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Jubiläum im BMW-Werk Dingolfing. Am 9. November vor 50 Jahren ist der Grundstein für die Produktionsstätte in Niederbayern gelegt worden. Das erste Auto lief drei Jahre später vom Band. Heute ist Dingolfing das größte Werk des Konzerns in Europa.

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BMW in Dingolfing: Vor 50 Jahren wurde der Grundstein gelegt

Jubiläum im BMW-Werk Dingolfing. Am 9. November vor 50 Jahren ist der Grundstein für die Produktionsstätte in Niederbayern gelegt worden. Das erste Auto lief drei Jahre später vom Band. Heute ist Dingolfing das größte Werk des Konzerns in Europa.

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Von
  • Uli Scherr

Verantwortlich für die Entscheidung, ab 1970 eine neue Fertigungsstätte außerhalb Münchens, in der niederbayerischen Provinz aufzubauen, war der damalige BMW-Chef Eberhard von Kuenheim. Die Entscheidung, ein neues Fahrzeugwerk in Dingolfing zu errichten, habe die Basis geschaffen für das spätere Wachstum von BMW, sagt von Kuenheim heute. Dabei seien die Rahmenbedingungen eher ungünstig gewesen:

"Das Wirtschaftswachstum hatte sich verlangsamt. Am Horizont zeichnete sich die erste Ölkrise ab. Die weit verbreitete Meinung lautete damals, BMW habe die Zeichen der Zeit nicht erkannt, das Automobil sei am Ende." Eberhard von Kuenheim, BMW-Vorstandsvorsitzender bis 1993
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Eberhard von Kuenheim (li.), damals BMW-Vorstandsvorsitzender, am Tag der Grundsteinlegung mit dem damaligen Ministerpräsidenten Alfons Goppel.

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Der Tag der Grundsteinlegung: Ministerpräsidenten Alfons Goppel steht auf dem Bagger.

Der Automanager von Kuenheim, heute 92 Jahre alt, ist längst Ehrenbürger von Dingolfing. Er ist der Stadt und der Region heute noch verbunden. Über Dingolfing sagt er: "Eine echte Erfolgsgeschichte, geschrieben von tausenden Menschen, die Dingolfing zu einem weltweit beachteten Aushängeschild des deutschen Automobilbaus gemacht haben."

In 50 Jahren wurden elf Millionen Autos gebaut

BMW hat nach eigenen Angaben bis heute rund zehn Milliarden Euro in den Standort Dingolfing investiert. Seit Inbetriebnahme sind mehr als elf Millionen Fahrzeuge vom Band gelaufen. Zuletzt – vor Beginn der Corona-Pandemie – haben rund 18.000 Menschen für BMW in Dingolfing gearbeitet.

Derzeit wird das BMW-Werk Dingolfing von Christoph Schröder geleitet. Er sagt, der Konzern wolle weiter Motor für die Entwicklung der Region sein. Die Grundsteinlegung vor 50 Jahren erfülle ihn mit Hochachtung, sagt Schröder. Das Jubiläum sei zugleich Ansporn und Verpflichtung für die Zukunft.

Nächstes Jahr kommt der "inext"

Der Betriebsratschef im BMW-Standort Dingolfing, Stefan Schmid, sieht den Standort gut gerüstet für die Zukunft: "Ich denke, wir haben unsere Hausaufgaben gemacht." Das Werk wandle sich immer stärker von einem Produktions- zu einem Technologiestandort, sagt der Arbeitnehmervertreter. Ab dem kommenden Jahr soll der BMW inext vom Band laufen, es wäre das erste vollelektrische Modell aus Dingolfinger Produktion.

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