtschaft.

17.49 Uhr – Marktbericht: MTU Aero Engines, Airbus, HeidelbergCement und weitere

Ein Blick auf die 40 deutschen Unternehmen im DAX: Heute sieht die Börse 23 Aktiengesellschaften mit Kursgewinnen und 17 Unternehmen mit Verlusten. Im Folgenden der Stand von heute (17.49 Uhr):

MTU Aero Engines und Airbus verbuchten unter den börsennotierten Unternehmen des DAX bisher den höchsten Kursgewinn. Die Aktien verteuerten sich jeweils um 3,7 Prozent. Auch die Papiere von HeidelbergCement und Daimler Truck (je +2,3 Prozent) sowie Deutsche Börse AG (+2,2 Prozent) konnten sich steigern.

Im Vergleich am schlechtesten verlief der Tag bisher für Symrise. Die Aktie notiert 3,1 Prozent niedriger als am letzten Handelstag. Qiagen verlor 2,5 Prozent des Kurswerts, Adidas verbilligte sich um 1,9 Prozent.

💡 Von der Börse München (gettex) beziehen wir Kursdaten, die wir mit Hilfe automatisierter Datenverarbeitung in Text umwandeln. Letzter Stand der Daten ist 17.49 Uhr, berechnet wird die Entwicklung seit kurz vor 18 Uhr des letzten Handelstags. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

17.35 Uhr - DAX gewinnt am Ende 0,6 Prozent auf 12.905 Punkte

Die deutschen Börsen sind mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Der DAX stieg um 0,6 Prozent auf 12.905 Punkte. Für freundliche Stimmung sorgte unter anderem ein deutlich nachgebender Ölpreis. So kostet das Barrel der Nordseesorte Brent erstmals seit Monaten weniger als 100 Dollar. Davon profitierten unter anderem Aktien aus der Luftfahrtbranche. Airbus und MTU Aero Engines verteuerten sich um mehr als 4 Prozent.

15.15 Uhr - Schwacher Euro hat mehrere Nachteile

Der Euro ist kurzzeitig auf die Parität zum Dollar gefallen, zum ersten Mal seit 20 Jahren ist ein Euro also gleich viel wert wie ein Dollar. Ein schwacher Euro hat dabei verschiedene Effekte, für Verbraucherinnen und Verbraucher sind das eher negative: Reisen in Länder außerhalb des Euroraums, insbesondere in Dollar dominerte Länder werden teurer. Der niedrigere Wechselkurs bewirkt, dass man dort für sein Geld weniger bekommt. Und dann kann der niedrige Wechselkurs die ohnehin schon so hohe Inflationsrate weiter nach oben treiben. Güter die nach Deutschland und Europa eingeführt werden müssen - weil man sie hierzulande nicht selbst herstellen bzw. fördern kann - werden bei einem schwachen Euro für uns teurer. Das nennt man importierte Inflation. Die Parität zwischen Euro und Dollar ist eine wichtige Hürde, wird sie geknackt, kann das auch zusätzliche Spekulationen gegen die europäische Währung auslösen. Momentan ringen die Märkte noch mit dieser Marke, der Euro steigt wieder etwas auf einen Dollar 00 40.

11.15 Uhr - ZEW sehr schwach - Euro und Dollar gleich viel wert

Die Probleme von gestern sind die Probleme von heute: an den Aktienmärkten macht man sich weiter Sorgen über zwei Dinge: die Gas-Krise in Europa und die Gefahr erneuter Lockdowns in China, was eine Verschärfung der Lieferkettenprobleme nach sich ziehen würde. Und so fällt jetzt auch – genau aus diesen Gründen – der ZEW-Konjunkturindikator deutlich schlechter aus, als erwartet. Die Kennzahl fasst die Erwartungen der Finanzmarktprofis zusammen. Und die sind eben erheblich pessimistischer eingestellt, sowohl was ihre Einschätzung der aktuellen Lage, als auch der künftigen Entwicklung angeht. Und dementsprechend gibt der DAX erneut nach, aktuell um 0,6 Prozent auf 12.750 Punkte. Auch M-DAX und TecDAX verlieren rund ein Prozent. Besonders unter Druck stehen im DAX die Aktien von Deutscher Bank, Hellofresh und Puma mit jeweils gut 2 Prozent Minus. Und damit zum Euro: der fällt weiter und hat in diesen Augenblicken Parität zum Dollar erreicht. Dollar und Euro sind also im Moment genau gleich viel wert.

09.15 Uhr - Airbus geht von großer Nachfrage aus

Bei Airbus geht man nicht davon aus, dass das Chaos an manchen Flughäfen mittelfristig den Flugverkehr beinträchtigen wird, man rechnet weiter mit einer wachsenden Nachfrage weltweit und sogar mit einer Verdopplung der benötigten Maschinen in den kommenden 20 Jahren. Bis 2041 schätze Airbus den Bedarf auf 39.490 Passagier- und Frachtflugzeuge, teilte das Unternehmen mit. 2020 zählte die weltweite Flotte demnach rund 23.000 Maschinen. Ab 2023 bis 2025 werde das Vorcorona-Niveau wieder erreicht. Die Anleger lassen sich davon heute zum Handelsstart nicht groß beeindrucken. Die Aktien verbilligen sich zum Auftakt um 1,2 Prozent. Auch sonst setzt sich die Talfahrt fort. Der DAX startet 0,8 Prozent leichter bei 12.730 Punkten.

08.16 Uhr - BASF überrascht mit Quartalsbericht

Vorbörslich gesucht sind die Aktien BASF, die hier 1,2 Prozent anziehen. Gestern nach Börsenschluss teilte der Chemiekonzern mit, dass im zweiten Quartal der sogenannte bereinigte operative Gewinn, also vor Zinsen und Steuern, nach vorläufigen Zahlen bei 2,3 Milliarden Euro lag, damit hat sich das Ergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum kaum verändert. Eigentlich war mit einem Rückgang gerechnet worden. Zwar sind die Energie- und Rohstoffkosten deutlich gestiegen, allerdings konnte BASF auch seine Preise erhöhen und so offensichtlich die höheren Kosten abfedern. Positiv wirkten sich auch Wechselkurseffekte aus. Der Umsatz stieg deutlich auf knapp 23 Milliarden Euro. Der Vorstand hält zudem an seiner Prognose für dieses Jahr fest – vorerst zumindest, wie es heißt.

07.27 Uhr - Schlechte Stimmung an den Börsen in Asien

Der Druck an den Börsen bleibt, auch in Asien. Nach den gestrigen Gewinnen ist nun auch der Nikkei an der Tokioter Börse tief im Minus, mit aktuell zwei Prozent. Der Hang Seng Index in Hongkong verliert 1,2 Prozent. Damit folgen die Märkte in Asien heute früh der negativen Entwicklung an der Wall Street. Der Dow Jones schloss 0,5 Prozent leichter, vor allem bei den Technologiewerten wurde Kasse gemacht. Der Nasdaq verschlechterte sich um 2,3 Prozent. Zum einen will sich keiner vor der anstehenden nächsten Bilanzberichtssaison so recht engagieren. Daneben verunsichert der erneute Corona-Ausbruch in China ebenso die Investoren wie die Gaskrise in Europa und die Aussicht auf eine weitere Straffung der Geldpolitik, vor allem in den USA.

07.15 Uhr - Euro knapp über Dollar-Parität

Der Abstand ist mittlerweile minimal. Aktuell steht der Eurokurs bei 1,0019 Dollar. Es ist die Mischung aus einer drohenden Rezession in der Euro-Zone und dem wachsenden Zinsabstand zu den USA, die der Gemeinschaftswährung zusetzen. Der Euro steht mittlerweile auf dem tiefsten Stand seit 20 Jahren. Zuletzt machte die Marktteilnehmer vor allem ein möglicher kompletter Gaslieferstopp Russlands nervös. Und wenn die US-Notenbank weiter aufgrund der hohen Inflation an ihren geplanten Zinserhöhungen festhält, dürfte der Abstand zwischen den Zinsen in der Euro-Zone und den USA wachsen und das könnte den Dollar stärken und den Euro unter die Parität drücken.

Dienstag, 12.07.2022

22.10 Uhr - US-Börsen geben deutlich nach

Die anstehende Bilanzsaison wirft ihre Schatten voraus. Aus Furcht vor enttäuschenden Gewinnzahlen infolge der anziehenden Inflation verhalten sich viele US-Anleger sehr vorsichtig. Vor allem der technologielastige Nasdaq-Index ließ zum Auftakt der neuen Woche Federn und gab am Ende fast 2,5 Prozent nach. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,5 Prozent schwächer. Großbanken wie JPMorgan, Citigroup und Morgan Stanley werden im Wochenverlauf ihre Ergebnisse vorlegen. Am Markt hieß es, die Anleger werden wohl die Quartalsbilanzen genau nach Anzeichen für eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums durchforsten. Ein Thema dürfte sein, ob und wie stark sich wachsende Rückstellungen für mögliche Kredit-Ausfälle auf die Gewinnsituation auswirken.

18.05 Uhr - BASF überrascht mit Quartalszahlen

Der Chemiekonzern BASF hat im zweiten Quartal den Umsatz unerwartet stark gesteigert und auch mit der Gewinnentwicklung überrascht. Vorläufigen Zahlen zufolge habe das Betriebsergebnis vor Sondereinflüssen mit 2,3 Milliarden Euro nahezu das Niveau des Vorjahresquartals erreicht und die Analystenprognosen von 2,1 Milliarden Euro deutlich übertroffen. Das teilte BASF nach Börsenschluss per sogenannter Adhoc-Veröffentlichung mit. Der Konzern habe gestiegene Preise für Rohstoffe und Energie weitgehend an die Kunden weitergeben können, hieß es zur Begründung. Der Umsatz kletterte um 16 Prozent auf rund 23 Milliarden Euro. Analysten hatten den BASF-Angaben zufolge nur mit 21,7 Milliarden Euro gerechnet.

