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Bayerns Handwerk: Stimmung gut, trotzdem Sorge um Konjunktur | BR24

© Frank Müller/BR

Die Stimmung in Bayerns Handwerk ist weiter positiv. Dennoch blicken die Betriebe mit Sorge auf die sich abkühlende Konjunktur. Sie würden sich dieser Entwicklung nicht auf ewig entziehen können, lautet das Fazit der aktuellen Konjunkturumfrage.

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Bayerns Handwerk: Stimmung gut, trotzdem Sorge um Konjunktur

Die Stimmung in Bayerns Handwerk ist weiter positiv. Dennoch blicken die Betriebe mit Sorge auf die sich abkühlende Konjunktur. Sie würden sich dieser Entwicklung nicht auf ewig entziehen können, lautet das Fazit der aktuellen Konjunkturumfrage.

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Noch geht es dem bayerischen Handwerk glänzend. Bei der aktuellen Konjunkturumfrage gaben rund 90 Prozent der Betriebe an, dass sie dieses Jahr gleichbleibende oder sogar bessere Geschäfte erwarten. Am besten ist die Stimmung in der Bau- und Ausbaubranche.

"Bei Bau und Ausbau rechnen wir für die Zukunft mit weiter stabilen Umsatzzahlen, vielleicht sogar leichten Steigerungen. Die Auftragsbücher sind für zwölf oder mehr Wochen voll. Von daher denken wir, dass das auch positive Wirkungen fürs gesamte Handwerk hat." Franz Xaver Peteranderl, Handwerkspräsident

Obwohl die Wohnungsbaugenehmigungen im Freistaat und bundesweit zurück gegangen sind, wird sich die Bau- und Ausbaubranche noch die kommenden zwei bis drei Jahre auf demselben Niveau halten können, prognostiziert der Präsident. Die starke Binnennachfrage, niedrige Zinsen, geringe Arbeitslosigkeit sowie kräftige Lohnsteigerungen sorgten für den Rückenwind. Für die Kunden bedeuten die vollen Auftragsbücher, dass sie weiter mit langen Wartezeiten rechnen müssen, bis sie einen Handwerker bekommen.

Schwächelnde Konjunktur bereitet Sorge

Trotz der positiven Stimmung befürchten viele Betriebe, dass auch sie langfristig von der in diesem Jahr teils schwächelnden Konjunktur in Mitleidenschaft gezogen werden. Derzeit bereits betroffen sind die Zulieferer für Maschinenbau und Autoindustrie. Diese Branchen würden eine schwächer werdende Gesamtwirtschaftslage als erste zu spüren bekommen, schätzt Peteranderl. Kritisch sieht er in diesem Zusammenhang die vom Bundesverkehrsministerium geplanten höheren Bußgelder und Punkte für Parken in zweiter Reihe sowie auf Rad- und Gehwegen.

Für das Gesamtjahr Umsatzplus erwartet

Für das Gesamtjahr erwartet Bayerns Handwerk weiter ein Umsatzplus von gut vier Prozent. Und auch die Zahl der Beschäftigten dürfte leicht zulegen. Positiv wertet das Handwerk den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Wiedereinführung der Meisterpflicht in zwölf Gewerken wie zum Beispiel bei Fliesenlegern und Parkettlegern.

© BR.de

Die Konjunkturflaute in Deutschland macht sich auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Im Vergleich zu den Vormonaten haben sich die Zahlen zwar etwas verbessert. Im Vergleich zum Jahr davor aber stagnieren sie, in Bayern sind sie sogar etwas schlechter.