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Boeing in der Krise: Vertrauensverlust und Auftragsflaute | BR24

© dpa-Bildfunk/Ted S. Warren

Auftragsflaute bei Boeing

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    Boeing in der Krise: Vertrauensverlust und Auftragsflaute

    Der Flugzeugbauer Boeing steckt tief in der Krise. Nach zwei Abstürzen müssen alle Maschinen des Bestsellers 737 Max wohl noch für Monate am Boden bleiben. Im Mai konnte die zivile Flugzeugsparte von Boeing keine einzige Maschine verkaufen.

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    Noch vor einem Jahr war die Welt für Boeing in Ordnung. Alleine im Mai 2018 sammelte der US-Konzern bei Fluggesellschaften 40 Orders ein. In diesem Jahr allerdings herrscht Flaute. In der Datenbank von Boeing findet sich für den Mai keine einzige Bestellung.

    Dem Unternehmen machen gleich drei Probleme zu schaffen. So halten sich wegen der steigenden Ölpreise und der unsicheren Konjunkturaussichten die Airlines generell mit Investitionen zurück, eine Entwicklung, die auch Konkurrent Airbus zu spüren bekommt.

    Handelsstreit zwischen USA und China macht Boeing zu schaffen

    Bei Boeing kommt aber erschwerend hinzu, dass der US-Konzern zum Spielball des Handelskonfliktes zwischen Washington und Peking wurde. In China müssen Flugzeugbestellungen durch den Staat genehmigt werden, und in dieser Situation hat Boeing momentan als amerikanischer Lieferant schlechte Karten. In Branchenkreisen heißt es, zwar würden chinesische Airlines gerne in Seattle ordern, Peking habe entsprechende Anträge aber auf Eis gelegt.

    Flugverbot für Boeing 737 Max dauert noch an

    Vor allem aber haben die Probleme beim Boeing-Bestseller 737 Max für einen massiven Vertrauensverlust in der Branche gesorgt. Nach zwei Abstürzen dürfen weltweit Flieger dieses Typs bis auf Weiteres nicht starten.