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Wirtschaft

Börse: DAX vor positivem Wochenabschluss – heute aber im Minus | BR24

© BR / Philipp Kimmelzwinger

Deutsche Börse Frankfurt

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    Börse: DAX vor positivem Wochenabschluss – heute aber im Minus

    Insgesamt sind Aktien deutlich weniger wert als noch vor wenigen Wochen. Der Sturz war dramatisch. Diese Woche konnte der Dax aber wieder deutlich zulegen, auch wenn es heute bergab geht. Nur E.ON ist im Plus. Ein Thema ist aber auch der Ölpreis.

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    Beim DAX ging es in dieser Woche heftig auf und ab. Trotz Sorgen wegen des Coronavirus und einer Rezession - oder gerade deshalb - scheint der deutsche Leitindex vor einem ordentlichen Wochengewinn zu stehen. Er steuert auf ein Plus von etwa 10 Prozent zu. Die Infektionswelle ist ungebrochen. Damit nehmen die Unsicherheiten zu – gleichzeitig scheinen die Zusagen für Hilfen von Regierungen und Notenbanken immer größer zu werden. So üppig, dass kaum noch Platz für mehr Hilfsversprechen ist.

    Das bemerken auch die Investoren an den Börsen. Die Aktienkurse profitieren ja üblicherweise vom billigen Geld der Notenbanken. Ein Marktexperte vom Vermögensverwalter QC Partners merkte an, dass es neue Nachrichten zu Hilfspaketen der Regierungen und Notenbanken nun erst einmal nicht geben werde und diese Gemengelage könnte dem einen oder anderen an der Börse doch aufs Gemüt schlagen.

    Dax im Minus – nur E.ON-Aktien steigen

    Nach den gestrigen Gewinnen verliert der DAX rund 3 Prozent auf ungefähr 9.700 Punkte. Im DAX steigen einzig die Papiere von E.ON – und zwar um 0,2 Prozent. Die Aktien des Kunststoffherstellers Covestro sind mit einem Minus von gut 5 Prozent die größten Verlierer im Index.

    Kion streicht Dividende zusammen

    Immer mehr Firmen streichen ihre Ziele und äußern sich zur Dividende. So will der Gabelstaplerhersteller Kion seinen Aktionären für 2019 so gut wie nichts auszahlen. Zusammen mit einer zurückgenommenen Unternehmensprognose und einem Produktionsstopp belastet dies die Aktien. Die im MDAX gelisteten Papiere fallen um gut 6 Prozent.

    Russland offen für Förderkürzungen beim Öl

    Russland hat sich angesichts des massiven Überangebots am Ölmarkt offen für ein neues Abkommen mit den Opec-Staaten gezeigt. Eine Opec+-Vereinbarung könnte möglich sein, wenn auch andere Länder sich daran beteiligten, sagte Kirill Dmitriew, Chef des russischen Staatsfonds. Er und Energieminister Alexander Nowak waren die russischen Chef-Unterhändler bei der gemeinsam mit den Opec-Staaten vereinbarten Fördergrenze. Das Abkommen läuft am 31. März aus.

    Saudi-Arabien hat bereits angekündigt, seine Produktion hochzufahren. Dmitriew ließ offen, welche Länder sich an einem neuerlichen Abkommen beteiligen sollten. US-Präsident Donald Trump hatte vergangene Woche signalisiert, sich zu einem angemessenen Zeitpunkt in den Konflikt einzuschalten.

    Seit Jahresanfang ist der Ölpreis um gut 60 Prozent abgerutscht. Ein Grund dafür ist der Konflikt zwischen den Öl-Nationen. Hinzu kommen Konjunktursorgen – unter anderem in Folge der Coronavirus-Pandemie. Wenn weniger Rohstoffe verbraucht werden – beispielsweise für das Fliegen und Produzieren von Waren, wird in der Regel weniger Rohöl nachgefragt. Momentan kostet das Barrel Nordseeöl der Sorte Brent knapp 26 Dollar. Das sind gut 30 Dollar weniger als Mitte Februar.

    Und am Devisenmarkt ist der Euro 1,10 21 Dollar wert.

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