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Personalabbau bei Airbus: 264 Stellen in Bayern betroffen | BR24

© picture alliance / dpa

Der Airbus-Standort Ottobrunn dürfte auch betroffen sein.

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    Personalabbau bei Airbus: 264 Stellen in Bayern betroffen

    Airbus will in seiner Raumfahrt- und Rüstungssparte an den bayerischen Standorten laut IG Metall mehr als 260 Stellen streichen. Gewerkschaft und Betriebsrat lehnen das entschieden ab und geben sich kämpferisch.

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    Auch wenn schon länger klar war, dass wohl ein Stellenabbau auf Airbus zukommt: Für die Mitarbeiter an den bayerischen Standorten Ottobrunn und Manching sind es seit Mittwochabend bange Stunden. Da hatte der Konzern verkündet, fast 2.400 Stellen in seiner Raumfahrt- und Rüstungssparte weltweit abbauen zu wollen - 830 davon in Deutschland.

    Inzwischen ist auch klar, wie stark es Bayern treffen soll. Laut IG Metall sind 99 Arbeitsplätze in Manching in Gefahr, in Ottobrunn sind es 165 Stellen. Das sagte Bernhard Stiedl, der Beauftragte der IG Metall für Airbus Defence and Space dem BR.

    Kritik der IG Metall: Auftragsbücher von Airbus sind voll

    An diesem Donnerstag treffen sich den ganzen Tag über die Gewerkschafter und Betriebsräte in Ottobrunn, um ihre Strategie abzustimmen. Der Belegschaft machen die Arbeitnehmervertreter mit einem Schreiben Mut. Darin heißt es, man lehne den Stellenabbau "entschieden ab" und setze sich "für jeden Arbeitsplatz ein".

    Auch Bernhard Stiedl gibt sich kämpferisch: "Wir stellen den kompletten Personalabbau infrage, weil wir eigentlich die Situation haben, insbesondere in Manching, dass die Auftragsbücher voll sind und dass man im Endeffekt mehr Beschäftigte bräuchte."

    Vom Betriebsrat heißt es: "Betriebsbedingte Kündigungen müssen ausgeschlossen werden. Jeder, der bleiben will, muss bleiben dürfen." Dieses Versprechen will Airbus jedoch nicht geben: "Wir können im Moment betriebsbedingte Kündigungen nicht ausschließen, allerdings werden wir davor alle anderen Möglichkeiten ausschöpfen."

    Airbus: Stellenabbau wegen schlechter Auftragslage

    Airbus begründet die geplanten Stellenstreichungen mit einem zu geringen Neugeschäft. Spartenchef Dirk Hoke erklärte in dem Schreiben an die Mitarbeiter, das Unternehmen habe in den vergangenen Jahren weniger neue Aufträge erhalten als Produkte ausgeliefert wurden und stecke finanziell in einer schwierigen Lage. "Die Zahlen senden eine klare Botschaft: Wir müssen jetzt handeln", schrieb Hoke.

    In Manching bei Ingolstadt hat die Rüstungs- und Raumfahrtsparte von Airbus mehr als 5.000 Mitarbeiter, in Ottobrunn bei München sind es 2.500 Beschäftigte.