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Bezahlte Botendienste bei Apotheken sollen verlängert werden | BR24

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Im Rahmen der Corona-Pandemie hatte das Bundesgesundheitsministerium mit zahlreichen Maßnahmen reagiert. Erstmals wurden Apotheken Botendienste von den Kassen vergütet. Diese Regelung soll verlängert werden.

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Bezahlte Botendienste bei Apotheken sollen verlängert werden

Im Rahmen der Corona-Pandemie hatte das Bundesgesundheitsministerium mit zahlreichen Maßnahmen reagiert. Erstmals gab es Geld von den Kassen für Botendienste von Apotheken. Diese Regelung soll verlängert werden, aber mit geringerer Vergütung.

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In außergewöhnlichen Zeiten bedarf es außergewöhnlicher Maßnahmen, gerade auch im Gesundheitswesen. Unter anderem waren befristet telefonische Krankschreibungen erlaubt, und Videosprechstunden konnten leichter abgerechnet werden. Auch den Apotheken wurden mehr Freiheiten eingeräumt, zum Beispiel bei der Abgabe nicht rabattierter Arzneimittel. Auch gab es erstmals Geld für Botendienste von den Krankenkassen - nämlich 5 Euro. Diese Regelung läuft eigentlich Ende September aus, doch das Gesundheitsministerium plant, sie dauerhaft zu verlängern.

2,50 Euro netto für jeden Botendienst

Künftig sollen Präsenzapotheken in Deutschland jedoch 2,50 Euro plus Mehrwertsteuer pro Lieferung für ihren Botendienst erhalten. So steht es in der Formulierungshilfe für den Gesetzentwurf zum Krankenhauszukunftsgesetz. Eine Botendienstvergütung sei nötig, um insbesondere in Regionen mit geringerer Apothekendichte die Versorgung mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln sicherzustellen. Zudem würden die Menschen immer älter und durch die Botendienste entlastet, heißt es in der Begründung des Gesetzentwurfs.

Apothekerverband ABDA begrüßt Vorhaben

Lieferungen dauerhaft von den Kassen zu vergüten, mache Sinn, gerade in diesen Zeiten, heißt es beim Apothekerverband ABDA. Denn zuletzt wurden vor allem viele sogenannten Risiko-Patienten aus hygienischen Gründen von den Apotheken beliefert.

Derzeit bekommen die Apotheken 5 Euro pro Tag und Lieferung von den Krankenkassen bezahlt, aber schon das decke die betriebswirtschaftlichen Kosten nicht, bemängeln die Apotheker. Die Halbierung der Vergütung auf 2,50 Euro kann die ABDA daher nicht verstehen. Sie wolle den Gesetzentwurf nun gründlich prüfen. Immerhin – vor der Corona-Krise gab es für die Lieferung an Patienten gar nichts und wurde von vielen Apotheken als kostenloser Service angeboten.

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