17.50 Uhr – Deutsche Börsenwerte am Montag

Ein Blick auf die 40 deutschen Unternehmen im DAX: Heute sieht die Börse zehn Aktiengesellschaften mit Kursgewinnen und 30 Unternehmen mit Verlusten. Im Folgenden der Stand von heute (17.50 Uhr):

Die höchsten Kursgewinne der DAX-Unternehmen lagen heute bisher bei 3,4 Prozent (Sartorius), 1,9 Prozent (Symrise) und 1,8 Prozent (RWE).

Daimler Truck musste am heutigen Börsentag bisher den höchsten Verlust hinnehmen. Der Aktienkurs des Unternehmens sank um 4,7 Prozent. Mercedes-Benz Group (-4,3 Prozent) und Deutsche Bank (-3,4 Prozent) verloren ebenfalls.

💡 Von der Börse München (gettex) beziehen wir Kursdaten, die wir mit Hilfe automatisierter Datenverarbeitung in Text umwandeln. Letzter Stand der Daten ist 17.50 Uhr, berechnet wird die Entwicklung seit kurz vor 18 Uhr des letzten Handelstags. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

17.37 Uhr - DAX schließt deutlich im Minus

Die deutschen Börsen haben einen schwachen Wochenstart erwischt. Die Unsicherheit über die künftige Gas-Versorgung dürckte ebenso auf die Stimmung wie Meldungen über neue Corona-Lockdowns in China. Am Ende fiel der DA um 1,4 Prozent auf 12.832 Punkte.

16.15 Uhr - Musk und Quartalsbilanzen drücken auf US-Börsen

An der Wall Street geht es in der ersten halben Stunde abwärts, leicht beim Dow Jones um ein knappes halbes Prozent und richtig kräftig beim Nasdaq-Index mit über 2 Prozent Minus. Im Fokus steht dabei Elon Musk, dass der Tesla-Chef die Twitter-Übernahme abgesagt hat, findet man an den Börsen gar nicht gut. Der Kurs von Twitter gibt 7 Prozent nach. Und auch bei Tesla geht´s abwärts, hier um knapp 4 Prozent. Ganz allgemein herrscht Sorge vor enttäuschenden Quartalszahlen. Den Startschuss für die Bilanzsaison geben im Wochenverlauf Großbanken wie JPMorgan und Morgan Stanley.

13.45 Uhr - Forderung: Privathaushalte sollen keinen Vorrang bei Gas bekommen

Derzeit läuft hinter den Kulissen das Ringen um eine Priorisierung bei den Gaslieferungen, falls es im Winter wirklich eng werden sollte. Nun hat sich der Präsident des Chemieindustrieverbands VCI, Kullmann, in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" zu Wort gemeldet. Er stellte darin den Vorrang privater Haushalte bei der Zuteilung im Notfall infrage. Die Sicherung der Arbeitsplätze und damit das Einkommen sei für die Familien sehr wichtig und stehe für die Gesellschaft höher als die vollständige Sicherstellung der privaten Gasversorgung, sagte Kullmann. An den Aktienmärkten ist die Gas-Knappheit natürlich ebenfalls immer wieder Thema. BASF einer der größten Vertreter aus der Chemiebranche, der auch einen sehr großen Gas-Bedarf hat verbucht gerade wieder 2,4 Prozent Minus. Die Aktie ist damit einer der schwächsten Titel im DAX. Die Bayer-Aktie steht ebenfalls unter Druck mit 1,5 Prozent.

12.30 Uhr - DAX fällt wieder auf 12.900 Punkte

Nach der Erholung der deutschen Börsen in der letzten Woche sind nun die Sorgen wieder zurückgekehrt. Die Ungewissheit über die künftigen Gaslieferungen aus Russland zehrt an den Nerven der Anleger. Außerdem hat sich in China Corona wieder zurückgemeldet, was die Angst vor Lockdowns und einer Beeinträchtigung der Wirtschaft auch weltweit schürt. Die chinesischen Behörden haben über mehrere Städte neue Beschränkungen verhängt und für Shanghai Massentests angeordnet. Im Frühjahr hatte ein Lockdown in der Wirtschaftsmetropole die globale Konjunktur in Mitleidenschaft gezogen. Und so gibt der DAX im Moment fast ein Prozent nach und hält sich nur noch knapp über 12.900 Punkten.

11.20 Uhr - Absatzrückgang bei Mercedes

Der Mangel an Computerchips und der Corona-Lockdown in China haben den Absatz von Mercedes-Benz im zweiten Quartal stark sinken lassen. Der Autobauer baute in diesem Zeitraum 490.000 PKW, das sind 16 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, teilte Mercedes-Benz mit. Fehlende Teile und Transportprobleme im Zusammenhang mit dem Lockdown in China, der zum Beispiel den wichtigen Handelshafen Shanghai betraf, bremsten Produktion und Auslieferung. Die Kundennachfrage bleibe in allen Regionen auf hohem Niveau, ergänzte der Dax-Konzern. Doch diese Ergänzung hilft dem Kurs nicht viel. Die Aktien von Mercedes Benz verbilligen sich um 1,8 Prozent.

09.27 Uhr - DAX wieder unter 13.000

Der Wochenstart an den deutschen Börsen verläuft enttäuschend. Der DAX ist gleich zum Handelsauftakt wieder unter die Marke von 13.000 Punkte gefallen. Diese Marke hatte er erst am vergangenen Freitag wieder überschritten. Nun also geht es wieder nach unten auf 12.835 Punkte, das ist ein Minus von 1,4 Prozent. Allen voran verbilligen sich die Aktien von Siemens um 3,5 Prozent. Die Analysten der Citigroup haben die Titel herabgestuft von 207 auf 190 Euro. Aktuell ist der Kurs davon weit entfernt mit 96,2 Euro je Anteil. Ansonsten bereitet den Marktteilnehmern offensichtlich China wieder Sorgen. Dort sind die Corona-Infektionen in Metropolen wie Shanghai am Wochenende wieder gestiegen. Die Volksrepublik geht gegen die Verbreitung des Virus mit scharfen Maßnahmen vor. Diese wieder belasten die Konjunktur, mit entsprechenden Folgen weltweit.

07.13 Uhr - Bericht: Twitter bereitet Klage gegen Musk vor

Twitter will einem Bericht zufolge Tesla-Chef Elon Musk verklagen wegen seines Rückzugs von der von ihm angekündigten Übernahme. Twitter soll bereits eine auf Fusionsrecht spezialisierte Anwaltskanzlei angeheuert haben. Der Kurznachrichtendienst wolle die Klage bereits Anfang dieser Woche einreichen, berichtet die Agentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Musk hatte am Freitag nach US-Börsenschluss erklärt, die eigentlich bereits vereinbarte Twitter-Übernahme im Volumen von 44 Milliarden Dollar platzen zu lassen. Zur Begründung erklärte er, Twitter habe mehrere Punkte der Übernahme-Vereinbarung gebrochen. Der Schritt kommt nicht überraschend, aufgrund früheren Aussagen von Elon Musk. Am vergangenen Freitag büßten die Titel von Twitter vor der Veröffentlichung mehr als fünf Prozent ein. Die Freude über den angekündigten Einstieg von Musk war also nur von kurzer Dauer.

06.15 Uhr - Börsen in Asien ohne klaren Trend

Nach den Wahlen in Japan ist zumindest die Stimmung an der Tokioter Börse positiv. Der Nikkei gewinnt 1,2 Prozent. Der Sieg der Regierungskoalition verspreche politische Sicherheit, heißt es. Ansonsten geht es an den Börsen in Asien allerdings zum Teil deutlich abwärts. Der Hang Seng Index in Hongkong startet 2,7 Prozent tiefer in die neue Woche. In Shanghai verliert der Leitindex 1,5 Prozent. Die Investoren sind offensichtlich nervös vor der anstehenden Bilanzsaison, so präsentieren die US-Großbanken JPMorgan, Morgan Stanley, die Citigroup und Wells Fargo in dieser Woche ihre Zahlen. Interessant durfte vor allem werden, ob aufgrund der jüngsten Entwicklung die Geldinstitute ihre Prognosen beibehalten oder sie vielleicht korrigieren müssen. Zudem kommen in dieser Woche neue Daten zur Inflation in den USA.

Montag, 11. Juli 2022

22.15 Uhr - Nullsummenspiel an den US-Börsen

Es ging hin und her an der Wall Street und am Ende schloss der Dow Jones nahezu unverändert. Die Unsicherheit kam von den US-Arbeitsmarktdaten. Die fielen für den Monat Juni so gut aus, dass die Anleger wieder darüber zu spekulieren begannen, wie stark die US-Notenbank bei der nächsten Zinssitzung einschreiten wird, um die Inflation zu bremsen. Für viele sind 0,75 Prozentpunkte Zinserhöhung jetzt wieder deutlich wahrscheinlicher geworden. Leicht unter Druck stand am Ende die Fordaktie mit einem halbes Prozent Minus. Der Konzern muss in den USA 100.000 Autos mit Hybrid-Antrieb wegen Brandgefahr zurückrufen.

