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BMW will Nachhaltigkeitsziele an Vergütung knüpfen | BR24

© Gabriel Wirth/BR

BMW-Chef Zipse mit Details zur Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens.

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BMW will Nachhaltigkeitsziele an Vergütung knüpfen

Während die Autobranche coronabedingt diskutiert, die strengen CO2 Ziele in Europa zumindest nach hinten zu schieben, will BMW an den Zielen festhalten. Der Vorstandschef Oliver Zipse hat heute in München seine Nachhaltigkeitsstrategie vorgestellt.

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Noch ist BMW von den strengen CO2 Zielen in Europa weit entfernt, mit einem EU-Flottengrenzwert von rund 130 Gramm pro Kilometer. In diesem Jahr sollen die Emissionen um 20 Prozent gesenkt werden, versprach der Vorstandschef Oliver Zipse vor Journalisten in München und kündigte gleich weitere Ziele an: So sollen bis 2030 der sogenannte CO2 Fußabdruck je Fahrzeug um mindestens ein Drittel gesenkt werden — und zwar über die gesamte Bandbreite hinweg, von der Lieferkette über die Produktion bis zum Ende der Nutzungsphase des PKW.

Was BMW konkret plant

Ziel ist es, dass unter anderem in der Herstellung die Emissionen von 2019 bis 2030 um 80 Prozent gesenkt werden. Wesentlicher Hebel sei die Produktion. Diese verursacht Zipse zufolge rund 90 Prozent der Emissionen. Der Konzern setzt auf grünen Strom, zum Beispiel bei der Herstellung von Batteriezellen. Die Produktion soll zudem energieeffizienter werden. Daneben setzt der Hersteller auf die Elektrifizierung seiner Flotte. Bis 2030 will man mehr als 4,6 Millionen reine Elektroautos ausgeliefert haben.

Vorstand will sich an Zielen messen lassen

Die Vergütung der Führungskräfte soll sich auch danach richten. Natürlich kriege man das nur, wenn man das in der Organisation verankere.

"Das ist wie beim Autofahren, wo sie hinschauen, da fahren Sie auch hin und so ähnlich wird es bei den Vergütungssystem zumindest für alle Führungskräfte sein, dass dort die entsprechenden Nachhaltigkeitselemente drin sind. Das ist die CO2 Zielerreichung, ob wir mit unserem Produktportfolio die Regulation schaffen, ohne Strafen zu zahlen. Wir haben einen eigenen Nachhaltigkeitsindex geschaffen, wo verschiedene dieser Kriterien, über die wir heute gesprochen haben, zusammen gefasst sind." Oliver Zipse, Vorstandsvorsitzender BMW

Der BMW-Chef kündigte zudem an, dass der Konzern jedes Jahr Berichte vorlegen wird, die Auskunft darüber geben, wie weit der Münchner Autohersteller ist. Das fordert natürlich auch die vielen Zulieferer heraus, schließlich will BMW Nachhaltigkeit in der gesamten Lieferkette verankern. Die Zulieferer machten mit, so Zipse. Das Risiko für einen Lieferanten, sich ins Abseits zu manövrieren, sei hoch.

80 Prozent weniger Emissionen in der Herstellung bis 2030

Ziel ist es, dass unter anderem in der Herstellung die Emissionen von 2019 bis 2030 um 80 Prozent gesenkt werden. Wesentlicher Hebel sei die Produktion. Diese verursacht Zipse zufolge rund 90 Prozent der Emissionen. Der Konzern setzt auf grünen Strom, zum Beispiel bei der Herstellung von Batteriezellen. Die Produktion soll zudem energieeffizienter werden. Daneben setzt der Hersteller auf die Elektrifizierung seiner Flotte. Bis 2030 will man mehr als 4,6 Millionen reine Elektroautos ausgeliefert haben.