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Bitcoin heute im Fokus | BR24

© Christian Sachsinger/BR

Wie der Bitcoin durch Halving inflationssicher werden soll

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Bitcoin heute im Fokus

Der Bitcoin ist wohl das bekannteste digitale Zahlungsmittel, das durch Computer erzeugt wird. Zum Konzept gehört die regelmäßige Halbierung des Ertrages beim "Schürfen" der Währung, das sogenannte "Halving". Nach 2016 ist es heute wieder soweit.

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Die Bitcoin-Erfinder haben für die digitale Währung zwei Arten von Inflationsschutz vorgesehen. Einerseits ist die Anzahl von Bitcoin, die emittiert werden können, auf 21 Millionen Stück limitiert. Und sie setzen bei den Menschen an, die als sogenannte "Miner" die Transaktionen im Bitcoinnetzwerk verbuchen. Der Lohn für diese digitalen Buchhalter wird ebenfalls in Bitcoin bezahlt. Bis gestern lag er bei 12,5 Bitcoin pro erzeugtem "Block", ab heute bei 6,25 Bitcoin.

Wie reagierte der Bitcoinpreis in der Vergangenheit auf das Halving ?

Aus Anlegersicht sind solche Halbierungszeitpunkte interessant. Nach dem ersten Halving 2012 stieg der Bitcoin-Kurs um 8.000 Prozent. 2016 legte er in den folgenden Monaten um 290 Prozent zu. Auch mit Blick auf das Halving heute spekulierten Marktteilnehmer auf kräftige Wertsteigerungen. Doch dann kam der Corona-Crash Mitte März und schickte auch den Bitcoin auf einen Tiefstand von 3.800 US-Dollar. Seit dem 23. April ist aber wieder richtig Bewegung in den Markt gekommen. Am 8. Mai notierte der Bitcoin kurzzeitig sogar wieder über der 10.000-Dollar-Marke, heute bewegt er sich am Vormittag zwischenzeitlich um 8.700 US-Dollar.

Bitcoin im Vergleich zu Gold und Aktien

Damit hat der Bitcoin alle Verluste aus dem Crash Mitte März wieder aufgeholt. Wie auch Gold präsentiert sich der Bitcoin im Vergleich zu fast allen anderen Assetklassen sehr stark. Viele Anleger stürmten in den vergangenen Wochen in den "sicheren Hafen" Gold. Beim Bitcoin war eine Fluchtbewegung trotz relativer Stärke bislang nicht wirklich zu erkennen. Vielmehr korrelierte die "Kryptowährung" in den letzten Wochen deutlich stärker mit den Aktienmärkten als sonst.

Wie geht es jetzt weiter?

Ob der Bitcoin sich wirklich durchsetzt, hängt von vielen Faktoren ab. Noch ist zum Beispiel völlig unklar, wie die Staaten mit ihrem Währungsmonopol reagieren, etwa durch Verbote oder offizielle Konkurrenzwährungen. Wer solche ungeklärten Fragen ausblendet und investiert, begibt sich auf hoch spekulatives Terrain. Als Risikoprämie winken sehr schnelle Kursgewinne um 100 Prozent oder mehr.

"Trotzdem gilt es, behutsam und geduldig vorzugehen. Es wird auf dem Weg nach oben immer wieder zu Rücksetzern und damit auch zu Kaufchancen kommen." Florian Grummes, Finanzanalyst midastouch

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