18.15 Uhr - US-Börsen legen zu, Tesla zieht an

An der Wall Street zeigt der Trend im Moment noch leicht nach oben. Eine Aktie ragt dabei deutlich heraus: Tesla. Ein starker China-Monat sorgt hier für Begeisterung an den Märkten. Der E-Auto-Bauer verkaufte im Juni fast 79.000 in der Volksrepublik hergestellte Fahrzeuge, soviel wie nie zuvor. Im ersten Quartal setzte Tesla insgesamt mehr ab, als seine drei größten Konkurrenten zusammen. Unterdessen geht die Tesla-Autofabrik in Brandenburg am Montag in eine zweiwöchige Produktionspause. Dies sei den Mitarbeitern schon vor längerer Zeit angekündigt worden, teilte die IG Metall auf Anfrage mit. Die Fabrik in der Nähe von Berlin war erst vor knapp vier Monaten mit der Produktion gestartet. An den Aktienmärkten orientiert man sich aber ganz klar an der positiven Meldung. Der Kurs legt 3,5 Prozent zu. Insgesamt zeigt der Nasdaq-Index 0,3 Prozent ins Plus. Der Dow Jones hält sich noch ein paar Punkte in der Gewinnzone.

17.50 Uhr – Wie lief der Freitag für die Unternehmen des DAX?

Unter den DAX-Werten verzeichnen heute 30 Aktiengesellschaften ein Plus und zehn Unternehmen Verluste. Der Überblick zum Stand von 17.50 Uhr:

Volkswagen verzeichnete bisher mit 5,9 Prozent den höchsten Kursgewinn unter den Unternehmen des DAX. Es folgt Porsche mit +5,7 Prozent und HeidelbergCement mit +4,9 Prozent.

Bisherige Schlusslichter sind Vonovia mit -1,5 Prozent, Adidas mit -1,4 Prozent und Qiagen mit -1 Prozent Kursverlusten.

💡 Von der Börse München (gettex) beziehen wir Kursdaten, die wir mit Hilfe automatisierter Datenverarbeitung in Text umwandeln. Letzter Stand der Daten ist 17.50 Uhr, berechnet wird die Entwicklung seit kurz vor 18 Uhr des letzten Handelstags. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

17.30 Uhr - Gewinnsprung beschert DAX positive Wochenbilanz

An den deutschen Aktienmärkten haben die Kurse in der letzten Stunde noch einmal einen ordentlichen Schub bekommen. Nachdem die Wall Street ins Plus gedreht hat, zeigt der DAX am Ende 1,3 Prozent ins Plus. Und damit hat der DAX auch die Marke von 13.000 Punkten übersprungen. 13.015 lautet der Endstand. Der M-Dax mit den Nebenwerten konnte sogar noch kräftiger anziehen, hier ergibt sich ein Tagesplus von 1,7 Prozent. Und damit fällt auch die Wochenbilanz diesmal positiv aus. Der DAX bringt es auf 1,5 Prozent, der M-DAX auf 2 Prozent Gewinn im Vergleich zum letzten Freitag.

15.15 Uhr - US-Arbeitsmarkt boomt weiter

In den USA hat sich der Job-Boom am Arbeitsmarkt im Juni unerwartet kräftig fortgesetzt. Es entstanden 372.000 neue Stellen, wie die US-Regierung mitteilte. Das war deutlich mehr als vorhergesagt worden war. Die getrennt ermittelte Arbeitslosenquote verharrte auf dem Vormonatswert von 3,6 Prozent - ein Niveau, das mehr oder weniger als Vollbeschäftigung angesehen wird. Ein Analyst sagte dazu, die US-Wirtschaft habe sich im Juni noch nicht in einer Rezession befunden. Da zudem die durchschnittlichen Stundenlöhne leicht gestiegen sind, dürfte die US-Notenbank keinen Grund finden, von den avisierten Leitzinserhöhungen größeren Ausmaßes Abstand zu nehmen. Das ist also momentan immer die Kehrseite guter Wirtschaftszahlen, dass die Notenbanken dann mehr Argumente haben, um auf die Bremse zu treten.

14.05 Uhr - Uniper beantragt Einstieg des Staates

Der angeschlagene Gasimporteur Uniper hat nach der Drosselung russischer Lieferungen bei der Bundesregierung einen Antrag auf Stabilisierungsmaßnahmen gestellt. Konkret geht es um einen milliardenschweren Einstieg des Bundes, wie es ihn während der Corona-Krise auch bei der Lufthansa gab. Der Vorschlag sehe Eigenkapitalkomponenten vor, die zu einer relevanten Beteiligung des Bundes an Uniper führen würden, teilte das Unternehmen am Nachmittag mit. Die im MDAX notierte Aktie von Uniper verteuert sich um knapp 2 Prozent.

12.10 Uhr - Deutscher Aktienmarkt freundlich

Zum Ausklang der Woche ist die Stimmung am deutschen Aktienmarkt überwiegend freundlich. Der DAX klettert am Mittag um 0,6 Prozent nach oben auf 12.934 Punkte. Größter Gewinner ist die Aktie der Porsche Holding, die sich um 4,5 Prozent verteuert.

11.22 Uhr - Absatzrückgang bei BMW

Im zweiten Quartal hat der Bayerische Autobauer knapp 20 Prozent weniger Fahrzeuge verkauft als im Vorjahresquartal. Fortgesetzte Engpässe bei Elektronikbauteilen, der Krieg in der Ukraine und die Corona-Lockdowns in China haben den Absatz belastet. Für das erste Halbjahr ergibt sich damit ein Verkaufsminus von 13,3 Prozent auf rund 1,16 Millionen Fahrzeuge. Die Anleger sind nicht begeistert. Die Aktie verliert rund ein halbes Prozent. Der DAX notiert 0,3 Prozent leichter bei 12.805 Punkte. Der Euro steht bei 1,01 12 Dollar.

10.13 Uhr - Eurowings will Ticketpreise erhöhen

Der Chef der Lufthansa-Tochter Jens Bischof machte deutlich in einem Zeitungsbericht, dass die Eurowings Kostensteigerungen in Höhe eines dreistelligen Millionenbetrags verkraften muss. Daher werde man die Tarife, die ja bereits etwa zehn Prozent teurer sind als 2019, um mindestens weitere zehn Prozent nach oben anpassen. Anders als durch eine Preiserhöhung seien die Belastungen des Ölpreis-Schocks nicht zu schultern, so Bischof. Die Zeit der Ultra-Billigtickets sei ganz klar vorbei. Mit Flugpreisen zum Wert eines Kinotickets hätten aggressive Wettbewerber ein völlig falsches Bild der Branche gezeichnet. Das sei ökonomisch wie ökologisch wenig sinnstiftend gewesen, so der Chef von Eurowings.

Die Lufthansa-Aktie verliert 0,1 Prozent im MDAX. Der gibt 0,6 Prozent ab. Der DAX notiert 0,1 Prozent leichter bei 12.836 Punkten. Der Euro ist mit 1,01 02 Dollar nur noch rund einen Cent von der Parität zur US-Währung entfernt.

09.09 Uhr - Gewinnmitnahmen zu Handelsstart

Trotz freundlicher Vorgaben der internationalen Börsen hat der DAX den Handel etwas leichter begonnen. Er verliert 0,4 Prozent auf 12.800 Punkte. Nach der Erholung gestern von rund zwei Prozent nehmen einige Anleger, ein paar Gewinne mit. Mit Spannung warten die Anleger auf die Daten vom US-Arbeitsmarkt. Experten erwarten für Juni erneut ein Plus von 268.000 Stellen außerhalb der US-Landwirtschaft, nach einem Plus von 390.000 im Vormonat. Der Euro notiert mit 1, 01 50 Dollar.

07.14 Uhr - Gewinne an den Asien-Börsen

Die Anleger folgen en freundlichen Vorgaben aus den USA. Dort waren die Aussagen zur US-Geldpolitik in den Protokollen der jüngsten Fed-Sitzung positiv aufgenommen worden und hatten die Konjunktursorgen ein wenig gedämpft. Der Dow Jones an der Wall Street stieg um 1,1 Prozent, der Nasdaq an der Technologiebörse legte um 2,3 Prozent. Das gibt auch den Kursen in Asien Rückenwind. Der japanische Leitindex Nikkei gewinnt eine Stunde vor Handelsschluss 0,6 Prozent auf 26.636 Punkte, der Kospi-Index in Seoul legt 1,2 Prozent zu, der Shanghai-Composite gewinnt 0,2 Prozent. Der Euro notiert mit 1,01 50 Dollar.

06.17 Uhr - Twitter-Deal wackelt - Aktie unter Druck

Ein Zeitungsbericht über ein drohendes Platzen der vereinbarten Übernahme von Twitter durch Tech-Milliardär Elon Musk hat die Aktie des Kurznachrichtendienstes nachbörslich unter Druck gebracht. Das Papier sackte gestern nach Börsenschluss in New York zeitweise um über sieben Prozent ab. Auslöser war ein Artikel der Washington Post, wonach der andauernde Konflikt zwischen Musk und dem Twitter-Management über die Anzahl von Spam- und Fake-Nutzerkonten auf der Plattform die 44 Milliarden Dollar-schwere Übernahme ernsthaft gefährde. So halte das Team von Musk die Angaben von Twitter für nicht verifizierbar und habe daher die Gespräche um die Finanzierung des Deals gestoppt, wird in dem Bericht eine anonyme Quelle zitiert. Der Konflikt um Fake-Accounts ist nicht neu. Musk drohte bereits, den Kauf deshalb platzen zu lassen. Einige Beobachter sehen das Hickhack als Vorwand, um aus der teuren Übernahme herauszukommen.

Freitag, 08. Juli 2022

22.04 Wall Street schließt mit Gewinnen

Die Stimmung an der Wall Street blieb den Tag über positiv. Der Dow Jones schloss 1,2 Prozent höher, der Nasdaq Index kam um 2,3 Prozent voran. Positiv gewertete Aussagen der Notenbanker in den USA zur Geldpolitik gaben Auftrieb. Die Investoren setzen offenbar unter anderem darauf, dass die US-Notenbank die Zinsen nicht so deutlich anheben wird wie befürchtet. Sie gehen davon aus, dass die zuletzt hohe Inflation in den USA den Höhepunkt überschritten haben könnte, damit würde der Druck auf die Notenbank etwas nachlassen. Zudem hellten Hoffnungen auf einen Wachstumsschub beim Handelspartner China und ermutigende Geschäftszahlen des Elektronik-Konzerns Samsung die Stimmung auf.

