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BMW produziert in München künftig E-Autos statt Motoren | BR24

© BR/Manuel Rauch

BMW baut neues Montagewerk in München

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    BMW produziert in München künftig E-Autos statt Motoren

    Große Veränderungen bei BMW in München: Der Autobauer errichtet in der bayerischen Landeshauptstadt ein neues Montagewerk für Elektrofahrzeuge. Gleichzeitig verlegt BMW die Benzin- und Dieselmotoren-Fertigung von München nach Österreich und England.

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    Auch im Münchner Stammwerk von BMW ist die Transformation der Deutschen Autoindustrie immer stärker zu spüren. So soll hier nicht nur ab dem nächsten Jahr das Elektroauto i4 gebaut werden, sondern es wird auch die Motorenproduktion dort eingestellt.

    Letztere soll in den kommenden Jahren schrittweise nach Steyr in Österreich und Hams Hall in England verlegt werden, wie die Münchner am Abend mitteilten. Man erhöhe dadurch die Effizienz und laste Kapazitäten optimal aus, begründet Produktionsvorstand Milan Nedeljković die Entscheidung.

    Neues Montagewerk soll 2026 in Betrieb gehen

    Den Tag über wurde die Belegschaft über diesen Schritt und die Auswirkungen auf den Standort informiert. So fertigen derzeit noch 1.400 Mitarbeiter Benzin- und Dieselmotoren in München. Betroffen von dem Abzug der Motorenproduktion sind dem Unternehmen nach 1.000 Beschäftige. Sie sollen andere Arbeitsplätze bei BMW in München oder anderen Standorten in Bayern angeboten bekommen, unter anderem bei dem Kompetenzzentrum E-Antriebsproduktion in Dingolfing, das gerade ausgebaut wird.

    Auf der Fläche des Münchner Motorenwerks soll ein neues, auf Elektrofahrzeuge ausgerichtetes Montagewerk entstehen, dass, in fünf Jahren, und zwar 2026 in Betrieb gehen und 400 Millionen Euro kosten soll. "Wir setzen unsere Elektrifizierungsstrategie konsequent um. Bis Ende 2022 wird jedes unserer deutschen Werke mindestens ein vollelektrisches Fahrzeug produzieren", so Produktionsvorstand Nedeljković.

    Betriebsrat zeigt sich zufrieden

    Nedeljković spricht von einem starken Bekenntnis zum Standort München. Der Betriebsrat des Autobauers begrüßte die Entscheidung. So bezeichnete der Chef der Arbeitnehmervertretung Manfred Schoch sie als ein Vorbild für eine gelungen gestaltete Transformation in der deutschen Industrie.

    "Diese Entscheidung ist ein Vorbild für eine gelungen gestaltete Transformation in der deutschen Industrie", so Schoch. Der Bau einer neuen Montage im fast 100 Jahre alten BMW-Stammwerk zeige, "dass Transformation, wenn man sie strategisch und mutig angeht, Industriearbeitsplätze auch inmitten einer Großstadt sichern und ausbauen kann".

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