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BMW Hauptversammlung: Durststrecke für Aktionäre | BR24

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BMW hat bei seiner Hauptversammlung heute große Umsatzeinbrüche durch die Coronkrise verkündet. Eine Dividende für die Aktionäre soll es aber trotzdem geben.

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BMW Hauptversammlung: Durststrecke für Aktionäre

BMW hat seine Aktionäre heute zur 100. Hauptversammlung eingeladen. Grund zum Feiern gibt es kaum. Die Autoindustrie leidet unter der Corona-Pandemie. Der Vorstandschef Oliver Zipse hat die Anteilseigner auf eine längere Durststrecke vorbereitet.

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Auf der einen Seite sieht BMW einen Silberstreif in China. Dort konnten die Münchner im vergangenen Monat mehr Fahrzeuge verkaufen als im Vorjahresmonat. Allerdings sieht es im Rest der Welt nach wie vor düster aus, wie Vorstandschef Oliver Zipse auf der virtuellen Hauptversammlung deutlich machte. Er verwies auf die Einschätzung des Internationalen Währungsfonds IWF. Dieser geht davon aus, dass die Weltwirtschaft in diesem Jahr um drei Prozent schrumpfen wird. Das habe es seit der Großen Depression nicht gegeben.

"Gerade hier in Deutschland denken viele, die Talsohle sei durchschritten. Das Schlimmste ist vorbei. Doch die allgemeine Wahrnehmung deckt sich nicht mit der tatsächlichen Lage." Oliver Zipse, Vorstandsvorsitzender BMW AG

Im zweiten Quartal schlagen Zipse zufolge die Auswirkungen der Corona-Pandemie voll durch. Vor allem in den für BMW wichtigen Märkten Europa und USA.

Dividendenausschüttung verteidigt

Der BMW-Chef hat auf der 100. Hauptversammlung des Konzerns aber auch darauf hingewiesen, dass das Unternehmen bisher immer gestärkt aus Krisen hervorgegangen ist. BMW könne auch Krise, so sein Fazit. In seiner Rede verteidigte er noch mal die von vielen kritisierte Dividendenzahlung für 2019. Das Unternehmen handele zuverlässig - auch in der Dividendenpolitik. Zipse verwies in diesem Zusammenhang auf die Erfolgsbeteiligung der Mitarbeiter, die an die Dividende gekoppelt sei. Größter Anteilseigner und damit Profiteur ist die Unternehmerfamilie Quandt.

Konjunkturpaket gefordert

Für die Zukunft setzt der Münchner Autohersteller vor allem auf alternative Antriebe und will an den CO2-Zielen der EU festhalten trotz der Rückschläge durch die Corona-Pandemie. Der BMW-Chef sprach sich allerdings für ein Konjunkturpaket für die gesamte Wirtschaft in Deutschland aus. Die Forderung nach einer Kaufprämie für Neuwagen wiederholte er dabei nicht.

© Gabriel Wirth/BR

Bericht von der Hauptversammlung der BMW AG in München

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