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"Bei uns wird auf Verschleiß gefahren" | BR24

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"Bei uns wird auf Verschleiß gefahren"

Mario Ohoven vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft fordert einen Abbau des Investitionsstaus in Deutschland. "Die Betriebe wollen investieren, nur sind die steuerpolitischen Rahmenbedingungen so, dass wir es oftmals einfach nicht können."

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"Deutschland schiebt einen Investitionsstau von weit über 140 Milliarden Euro vor sich her - in den Kommunen, bei Straßen, bei Brücken, vor allen Dingen beim Breitbandausbau, aber auch in den Unternehmen. Wir hatten 2016 eine Nettoinvestitionsquote von nur 1,5 Prozent", sagt Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft, in der radioWelt auf Bayern 2.

"Das heißt im Klartext: Die Maschinen und Anlagen in Deutschland werden bei uns auf Verschleiß gefahren."

"Investitionsmotor Mittelstand"

Der BVMW-Präsident betonte: "Die Betriebe wollen investieren, nur sind die steuerpolitischen Rahmenbedingungen so, dass wir es oftmals einfach nicht können. Der einfachste und wirkungsvollste Weg wäre, damit der Investitionsmotor Mittelstand wieder auf Touren in Deutschland kommt, eine Steuerfreistellung aller in Unternehmen reinvestierten Gewinne."

"Das gäbe dann einen Investitionsturbo."

Warnung vor "Sozialgeschenken"

Ohoven forderte mit Blick auf den Wirtschaftskurs von SPD-Kanzlerkandidat Schulz, die Sozialausgaben zu senken: "Bei uns wächst der Sozialstaat schneller als die Wirtschaft."

"Innerhalb der letzten fünf Jahre haben sich die Ausgaben um über 100 Milliarden erhöht. Das ist also nur scheinbar sozial. Jedes Sozialgeschenk führt am Ende des Tages unweigerlich zu höheren Sozialausgaben."

"Dem Mittelstand wäre schon geholfen, wenn es beispielsweise bei der Deckelung des Arbeitgeberanteils bei den Krankenkassen bliebe", so Mario Ohoven in der radioWelt.

Der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft wehrte sich gegen Kritik am deutschen Handelsüberschuss: "Der fällt nämlich nicht vom Himmel, sondern der zeugt von der Leistungsfähigkeit der deutschen Unternehmen."