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Beschäftigte von Wolf Butterback kämpfen um Haustarifvertrag | BR24

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Etwa 100 Mitarbeiter von Wolf Butterback haben am Freitag für eine bessere Bezahlung demonstriert. An ihrem freien Tag trafen sie sich dafür vor dem Fürther Tiefkühl-Backwaren Unternehmen.

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Beschäftigte von Wolf Butterback kämpfen um Haustarifvertrag

Die rund 600 Beschäftigten des Tiefkühl-Backwaren-Unternehmens Wolf Butterback in Fürth kämpfen um mehr Gehalt. Ihren freien Brückentag nutzten die Mitarbeiter für Demonstrationen.

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Am Freitag (04.10.) haben rund hundert Mitarbeiter vor dem Werkstor des Fürther Tiefkühl-Backwaren-Unternehmens Wolf Butterback für eine bessere Bezahlung demonstriert. Weil derzeit noch Friedenspflicht herrscht, war kein Warnstreik erlaubt.

Langer Konflikt

Seit Jahren schwelt der Konflikt um einen Haustarifvertrag bei dem Fürther Unternehmen. Zuletzt hatte Wolf Butterback die Mitarbeiter nach dem Tarif für das bayerische Bäckerhandwerk bezahlt. Doch das Landesarbeitsgericht hatte Anfang des Jahres entschieden, dass die Bezahlung nach diesem Tarif wegen der Unternehmensgröße nicht möglich sei. Die Verhandlungen mit der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) sind inzwischen ins Stocken geraten.

Bis zu drei Euro mehr Stundenlohn

Der Stundenlohn für eine vergleichbare Arbeit sei in der Brotindustrie und in Großbäckereien bis zu drei Euro höher, sagte Regina Schleser von der Gewerkschaft NGG dem Bayerischen Rundfunk. Die Anpassung der jetzigen Gehälter bei Wolf Butterback an das Tarifentgelt sei allerdings nicht in einem Schritt zu machen, gestand sie zu.

"Aber wir wollen uns auf die Reise begeben, einen vergleichbaren Tarifvertrag zu bekommen." Regina Schleser, Gewerkschaft NGG

Die Personalleitung von Wolf Butterback bedauerte in einer Mitteilung die Haltung der Gewerkschaft. Die NGG hätte die letzte von bisher fünf Verhandlungsrunden nach wenigen Minuten abgebrochen. Mit etwas gutem Willen der Gewerkschaft wäre bereits heute ein tragfähiger Abschluss möglich gewesen, teilte Personalchef Alexander Grönhardt mit.

Nächste Woche neue Verhandlungen

In der kommenden Woche findet erneut eine Schlichtungsverhandlung statt. Die Firma Wolf Butterback stellt im großen Maßstab Tiefkühlteiglinge her und investierte zuletzt 50 Millionen Euro in den Standort in Fürth mit dem Bau eines dritten Werks.