21.35 Uhr - Lufthansa streicht weitere Flüge

Die Lufthansa streicht erneut Flüge an ihren Drehkreuzen Frankfurt und München. Von morgen bis einschließlich Donnerstag nächster Woche soll so der Flugplan der übrigen Verbindungen stabilisiert werden, sagte ein Unternehmenssprecher. Die genaue Zahl der Streichungen stehe noch nicht fest. Es würden vor allem kurze Flüge am späten Nachmittag und abends aus dem Plan genommen, da die Flugzeuge über den Tag hinweg immer mehr Verspätungsminuten ansammelten. Die Aktien des Unternehmens blieben auch nach der Bekanntgabe der Streichungen im Plus. Sie schlossen 4,6 Prozent höher. Zuvor war bekannt geworden, dass der Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne den Anteil an der Airline erhöht. So stockt die Kühne Aviation GmbH ihren Anteil an der Lufthansa von rund 10 auf gut 15 Prozent auf.

18.35 Uhr - DAX schließt zwei Prozent höher

Der DAX schloss bei 12.843, das war ein Plus von zwei Prozent, der MDAX stieg sogar um 3,5 Prozent. Die Konjunkturoptimisten hätten wieder die Oberhand, heißt es, in der Hoffnung auf einen Wachstumsschub beim wichtigen Handelspartner China. So berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg, die chinesische Regierung wolle Lokalregierungen erlauben, zur Finanzierung von Infrastruktur-Projekten zusätzliche Anleihen im Volumen von 220 Milliarden Dollar auszugeben. Darüber hinaus reagierten Investoren erleichtert auf das erneute Bekenntnis der US-Notenbank, die Inflation um jeden Preis zu bekämpfen. Sie interpretierten die Entschlossenheit der Fed als Zeichen des Vertrauens in die Konjunktur, erklärte man beim Brokerhaus RoboMarkets. Und auch die Vorgaben von der Wall Street sorgt für Zuversicht, der Dow Jones gewinnt am Abend 0,7 Prozent. Und der Euro steht bei 1,01 58 Dollar.

17.50 Uhr – Wie lief der Donnerstag für die Unternehmen des DAX?

Unter den DAX-Werten verzeichnen heute 34 Aktiengesellschaften ein Plus und sechs Unternehmen Verluste. Der Überblick zum Stand von 17.50 Uhr:

Daimler Truck verbuchte unter den börsennotierten Unternehmen des DAX bisher den höchsten Kursgewinn. Die Aktie verteuerte sich um 7 Prozent. Auch die Papiere von Porsche (+6,7 Prozent) sowie Mercedes-Benz Group (+6,3 Prozent) konnten sich steigern.

Bisherige Schlusslichter sind Beiersdorf mit -1,9 Prozent, Symrise mit -1,6 Prozent und Siemens Healthineers mit -1,4 Prozent Kursverlusten.

💡 Von der Börse München (gettex) beziehen wir Kursdaten, die wir mit Hilfe automatisierter Datenverarbeitung in Text umwandeln. Letzter Stand der Daten ist 17.50 Uhr, berechnet wird die Entwicklung seit kurz vor 18 Uhr des letzten Handelstags. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

16.45 Uhr - Uniper erneut im Fokus

Das Handelsblatt meldet, dass die Bundesregierung auch eine Beteiligung am Energieriesen Uniper von über 30 Prozent durchspielt. Bislang war immer von maximal 25 Prozent berichtet worden. Der Versorger war ja in Folge der Engpässe wegen ausbleibender russischer Gaslieferungen in Schieflage geraten. Die Bundesregierung braucht das Unternehmen unbedingt, um die Gasversorgung in Deutschland aufrecht zu erhalten. Der Kurs vobn Uniper legt jetzt 4 Prozent zu.

16.15 Uhr - US-Börsen holen weiter auf

Die Stimmung an der Wal Stret ist weiterhin gut. Der Dow Jones legt ein halbes Prozent zu. Beim Nasdaq-Index ist es gut ein Prozent mehr. Die US-Anleger sind dabei ihre Konjunkturängste zu überwinden. Gestern Abend waren die Protokolle der US-Notenbank Fed veröffentlicht worden. Und einige Passagen könnte man so interpretieren, dass die Fed zwar jetzt im Juli die Zinsen nochmal um einen halben oder einen dreiviertel Prozentpunkt erhöhen wird. Aber die Notenbanker werden dabei auch genau auf die Konjunktur achten und unbedingt zu verhindern versuchen, mit ihrem Maßnahmen die Konjunktur abzuwürgen.

13.15 Uhr - Zuversicht kehrt an die deutschen Börsen zurück

An den Börsen ist man vor allem erleichtert, dass es in den Sitzungsprotokollen der US-Notenbank keine bösen Überraschungen gegeben hat. Wie aus den Mitschriften der Juni-Sitzung hervorgeht, dürfte Ende Juli in den USA wahrscheinlich eine weitere Zins-Erhöhung um 0,5 oder 0,75 Prozentpunkte anstehen. Gleichzeitig gibt es in der Fed wohl auch ein großes Bewusstsein für die aktuellen Konjunkturrisiken. Man darf also hoffen, dass die Notenbanker bei ihrer nächsten Entscheidung mit großem Fingerspitzengefühl vorgehen.

Das führt dazu, dass an den Aktienmärkten wieder etwas Zuversicht und auch Risikobereitschaft zurückkehrt. Der DAX kann im Moment 1,4 Prozent zulegen. Der M-DAX schafft 1,9 Prozent. Stark gefragt sind die Autowerte: Porsche, Daimler Truck, Mercedes Benz, BMW und Volkswagen stehen alle ganz oben im DAX mit bis zu 5 Prozent mehr auf dem Kurszettel.

09.09 Uhr - DAX-Erholung setzt sich fort

Unterstützt von positiven Daten zur Industrieproduktion und freundlichen Vorgaben aus Tokio und New York hat der DAX seine Vortagesgewinne ausgebaut. Rund 10 Minuten nach Handelsstart verbucht er ein Plus von 1,2 Prozent auf 12.746 Punkte. Die Volkswagen-Aktie gehört zu den großen Favoriten im Index mit plus 2,4 Prozent. Der Wolfsburger Autobauer will heute den Grundstein legen für den Bau seiner Batteriezellfabrik für E-Fahrzeuge in Salzgitter. Der Euro ist weiter abgerutscht auf jetzt 1, 01 98 Dollar.

08.54 Uhr - Industrieproduktion legt zu

Die deutschen Unternehmen haben ihre Produktion trotz Lieferproblemen und des Ukraine-Kriegs etwas hochgefahren. Industrie, Bau und Energieversorger stellten im Mai zusammen 0,2 Prozent mehr her als im Vormonat, teilte das Statistische Bundesamt am Morgen mit. Ökonomen hatten zwar mit einem höheren Anstieg von 0,4 Prozent gerechnet, aber an den Märkten zeigen sich Konjunkturexperten dennoch zufrieden. Die Zahlen machten Hoffnung, dass das gesamtwirtschaftliche Wachstum im zweiten Quartal doch etwas besser ausfallen könnte als erwartet, sagen Volkswirte aus deutschen Banken.

08.34 Uhr- Gewinnsprung bei Samsung

Der südkoreanische Technologieriese Samsung Electronics hat dank der hohen Nachfrage nach Speicherchips im zweiten Quartal den höchsten Gewinn seit vier Jahren eingefahren. Von April bis Juni kletterte das Betriebsergebnis um elf Prozent auf umgerechnet rund 10,6 Milliarden Euro, teilte der weltgrößte Speicherchip-Anbieter mit. Vor allem Chips für Rechenzentren seien weiterhin gefragt gewesen. Und Analysten führen das Plus auch auf den starken Dollar zurück. Die Aktie steigt nach Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen an der Börse in Seoul um 3,4 Prozent. Dort legt der Kospi-Index um 1,8 Prozent zu.

08.05 Uhr - Nikkei schließt im Plus

Nach der Veröffentlichung der Protokolle der US-Notenbanksitzung ist offenbar etwas Druck von den Märkten abgefallen. Viele Anleger gehen davon aus, dass angesichts des stark abgebremsten US-Wirtschaftswachstums die Fed keinen anhaltend aggressiven geldpolitischen Kurs fahren werde. Das sorgte für Kauflaune an der Börse in Tokio. Der Nikkei-Index schloss mit einem Plus von 1,5 Prozent auf dem Endstand von rund 26.491 Punkten. Der DAX wird vorbörslich rund ein Prozent höher gesehen bei 12.730 Punkten. Der Euro steht bei 1,02 08 Dollar.

08.03 Uhr - About You mit mehr Umsatz, aber auch mehr Verlust

Trotz zunehmender Unsicherheit der Verbraucher wegen der anziehenden Inflation und des Ukraine-Krieges hat der Online-Modehändler seinen Umsatz im ersten Quartal bis Ende Mai kräftig steigern können. Die Erlöse kletterten um rund 19 Prozent auf 504 Millionen Euro, teilte der Hamburger SDAX-Konzern am Morgen mit. Wegen weiterhin hoher Investitionen in die internationale Expansion und höhere Marketing- und Logistikkosten hat sich der Betriebsverlust von März bis Mai mehr als verdoppelt auf 28,8 Millionen Euro. About You bestätigte aber seine Prognose und will im Geschäftsjahr 2023/2024 auf Gruppenebene profitabel werden. Die Aktie steigt vorbörslich um 0,8 Prozent.

