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Seit 2010 war Matthias Jena Vorsitzender des DGB Bayern.

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    Bayerns DGB-Chef Jena tritt zurück

    Ab sofort legt der bayerische DGB-Vorsitzende Matthias Jena sein Amt nieder. Als Grund nennt der 60-Jährige seine Gesundheit. Seine Stellvertreterin Verena Di Pasquale übernimmt den Vorsitz des DGB Bayern bis zur nächsten Wahl im Januar 2022.

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    Von
    • Birgit Harprath

    In letzter Zeit hatte sich Matthias Jena in der Öffentlichkeit etwas rar gemacht. Das fiel auf und löste auch in der Mitgliedschaft Spekulationen aus. Heute nun die Bestätigung: Jena verlässt seinen Posten an der Spitze des DGB in Bayern. Darüber informierte der bisherige Vorsitzende heute die Einzelgewerkschaften des DGB Bayern.

    Jena will seiner Gesundheit "höchste Priorität" einräumen

    "Mein aktueller Gesundheitszustand macht es mir unmöglich, mich weiterhin mit voller Kraft für den DGB einzusetzen. Aber gerade jetzt, da es um eine gerechte Verteilung der Kosten der Corona-Krise geht, brauchen die Beschäftigten in Bayern eine DGB-Spitze, die mit hundert-prozentiger Energie für sie eintreten kann.“ Matthias Jena, bisheriger DGB-Bayern-Chef

    Er wolle seiner Gesundheit höchste Priorität einräumen, so Jena. Zu seiner Krankheit will er sich auf Nachfrage nicht weiter äußern.

    Neuwahlen stehen Ende Januar 2022 an

    Damit der DGB nicht führungslos ist, rückt seine bisherige Stellvertreterin Verena Di Pasquale an die Spitze der Dachorganisation in Bayern. Ende Januar 2022 stehen dann turnusgemäß Neuwahlen auf der Bezirkskonferenz in Würzburg an. Pasquale dankte Jena auch im Namen aller Einzelgewerkschaften für knapp zwölf Jahre Einsatz für die Interessen der Beschäftigten.

    Deutliche Worte gegen Rechtsextremismus

    2010 löste Jena den langjährigen DGB Chef Fritz Schösser ab. Jena ist eher der Funktionär der leiseren Töne, aber durchaus deutlich auch gegenüber der bayerischen Staatsregierung. So machte er sich immer wieder für ein Vergabegesetz in Bayern stark, damit Aufträge des Staates nur an tarifgebundene Firmen ergehen. Auch gegen Rechtsextremismus und Ausländerfeindlichkeit fand Jena immer deutliche Worte. Ein großes Problem des DGB in Bayern ist der Schwund an Mitgliedern.

    Der DGB ist eher das politische Organ der acht Einzelgewerkschaften und nicht für die Tarifpolitik zuständig. In Bayern kommt er zur Zeit auf knapp 800.000 Mitglieder.

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