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Beschwerden nehmen drastisch zu | BR24

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Illustrationsfoto "unerwünschte Telefonwerbung"

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    Beschwerden nehmen drastisch zu

    Obwohl die Bundesnetzagentur inzwischen hohe Strafen verhängen kann, haben sich die unerlaubten Anrufe der Telefonanbieter in einem Jahr fast verdoppelt. Das geht aus einer Regierungsanfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag hervor. Von Felix Lincke

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    Niemand darf unaufgefordert zu Werbezwecken angerufen werden, ohne dass er vorher dem Anbieter ausdrücklich seine Zustimmung gegeben hat. Diese Zustimmung darf auch nicht zu Beginn des Telefonats nachträglich eingeholt werden, was häufig trotzdem versucht wird. Außerdem dürfen Werbetreibende ihre Rufnummer nicht unterdrücken oder eine falsche Nummer einblenden. Doch alles das geschieht massenhaft im deutschen Telefonnetz.

    Mehr als 26.000 Beschwerden bei der Bundesnetzagentur

    So gingen bei der Bundesnetzagentur allein im ersten Halbjahr mehr als 26.000 Beschwerden ein, auch wegen des hartnäckigen und aggressiven Tons mancher Anrufer. Erlaubt ist der Einsatz von Wählmaschinen, die bestimmte Zielpersonen bis zu 15 Mal pro Woche per Computer anwählen. Es gibt keine Dokumentationspflicht für Call Center, so dass niemand einen Überblick hat.

    Einige Bundesländer fordern: Telefon-Verträge müssen schriftlich bestätigt werden

    Um eine Überrumpelung der Verbraucher zu verhindern, fordern Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg, dass Telefon-Verträge nur gelten sollen, wenn sie nach dem Gespräch schriftlich bestätigt sind. So sollten keine ungewollte Verträge mehr mit Unbekannten am Telefon abgeschlossen werden.