06.37 Uhr - Anleger wieder in Kauflaune

Die Stimmung ist freundlich an den Börsen in Asien. Nach den jüngsten Verlusten greifen die Anleger bei Aktien wieder zu. Positive US-Vorgaben geben Unterstützung. Der Nikkei-Index in Tokio steigt um 1,4 Prozent. In Seoul geht es um zwei Prozent nach oben, in Shanghai um 0,5 Prozent. Nach der Veröffentlichung der Sitzungsprotokolle der US-Notenbank ist offenbar etwas Spannung von den Märkten abgefallen. Die US-Währungshüter wollen mit einem weiteren großen Zinsschritt gegen die ausufernde Inflation vorgehen und halten eine Erhöhung um 0,5 oder 0,75 Prozentpunkte für angemessen, so steht es in den Mitschriften des jüngsten Fed-Treffens. Das Risiko einer Rezession wurde in den Protokollen nicht explizit erwähnt.

Donnerstag, 07. Juli 2022

22.15 Uhr - US-Börsen schließen nach Fed-Protokollen höher

An den Wall Street war die Stimmung zum Schluss gut und das, wo doch die US-Notenbank ihre Sitzungsprotokolle veröffentlicht hatte und darin von einem weiteren Zinsschritt in Höhe von einem halben oder - sogar noch einmal - einem dreiviertel Prozentpunkt die Rede war. In den Protokollen wird dabei das Risiko, dass zu große Sprünge eine Rezession einleiten könnten, nicht explizit erwähnt. Aber die meisten Währungshüter räumten zumindest ein, dass Konjunktur-Risiken gebe und sie gaben zu bedenken, dass Zinserhöhungen eine größere Auswirkung haben können als angenommen. Vielleicht wurde das ja bei vielen Anlegern als Bekenntnis zu mehr Fingerspitzengefühl unter den US-Notenbankern gewertet. Jedenfalls schlossen Dow Jones und vor allem der Nasdaq-Index im Plus.

21.15 Uhr - Fed will Zinsen erneut stark anheben

Die US-Notenbank Federal Reserve hat ihre Protokolle der letzten Sitzung veröffentlicht und demnach steht wohl ein weiterer großer Zinsschritt an, um gegen die ausufernde Inflation vorzugehen. Die Währungshüter erwarten, dass Ende Juli wahrscheinlich eine Erhöhung um 0,5 oder 0,75 Prozentpunkte angemessen sein dürfte. Die Fed hatte auf der Juni-Sitzung die Leitzinsen bereits um einen dreiviertel Prozentpunkt angehoben und damit so kräftig wie seit 1994 nicht mehr. Auf das Risiko einer möglichen Rezession wird in den Protokollen dabei nicht direkt eingegangen. Die Investoren an den US-Börsen treibt derzeit aber verstärkt die Angst um, dass zu schnelle Zinsanhebungen die Konjunktur abwürgen könnten.

Trotzdem sehen sich nach Veröffentlichung der Protokolle jetzt viele Anleger animiert zu kaufen. Dow Jones und Nasdaq-Index legen beide rund ein halbes Prozent zu.

17.50 Uhr – Börse aktuell: Unternehmen im DAX

Ein Blick auf die 40 deutschen Unternehmen im DAX: Heute sieht die Börse 31 Aktiengesellschaften mit Kursgewinnen und neun Unternehmen mit Verlusten. Im Folgenden der Stand von heute (17.50 Uhr):

Aktuell stehen die Unternehmen Hello Fresh, Zalando und Puma als Gewinner da, mit einem Kursgewinn von 6,1 Prozent (Hello Fresh), 5,2 Prozent (Zalando) und 4,4 Prozent (Puma).

Am schlechtesten läuft es bis jetzt für Deutsche Bank (-1,2 Prozent), Daimler Truck (-1,1 Prozent) und Eon (-0,9 Prozent).

💡 Von der Börse München (gettex) beziehen wir Kursdaten, die wir mit Hilfe automatisierter Datenverarbeitung in Text umwandeln. Letzter Stand der Daten ist 17.50 Uhr, berechnet wird die Entwicklung seit kurz vor 18 Uhr des letzten Handelstags. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

17.30 Uhr - DAX gleicht jüngste Verluste ein klein wenig aus

An den deutschen Aktienmärkten wurde heute ein wenig aufgeholt. DAX und M-DAX verbuchten beide ein Plus von eineinhalb Prozent. Endstand beim DAX war knapp 12.600 Punkte. Nach den drei Prozent Minus von gestern waren die Gewinne allerdings nicht wirklich berauschend. Und zur Erinnerung: vor einem Monat hatte der DAX 2000 Zähler höher notiert. Das ist also ein Minus von 15 Prozent seit Anfang Juni.

Technologie-Aktien waren heute besonders gefragt. Der TecDAX schaffte am Ende fast 3 Prozent Plus. Morphosys war hier der Spitzenreiter mit 14 Prozent mehr auf dem Kurszettel.

14.15 Uhr - Euro nähert sich Parität zum Dollar

Der Euro rückte der Parität zum Dollar immer näher, also einem Kurs von Eins zu Eins. Die europäische Gemeinschaftswährung ist mit mittlerweile 1,0190 Dollar so billig wie zuletzt vor knapp 20 Jahren. Bei Händlern hieß es, zum einen belasten die offensichtlichen Rahmenbedingungen aus einer rasant steigenden Inflation und den geopolitischen und wirtschaftlichen Verwerfungen durch den Krieg in der Ukraine, inklusive der drohenden Energiekrise. Auf der anderen Seite sind die hohen Zinsdifferenzen zwischen Europa und den USA ausschlaggebend. In den USA wurden die Zinsen durch die Fed bereits mehrfach angehoben, in der Eurozone noch nicht.

12.30 Uhr - DAX mit Erholung

Nach dem gestrigen Jahrestief kann sich der deutsche Aktienmarkt heute ein Stück weit erholen. Am Mittag klettert der DAX um 1,6 Prozent nach oben auf 12.607 Punkte. An der Spitze der Gewinnerliste stehen die Aktien von Zalando mit einem Kursplus von 6,7 Prozent.

11.14 Uhr - Einzelhandel im Euroland im Mai mit magerem Umsatzplus

Die Branche erzielte im Vergleich zum Vormonat nur einen kleinen Zuwachs von 0,2 Prozent, teilte die Statistikbehörde Eurostat gerade mit. Experten hatten mit einem etwas höheren Plus von 0,4 Prozent gerechnet, nach revidiert minus 1,4 Prozent im April. Während das Geschäft mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren im Mai um 0,3 Prozent zurückging, stieg der Umsatz im Bereich außerhalb des Lebensmittelsortiments um 1,2 Prozent. Beim Geschäft mit Kraftstoffen stiegen die Einnahmen binnen Jahresfrist um 5,6 Prozent. Der Ukraine-Krieg hat Energie, Rohstoffe und Lebensmittel spürbar verteuert.

09.10 Uhr - DAX startet erneuten Erholungsversuch

Und der fällt diesmal doch recht kräftig aus. Gestern war der Index ja um fast drei Prozent eingebrochen und offenbar nutzen Anleger jetzt die gesunkenen Kurse, um sich auf dem günstigeren Preisniveau wieder mit Aktien einzudecken. Das beschert dem DAX rund 10 Minuten nach Handelsstart ein Plus von 1,6 Prozent auf 12.602 Punkte. Etwas Rückenwind kommt von aktuellen Konjunkturdaten, die besser ausgefallen sind als erwartet. Die deutsche Industrie hat im Mai wieder etwas mehr Aufträge erhalten. Der Euro ist schwach mit 1,02 63 Dollar. Das Barrel Nordseeöl kostet aktuell mit 104,60 Dollar rund 1,80 Dollar mehr.

08. 23 Uhr - Nikkei schließt mit Kursverlusten

Konjunktursorgen belasten die Börsen rund um den Globus. Die hohe Inflation in vielen Ländern und die Aussicht auf kräftig steigende Zinsen auch in der weltgrößten Volkswirtschaft in den USA schürt die Angst vor einem Abgleiten in eine Rezession. Das belastet die Kurse. Der japanische Leitindex Nikkei schloss mit einem Minus von 1,2 Prozent auf dem Endstand von 26.108 Punkten. Insgesamt hat sich die Stimmung eingetrübt an den Börsen in Asien. In Shanghai steht ein Minus von 1,8 Prozent zu Buche, in Hongkong von 2,4 Prozent und in Seoul von zwei Prozent. Der Euro notiert mit 1, 02 54 Dollar.

07.16 Uhr - Euro weiter auf Talfahrt

Die EU-Gemeinschaftswährung verliert zum Dollar immer mehr an Wert. Aktuell kostet der Euro 1,02 50 Dollar und ist damit nur noch zweieinhalb US-Cent von der Parität entfernt, wenn ein Euro also nur noch einen Dollar wert ist. Gestern war der Euro zeitweise auf den tiefsten Stand seit fast 20 Jahren abgesackt bis auf 1,02 35 Dollar. So niedrig notierte er seit 2002 nicht mehr. Grund dafür ist, dass viele Notenbanken wie zum Beispiel die in den USA wesentlich entschlossener auf die hohe Inflation reagieren als die EZB. Und die steigenden Zinsen in den USA lassen Gelder in den Dollarraum fließen, weil man hier bessere Renditen bekommt. Das stärkt den Dollar und schwächt den Euro. Aber auch der Ukraine-Krieg setzt den Euro unter Druck. Denn Europa ist wesentlich stärker von den Folgen des russischen Kriegs gegen die Ukraine betroffen als die USA, so heißt es an den Märkten.

