Zurück zur Startseite
Wirtschaft
Zurück zur Startseite
Wirtschaft

Bayerns Strategie gegen das Wirtshaussterben | BR24

© BR

In jedem vierten Dorf im Freistaat gibt es kein Wirtshaus mehr. Wirtschaftsminister Aiwanger will mit einem 30 Millionen Euro schweren Förderprogramm gegensteuern. Unter bestimmten Bedingungen können Gasthöfe nun zum zweiten Mal Gelder beantragen.

11
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten
  • Artikel mit Video-Inhalten

Bayerns Strategie gegen das Wirtshaussterben

In jedem vierten Dorf im Freistaat gibt es kein Wirtshaus mehr. Wirtschaftsminister Aiwanger will mit einem 30 Millionen Euro schweren Förderprogramm gegensteuern. Unter bestimmten Bedingungen können Gasthöfe nun zum zweiten Mal Gelder beantragen.

11
Per Mail sharen
Teilen

Personalmangel, Steuern und Bürokratie machen den Wirtinnen und Wirten zu schaffen. Immer mehr Wirtshäuser in Bayern sind bedroht oder mussten bereits dicht machen. Das sogenannte "Gaststättenmodernisierungsprogramm" des bayerischen Wirtschaftsministeriums soll helfen. Nun beginnt die zweite Runde, bei der Gasthöfe Gelder beantragen können.

Zuschüsse sind an Bedingungen geknüpft

Mitmachen können kleinere Gasthäuser in ländlichen Gemeinden und Städten, die nicht mehr als 100.000 Einwohner haben und weniger als eine Million Euro Umsatz in den vergangenen drei Jahren gemacht haben. Bedingung ist außerdem, dass die Gastwirte selbst mindestens 20.000 Euro investieren. Ob in eine neue Küche, ins marode Dach oder in neue Möbel – das spielt keine Rolle. Die Investitionssumme allerdings schon, betont Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler).

"Ich muss auch eine ordentliche Summe an Geld pro Wirt zahlen. Wenn ich eine neue Haustür kaufe oder einen Tisch, dann erreiche ich vielleicht die zehnfache Zahl an Wirten aber es bringt im Einzelfall nix." Hubert Aiwanger, Bayerns Wirtschaftsminister

Wer für eine Förderung ausgewählt wird, erhält vom Freistaat einen Zuschuss von bis zu 40 Prozent.

Online-Antrag: Nur die schnellsten Wirtsleute kommen zum Zug

Neu ist in der zweiten Runde, dass diesmal 200 Förderanträge bewilligt werden – beim ersten Mal kamen lediglich 125 Gastwirte zum Zug. Innerhalb von etwa zwanzig Minuten war das Kontingent ausgeschöpft, so das Wirtschaftsministerium. Darüber hatten sich viele Wirte geärgert.

Dass es auch beim zweiten Mal wieder Wirte geben wird, die leer ausgehen, ist Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger bewußt: Auch dieses Mal rechnet das Wirtschaftsministerium mit einer großen Nachfrage. Deshalb haben die Teilnehmer diesmal mehr Zeit - zum Ausfüllen im Internet. Die Anträge werden 90 Minuten lang reserviert.

© BR

Der Bayrische Wirtschaftsminister versteht sich auch als Wirtshausminister und hat ein Förderprogramm für Gaststätten aufgelegt. Damit sollen Gastronomen Modernisierungsmaßnahmen mitfinanzieren können. Das Programm geht in die zweite Runde.