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Bekleidungsgeschäften droht eine Rabattschlacht | BR24

© BR/Ralf Schmidberger

Corona hat nicht nur Tourismus und Gastronomie vor große Probleme gestellt – auch der Einzelhandel hat Schwierigkeiten, vor allem wenn er Saisonware verkauft. Denn die ist schnell veraltet und muss zu Schnäppchenpreisen verramscht werden.

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Bekleidungsgeschäften droht eine Rabattschlacht

Corona hat nicht nur Tourismus und Gastronomie vor große Probleme gestellt – auch der Einzelhandel hat Schwierigkeiten, vor allem wenn er Saisonware verkauft. Denn die ist schnell veraltet und muss zu Schnäppchenpreisen verramscht werden.

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Der Einzelhandel erwartet im Bereich Mode große Verluste durch Preissenkungen. Denn durch die Beschränkungen infolge der Corona-Pandemie blieben die Geschäfte geschlossen und auch im Internet war Bekleidung nicht so stark gefragt. Nun müssen die Betriebe schauen, wie sie ihre Ware loswerden.

Bis zu 300 Millionen unverkaufte Kleidungsstücke

Die Sommermode wird bereits geliefert, dabei stapelt sich in den Bekleidungsgeschäften noch die Frühjahrsware. Etwa 200 bis 300 Millionen unverkaufte Artikel sind noch in den Lagern, heißt es beim Textil-Handelsverband BTE.

Und selbst jetzt, wo die Geschäfte wieder geöffnet sind, halten sich die Deutschen zurück und kaufen nur verhalten Bekleidung ein - um zu sparen oder auch weil es keinen Grund dafür gibt, sagt BTE-Sprecher Axel Augustin. "Wir haben ja leider die Situation, dass viele Anlässe im Moment wegfallen, weil keine Abi-Bälle stattfinden, Feiern nicht stattfinden. Die Leute im Homeoffice sitzen und ja auch kein Business-Outfit kaufen. Wir haben schon ordentlich Warendruck.“

Preise für Frühjahrsbekleidung deutlich reduziert

Um Platz für die Sommerware zu schaffen, geben die ersten Händler bereits kräftige Preisnachlässe auf die Frühjahrsmode. Einige Branchenbeobachter erwarten sogar eine richtige Rabattschlacht in den nächsten Wochen.

Doch um nicht alles einfach zu verramschen und am Schluss kräftig draufzuzahlen, würden einige Händler einen anderen Weg gehen, berichtet Augustin: Sie lagern die Kleider, Hosen und T-Shirts ein und wollen sie dann im nächsten Frühjahr verkaufen.

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