06.22 Uhr - Gemischte Vorgaben für den Handelstag

In New York wurde gestern nach dem langen Wochenende und dem Unabhängigkeitstag am Montag wieder gehandelt und die Anleger zeigten sich sehr nervös. Rezessionssorgen belasteten. Die Kurse fuhren Achterbahn. Sie stürzten zunächst ab, um sich dann wieder zu erholen. Am Ende stand ein kleines Minus beim Dow Jones Index zu Buche von 0,4 Prozent, der Nasdaq an der Technologiebörse schaffte ein kräftiges Plus von 1,8 Prozent. An den Aktienmärkten in Asien geht es heute bergab. Der Nikkei-Index in Tokio verliert 1,2 Prozent, in Shanghai schlägt ein Minus von 1,3 Prozent zu Buche und in Seoul in Südkorea ein Minus von 1,1 Prozent. Der Euro steht bei 1,02 60 Dollar.

Mittwoch, 06. Juli 2022

22.15 Uhr - US-Börsen trotzen Konjunkturängsten

Zwar machen sich auch die US-Anleger große Sorgen um die Weltwirtschaft. Trotzdem gab es an der Wall Street keinen einheitlichen Abwärtstrend. Während der Dow Jones rund ein halbes Prozent nachgab, schaffte der Nasdaq-Index ordentliche Gewinne. Im Fokus standen Tesla-Aktien. Sie knickten zunächst kräftig ein. Der Elektroautobauer hatte nämlich erstmals seit zwei Jahren einen Rückgang des Quartalsabsatzes bekannt gegeben. Aber irgendwie ließen sich die Märkte davon nur kurzzeitig beeindrucken. Am Ende standen bei Tesla wieder rund 2 Prozent Plus an den Tafeln.

17.50 Uhr – Börse aktuell: Unternehmen im DAX

Unter den DAX-Werten verzeichnen heute sechs Aktiengesellschaften ein Plus und 34 Unternehmen Verluste. Der Überblick zum Stand von 17.50 Uhr:

Die höchsten Kursgewinne der DAX-Unternehmen lagen heute bisher bei 2,5 Prozent (Sartorius), 1,7 Prozent (Merck) und 0,6 Prozent (SAP).

Bisherige Schlusslichter sind Daimler Truck mit -7,7 Prozent, MTU Aero Engines mit -7,4 Prozent und Hannover Re mit -7,3 Prozent Kursverlusten.

💡 Von der Börse München (gettex) beziehen wir Kursdaten, die wir mit Hilfe automatisierter Datenverarbeitung in Text umwandeln. Letzter Stand der Daten ist 17.50 Uhr, berechnet wird die Entwicklung seit kurz vor 18 Uhr des letzten Handelstags. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

17.30 Uhr - DAX schließt so niedrig wie lange nicht

An den Märkten ist die Angst vor einer weltweiten Rezession deutlich spürbar. Hierzulande schlossen die Börsen heute mit kräftigen Verlusten. Der DAX sackte fast 3 Prozent ab auf 12.401 Punkte, der niedrigste Schlussstand seit eineinhalb Jahren. Der M-DAX verbuchte sogar fast 3,5 Prozent Minus. Bei den Einzelwerten ging es hier bei Rheinmetall, K+S und Uniper zur Sache: alle verloren rund 10 Prozent. Bei Rheinmetall kam die Quartalsbilanz schlecht an und bei Uniper belasteten die angeblichen Pläne der Bundesregierung beim Gasversorger einzusteigen, den Kurs deutlich. Die Aktie musste zeitweise vom Handel ausgesetzt werden. Im DAX waren die Schlusslichter Hannover Rück, MTU und Daimler Truck alle mit 8 Prozent Minus.

16.25 Uhr - US-Börsen auf Talfahrt - Tesla enttäuscht

An der Wall Street dominieren die Konjunkturpessimisten wieder das Geschehen. Der Dow Jones erhöht sein Verluste gegenüber dem eh schon schwachen Handelsauftakt noch ein klein wenig auf jetzt knapp zwei Prozent. Rezessionssorgen dominieren den Markt. Ein Anlagestratege meinte dazu, die entscheidende Frage sei nun, wie schwach die Quartals-Zahlen und die Ausblicke bei den Unternehmen ausfallen würden. Bei Tesla gibt es schon mal eine herbe Enttäuschung. Der Elektroautobauer hat erstmals seit zwei Jahren einen Rückgang des Quartalsabsatzes bekannt gegeben. Der Tesla-Kurs gibt 4 Prozent nach.

15.15 Uhr - Curevac verklagt Biontech

Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac hat eine Klage gegen den Corona-Impfstoff-Hersteller Biontech und zwei seiner Tochterunternehmen eingereicht. Curevac spricht von Patentrechtsverletzung und fordert eine «faire» Entschädigung. Die Klage wurde vor dem Landgericht Düsseldorf erhoben. Curevac hat selbst angeblich in jahrzehntelanger Arbeit einen sogenannten mRNA-Impfstoff entwickelt – genau diese Technologie verwendet Biontech mit seinem US-Partner Pfizer. Die Kurse reagieren deutlich auf den Vorstoß. Die Curevac-Aktie legt 2 Prozent zu. Bei Biontech geht es im vorbörslichen US-Handel dagegen 5 Prozent abwärts.

11.18 Uhr - Deezer landet keinen Hit bei seinem Börsengang

Die Aktien des Musikstreaming-Anbieters und Spotify-Rivalen ist bei seinem Börsendebüt in Paris mit 8 Euro 50 Euro gestartet. Mittlerweile sind sie um fast 30 Prozent eingebrochen auf rund sechs Euro im Moment. Das französische Unternehmen wurde bei seinem Börsengang mit rund einer Milliarde Euro bewertet. Marktführer Spotify ist aktuell rund 26 Milliarden Dollar wert. Ähnlich wie der Wettbewerber aus Schweden steht Deezer für die Neuausrichtung der Musikindustrie auf Streaming-Angebote und weg vom Kauf und Download einzelner Alben oder Songs. Allerdings ist die Konkurrenz inzwischen groß. Neben Spotify bieten auch große US-Konzerne mit hoher Kapitalausstattung wie Amazon Prime und Apple Music solche Dienste an.

Der Leitindex im Euroland, der EuroStoxx50-Index verliert knapp ein Prozent. Der DAX büßt ein Prozent ein auf 12.645 Punkte.

10.22 Uhr - Papier der Shop-Apotheke nach Zahlen gefragt

Das Geschäft mit nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten brummt bei der Shop Apotheke. Das Unternehmen hat daher im zweiten Quartal deutlich zugelegt. Der Umsatz stieg um 14,7 Prozent auf 287 Millionen Euro, teilte die Online-Apotheke am Morgen auf Basis erster Berechnungen mit. Die Kundenzahl kletterte zur Jahresmitte auf 8,6 Millionen und liegt damit um 1,5 Millionen über dem Vorjahr und um 0,7 Millionen über dem Stand zu Jahresbeginn. Der Vorstand bekräftigte seine Jahresziele. Die sehen unter anderem eine bereinigte operative Umsatzrendite von minus 1,5 bis plus 1,5 Prozent vor. Das Papier der Shop-Apotheke ist im SDAX um 11,5 Prozent nach oben geschossen. Der DAX ist unterdessen mit 0,3 Prozent ins Minus gerutscht auf 12.731 Punkte. Der Euro ist auf 1,03 58 Dollar gesunken.

09.10 Uhr - DAX startet neuen Erholungsversuch

Nach freundlichen Vorgaben aus Asien gewinnt der DAX jetzt 0,4 Prozent auf 12.823 Punkte. Dennoch bleibt die Stimmung nervös. Die drohende Gas-Krise besorgt Verbraucher, Unternehmen und Anleger. Daher rüstet sich die Bundesregierung für einen weitgehenden Gas-Lieferstopp Russlands und will dafür auch einen Schutzschirm für die wichtigsten Versorger aufspannen, wie z.B. dem Energiekonzern Uniper, der durch die Gaskrise in eine Schieflage gekommen ist. Die Aktie von Uniper im MDAX war gestern um 27,6 Prozent eingebrochen. Heute erholt sie sich wieder etwas und steigt aktuell um 6,3 Prozent. Im DAX ist das Papier von RWE um ein Prozent abgerutscht und damit größter Index-Verlierer. Gestern hatte der Energieriese angekündigt, zusammen mit dem griechischen Energiekonzern Hellenic Petroleum vor der griechischen Küste Windparks aufzubauen. Der Euro ist abgerutscht auf 1,04 14 Dollar.

08.46 Uhr - Stimmung in der Autobranche hellt sich auf

Laut einer aktuellen Umfrage des Münchner Ifo-Instituts schätzen die Autohersteller ihre aktuelle Geschäftslage besser ein. Der entsprechende Index von 17,8 Punkten im Mai stieg auf 23,6 Punkte im Juni. Die Unternehmen könnten weiterhin hohe Verkaufspreise durchsetzen und daher bewerteten sie laut Umfrage ihre Auftragslage im Vergleich zum Mai "deutlich besser", so die Münchner Forscher. Die Unternehmen hofften zudem, ihre Produktion in den kommenden Monaten wieder auszuweiten und wollten neues Personal einstellen. Allerdings sind sie weniger zuversichtlich, was die Geschäfts-Erwartungen betrifft. Der entsprechende Index sank von 41,3 Punkten im Mai auf nur noch 9,8 Punkte im Juni. Gründe seien, dass das EU-Parlament für das Verbrenner-Aus in Europa im Jahre 2035 gestimmt habe, der Hersteller Ford Elektroautos im spanischen Valencia produzieren werde und nicht in Saarlois, so die Ifo-Forscher. Zudem herrsche weiterhin ein großer Mangel an wichtigen Vorprodukten.

