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Boeing 737 Max-Probleme belasten Ryanair | BR24

© dpa-Bildfunk

Flugzeug der Fluglinie Ryanair

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Boeing 737 Max-Probleme belasten Ryanair

Für die Boeing 737 Max gilt nach zwei Abstürzen ein weltweites Flugverbot. Das trifft nun auch die irische Billigfluglinie Ryanair: Die Lieferung neuer Maschinen verzögert sich. Auch Standort-Schließungen werden nicht ausgeschlossen.

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Nach dem Absturz zweier Boeing 737 Max-Maschinen müssen alle Jets der Modellreihe seit Mitte März weltweit am Boden bleiben. Das hat auch Auswirkungen für den irischen Billigflieger Ryanair: Die Fluglinie streicht wegen der verzögerten Auslieferung des Problemjets Boeing 737 Max ihre Flugpläne zusammen.

Da sich die Freigabe voraussichtlich bis Ende des Jahres hinziehe, erwarte man die Auslieferung neuer Flugzeuge erst im Januar oder Februar 2020, teilte die Airline weiter mit. Bis zum Beginn des Sommerflugplans könne die Ryanair-Flotte deshalb voraussichtlich nur um 30 und damit nur um gut die Hälfte der geplanten neuen Maschinen ausgebaut werden.

Auch Standort-Schließung im Gespräch

Die Krise um das Boeing-Modell könnte auch die Beschäftigten von Ryanair treffen: Der Mangel an Maschinen zwinge das Unternehmen dazu, seine Aktivitäten an einigen Standorten "einzuschränken" und einige Basen sogar vorübergehend im Winter 2019 sowie im Sommer 2020 zu schließen, hieß es weiter. Noch würden Gespräche darüber geführt, welche Basen betroffen sein werden.

Konkrete Angaben zu den betroffenen Standorten machte Ryanair-Chef Michael O'Leary nicht; auch mögliche Stellenstreichungen deutete er nicht an.

Wachstumsziele gestutzt

Ryanair stutzte auch sein Wachstumsziel für das kommende Jahr. Im Sommer 2020 sei wegen fehlender neuer Flugzeuge nur mit drei statt sieben Prozent Passagierwachstum zu rechnen, teilte die Airline mit. Für das gesamte, bis März 2021 laufende Geschäftsjahr rechne Ryanair mit 157 Millionen Fluggästen, fünf Millionen weniger als ursprünglich angepeilt.

Bei dem Absturz zweier Maschinen der Modellreihe bei Lion Air und Ethiopian Airlines waren insgesamt 346 Menschen ums Leben gekommen. Bislang ist unklar, wann die Behörden die Boeing 737 MAX wieder in die Luft lassen. Boeing hat nach eigenen Angaben die Entwicklung eines Updates für die Steuerungssoftware des Flugzeugs abgeschlossen, die möglicherweise für die Abstürze verantwortlich ist.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA muss die Änderungen noch zertifizieren, bevor die Maschinen wieder starten dürfen. Der Flugzeugbauer geht Ryanair zufolge davon aus, die neue Zertifizierung bis September bei der US-Behörde FAA einzureichen. Sobald diese grünes Licht gibt, will die europäische Aufsicht EASA die Unterlagen selbst noch überprüfen.