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BMW trotz roter Zahlen zuversichtlich für Gesamtjahr | BR24

© BR/Gabriel Wirth

Der Autobauer BMW hat im zweiten Quartal Verlust gemacht. Der Vorstand geht aber davon aus, dass das Gesamtjahr im Autobau mit schwarzen Zahlen enden wird. Produktions- und Verkaufsstopps haben sich vor allem auf das zweite Quartal beschränkt.

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BMW trotz roter Zahlen zuversichtlich für Gesamtjahr

Der Autobauer BMW hat im zweiten Quartal Verlust gemacht. Der Vorstand geht aber davon aus, dass das Gesamtjahr im Autobau mit schwarzen Zahlen enden wird. Produktions- und Verkaufsstopps haben sich vor allem auf das zweite Quartal beschränkt.

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BMW ist im abgelaufenen Quartal in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich lag der Verlust bei 212 Millionen Euro - im Vorjahr gab es hier noch einen Gewinn von rund 1,5 Milliarden Euro.

Der Grund: Der Münchner Autobauer hat im abgelaufenen Quartal rund ein Viertel weniger Fahrzeuge ausgeliefert als im Vorjahreszeitraum, der Absatz sank auf 485.464 Autos. Der Umsatz sank damit auf unter 20 Milliarden Euro. Der Vorstand hat trotzdem seine Jahresziele bestätigt.

Seit sechs Wochen wieder regulärer Betrieb

Seit Mitte Juni wird wieder in allen BMW-Werken im regulären Schichtbetrieb gearbeitet, teilte der Münchner Autohersteller mit. Coronabedingt war die Produktion im März wochenlang heruntergefahren geworden und lief dann erst wieder langsam an. Auch die Autohäuser in Europa hatten geschlossen.

Man blicke mit vorsichtiger Zuversicht auf das zweite Halbjahr, so BMW-Chef Oliver Zipse. Trotz der roten Zahlen im abgelaufenen Quartal soll es im Gesamtjahr vor Steuern und Zinsen im Segment Automobile keinen Verlust geben. Man beobachte die Situation weiterhin sehr genau und steuere die Produktion unverändert gemäß der Entwicklung in den Märkten, erklärte Zipse.

BMW setzt auf Erholung in China

Zipse und seine Vorstandskollegen setzen auf eine Erholung der Märkte, vor allem in China. Dort wurden im zweiten Quartal 17 Prozent mehr Autos ausgeliefert als im Vorjahreszeitraum.

Einen Lichtblick sieht der BMW-Chef dabei in der Entwicklung des vergangenen Monats. Da lag der Absatz deutlich über den Verkäufen des Vorjahresmonats.

Im Premiumsegment weniger Absatz – Prognose unter Vorbehalt

In Deutschland profitieren die Münchner von der Senkung der Mehrwertsteuer. Trotzdem rechnet die Geschäftsführung damit, dass im Gesamtjahr der Absatz der BMW-Gruppe, zu der auch die Marken Mini und Rolls-Royce gehören, deutlich unter dem des Vorjahres liegen wird.

Denn auch wenn sich die Märkte derzeit vom Corona-Schock etwas erholen, so erwartet man doch, dass im Premiumsegment in diesem Jahr knapp 20 Prozent weniger Autos verkauft werden. Es bleibe eine große Unsicherheit, meinte Zipse. Niemand wisse, wie sich die Lage in den einzelnen Ländern und Weltregionen angesichts der Corona-Pandemie entwickeln werde.

Und so steht die Prognose auch unter dem Vorbehalt, dass es keine zweite Infektionswelle geben wird beziehungsweise keine länger anhaltende und tiefgreifende Rezession in wichtigen Märkten.

Genaue Steuerung der Ausgaben bei BMW

Um möglichst liquide zu bleiben, werden Investitionsprojekte verschoben oder kommen auf den Prüfstand, wie es heißt. Dagegen sind die Ausgaben für Forschung und Entwicklung nur leicht gesenkt worden.

Die Münchner setzen weiter auf die Elektrifizierung ihrer Flotte. BMW will in zehn Jahren insgesamt mehr als sieben Millionen elektrifizierte Fahrzeuge verkauft haben, etwa zwei Drittel davon mit rein elektrischem Antrieb. Schließlich gilt es nicht nur die Folgen der Corona-Pandemie einzudämmen, sondern auch die strengen CO2-Vorgaben in er Euro-Zone einzuhalten.

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