08.15 Uhr - Nikkei schließt im Plus

Positive Wirtschaftsdaten aus China und die Aussicht auf nachlassende Spannungen in den Handelsbeziehungen zwischen der Volksrepublik und den USA haben die Kurse angetrieben. Der japanische Leitindex Nikkei schloss mit einem Plus von einem Prozent auf dem Endstand von 26.423 Punkten.

06.57 Uhr - Freundliche Stimmung an den Börsen in Asien

Ohne Vorgaben der New Yorker Wall Street, die gestern wegen des Unabhängigkeitstags in den USA geschlossen blieb, geht es an der Börse in Tokio jetzt um 0,9 Prozent bergauf, in Seoul um 1,3 Prozent, in Hongkong um 0,6 Prozent, nur in Shanghai steht ein kleines Minus von 0,2 Prozent zu Buche. Positive Wirtschaftsdaten und Hinweise auf nachlassende Spannungen im Handel zwischen China und den USA wirken den jüngsten Ausverkäufen etwas entgegen, so heißt es an den Märkten. US-Finanzministerin Janet Yellen und der chinesische Vize-Ministerpräsident Liu He haben in einem Telefonat, vereinbart, einen „offenen und substanziellen“ Dialog fortzusetzen. US-Präsident Biden denkt derzeit zur Eindämmung der hohen Inflation auch über eine Lockerung der US-Zölle gegenüber China nach, die sein Vorgänger Trump erlassen hatte. Der Euro steht am Morgen bei 1,04 36 Dollar.

06.25 Uhr - Chinas Dienstleister im Aufwind

Der Caixin-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor ist im Juni so schnell gewachsen wie seit fast einem Jahr nicht mehr. Er stieg im vergangenen Monat auf 54,5 Punkte und verzeichnete damit das schnellste Wachstum seit Juli letzten Jahres und die erste Expansion seit Februar. Im Mai hatte der Wert noch bei 41,4 Punkten gelegen. Werte über der 50er-Marke zeigen Wachstum an, Werte darunter eine Schrumpfung.

Dienstag, 05. Juli 2022

21.15 - Fusion der Lieferdienste

Der spanische Wettbewerber Glovo gehört jetzt zum Essenslieferdienst Delivery Hero. Es seien alle Maßnahmen für den Abschluss der Transaktion ergriffen worden, teilte das in Berlin ansässige Unternehmen mit. Delivery Hero hält 94 Prozent an dem spanischen Konzern, der mit rund 2,3 Milliarden Euro bewertet wird. Gemeinsam sind die Firmen in 74 Ländern auf vier Kontinenten unterwegs. Dem Aktienkurs half die Meldung heute nicht, im Gegenteil, der Kurs von Delivery Hero knickte um 8 Prozent ein.

17.50 Uhr – Wie lief der Montag für die Unternehmen des DAX?

Ein Blick auf die 40 deutschen Unternehmen im DAX: Heute sieht die Börse 20 Aktiengesellschaften mit Kursgewinnen und 20 Unternehmen mit Verlusten. Im Folgenden der Stand von heute (17.50 Uhr):

Aktuell stehen die Unternehmen Hannover Re, Symrise, Qiagen, Deutsche Börse AG, Henkel, Sartorius und Siemens als Gewinner da, mit einem Kursgewinn von je 1,9 Prozent (Hannover Re, Symrise und Qiagen), je 1,6 Prozent (Deutsche Börse AG und Henkel) und je 1,5 Prozent (Sartorius und Siemens).

Vonovia musste am heutigen Börsentag bisher den höchsten Verlust hinnehmen. Der Aktienkurs des Unternehmens sank um 4,6 Prozent. Zalando (-4,4 Prozent) und Mercedes-Benz Group (-3 Prozent) verloren ebenfalls.

💡 Von der Börse München (gettex) beziehen wir Kursdaten, die wir mit Hilfe automatisierter Datenverarbeitung in Text umwandeln. Letzter Stand der Daten ist 17.50 Uhr, berechnet wird die Entwicklung seit kurz vor 18 Uhr des letzten Handelstags. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

17.30 Uhr - Uniper-Aktie zieht M-DAX ins Minus

An den deutschen Aktienmärkten gab es heute einen richtig großen Verlierer. Die Aktie des Gasversorgers Uniper sackte noch einmal um 28 Prozent ab. Hintergrund waren Berichte, wonach die Bundesregierung einen Schutzschirm für angeschlagene Energieunternehmen schaffen will. Das würde Uniper helfen, allerdings wäre es für den Aktienkurs ein großer Hemmschuh. So sind zum Beispiel Dividenden für die Anteilseigner auf absehbare Zeit erst mal nicht mehr möglich, wenn ein Unternehmen staatliche Hilfsgelder in Anspruch nimmt. Der M-DAX, in dem die Uniper-Aktie notiert ist, gab heute am Ende 1,3 Prozent nach. Der DAX schloss ein klein wenig im Minus bei 12.773 Punkten. An der Wall Street wird wegen des Unabhängigkeitstags nicht gehandelt.

13.30 Uhr - Uniper -Rettung nach Lufthansa-Vorbild?

Rund 2 Milliarden Euro stehen zur Rettung von Uniper bereit, allerdings wurden sie noch nicht abgefragt. Das bestätigt das Bundeswirtschaftsministerium. Der Gasversorger benötigt eine Finanzspritze, weil er unter dem Gasmangel leidet und eine Milliardenbeteiligung an der Pipeline Nord Stream 2 abschreiben muss. Das hat den Aktienkurs erheblich unter Druck gesetzt. Heute tendiert er ein halbes Prozent leichter. Eine Rettung könnte nach dem Muster der Lufthansa erfolgen. Hier hatte sich der Bund direkt mit 20 Prozent beteiligt. Doch der Anteil wurde schon wieder auf 14 Prozent zurückgefahren. Die Lufthansa kostet 5,60 Euro.

10.24 Uhr - Vitesco-Aktie im Fokus der Anleger

Mit einem Plus von 4,3 Prozent gehört sie zu den Favoriten im SDAX. Die Familie Schaeffler hat ihren Anteil am Regensburger Autozulieferer aufgestockt auf jetzt knapp 40 Prozent. Die Familienholding IHO kaufte rund 1,6 Millionen Vitesco-Aktien, teilte das Unternehmen am Morgen mit. Zusammen mit den Anteilen der IHO-Beteiligungs-GmbH komme die Familie auf knapp 50 Prozent an Vitesco. Über Details sei Stillschweigen vereinbart worden. Man habe die günstige Marktlage genutzt, um die Beteiligung aufzustocken, hieß es aus Unternehmenskreisen. Die Aktien von Vitesco waren in den vergangenen vier Wochen um mehr als 20 Prozent abgerutscht. Der SDAX büßte im gleichen Zeitraum etwa 14 Prozent ein.

Aktuell verliert der SDAX rund ein halbes Prozent. Der DAX verbucht ein kleines Plus von 0,1 Prozent auf 12.830 Punkte. Der Euro steht bei 1,04 26 Dollar.

09.13 Uhr - DAX mit freundlichem Wochenstart

Eine knappe Viertelstunde nach Beginn des Xetra-Handels gewinnt der DAX 0,5 Prozent auf 12.877 Punkte. Einige Schnäppchenjäger sind aktiv geworden und nutzen die gesunkenen Kurse zum Wiedereinstieg. Vergangene Woche hatte der DAX ja insgesamt 2,3 Prozent verloren und war unter die 13.000er-Marke gerutscht. Allein im Juni hat der deutsche Leitindex mehr als 2000 Punkte oder rund 11 Prozent eingebüßt. Zu den größten DAX-Gewinnern gehören die Aktien von Merck, e.on und Symrise mit Aufschlägen zwischen 1,2 und 1,3 Prozent. Im SDAX steht die Aktie von Vitesco im Fokus und gewinnt 2,4 Prozent. Die Familie Schaeffler hat ihren Anteil am Regensburger Autozulieferer aufgestockt auf jetzt knapp 40 Prozent. Der Euro steht bei 1, 04 30 Dollar.

08.33 Uhr - Deutsche Exporte im Mai überraschend gesunken

Die Ausfuhren aus Deutschland fielen um 0,5 Prozent niedriger aus als im Vormonat und summierten sich damit auf 125,8 Milliarden Euro, teilte das Statistische Bundesamt am Morgen mit. Ökonomen hatten eigentlich mit einem Wachstum von 0,9 Prozent gerechnet, nachdem es im April einen Anstieg von 4,4 Prozent gegeben hatte. Grund sei die schwächere Nachfrage aus den EU-Staaten, hieß es von den Statistikern. Die Ausfuhren in die Länder der Europäischen Union gingen um 2,8 Prozent auf 67,5 Milliarden Euro zurück. Die meisten der deutschen Exporte gingen in die USA. Dorthin wurden 5,7 Prozent mehr Waren exportiert als im Vormonat mit einem Wert von 13,4 Milliarden Euro.

08.10 Uhr - Freundlicher Wochenauftakt in Tokio

Der japanische Nikkei-Index konnte sich von den kräftigen Verlusten vor dem Wochenende wieder leicht erholen. Er schloss an der Börse in Tokio mit einem Plus von 0,8 Prozent auf dem Endstand von 26.154 Punkten. An der Börse in Shanghai geht es um 0,3 Prozent nach oben, in Hongkong steht noch ein kleines Minus von 0,3 Prozent zu Buche. Der DAX wird vorbörslich von Banken und Brokern bei rund 12.910 Punkten gesehen, fast 100 Punkte höher als der Schlusstand am Freitag.

