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Bits & Pretzels: Gründerstimmung trotz widriger Umstände | BR24

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Das wegen Corona ins Netz verlagerte Gründerfestival "Bits & Pretzels" hat begonnen. Die Veranstaltung holt normalerweise hochkarätige Sprecher nach München. Diesmal ist virtuell der ehem. Google-Chef Schmidt und Slack-Mitgründer Butterfield dabei.

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Bits & Pretzels: Gründerstimmung trotz widriger Umstände

Ab heute öffnet die Gründermesse Bits & Pretzels in München ihre Tore - digital zumindest. Denn auch die größte Gründerveranstaltung Europas muss das gemeinsame Netzwerken ins Internet verlagern. Für manche Unternehmen wird Corona sogar zur Chance.

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Vor sechs Jahren trafen sich zum ersten Mal junge Gründer und potentielle Investoren zu einem gemeinsamen Weißwurstfrühstück in München. Digitale Produkte und bayerische Delikatessen, die "Bits & Pretzels" war geboren. Schnell wurde der Frühstückstisch zu klein für das Event, die internationale Szene machte die Gründermesse innerhalb weniger Jahre zu einem der wichtigsten Termine des Jahres. Die Gäste auf den Bühnen wurden immer berühmter, im letzten Jahr kam dann tatsächlich der ehemalige US-Präsident Barack Obama als Redner zu Besuch, auch wenn er den traditionellen gemeinsamen Ausflug aller Teilnehmer zum Oktoberfest doch ausfallen ließ.

Digitale Veranstaltung

In diesem Jahr macht Corona nicht nur dem Wiesnbesuch einen Strich durch die Rechnung, sondern gleich dem gesamten Event in seiner eigentlichen Form. Menschen aus der ganzen Welt, dichtgedrängt beim gemeinsamen Netzwerken und Feiern - und das ausgerechnet in München mit seinen für deutsche Verhältnisse hohen Corona-Infektionszahlen - wäre nicht in Frage gekommen. Eine Absage der Bits & Pretzels war für die Gründer trotzdem keine Alternative. Corona ist natürlich auch für Gründer eine Herausforderung. Aber gleichzeitig zeigt sich, dass aus diesen Herausforderungen auch große Chancen werden können.

Corona öffnet Gründern neue Geschäftsfelder

Betrachtet man nämlich die Branchen, in denen gerade besonders viele Start-ups entstehen, so sind es Software, Medizin und elektronischer Handel. Branchen also, die durch die Pandemie massiv an Relevanz gewonnen haben. Dort fanden im vergangenen Quartal mehr als 40 Prozent aller Gründungen statt. In turbulenten Zeiten, in denen viele Routinen nicht mehr funktionieren, besteht die Chance, Neues auszuprobieren. Das gilt für Start-ups, aber auch für die Gründermesse selbst.

Aus einem Wochenende werden sechs Nachmittage

Dieses Jahr findet die Messe für Besucherinnen und Besucher also online statt. Zur besonderen Herausforderung wird es dieses Jahr, die potentiellen Geldgeber zu Investitionen zu bewegen. Denn laut einer Untersuchung von Statista und Startupdetector sind die in den letzten Monaten um einiges zurückhaltender geworden. Ein deutlich gestrecktes Programm soll dieses Problem lösen: Statt des üblicherweise vollgepackten Wochenendes wird die Bits & Pretzels auf eine knappe Woche gestreckt, so business-freundlich wie möglich: vom Mittag bis in die späten Abendstunden. Die Panels und Diskussionsrunden werden gestreamt, die Möglichkeit für umfassendes Netzwerken gibt's drumherum in Chats und Videocalls.

Auch dieses Jahr wieder hochkarätige Gäste

Ein US-Präsident ist dieses Jahr zwar nicht dabei, aber die Bandbreite von Gründerspirit bis erfahrenen Investoren ist wieder enorm. Von jungen Start-ups, die ihre E-Bikes, Onlineplattformen oder sonstige Produkte vorstellen, bis zum ehemaligen CEO von Google, Eric Schmidt. Dazwischen allerlei Prominenz aus der Start-up- und Medienszene.

Am Sonntagabend beginnt die Veranstaltung mit einem Bierfassanstich. Bis zum kommenden Freitag haben die Gäste dann Zeit, sich bei mehr als 100 Veranstaltungen, Diskussionsrunden und Erfahrungsberichten rund um das Thema Gründung zu vernetzen.

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