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Bericht: Audi-Mitarbeiter schredderten Dieseldokumente | BR24

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Dass Audi im Dieselskandal tief verstrickt ist, war bekannt. Nun berichtet das Onlinemagazin Business Insider, dass über ein Dutzend Mitarbeiter des Autoherstellers im großen Umfang belastendes Material vernichtet hat.

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Bericht: Audi-Mitarbeiter schredderten Dieseldokumente

Dass Audi im Dieselskandal tief verstrickt ist, war bekannt. Nun berichtet das Onlinemagazin Business Insider, dass über ein Dutzend Mitarbeiter des Autoherstellers im großen Umfang belastendes Material vernichtet hat.

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Für Audi ist die Geschichte nicht neu, wie ein Sprecher dem Bayerischen Rundfunk sagte. Es habe bereits Untersuchungen dazu gegeben. Sie seien Teil der staatsanwaltlichen Ermittlungen, zu denen sich Audi nicht weiter äußere. Das Online-Magazin Business Insider beruft sich auf einen streng vertraulichen Bericht der Kanzlei Jones Day. Diese Kanzlei war vom VW-Konzern zur Aufklärung des Abgasskandals beauftragt worden. Demnach hat die Datenvernichtung bereits kurz nach Bekanntwerden des Dieselskandals im Herbst 2015 begonnen. Mehrere Personen sollen große Mengen Papier-Akten geschreddert und entsorgt sowie Dateien auf Computern mit einer professionellen Software gelöscht haben. Die Rede ist von Schredder-Orgien.

Gerichtsprozess in den kommenden Monaten erwartet

Diese Aussagen sind auch dem Bayerischen Rundfunk bekannt. Allerdings haben die Ermittler offensichtlich doch noch genügend belastendes Material finden können. So hat die Staatsanwaltschaft in München bereits im vergangenen Jahr gegen vier damals hochrangige Audi-Manager Anklage erhoben, darunter der frühere Vorstandschef Rupert Stadler. BR-Recherchen nach ist es den Ermittlern dabei wohl auch gelungen, gelöschtes Material zu rekonstruieren.