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Für BDI-Chef Dieter Kempf lösen Kaufprämien für Autos nur einen Teil der wirtschaftlichen Probleme durch Corona

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    BDI-Chef Kempf kritisiert Kaufprämie für Autos

    Um die deutsche Automobilindustrie zu retten, debattieren Politik und Wirtschaft seit Wochen über Kaufprämien für Neuwagen. Der Chef des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Dieter Kempf, hält wenig von dieser Idee.

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    Von
    • Lukas Graw

    Die Diskussionen über eine staatliche Prämie beim Kauf von Neuwagen sei nicht der richtige Ansatz, so BDI-Chef Kempf. Es sei korrekt, dass die Automobilbranche Unterstützung benötige, sagte er im Münchner Club Wirtschaftspresse, da auch Branchen wie Maschinenbau, Elektro- und Textilindustrie vom Erfolg der Autobauer abhängig seien. Man müsse aber über andere Wege nachdenken, um die Branche zu retten. Der Chef des Industrieverbands sagte, gerade angesichts der massiven Imageprobleme wegen des Dieselskandals müsse man über neue Wege nachdenken.

    Politiker setzen sich für unkomplizierte Prämiensysteme ein

    In den letzten Wochen hatten sich Politiker wie Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger (Freie Wähler) oder Sachsens Ministerpräsident Kretschmer (CDU) für schnelle und unkomplizierte Prämien für Autokäufer eingesetzt. Kretschmer schlug beispielsweise vor, jeden Autokauf zu unterstützen, bei dem der Neuwagen umweltfreundlicher ist als das vorherige Modell.

    Sorge um zu großen staatlichen Eingriff

    Mit seiner Aussage bekräftigte Kempf seine Kritik an Rettungsmaßnahmen für einzelne Branchen. Dieses Thema hatte er schon im Corona Podcast des Bayerischen Rundfunks angesprochen. Mit den Maßnahmen der Politik, um die deutsche Wirtschaft in der Corona-Krise zu unterstützen, zeigte er sich aber im Allgemeinen zufrieden. Sorgen machen ihm Pläne der Bundesregierung, Einflüsse ausländischer Firmen auf deutsche Unternehmen zu beschränken. Die bisherigen Gesetze seien ausreichend, so Kempf.

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