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BMW will Hochqualifizierten Arbeitszeit und Gehalt kürzen | BR24

© dpa / Bildfunk

Symbolbild: BMW will Arbeitszeit von Hochqualifizierten senken

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    BMW will Hochqualifizierten Arbeitszeit und Gehalt kürzen

    BMW will offenbar bei über 5.000 Mitarbeitern die Arbeitszeit und somit auch deren Gehälter kürzen. Die Beschäftigten sollen nur noch 35 Stunden in der Woche arbeiten. Der Betriebsrat setzt sich aber für den Erhalt der 40-Stunden-Woche ein.

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    Der Autobauer BMW will bis zum Ende des Jahres ein umfangreiches Sparpaket schnüren. Darin enthalten sind mehrere Maßnahmen. Unter anderem möchte der Konzern die traditionell hohen Jahresboni senken. Außerdem sollen weniger Arbeitskräfte zum Einsatz kommen. Deshalb möchte das Unternehmen die Zahl der Leiharbeiter senken und Kosten für besonders hochqualifizierte Mitarbeiter sollen sinken. Außerdem plant BMW, dass freiwerdende Stelle nicht mehr besetzt werden.

    Arbeitszeit soll von 40 auf 35 Stunden sinken

    Wie die Wirtschaftswoche in ihrer aktuellen Ausgabe schreibt, haben bei BMW rund 17.000 Mitarbeiter einen Vertrag, der ihnen eine 40-Stunden-Woche statt der üblichen 35-Stunden-Woche ermöglicht. Etwa 5.000 Beschäftigte haben sich mit ihren Vorgesetzten auf eine solche, allerdings befristete, Erhöhung ihrer Arbeitszeit geeinigt – mit einem entsprechend höheren Gehalt.

    BMW dringt jetzt darauf, dass bei möglichst vielen von ihnen nach der aktuellen Laufzeit Schluss damit ist. Üblicherweise ist die Aufstockung auf zwei Jahre befristet, wird aber immer wieder verlängert. Der Zeitung zufolge könnte die Maßnahme bei einigen besonders hoch bezahlten Mitarbeitern zu Gehaltseinbußen von 10.000 bis 14.000 Euro im Jahr führen.

    BMW-Betriebsrat will 40-Stunden-Option erhalten

    Die Arbeitnehmervertreter von BMW haben angekündigt, für den weiteren Erhalt der freiwilligen 40-Stunden-Woche kämpfen zu wollen. Eine Sprecherin des Betriebsrates betonte, man wolle nicht, dass wenige Menschen massiv von den Sparplänen getroffen würden.

    Außerdem befürchtet der Betriebsrat eine erhebliche Arbeitszeitverdichtung für diejenigen die künftig kürzer arbeiten sollen. Die Arbeit werde ja nicht weniger, so die Sprecherin.