07.12 Uhr - Verhaltener Wochenauftakt an den Börsen in Asien

Die asiatischen Aktienmärkte sind uneinheitlich in die neue Woche gestartet. An der Börse in Tokio geht es nach den kräftigen Verlusten vor dem Wochenende wieder leicht bergauf. Der japanische Leitindex Nikkei verbucht jetzt ein kleines Plus von 0,5 Prozent auf 26.053 Punkte. Die Börse in Shanghai zeigt sich wenig verändert und in Hongkong steht ein Minus von 0,6 Prozent zu Buche. Der Euro wird am Morgen mit 1,04 30 gehandelt.

06.35 Uhr - Neuer Rückschlag am chinesischen Immobilienmarkt

Der Bauträger Shimao hat gestern Zins- und Tilgungszahlungen für eine Anleihe verpasst. Den Gläubigern einer an der Börse von Singapur gehandelten vorrangigen Anleihe konnten weder Kapital noch Zinsen von rund einer Milliarde Dollar gezahlt werden, teilte das Unternehmen der Börse von Hongkong mit. Zur Begründung wurden „Marktunsicherheiten hinsichtlich der Refinanzierung von Schulden“ genannt sowie „schwierige Betriebs- und Finanzierungsbedingungen“. Der wochenlange Corona-Lockdown in Metropolen wie Shanghai hat die chinesischen Immobilienverkäufe im April um fast 47 Prozent einbrechen lassen im Vergleich zum Vorjahr und damit so stark wie seit 16 Jahren nicht mehr.

Montag, 4. Juli 2022

22.12 Uhr – Dow Jones und Nasdaq berappeln sich

Nach einem schwachen Start konnte der Dow Jones schließlich 1,1 Prozent zulegen. Um 0,9 Prozent ging es für die Technologiebörse Nasdaq nach oben.

Aktien von Meta verzeichneten kleine Verluste. Der Facebook-Mutterkonzern Meta stimmte seine Mitarbeiter intern auf schwierige Zeiten ein. So sollten die Teams nicht mit umfangreichen Neueinstellungen von Ingenieuren oder neuen Budgets rechnen.

20.52 Uhr – BMW in USA mit Verkaufsrückgang

Der Autobauer BMW hat im zweiten Quartal in den USA einen deutlichen Verkaufsrückgang eingefahren. Mit 78.905 Autos der Stammmarke BMW wurde der Dax-Konzern 18,3 Prozent weniger Fahrzeuge los als im Vorjahreszeitraum, wie es am Abend heißt. Lieferprobleme hätten die Bestände der Händler belastet, erklärte der Konzern. Vor allem Limousinen wurden dabei in Mitleidenschaft gezogen. Bei den in den USA sehr beliebten Stadtgeländewagen (SUV) konnte BMW hingegen etwas zulegen. Diese fertigt das Unternehmen ohnehin größtenteils vor Ort in den Staaten. Bei der Kleinwagenmarke Mini betrug der Verkaufsrückgang fast die Hälfte.

17.53 Uhr – DAX Tages- und Wochenbilanz

Nach einem nervösen Handel zwischen Plus und Minus konnte sich der DAX etwas von den jüngsten Verlusten erholen und 0,2 Prozent auf 12.813 Punkte zulegen.

Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Energieversorger Uniper. Das Unternehmen ist wegen der Gaskrise in Schieflage geraten und hat nach staatlicher Hilfe gerufen. In Regierungskreisen heißt es, es müsse geklärt werden, welche Hilfen bei Uniper am besten passen würden. Das scheint Anleger etwas zu beruhigen. Nach den deutlichen Verlusten von gestern konnten Uniper-Aktien heute zehn Prozent zulegen. Für die Energieversorger RWE und Eon im Dax ging es um durchschnittlich drei Prozent aufwärts.

Über die Woche verlor der DAX 2,3 Prozent. Anleger sorgen sich, dass die Notenbanken mit ihren Zinserhöhungen gegen die Inflation auch die Wirtschaft bremsen.

In unsicheren Zeiten ist eher die Weltleitwährung Dollar gesucht. Der Euro fällt auf einen Dollar 04 10.

17.50 Uhr – Börse aktuell: Unternehmen im DAX

Ein Blick auf die 40 deutschen Unternehmen im DAX: Heute sieht die Börse 24 Aktiengesellschaften mit Kursgewinnen und 16 Unternehmen mit Verlusten. Im Folgenden der Stand von heute (17.50 Uhr):

Die höchsten Kursgewinne der DAX-Unternehmen lagen heute bisher bei 5,7 Prozent (RWE), 5,3 Prozent (Zalando) und 3 Prozent (Airbus).

Am schlechtesten läuft es bis jetzt für Infineon (-3,9 Prozent), Deutsche Bank (-3,3 Prozent) und Deutsche Börse AG (-3,2 Prozent).

💡 Von der Börse München (gettex) beziehen wir Kursdaten, die wir mit Hilfe automatisierter Datenverarbeitung in Text umwandeln. Letzter Stand der Daten ist 17.50 Uhr, berechnet wird die Entwicklung seit kurz vor 18 Uhr des letzten Handelstags. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

15.55 Uhr - Abschreibung belastet Siemens-Aktie

Vor knapp einem Jahr kostete eine Aktie von Siemens Energy noch rund 28 Euro. Mittlerweile ist das Papier nur noch etwa die Hälfte wert. Unter anderem sorgten Probleme bei der Windkraftsparte Gamesa für wiederholte Gewinnwarnungen. Die Mutter Siemens, die bis heute Großaktionär bei Siemens Energy ist musste deswegen nun eine Milliarden-Abschreibung auf ihre Beteiligung bekanntgeben, da sich der Wert des Aktienpaketes drastisch reduziert hat. Die Aktie von Siemens verbilligt sich heute um mehr als 1 Prozent.

15.12 Uhr - Bund bestätigt Gespräche mit Uniper

Vor zwei Jahren drohte die Corona-Pandemie, die Lufthansa in die Pleite zu treiben. Das Unternehmen überlebte nur dank staatlicher Stützungsmaßnahmen. In diesem Sommer ist nun Uniper in massive Bedrängnis geraten. Der Energie-Versorger hatte einen Großteil seines Geschäftes auf russische Gaslieferungen ausgerichtet, die nun ja deutlich reduziert sind. In dieser Woche hatte sich das Unternehmen deswegen mit einem Hilferuf an den Bund gewandt, die Aktie stürzte ab. Jetzt hat das Bundeswirtschaftsministerium Gespräche bestätigt, in denen es um eine Stützung von Uniper geht. Die im MDAX notierte Aktie des Konzerns erholt sich um 7 Prozent.

14.00 Uhr - Milliarden-Auftrag für Airbus

China Southern hat bei Airbus die größte Bestellung einer chinesischen Fluggesellschaft seit dem Start der Corona-Krise in Auftrag gegeben. Das Unternehmen gab bekannt, 96 Maschinen des Verkaufsschlagers A320neo zu ordern. Basierend auf dem Listenpreis ist die Bestellung damit mehr als 12 Milliarden Dollar wert. Allerdings sind bei solchen Orders hohe Rabatte üblich. Die Auslieferungen sollen von 2024 bis 2027 erfolgen. Für Airbus ist der Auftrag der – nach Passagierzahlen - größten chinesischen Fluggesellschaft auch ein Prestige-Erfolg. Bisher gehört China Southern nämlich zu den größten Kunden des Wettbewerbers Boeing. Die Aktie von Airbus kann deutlich zulegen. Sie verteuert sich um 3,5 Prozent.

12.03 Uhr - DAX leicht im Plus

Nach einem schwachen Auftakt hat der deutsche Aktienmarkt ins Plus gedreht. Um die Mittagszeit steigt der DAX um 0,4 Prozent auf 12.840 Punkte. Im Fokus stehen unter anderem die Inflationsdaten aus der Eurozone. Dort stiegen die Preise im Jahresvergleich um 8,6 Prozent, das ist ein neues Rekordhoch.

11.20 Uhr - Euro-Inflation auf Rekordhoch

In der Eurozone ist die jährliche Inflationsrate auf 8,6 Prozent gestiegen. Damit übertrifft sie die Prognosen der Analysten und klettert auf ein Rekordhoch. Im Mai hatte die Teuerung noch bei 8,1 Prozent gelegen. Die Energiepreise verteuerten sich im Jahresvergleich um enorme 41,9 Prozent.

09.15 Uhr DAX fällt weiter zurück

Der DAX leistet sich einen schwächeren Start in die zweite Jahreshälfte. Er verliert zu Handelsbeginn 115 auf 12.668 Punkte. Der Juni war der schlechteste Juni seit Berechnung des DAX, im ersten Halbjahr verlor er 20 Prozent an Wert. Heute schauen die Börsianer auf die Inflationsdaten der Eurozone. In Deutschland ging die Inflation etwas zurück, aber in Frankreich beispielsweise hat die Teuerung überraschend angezogen. Experten erwarten deshalb für die Eurozone eine Jahresinflationsrate von 8,4 Prozent. Das wäre ein neuer Rekord.

06.20 Uhr - Holpriger Start in die zweite Jahreshälfte

Asiens Börsen erleben einen holprigen Start in die zweite Jahreshälfte. Der Nikkei-Index verliert in Tokio 1,7 Prozent auf 25.947. Die Börsen in Hongkong, Shanghai und Shenzen tendieren ebenfalls leichter, obwohl es positive Konjunktursignale gibt. Der Gasnotstand, schreiben Analysten, sei nicht nur ein europäisches, sondern mittlerweile ein weltweites Problem.

Die Aussichten für den DAX sind alles andere als positiv. Er verlor im ersten Halbjahr 20 Prozent an Wert. Eine Trendwende ist nicht in Sicht. Die Nachricht des Tages kommt von Siemens. Der Münchner Konzern nimmt eine riesige Abschreibung auf Siemens Energy vor. Die Kursverluste der Energietochter werden das Quartalsergebnis mit 2,8 Milliarden Euro belasten.

Freitag, 1. Juli 2022

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